Umgedrehte Innovation: Room-Escape-Anbieter bastelt ein Point&Click-Spiel

Das Kleinunternehmen Crime Runners verlegt Room-Escape-Spiele zurück ins Digitale. Und zeigt so, wie KMU mit Kreativität Probleme lösen können.
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(c) Crime Runners
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  • Innovation ist nicht immer gleichzusetzen mit Digitalisierung – das zeigt vor allem die Branche der „Room Escape“-Anbieter: Diese haben es sich zum Spiel gesetzt, digitale Point&Click-Computerspiele wie „Monkey Island“ oder „Indiana Jones“ in die digitale Welt zu übertragen.
  • Löste man also zuvor alleine am Computer diverse Rätsel durch das Kombinieren von Gegenständen, so bricht man bei den „Room Escape“-Spielen gemeinsam mit Freunden aus einem Raum aus, indem man Schlösser knackt und Schriftstücke entschlüsselt.
  • Das Wiener Kleinunternehmen Crime Runners reagiert auf den Corona-Lockdown und geht zurück zu den Wurzeln der Branche: Mit „Crime Stories“ wurde ein Pint&-Click-Adventure programmiert, das jedermann zuhause am PC lösen kann.
  • Die „Crime Stories“ sind eine Ergänzung zu den hauseigenen haptischen Live Escape Erlebnissen.

Innovation ist nicht immer gleichzusetzen mit Digitalisierung – das zeigt vor allem die Branche der „Room Escape“-Anbieter: Diese haben es sich zum Spiel gesetzt, digitale Point&Click-Computerspiele wie „Monkey Island“ oder „Indiana Jones“ in die digitale Welt zu übertragen. Löste man also zuvor alleine am Computer diverse Rätsel durch das Kombinieren von Gegenständen, so bricht man bei den „Room Escape“-Spielen gemeinsam mit Freunden aus einem Raum aus, indem man Schlösser knackt und Schriftstücke entschlüsselt.

„Crime Stories“ als Point&Click-Adventure

In den vergangenen Jahren erlebte die Branche einen regelrechten Boom, die Gruppenaktivitäten wurden von privaten Freundeskreisen ebenso wie von Unternehmen zum Zwecke des Teambuildings gebucht. Dann kam Corona – und der Umsatz der Kleinbetriebe schrumpfte im Zuge des Lockdowns auf Null. Das Wiener Kleinunternehmen Crime Runners reagiert darauf und geht zurück zu den Wurzeln der Branche: Mit „Crime Stories“ wurde ein Pint&-Click-Adventure programmiert, das jedermann zuhause am PC lösen kann.

„Wir wollten nicht wahrhaben, dass wir unseren Kunden für unbestimmte Zeit keine Geschichten aus unserem Universum erzählen können“, sagt Lukas Rauscher, Geschäftsführer von Crime Runners: „Nach 1-2 Tagen Schockstarre, als die Ausgangsbeschränkungen verkündet wurden, haben wir uns zusammengesetzt und beschlossen, dass wir nun unser erstes Abenteuer im Stil klassischer Point & Click Adventures entwickeln.“

Die „Crime Stories“ sind eine Ergänzung zu den hauseigenen haptischen Live Escape Erlebnissen. Der erste Teil „Back to the Congressman“ wird ab sofort über die Website um 15 Euro vertrieben. Am Ende des Spiels gibt es einen Gutscheincode für 10 Euro Ermäßigung auf zukünftige Buchungen von „realen“ Crime Runners Erlebnissen.

Koop-Modus mit Freunden – wie bei einem echten Room Escape

Das Spiel setzt eine stabile Internetverbindung und aktuelle Browserversionen von Chrome, Firefox, Safari oder Edge voraus. Optimiert ist es für Computer, nicht für Smartphones. Es gibt auch einen Multiplayermodus, mit dem gemeinsam mit Freunden in anderen Haushalten durch die Geschichte geknobelt werden darf. Um den Geist von echten Live Escape Games so gut wie möglich einzufangen, wird somit auch das gemeinsame Rätsellösen via Video- oder Audiochat ermöglicht.

Video: Die Story von „Crime Stories“

Das nachfolgende Video zeigt die Storyline des ersten „Crime Stories“-Spiels. Nebenbei bemerkt geht es dabei um Selbstisolation, Wiederaufbau einer kaputten Welt und eine Wirtschaftskrise? Die Redaktion geht davon aus, dass gewisse Parallelen zur Realität nicht unbeabsichtigt sind.

