WKÖ-CodingDay & LehrlingsHackathon 2020: Jetzt für digitale Award Gala anmelden

Im Rahmen des WKÖ-Coding-Day erlernen digitale Nachwuchstalente am 23. Oktober das 1x1 des "Coding". Zudem werden die Gewinner des LehrlingsHackathon 2020 prämiert, der am 6. und 7. Oktober stattgefunden hat. Interessierte können der Awardverleihung heuer digital beiwohnen und erhalten zudem einen Sneak Peak sowie Impressionen aus den 19 Schulklassen-Workshops.
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Coding-Day
(c) Jacqueline Godany / Davincilab
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  • Jeder kann Programmieren lernen: Das ist die Botschaft des CodingDay 2020 der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der heuer am 23. Oktober zum zweiten Mal im Rahmen der EU Code Week 2020 stattfinden wird und Teil der WKO-Bildungsinitiative ist.
  • „Die Idee ist dabei, die Ausbildungsmöglichkeiten in der IT ins Rampenlicht zu rücken und so die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen für die Wirtschaft aufzuzeigen – gerade auch in Zeiten von Corona ein enorm relevantes Thema“, so Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der WKÖ, über die Intention des CodingDay.
  • Im Vorjahr wurde so bei 750 jungen Teilnehmern in 25 Workshops und mit mehr als 900 Coding-Stunden das Interesse an der Computer- und Roboter-Steuerung geweckt.
  • In Workshops werden die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz entmystifiziert und auf ihre Alltagsrelevanz abgeklopft.
  • Knapp 100 Lehrlinge im Alter von 15 bis 30 Jahren aus 20 Unternehmen in ganz Österreich trafen sich am 6. und 7. Oktober zu einem Online-Hackathon und entwickelten kollaborativ in Kleinteams mit Unterstützung der DaVinciLab Tutors ihre eigenen App-Projekte.
  • Interessierte können digital an der Award Gala teilnehmen und erhalten zudem einen Sneak Peek und Impressionen aus den 19 Schulklassen-Workshops der CodingDay-Partner.

Jeder kann Programmieren lernen: Das ist die Botschaft des CodingDay 2020 der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der heuer am 23. Oktober zum zweiten Mal im Rahmen der EU Code Week 2020 stattfinden wird und Teil der WKO-Bildungsinitiative ist.

„Die Idee ist dabei, die Ausbildungsmöglichkeiten in der IT ins Rampenlicht zu rücken und so die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen für die Wirtschaft aufzuzeigen – gerade auch in Zeiten von Corona ein enorm relevantes Thema“, so Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der WKÖ, über die Intention des CodingDay.

Im Vorjahr wurde so bei 750 jungen Teilnehmern in 25 Workshops und mit mehr als 900 Coding-Stunden das Interesse an der Computer- und Roboter-Steuerung geweckt.

+++ WKÖ CodingDay 2020 – Jetzt anmelden und digital bei der Award-Gala 2020 teilnehmen! +++

2020 gibt es Online-Workshops

Um Ansteckungsrisiken auszuschließen wird der CodingDay dieses Jahr praktisch in die Schule (oder nachhause) geliefert. Die Teilnehmer – von der Volksschule bis zur Oberstufe – erhalten Zugang zu Online-Workshops oder ihnen werden von den CodingDay-Partnern alle Bausätze, Materialien und Apps zur Verfügung gestellt, die sie benötigen.

Die Teilnehmer von 2019 | (c) Jacqueline Godany / Davincilab

Robotik für Anfänger

So erfahren die „Coding Juniors“ (Volksschüler), wie sie einen Spielzeugroboter programmieren und mit einer einfachen App im Baukastensystem steuern können.

Ähnliche Ziele, aber mit komplexeren Anforderungen, verfolgen die „Coding Rookies“ (Unterstufe) in ihrem Robotik-Workshop. Spielbasiertes Programmieren nach dem Block-auf-Block-Prinzip ermöglicht eine spezielle Version des beliebten Computerspiels Minecraft. Und es gibt Workshop-Angebote etwa zum Thema: „Wie erkenne ich Fake-News? Wie kann ich die Informationsflut gezielt filtern?“

Bei den „Coding Teens“ (Oberstufe) kommen einfache, aber avanciertere Programmiersprachen wie Snap! oder die App Pocket Code zum Einsatz, um erste eigene Anwendungen, Spiele oder Geschichten zu gestalten. In Workshops werden die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz entmystifiziert und auf ihre Alltagsrelevanz abgeklopft.

