WeAreDevelopers Live Week: Developer-Konferenz kommt erstmalig in die Schweiz

Die IT-Plattform WeAreDevelopers veranstaltet vom 5. bis zum 9. Oktober 2020 mit der WeAreDevelopers Live Week ihre erste virtuelle Konferenz in der Schweiz. Fünf Tage lang werden Tech-Talks, Coding-Sessions, Panels sowie Q&As live gestreamt. Die Veranstalter rechnen mit 12.000 teilnehmenden Software-Entwicklern.
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WeAreDevelopers Live Week
Zu unseren Speakern zählen etwa der 16-jährige, weltbekannte Tanmay Bakshi (Mitte), Experte im Bereich der künstlichen Intelligenz, Anna Bacher (rechts), CTO bei Jaroona, und Professor Dr. Tim Weingärtner (links), HSLU.
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  • Die WeAreDevelopers Live Week kommt erstmalig in die Schweiz.
  • Im Rahmen des virtuellen Events, das vom 5. bis zum 9. Oktober stattfinden wird, sollen mehr als 30 Tech-Talks aus den Themenbereichen Security, Machine Learning, Cloud, Blockchain und DevOps stattfinden.
  • Jedem Themenbereich ist laut den Veranstaltern ein Tag der WeAreDevelopers Live-Konferenz gewidmet.
  • Die WeAreDevelopers-Gründer Benjamin Ruschin, Thomas Pamminger und Sead Ahmetovic über die Zielsetzung der WeAreDevelopers Live Week, die erstmalig in der Schweiz stattfinden wird: „Mit der Swiss Edition unserer WeAreDevelopers Live-Serie möchten wir technologische Innovationen und Tech-Wissen aus der Schweiz, einem der bedeutendsten IT-Standorte Europas, in den Vordergrund stellen.“
  • Neben den IT-Topics wird besonderes Augenmerk auf das Thema „Diversity“ gelegt.
  • Main Partner der Konferenz ist der führende Schweizer Digitalverband digitalswitzerland, als Hauptsponsor und „Partner of the Day“ zum Thema Cloud konnte Helvetia Versicherungen gewonnen werden.

Die WeAreDevelopers Live Week kommt erstmalig in die Schweiz. Im Rahmen des virtuellen Events, das vom 5. bis zum 9. Oktober stattfinden wird, sollen mehr als 30 Tech-Talks aus den Themenbereichen Security, Machine Learning, Cloud, Blockchain und DevOps stattfinden.

Jedem Themenbereich ist laut den Veranstaltern ein Tag der WeAreDevelopers Live-Konferenz gewidmet. Interessierte Teilnehmer können sich je nach Interesse für einen oder mehrere Tage kostenlos registrieren.

WeAreDevelopers Live Week: „Swiss Edition“

Die WeAreDevelopers-Gründer Benjamin Ruschin, Thomas Pamminger und Sead Ahmetovic über die Zielsetzung der WeAreDevelopers Live Week, die erstmalig in der Schweiz stattfinden wird: „Mit der Swiss Edition unserer WeAreDevelopers Live-Serie möchten wir technologische Innovationen und Tech-Wissen aus der Schweiz, einem der bedeutendsten IT-Standorte Europas, in den Vordergrund stellen.“

Im Rahmen der Veranstaltung soll Swiss-IT-Content mit spannenden Talks aus der ganzen Welt verbunden werden. Zu den Speakern zählen etwa der 16-jährige, weltbekannte Tanmay Bakshi (Experte im Bereich der künstlichen Intelligenz), Anna Bacher (CTO beim Wiener Startup Jaroona) und Professor Dr. Tim Weingärtner von der Hochschule Luzern (HSLU).

Neben den IT-Topics wird besonderes Augenmerk auf das Thema „Diversity“ gelegt. “Frauen sind in technischen Berufen unterrepräsentiert. Daher werden wir Frauen in der Branche sichtbarer machen. Sie sind starke Vorbilder, das wollen wir zeigen und ihre Interessen aktiv unterstützen“, so Gerry Schneider, der sich als VP Events auch für das Thema Diversity und Inklusion einsetzt.

