Wiener Sport-Startup myClubs kauft schweizer Fitnesscenter-Netzwerk Gymhopper

Das Wiener Sport-Startup myClubs gehört zu den größten Sport-Aggregatoren und -Vermittlungsdiensten in Österreich und der Schweiz. Nun gab myClubs den Kauf des schweizer Fitnesscenter-Netzwerks Gymhopper bekannt, um seine Marktposition weiter zu stärken und ein länderübergreifendes Sportangebot zu schaffen.
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Das Wiener Sport-Startup myClubs kauft Gymhopper
(c) myClubs. Silvan Krähenbühl, Gymhopper Founder und neuer Head of Business Development der myClubs AG (erster von links), myClubs Founder und CEO Tobias Homberger (Mitte).
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass myClubs von sich reden machte. Vor allem hinsichtlich Investments war 2017 ein gutes Jahr für das Wiener Sport-Startup. Da gab es beispielsweise eine Millionen-Finanzierung (u.a.) vom aws Gründerfonds und von Speedinvest, und auch Hansi Hansmann stieg bei dem jungen Unternehmen ein. Anfang 2018 folgte dann die Übernahme des Grazer Sport-Startups Workout Deals. Nun folgt der Kauf von Gymhopper.

Das bietet myClubs

myClubs kombiniert das Angebot von zahlreichen Yogastudios, CrossFit-Boxen, Tennisplätzen, Kletterhallen und diversen anderen Kurs- und Sportanbietern in einem digitalen Mitgliedschaftsmodell. Kunden können über die App aus über 30 verschiedenen Sportarten wählen und direkt buchen. In Österreich hat das Wiener Sport-Startup bereits über 400 Vertragspartner, in der Schweiz konnte bisher bei über 300 Anbietern trainiert werden. Mit dem Kauf des Schweizer Startups Gymhopper werden nun die Kräfte zweier starker Player gebündelt. Das Netz der Anbieter wächst demnach um weitere 200. Während sich myClubs bisher vor allem durch ein vielfältiges Kursangebot auszeichnet (u.a. Yoga, CrossFit, Spinning – im Sommer auch Golf und Wakeboarden), verfügt Gymhopper über ein großes Netzwerk an inhabergeführten Fitnessstudios. Die verschiedenen Angebote umfassen beispielsweise vier Trainingseinheiten im Monat um 39 Euro oder unbegrenzte Einheiten (dabei aber nur vier pro Anbieter) um 79 Euro pro Monat. Die Abonnements sind monatlich kündbar.

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myClubs mit länderübergreifendem Sportangebot

Die Gymhopper Produktlinie wird auch nach dem Kauf durch myClubs weitergeführt. Ziel der Übernahme ist es, ein länderübergreifendes digitales Sportangebot für Unternehmen zu schaffen. Das Wiener Sport-Startup konzentrierte sich mit seinen flexiblen Mitgliedschaften für Endkunden und Unternehmen bisher stark auf den urbanen Raum. Mit Gymhopper wächst das Netzwerk des Sport-Startups jetzt auch in den Regionen rund um Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne. Die stärkere Marktposition in diesen Gebieten schafft gute Voraussetzungen für die geplante Einführung neuer Corporate Fitness Angebote: “Wir haben in den letzten Jahren das schweizweit größte Netzwerk für inhabergeführte Gyms aufgebaut. Mit myClubs erhalten wir jetzt einen starken digitalen Partner, um gemeinsame Firmen-Fitness Produkte auf den Markt zu bringen und unsere Partnerstudios im Wettbewerb mit den großen Ketten zu unterstützen,” äußert sich Gymhopper CEO Silvan Krähenbühl zur künftigen Zusammenarbeit.

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Tobias Homberger über den Gymhopper Kauf

Krähenbühl wird Head of Business Development der myClubs AG und das Gymhopper Development Team beim österreichischen Sport-Vermittlungsdienst integriert. “Die Übernahme von Gymhopper ist strategisch wichtig, um unsere Marktführerschaft im digitalen Fitnessmarkt auch in der Schweiz auszubauen. Wir kennen Silvan und sein Team schon seit dem Gymhopper Launch und freuen uns, dass sie in Zukunft myClubs verstärken,” – so myClubs Founder und CEO Tobias Homberger über den Gymhopper Kauf.

