Uber stoppt um 0:00 Uhr Service in Österreich nach neuem Gerichtsentscheid

Nach einem Gerichtsentscheid, wonach Uber in Österreich eine Niederlassung und eine Gewerbeberechtigung benötigt, um seine Services anbieten zu können, werden diese (abermals) eingestellt. In der internen Kommunikation rechnet der US-Riese mit zwei Wochen Unterbrechung.
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Uber in Wien
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Im Frühling vergangenen Jahres war es schon einmal passiert – der Fahrtendienstvermittler Uber musste seine Services in Österreich nach einer einstweiligen Verfügung vorübergehend einstellen. Nun ist es wieder soweit. Laut einem Gerichtsentscheid muss der US-Riese, der bislang vom Ausland aus operiert, eine Niederlassung sowie eine Gewerbeberechtigung in Österreich haben, um seine Services anbieten zu können. Tatsächlich ist eine Niederlassung bereits vorhanden, die Gewerbeberechtigung fehlt nach Angaben des Unternehmens aber noch. Uber teilte daher heute mit, vorübergehend alle Dienste einzustellen.

Zwei Wochen Pause für Uber

Konkret werden ab 0:00 Uhr in der Nacht von 25. auf 26. Juli keine Uber mehr in Österreich fahren, wie der brutkasten von einem Fahrer erfuhr. Betroffen sind die Services UberX, Green, Black und Van in Wien sowie die Testbetriebe in Graz, Linz und Salzburg. „Wir sind bereits dabei, unser Modell anzupassen und werden im Laufe der nächsten Wochen wieder zurück sein“, schreibt der Konzern in einem schriftlichen Statement. In der internen Kommunikation ist von zwei Wochen die Rede, wie der Uber-Fahrer dem brutkasten erzählt.

Gewerbeberechtigung „in Kürze“

Man habe bereits alle notwendigen Schritte unternommen, um die Anforderungen des Gerichts zu erfüllen, heißt es im Statement weiter. Der Prozess, um in Kürze eine Gewerbeberechtigung zu erhalten, sei eingeleitet. Zudem arbeite man eng mit den Partnerunternehmen zusammen und biete ihnen spezielle Info-Sessions und persönlichen und telefonischen Support an, „um sie in dieser Übergangsphase zu unterstützen“.

Fahrtendienst in Bedrängnis

Der neue Gerichtsentscheid ist bei weitem nicht die größte Hürde, mit der Uber in Österreich momentan konfrontiert ist. In der sogenannten „Lex Uber“, einer Anpassung des Gelegenheitsverkehrsgesetzes, wurde der Fahrtendienst kürzlich gesetzlich mit Taxi-Diensten gleichgestellt, was sein Geschäftsmodell de facto verunmöglicht. Das Gesetz soll im September 2020 inkrafttreten.

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Startup-Übernahme in Wien: Orderlion schluckt Grapevine

Das Wiener Gastro-Startup Orderlion übernimmt das Wiener Wein-Startup Grapevine. Nun soll die Deutschland-Expansion vorangetrieben werden.
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Grapevine-Mitgründerin Valerie Pretscher und Orderlion CEO Stefan Strohmer - © Orderlion
Grapevine-Mitgründerin Valerie Pretscher und Orderlion CEO Stefan Strohmer - © Orderlion

Das 2017 gegründete Wiener Startup Orderlion betreibt seit einigen Jahren ein Online-Bestellsystem für die Gastronomie. Die aktuelle Corona-bedingte „Umbruchphase“ in der Branche genutzt, um „die Strategie zu schärfen“, heißt es vom Startup nun in einer Aussendung. Konkret setzt man einen deutlichen Expansionsschritt. Orderlion übernimmt das auf Weinhandel spezialisierte, ebenfalls 2017 gegründete Wiener Startup Grapevine.

Grapevine-Mitgründerin Valerie Pretscher wird Teil des Orderlion-Teams

Zu den Modalitäten des Übernahme-Deals gibt es keine Details. Grapevine-Mitgründerin Valerie Pretscher wird Teil des neuen Teams des weXelerate-Alumnus und übernimmt die Hauptverantwortung für die Expansion nach Deutschland, die nun – mit Fokus auf den Getränkemarkt – forciert werden soll

Stefan Strohmer, CEO und Co-Founder von Orderlion, kommentiert: „Durch die Übernahme von Grapevine gewinnen wir einen wichtigen Know-how-Träger im Getränkegroßhandel. Damit stärken wir einerseits unsere Expertise am Getränkemarkt und freuen uns andererseits mit Valerie Pretscher, zuvor Co-Founder von Grapevine, einen erfahrenen Profi im Team willkommen zu heißen“.

150 Lieferanten + 200 Winzer

Orderlion und Grapevine würden eine ähnliche Digitalisierungsstrategie verfolgen, heißt es vom Startup. Mit Hilfe eines Online-Shopsystems erleichtern sie Gastro-Lieferanten (wie Wein-, oder auch Fleisch- und Gemüsehändlern) den direkten Vertrieb ihre Ware an Restaurantbetriebe. Mit 200 Winzern hat Grapevine einen breiten Kundenstock im spezifischen Weinsegment aufgebaut. Orderlion hat rund 150 Lieferanten – zuletzt kam etwa Murauer Bier dazu. Derzeit betreut das Startupm 2500 Gastronomen und Hotelbetriebe aus mehr als 30 Städten in vier Ländern. Von 2018 auf 2019 sei man um 300 Prozent gewachsen, heißt es vom Unternehmen.

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