Main Partner: Schweizer Digitalverband „digitalswitzerland“

Main Partner der Konferenz ist der führende Schweizer Digitalverband digitalswitzerland, als Hauptsponsor und “Partner of the Day” zum Thema Cloud konnte Helvetia Versicherungen gewonnen werden.

“Wir freuen uns sehr, dass WeAreDevelopers in die Schweiz kommt und dass digitalswitzerland diese Initiative von der ersten Stunde an unterstützen kann,” so Nicolas Bürer, Geschäftsführer von digitalswitzerland über die Zusammenarbeit. “Der IT-Fachkräftemangel ist eine Herausforderung für Arbeitgeber in der Schweiz. Aus diesem Grund begrüßen wir Initiativen wie WeAreDevelopers, die diesem Fachkräftemangel entgegenwirken wollen,” so Bürer abschließend.


Nikolaus Jilch

Der Sparefroh: Ein Kultstar in der Sinnkrise

Ein landesweit bekanntes Spar-Maskottchen gibt es natürlich nur in Österreich. Der Sparefroh muss aber seine Rolle erst wieder finden. Es gäbe viel zu tun.
/sparefroh-weltspartag/
Der Sparefroh kommt ursprünglich aus Deutschland.
Der Sparefroh kommt ursprünglich aus Deutschland. (c) sparkasse/Georg Schober
jungesgeld

Früher war nicht alles besser. Aber der Weltspartag schon. In den 1960er- und 1970er-Jahren war das ein Event. Der Sparefroh, das offizielle Maskottchen der heimischen Sparer, war damals bekannter als der amtierende Bundespräsident. Bevor jemand fragt: Ja, Österreich ist das einzige Land der Welt, wo das Maskottchens des Weltspartags bis heute große Bekanntheit und Kultstatus genießt.

Es gab Lieder über ihn und eine Zeitschrift, die von mehr als der Hälfte der heimischen Schüler gelesen wurde. Der Sparefroh mit dem roten Hut und einer Münze als Rumpf hat mehrere Wirtschaftskrisen überstanden und sogar einige Banken überlebt, die ihn einst groß gemacht haben. Wie die Zentralsparkasse, die in den 1990ern in der Bank Austria aufging. Der ursprünglich aus Deutschland eingewanderte Sparefroh – er wurde vom Sparkassenverlag Stuttgart erfunden – steht für eine Epoche, in der Finanzbildung für Kinder offenbar ernster genommen wurde als heute.

Sparen kann auch froh machen

Alleine der Name des Sparefroh, der heuer schon 64 Jahre alt wird, vermittelt die Botschaft. „Sparefroh ist das Symbol für eine bestimmte Einstellung. Sparen ist nicht immer mit Freude verbunden, sondern mit Entbehrungen. ‚Froh sparen‘ kann man jedoch, wenn man den künftigen Sparnutzen stärker im Auge hat als die gegenwärtigen Entbehrungen. Und dafür steht der Sparefroh“, erklärt der Meinungsforscher Fritz Karmasin laut Wikipedia. Früher wurde an Lehrer, die sich in Sachen Wirtschaftsbildung hervorgetan haben, sogar der „goldene Sparefroh“ verliehen. Gold und Sparen in einer Figur. Das ist die österreichische Zweifaltigkeit. Im dritten Bezirk, wo die Zentrale der Zentralsparkasse mal stand, erinnert sogar eine Sparefrohgasse an ihn. Eine Ehre, die in Wien sonst nur Toten zu Teil kommt.

Aber der Sparefroh ist nicht umzubringen. Als die Banken in den 80er- und 90er-Jahren neue Sparformen entwickelten und Aktien erstmals populär wurden, wollte man sich von dem alten Herrn langsam verabschieden. Der Raiffeisensektor stieg auf die Sumsi-Biene um. Die Sparkassen bedienten sich erneut in Stuttgart und machten „Knax“ zur neuen Leitfigur. Der sollte nicht mehr so viel aufklären, sondern eher unterhalten.