==> zur Website des virtuellen Room Escapes

Redaktionstipps

die Redaktion

Digital Days 2020 machen Wien zur „digitalen Hauptstadt der Menschen“

Am 30.9. und 1.10. werden die Digital Days der Stadt Wien online übertragen. Unter anderem gibt es News zum Kultur-Token. die Teilnahme ist kostenlos.
/digital-days-2020/
Das waren die Digital Days 2019
Das waren die Digital Days 2019. Im Jahr 2020 wird das Event online übertragen. (c) David Bohmann
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Die Digital Days werden dieses Jahr noch digitaler, denn sie finden von 30. September bis 1. Oktober 2020 auch als kostenlose Onlinekonferenz statt – Vorträge, Pitches und Paneldiskussionen werden live von der Hauptbühne am Erste Campus gestreamt.

Die Workshops und Partnerevents finden virtuell auf der „Bee-Stage“ statt. Als Plattform dient das Networkingtool b2match des gleichnamigen Wiener Startups, mit dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestmöglich vernetzen können. So können noch mehr Interessierte teilnehmen und sich zu digitalen Trends und Innovationen für die Stadt von morgen austauschen.

Video: So werden die Digital Days 2020

Peter Hanke: Alle auf den Weg mitnehmen

Die Digital Days sind eine Veranstaltung der Stadt Wien, der Wiener IKT-Wirtschaft und Urban Innovation Vienna, einem Unternehmen der Wien Holding. Mit dem Motto der diesjährigen Veranstaltung – „Digitale Hauptstadt der Menschen“ – macht die DigitalCity.Wien deutlich, wie wichtig es ist, die Menschen in den Mittelpunkt der digitalen Transformation zu stellen. „Am Weg zur Digitalisierungshauptstadt Europas müssen wir alle Bürgerinnen und Bürger mitnehmen: die Jungen, die in Ausbildung sind, über Erwerbstätige bis hin zu Seniorinnen und Senioren“, sagt Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

Die Politik müsse allen die Chance geben, in einer digitalen Welt von morgen selbstbestimmt zu handeln. Daher sei das lebenslange Lernen auch ein Kernthema der Digitalisierung. „Die DigitalCity.Wien-Initiative mit ihrem Eventhighlight der Digital Days macht für die Bevölkerung Digitalisierung greifbarer. Nur so können wir gemeinsam eine internationale Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Hanke weiter.

Video: Digitale Bildung in Wien

Inhaltliche Schwerpunkte der Digital Days 2020

Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung steht die Frage, wie Digitalisierung in Sachen Wirtschaft, Bildung, Ethik, Medizin und Sicherheit die Menschen unterstützt, aber auch welche Spannungsfelder sich daraus ergeben. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung halten hierzu Keynotes und laden zum Austausch ein.

„Diese Diskussion mit dem Publikum ist essenziell, um die Anliegen der Bevölkerung zu Themen der Digitalisierung ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Nur so gelingt es, dass der technische Fortschritt nicht die Menschen beherrscht, sondern deren Lebensweise verbessert“, sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Damit betont er die Bedeutung dieses Netzwerktreffens, das den Austausch unter Bevölkerung und IKT-Wirtschaft sowie Politik fördert.

Präsentation der digitalen Bildungsstrategie

Eines der Highlights ist die Präsentation der digitalen Bildungsstrategie am Eröffnungstag, die Ende September 2020 im Gemeinderat beschlossen wird. Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky skizziert die Eckpfeiler der Initiative und diskutiert im Anschluss mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen und dem Bildungswesen.

Neuigkeiten zum Kultur-Token

Covid-19 hat außerdem das Mobilitätsverhalten der Wienerinnen und Wiener und auch das Kulturangebot derart beeinflusst, dass der Testbetrieb des Kultur-Token gestoppt werden musste. Diese Zwangspause erlaubte jedoch Optimierungen. Zurzeit arbeiten die Entwicklerinnen und Entwickler an Produktdesign, Prozessoptimierung, etwa was die „Kassen-App“ für die Abläufe seitens der Kulturinstitutionen betrifft sowie an einem zielgerichteteren „Community-Management“ für die Test-Userinnen und -User. Am 1. Oktober wird bei den Digital Days der genaue Fahrplan für die Wiederaufnahme des Piloten Kultur-Token bekanntgegeben. Denn fix ist: Der Kultur-Token kommt.

Verleihung des Hedy Lamarr Preis 2020

Zum Abschluss des zweitätigen Events verleiht die Stadt Wien gemeinsam mit der DigitalCity.Wien bereits zum dritten Mal den Hedy Lamarr Preis an eine Frau für ihre außergewöhnlichen Leistungen in der Informationstechnologie. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, welche die Urban Innovation Vienna stiftet. Der Hedy Lamarr Preis unterstreicht die Rolle und Bedeutung von Frauen in der IT. Die Nominierten dienen kommenden Generationen als Vorbilder und motivieren junge Frauen, einen Beruf in der IKT-Branche zu ergreifen. Bisherige Preisträgerinnen sind Verena Fuchsberger-Staufer (Universität Salzburg) und Martina Lindorfer (TU Wien).

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