LehrlingsHackathon 2020

Zudem hat bereits im Vorfeld zum CodingDay 2020 der LehrlingsHackathon 2020 stattgefunden, der bereits das zweite Mal in Folge von DaVinciLab durchgeführt wurde – dieses Mal zu 100 Prozent digital.

Knapp 100 Lehrlinge im Alter von 15 bis 30 Jahren aus 20 Unternehmen in ganz Österreich trafen sich am 6. und 7. Oktober zu einem Online-Hackathon und entwickelten kollaborativ in Kleinteams mit Unterstützung der DaVinciLab Tutors ihre eigenen App-Projekte.

Je nach Vorwissen und Alter sind die Lehrlinge in den Kategorien Rookies, Professionals oder Experts angetreten. Kenntnisse oder Programmiererfahrung waren hierfür nicht unbedingt erforderlich: Anfänger erhielten laut den Initiatoren eine Einschulung, damit auch sie mit der blockbasierten Open-Educational-Resources-Plattform Thunkable ihre Ideen in funktionale Apps verwandeln können.

“Mit dem LehrlingsHackathon möchten wir zeigen, dass in Österreichs Lehrlingen über alle Branchen hinweg großes Digitalisierungstalent steckt, das nur darauf wartet, geweckt zu werden“, sagt Anna Gavin, Gründerin von DaVinciLab.

Der Award wird heuer erstmals digital vergeben | (c) Jacqueline Godany / Davincilab

Gewinner am 23. Oktober prämiert

Auch heuer wird laut der WKÖ eine Expertenjury ein kritisches Auge auf die Ergebnisse des LehrlingsHackathons werfen: Dabei wird nicht nur der Programmierteil bewertet, sondern auch die Idee, das Design und die Anwenderfreundlichkeit des App-Prototypen.

Die Gewinner werden am 23. Oktober im Zuge des CodingDay 2020 per Livestream von der Wirtschaftskammer Österreich bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Digital an Award Gala teilnehmen

Interessierte können digital an der Award Gala teilnehmen und erhalten zudem einen Sneak Peek sowie Impressionen aus den 19 Schulklassen-Workshops der CodingDay-Partner.

Teilnehmer können zudem an einem Publikumsvoting teilnehmen. Das Lehrlingsteam, das die meisten Stimmen des Publikums erhält, gewinnt einen wertvollen Sonderpreis.

Die Veranstaltung wird eröffnet von:

  • Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
  • Amelie Groß, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich- Sektionschefin 
  • Iris Rauskala, Leitung der Präsidialsektion (Präsidialagenden; Digitalisierung; Gleichstellung und Diversitätsmanagement)-
  • Alfred Harl, MBA CMC, Obmann des Fachverbandes für Unternehmensberatung, – Buchhaltung und Informationstechnologie

+++ WKÖ CodingDay 2020 – Jetzt anmelden und digital bei der Award-Gala 2020 teilnehmen! +++

*Die Eröffnung, Impressionen aus dem CodingDay sowie die Lehrlingshackathon 2020 Awardverleihung setzt der brutkasten als digitales Event um.


Stefan Mey

Wie haben sich Coronakrise und Lockdown auf Inklusion ausgewirkt, Gregor Demblin?

Im Vorfeld des "Innovationsabend: Österreich Digital Gestalten – Inklusion" beantwortet Gregor Demblin Fragen zum Thema Inklusion.
/gregor-demblin-inklusion/
myAbility
Gregor Demblin hat 2009 mit der Arbeit an myAbility begonnen. (c) Lukas Ilgner
kooperation

Am 30. November wird Gregor Demblin, Gründer und CEO von myAbility, auf dem „Innovationsabend: Österreich Digital Gestalten – Inklusion“ die virtuelle Keynote zum Thema Inklusion halten. Die kostenlose Anmeldung zum Online-Event ist unter diesem Link möglich. Der brutkasten hat ihm im Vorfeld des Events in einem Q&A essentielle Fragen zu diesem Thema gestellt.

Inklusion sollte kein Selbstzweck sein: Wie können Arbeitgeber profitieren, wenn sie Menschen mit Behinderung in ihr Unternehmen integrieren?

Es stimmt, dass viele ArbeitgeberInnen Inklusion als karitativen Kostenfaktor betrachten. Tatsächlich profitieren Unternehmen aber messbar von der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, solange das im Rahmen einer durchdachten Inklusionsstrategie erfolgt. Neben dem offensichtlichen finanziellen Vorteil durch den Wegfall der Ausgleichstaxe, Förderungen und dergleichen hat das mehrere Gründe.