Der Sparefroh ist bekannt und beliebt wie eh und je

Aber die Marketingexperten hatten die Rechnung ohne die sturen Österreicher gemacht. Zum 50. Geburtstag des Sparefroh im Jahr 2006 gaben Erste Bank und Sparkassengruppe eine Untersuchung in Auftrag und stellten fest: Der Sparefroh ist immer noch extrem bekannt und beliebt. Vor allem bei denen, die in der Nachkriegszeit Kinder waren. Also wurde die Figur im Retrostil neu entworfen und am Rumpf hielt der Euro Einzug.

Aber die Zeiten, in denen Kinder mit gefüllten Sparschweinen Ende Oktober am Weltspartag in eine Bankfiliale pilgern, sind trotzdem lange vorbei. Heuer wird es erstmals seit Jahrzehnten gar keinen Weltspartag geben, sondern zwei Weltsparwochen. Schuld ist natürlich die Pandemie. Die hat zwar die Sparquote nach oben getrieben. Aber auch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Sparefroh heute trotz seiner anhaltenden Popularität in einer Sinnkrise steckt.

Geld am Sparbuch ist heute arm dran

Seine Botschaft ist zwar zeitlos aktuell. Sparen ist wichtig, um Kapital aufzubauen. Für Anschaffungen, Investitionen, schwere Zeiten oder den Ruhestand. Aber das bekannteste Mittel zum Zweck, das Sparbuch, taugt dafür kaum noch. Schon seit Anfang der 2000er-Jahre sind die so genannten Realzinsen negativ. Heißt: Das Geld wächst am Sparbuch langsamer als die Inflation seine Kaufkraft erodiert. Oder einfacher: Wer am Sparbuch spart, verliert.

Dem Sparefroh steht sein eigener Erfolg im Weg. Schon zu seinem 60. Geburtstag 2016 versuchten die Banken einen kleinen Vorstoß, um die sturen heimischen Sparer in neue Produkte zu lenken. Heute sprechen wir vom „Fondssparen“ und „Aktiensparen“. Aber viele sind skeptisch. Wer am Sparbuch spart, verliert stetig ein bisschen. Aber wer in Produkte investiert, bei denen er das Risiko nicht versteht, kann rasch viel verlieren. Die Österreicher waren in den vergangenen Jahrzehnten leider bei jedem Blödsinn dabei, den es so gab. Von Franken- und Yenkrediten über geschlossene Schifffonds bis zu Bitcoin-Pyramidenspielen wie Optioment. Selbst die Fonds des Jahrhundertbetrügers Bernie Madoff würden in Bankfilialen an heimische Sparer verkauft. Die Skepsis ist also verständlich.

Die Zinsen feiern lange kein Comeback

Und doch wissen wir seit Corona: Die Zinsen werden weiter unten bleiben. Je länger das so bleibt, wird der Sparbuchsparer nicht froh – egal was das populäre Maskottchen sagt. Global haben die Anleger die Flucht nach vorne längst begonnen. Smartphone und Globalisierung haben für günstigere und transparentere Produkte gesorgt: ETFs, Indexfonds, Roboadvisors, Handybroker etc. Die großen Banken sind auch bemüht, günstige Fonds aufzulegen. Gold bleibt ein Evergreen. Und Bitcoin (ohne Pyramidenspiel!) setzt sich immer stärker durch.

Der Sparefroh könnte sich hier nützlich machen. Nicht als Werbefigur, sondern als Aufklärer. So wie vor 50 Jahren, als er noch jung und voller Energie war. Denn auch wenn es schon ein Sparefroh-Museum gibt, eigentlich gehört er nicht dorthin.

Über den Autor

Niko Jilch ist Wirtschaftsjournalist, Speaker und Moderator. Nach acht Jahren bei der „Presse“ ging er Ende 2019 zum Thinktank „Agenda Austria“, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Bereiche „Geldanlage und digitale Währungen“ abdeckt, sowie digitale Formate aufbaut, etwa einen neuen Podcast. Twitter: @jilnik

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