Interview über das Investment von Hansi Hansmann in myClubs

Tobias Homberger, der Grüder von myClubs und der Star-Investor, Hansi Hansmann, im Live Gespräch über den Investment, den unlimitierten Zugang zu den besten Sportstudios, die Henne-Ei Problematik eines Startups, die Vision uVm.

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 1. März 2017


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Nikolaus Jilch

Wo Bitcoin und Wall Street zusammenwachsen

Paypal, Square, Goldman und Blackrock: Immer mehr bekannte Namen drängen auf den Bitcoin-Markt. Ein Überblick.
/bitcoin-wall-street/
Nikolaus Jilch: Wo Bitcoin und Wall Street zusammen kommen
Nikolaus Jilch | Hintergrund (c) Adobe Stock - Richard
jungesgeld

Die Zahlen sind eindeutig: Im direkten Vergleich hat die Kryptowährung alle anderen Assets in den vergangenen Jahren alt aussehen lassen. Freilich, es gibt viele gute Gründe, sich von Bitcoin fern zu halten. Es ist ein sehr risikoreiches Investment. Aber in einem Umfeld ohne Zinsen suchen Anleger eben auch verstärkt nach solchen Risikowetten – um ihre Portfolioperformance zu verbessern. Auch traditionelle Anleger, die sonst Aktien, Anleihen, Fonds oder Derivative kaufen, werden auf Bitcoin aufmerksam. Vor allem in den USA haben wir im vergangenen Jahr einen großen Push gesehen. Sehen wir uns heute an, wo Bitcoin und Wall Street zusammenwachsen.

1) PayPal und Square

Der Einstieg der Zahlungs-Dienstleister PayPal und Square hat nicht nur Bitcoin einen Boost gegeben – sondern auch den Aktien der Firmen. Besonders interssant ist der Fall von PayPal, das seinen Kunden schrittweise den Zugang zum Kryptomarkt ermöglicht. Die Firma hat mehr als 360 Millionen Kunden und 28 Millionen Händler weltweit nützen PayPal. Bald wird es möglich sein, bei diesen mit Bitcoin, Litecoin und Ethereum zu bezahlen. PayPal profitiert doppelt. Der Verkauf von Coins an die Kunden ist ein neues Geschäftsmodell. Die Nutzerschaft von Bitcoin wird erhöht, was tendenziell den Preis treibt – und wiederum den Wert der Firma erhöht, was den Aktienkurs hebt. Dazu kommt, dass viele Fondsmanager, die strengen Regeln unterworfen sind, nach einem indirekten Weg suchen, um in Bitcoin zu investieren. Da kommt die PayPal-Aktie gerade recht.

Ganz ählich sieht es beim kleineren Konkurrenten Square aus, hinter dem Twitter-Gründer Jack Dorsey steht, selbst ein großer Bitcoin-Fan. Die Firma hat sogar ein Prozent ihres Cashbestands in Bitcoin umgewandelt und hat im Oktober etwa 4700 Bitcoin für rund 50 Millionen Dollar gekauft.

2) Michael Saylor und Microstrategy

Viel weiter geht der Techunternehmer Michael Saylor. Er konnte den Aufsichtsrat seiner Firma Microstrategy davon überzeugen, ihren gesamten Cashbestand in Bitcoin zu stecken. Er hat inzwischen fast 70.500 Bitcoin eingekauft und dafür 1,125 Milliarden Dollar ausgegeben. Die Aktie des Techunternehmens, das Unternehmenssoftware anbietet, explodierte daraufhin – weil Aktienanleger auch hier eine Möglichkeit sehen, indirekt in Bitcoin zu investieren.

