Witchsy: Gründerinnen erfinden männlichen Founder um Startup leichter aufzubauen

Zwei US-amerikanische Unternehmerinnen haben einen imaginären männlichen Mitbegründer geschaffen, um dem Sexismus, den sie gleich zu Beginn erfahren haben, zu umgehen und die Gründung ihres Unternehmens Witchsy zu erleichtern.
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(c) Witchsy- Kate Dwyer und Penelope Gazin griffen auf einen männlichen imaginären Co-Founder zurück, um sexistischen Developern zu begegnen.
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

  • Entwickler antworteten herablassend, sprachen die Gründerinnen in Mails mit „ok girl“ an und verhielten sich kalt oder unhöflich.
  • Da kam den beiden Witchsy-Gründerinnen die Idee „Keith Mann“ zu erfinden, der sämtlich folgende Korrespondenzen unterschreiben sollte.
  • Die beiden Founderinnen bemerkten rasch einen geänderten Umgangston und erhielten schneller Antworten, die einen respektvollen, und laut den Gründerinnen, einen komfortablen Ton hatten.
  • Sie gaben ihrem imaginären Co-Founder sogar eine Hintergrundstory.

Es war der Sommer 2017. Penelope Gazin und Kate Dwyer hatten damals ihren Online-Kunstmarkt Witchsy bereits ein Jahr am Laufen. Und Probleme mit Entwicklern gehabt. Jene antworteten herablassend, sprachen die Gründerinnen in Mails mit „ok girl“ an und verhielten sich kalt oder unhöflich. Und insgesamt zu langsam beim Antworten.

Nett, aber…

Auch ihr Vorhaben ein Startup zu gründen, traf auf Skepsis, Unglauben und bestenfalls auf die Antwort „what a cute idea“: „Es war sehr klar, dass uns niemand ernst nahm und alle dachten, wir wären nur Idioten“, so Dwyer weiter in einem anderen Medium.

Ein echter „Mann“ für Witchsy

Irgendwann kam den beiden Frauen die Idee „Keith Mann“ zu erfinden, einen imaginären Mann, der fortan Korrespondenzen unterschreiben sollte.

Die beiden Founderinnen bemerkten rasch einen anderen Umgangston und erhielten schneller Antworten, die von Respekt gekennzeichnet waren.

Plötzlich alles besser

„Vor Keith dauerte es Tage bis ich eine Antwort bekam. Mit ihm ging das bedeutend schneller. Und nicht nur das, er wurde sogar gefragt, ob er noch etwas benötige oder andere Wünsche hätte“, sagte Dwyer in einem Interview.

Keith durfte weitermachen

Statt in Zorn zu versinken, über diese Art von sexistischem Verhalten, entschieden die beiden Founderinnen Keith Mann weiterhin für Witchsy zu nutzen. Dabei fanden sie heraus, dass es sich nicht um eine kleine Anomalie eines Fehlverhaltens einer kleinen Entwickler-Gruppe gehandelt habe. Es hatte System.

Zwei Frauen, die ein Startup gründen wollen, kamen bei den Geschäftspartnern schlechter an, als ihr männlicher erfundener Counterpart.

„Es war nicht so, dass sie offen nach ihm verlangt hätten, aber Antworten und Status Updates kamen schneller an, wenn er nachhakte“, so Gazin bei Quartz. Dies nutzte Das Duo aus.

Hintergrundstory erfunden

Sie gaben ihrem imaginären Co-Founder sogar eine Hintergrundstory: Ein Typ, der im College Football spielte, fünf Jahre verheiratet war und die Geburt seines Kindes erwartete. Ein guter Mann, der die Art von Gazin und Dwyer nie ganz verstehen kann, aber glücklich sei zu helfen, bis die beiden Founderinnen einen Ehemann fänden. So die Story, die die beiden Gründerinnen verbreiteten.

Keine Comic-Brüste auf Etsy

Witchsy ist ein Marktplatz, der entstanden ist, weil Gazin Probleme mit Etsy hatte „ausgefallene“ und provokante Kunst wie Comic-Brustwarzen oder der Andeutung von Schamhaaren in einem Holzkohle-Akt dort zu verkaufen. Und gesperrt wurde.

200.000 US-Dollar Kunst verkauft

Deshalb gründeten die beiden Freundinnen mit 15.000 US-Dollar Kapital Witchsy, einen Marktplatz für „dark and funny-Art“ und verkauften im ersten Jahr Kunstwerke um 200.000 US-Dollar – 80 Prozent gingen davon an die Künstler.