Unternehmen erweitern etwa ihren Talentepool und erschließen neue Zielgruppen. Sie positionieren sich im Employer Branding attraktiv nach außen und nach innen. Das heißt, dass sie nicht nur auf Menschen mit und ohne Behinderungen als Arbeitgeber attraktiver wirken, sondern, dass auch die Loyalität der bestehenden MitarbeiterInnen merkbar steigt, wenn diese merken, dass auf ihre Bedürfnisse Rücksicht genommen wird.

Durch die Enttabuisierung von Behinderungen wird es diesen MitarbeiterInnen möglich, bisher geheim gehaltene chronische Erkrankungen und Behinderungen offen anzusprechen und notwendige Arbeitsmittel zu bekommen. Ihre Effektivität steigt und die Krankenstände im Unternehmen sinken. Wer hier übrigens geeignete Strukturen einführt, ist auch besser für die Zukunft gerüstet. Die Workforce wird älter und der Anteil von Menschen mit offensichtlichen und versteckten chronischen Erkrankungen und Behinderungen nimmt zu.

Was sind derzeit noch die größten Herausforderungen bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung?

Die größten Herausforderungen sind immer noch die Barrieren in den Köpfen der Personaler und der Unternehmensführung. Viele scheuen vor dem Thema zurück. Sie haben einmal von einem negativen Erlebnis mit einem Mitarbeiter mit Behinderung gehört und das prägt jetzt ihr Bild. Sonst haben sie keine Berührungspunkte mit dem Thema. Ein typisches Vorurteil ist zum Beispiel: Diese MitarbeiterInnen bringen keine Leistung; sie sind oft krank. Studienergebnisse belegen das Gegenteil.

Viele glauben auch, dass MitarbeiterInnen mit Behinderung nicht mehr zu kündigen sind, wenn man sie einmal eingestellt hat. Der Kündigungsschutz von sechs Monaten ist auf mittlerweile vier Jahre ausgeweitet worden – wohl genügend Zeit, um festzustellen, ob die Arbeitsleistung passt.

Die größte tatsächliche Hürde ist der Recruitingprozess selbst, der oft nicht barrierefrei gestaltet ist. Das fängt bei PDF-Unterlagen ohne Untertitel für Menschen mit Sehbehinderung an. Dann folgen Tätigkeitsbeschreibungen, die wenig Aufschluss geben über die tatsächliche Arbeit und dafür „Leistungsfähigkeit“ und „Belastbarkeit“ der BewerberInnen betonen. Das hält Talents mit Behinderungen davon ab, sich zu bewerben – nicht, weil sie nicht belastbar und leistungsfähig wären, sondern, weil das Unternehmen damit signalisiert, wenig auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen Rücksicht zu nehmen und weil die BewerberInnen nicht wissen können, ob sie eine unklar beschriebene Tätigkeit ausführen können.

An welchen Punkten können Startups mit innovativen Technologien einen entscheidenden Beitrag leisten?

Ich bin überzeugt, dass innovative Entwicklungen wie zum Beispiel Exoskelette für Menschen mit motorischen Behinderungen oder Implantate einen riesigen Unterschied auch in Sachen Inklusion im Berufsleben machen werden. Denn dadurch stehen Menschen mit Behinderungen viel mehr Möglichkeiten offen, in einer typischen Büroumgebung zu arbeiten. Hier bieten sich beste Chancen für innovative Jungunternehmen und Startups und ich kann nur jeden dazu ermutigen, sich mit diesem Feld zu beschäftigen. Es entwickelt sich derzeit rasant weiter!

Und abschließend, ein vorläufiges Fazit: Wie haben sich Coronakrise, Lockdown und Home-Office-Boom auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgewirkt?

Corona ist für vulnerable Gruppen am Arbeitsmarkt eine besondere Bedrohung. Das gilt besonders für Menschen mit Behinderungen. Ein Blick auf die Zahlen unserer Jobplattform myAbility.jobs zeigt ein sehr interessantes Bild: Im September 2020 ist die Anzahl der Jobsuchenden mit Behinderungen im Vergleich zu 2019 um mehr als 55% in die Höhe geschossen.

Aber: wir sehen auch, dass Unternehmen ein noch nie dagewesenes Interesse an inklusiver Arbeitsweise zeigen. Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt im Zuge des Lockdowns investieren viele Unternehmen erst jetzt in effektive und barrierefreie digitale Prozesse und paradoxerweise profitieren davon MitarbeiterInnen mit Behinderungen.

Unternehmen die auf eine diverse Unternehmenskultur setzen, schneiden übrigens gerade in der Krise deutlich besser ab. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Wir erwarten, dass unsere KundInnen, die ein eigenes Disability Management haben, in den kommenden zwei Jahren besser performen werden.

Video-Interview über Gregor Demblins Buch: „Wie ich lernte, Plan B zu lieben“

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