Saylor ist der extremste unter den Bitcoin-Fans zwischen Wall Street und Silicon Valley. Er hat in den vergangenen Monaten hunderte Interviews gegeben, in denen er den US-Dollar als de facto wertlos bezeichnet – und Bitcoin als die Zukunft des Geldes gepriesen hat. Saylor ist aufgrund seiner enormen Überzeugung sicher mit Vorsicht zu genießen. Aber solange Bitcoin nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, werden wir von ihm noch viel hören.

3) Grayscale Bitcoin Trust

Zu den größten regelmäßigen Käufern von Bitcoin gehört der Grayscale Bitcoin Trust. Das ist im Grunde ein Fonds, der Bitcoin kauft – und Anleger können Anteile am Fonds kaufen. Man kann es mit einem Bitcoin-ETF vergleichen, aber wer bei Grayscale kauft, zahlt ordentlich drauf. Die Gebühren sind hoch und der Fonds handelt weit über dem eigentlichen Bitcoin-Preis, weil die Nachfrage so hoch ist. Das Anlagevolumen des Fonds ist im vergangenen Jahr von rund zwei auf mehr als 20 Mrd. Dollar explodiert. Um das Anlegerinteresse zu befriedigen, muss Grayscale immer mehr Bitcoin aufkaufen.

Die konkrete Struktur von Grayscale ist aber sehr kompliziert (hier eine ausführliche Erklärung). Ungewiss ist vor allem, was aus dem Fonds wird, wenn es einmal einen wirklichen ETF gibt. Dass mit Blackrock der größte Assetmanager der Welt seine bisher negative Meinung zu Bitcoin revidiert hat und in den Markt einsteigen will, wird von vielen als Zeichen in diese Richtung interpretiert. Der CIO von Blackrock hat in einem TV-Interview sogar erklärt, dass Bitcoin Gold als Wertspeicher ablösen könnte. Eine These, die man vor wenigen Monaten nur von Hardcore-Bitcoin-Fans gehört hat. Auch andere Anbieter wie VanEck haben Pläne für einen Bitcoin-ETF. Aber es könnte noch Jahre dauern, bis es den wirklich gibt. Bis dahin wird Grayscale eine beliebte Option bleiben. Auch die sehr erfolgreiche Fondsfamilie von Ark, die vor allem in technische Innovationen investiert, ist Kunde. Und zwar schon seit 2015.

4) Banken und Versicherungen

JP Morgan gibt inzwischen ein eigenes Preisziel zu Bitcoin aus, das bei mehr als 140.000 Dollar liegt. Auch Goldman Sachs hat offenbar seine Meinung geändert und bereitet sich auf den Markteinstieg vor. Die 170 Jahre alte Versicherung MassMutual hat 100 Millionen in Bitcoin gesteckt. Auch Hedgefonds-Gurus wie Paul Tudor Jones oder Stanley Druckenmiller sind dabei. Und: Fidelity. Selbst einer der größten Vermögensverwalter Amerikas und ein sehr bekannter Name. Die Firma hat schon vor Jahren damit angefangen, einen eigenen Bitcoin-Flügel aufzubauen und bietet bisher Bitcoin-Investments für besonders betuchte Kunden an.

Weiterhin warnende Stimmen – nicht nur an der Wall Street

Aber man muss laut sagen: Noch gibt es sehr viele Stimmen, die vor Bitcoin warnen und es weiterhin nicht als Assetklasse ernst nehmen. Oft widersprechen sich die Analysten in den Banken gegenseitig. Etwa bei JP Morgan. Auch haben sich sowohl die neue US-Finanzministerin Janet Yellen als auch die EZB-Chefin Christine Lagarde erst kürzlich kritisch zu Bitcoin geäußert und vor Geldwäsche gewarnt.


Zum Autor

Niko Jilch ist Wirtschaftsjournalist, Speaker und Moderator. Nach acht Jahren bei der „Presse“ ging er Ende 2019 zum Thinktank „Agenda Austria“, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Bereiche „Geldanlage und digitale Währungen“ abdeckt, sowie digitale Formate aufbaut, etwa einen neuen Podcast. Twitter: @jilnik


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