Witchsy-Gründerin: „Bedauerlich, aber…“

Es ist bedauerlich, dass wir Keith erfinden mussten, um Fortschritte zu erzielen, aber niemand wollte an Bord kommen, bis wir ihnen zeigen konnten, was wir können“, so Dwyer, die für Frauen, die gegen Sexismus-Wände rennen einen Rat parat hat.

„Verzweifelt nicht. Tut das, was nötig ist, um weiterzumachen. Akzeptiert die Hürden, die euch in den Weg geworfen werden und überlegt, wie es von dort weitergeht“, sagt sie. Und hofft, dass die Geschichte rund um Keith Mann ein Umdenken in den Köpfen bringt.

Martin Pacher

Covid-19-Gurgeltest von LEAD Horizon durch Ministerium anerkannt

Das Corona Test-Set des Wiener Startups LEAD Horizon wurde durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nun offiziell anerkannt. Zudem kooperiert LEAD Horizon mit dem Wiener Scaleup Anyline.
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Gurgeltest
LEAD Horizon ist ein österreichisches Unternehmen, das Anfang 2020 von Assoc.- Prof. Dr. med. Christoph Steininger und Michael Putz gegründet wurde | (c) LEAD Horizon

Das österreichische Startup LEAD Horizon rund um den österreichischen Virologen Christoph Steininger hat im Sommer den sogenannten Covid-19-Gurgeltest auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu einem unangenehmen Rachenabstrich, für den es medizinisch geschultes Personal braucht, kann der Gurgeltest einfach und schmerzfrei nach dem DIY-Prizip zu Hause durchgeführt werden – der brutkasten berichtete.

Behördliche Anerkennung

Wie das Startup am Donnerstag mitteilte, erfolgte nun die „Bestätigung der behördlichen Anerkennung“ durch das österreichische Gesundheitsministerium. Basis dafür sei ein Gespräch im Gesundheitsministerium gewesen, das bereits am 11. September stattgefunden hat.

In einer Aussendung von LEAD Horizon heißt es dazu: „Die beiden Gründer, Virologe Prof. Christoph Steininger und Innovationsexperte Michael Putz konnten im Gespräch mit Dr. med. Silvia Türk, Sektionschefin der Sektion VIII Gesundheitssystem, Unklarheiten rund um das Test-Set klären.“

Auf Rückfrage des brutkastens erläuterte eine Sprecherin von LEAD Horizon, dass das Auswertungsverfahren mit PCR-Verfahren von Beginn an anerkannt war, das Startup wollte aber zusätzlich in Bezug auf die Handhabung des Test-Kits eine Bestätigung von Seitens des Ministeriums einholen.

Identität sicherstellen

Ein heikler Punkt bei Corona-Selbsttests ist die Identifizierung der Testpersonen. Hierfür bietet das Startup allerdings eine Lösung an: Mittels Videoaufnahme während des gesamten Prozesses wird die Identität der Testperson sichergestellt, um Betrug vorzubeugen. Die Proben werden postalisch eingeschickt oder firmenintern gesammelt und zur Abgabestelle gebracht.

Anschließend werden die Proben ausschließlich durch ÖQUASTA-zertifizierte Labore mittels PCR-Verfahren ausgewertet. Am Folgetag nach Einlangen wird das Ergebnis elektronisch und datensicher übermittelt.

Kooperation mit Anyline

In rund zwei Wochen soll zudem im Rahmen eines Updates ein automatisiertes Identitätsverfahren für Ausweise in die Web-Applikation von Lead Horizon integriert werden. Hierfür arbeitet das Startup mit dem Wiener Scaleup Anyline zusammen.

„Um den Nutzern eine einfache und sichere Methode zum Sammeln und Versenden dieser Daten zu bieten, wird LEAD Horizon nun das mobile Reisepass-Scannen von Anyline in diese WebApp integrieren“, so Anyline auf dem firmeneigenen Blog.

Die Kooperation mit Anyline ist nicht die einzige Kooperation von Lead Horizon. So hat das Startup erst diese Woche die Kooperation mit dem Wiener Startup testFRWD bekannt gegeben, um den Test verstärkt bei Events und im Tourismus einzusetzen – der brutkasten berichtete.

Christoph Steininger im August über den Covid19-Gurgeltest

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