Wiener FinTech Trality erhält sechsstellige FFG-Förderung

Das Wiener FinTech Startup Trality hat einen Marktplatz für Trading-Bots im Krypto-Bereich entwickelt. Im brutkasten-Talk sprechen die Gründer über die weiteren Wachstumspläne, die Investorensuche und die FFG-Förderung, die im sechsstelligen Bereich liegt.
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In der professionellen Finanzwelt werden Schätzung zufolge mittlerweile 90 Prozent der Trades über automatisierte Trading-Bots abgewickelt.
Das 2019 gegründete Wiener Startup Trality hat sich dieser Thematik angenommen und möchte künftig einer „breiteren Masse“ den Zugang zu Trading-Bots ermöglichen.
Die Entwickungskosten wurden bisher über Bootstrapping finanziert.
Zudem hat das Startup eine Förderung der Wiener Wirtschaftsagentur in Anspruch genommen.
Mithilfe der FFG-Förderung will Trality auch Machine Learning in seine Plattform integrieren.
Im Unterschied zum Aktienhandel bietet Krypto laut Trality viele Vorteile: freier Zugang zu Börsen, geringere Trading Fees und keine Broker als Mittelsmänner.

In der professionellen Finanzwelt werden Schätzung zufolge mittlerweile 90 Prozent der Trades über automatisierte Trading-Bots abgewickelt. Handelsalgorithmen erkennen dabei Trends und bestimmen automatisch den richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf. Die Kosten für derartige Computerprogramme belaufen sich oft auf fünfstellige Summen. Dementsprechend gering ist auch deren Anwendung im privaten Bereich.  

+++ zum Fokus-Channel: Krypto-Ökonomie +++ 

Trading-Bots für private Trader

Das 2019 gegründete Wiener Startup Trality hat sich dieser Thematik angenommen und möchte künftig einer „breiteren Masse“ den Zugang zu Trading-Bots ermöglichen.

Dafür hat das Startup nun eine Marktplatzlösung gestartet, auf der Entwickler Trading-Bots selbst entwickeln und vertreiben können sowie private Trader diese Trading-Bots über eine monatliche Subscription nutzen können. Zum Geschäftsmodell: Ein Teil der Erlöse durch die Subscription wird an die Entwickler des Bots ausbezahlt, den anderen behält sich Trality inne.

Die Gründeridee

Moritz Putzhammer, Mitgründer und CEO von Trality über die Gründeridee: Wir wollen automatisiertes Trading von der Wall Street in den privaten Bereich bringen. In der Beta-Phase richten wir uns zuerst an Trader von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die bereits erste Erfahrungen im Entwickeln von Trading Bots mitbringen.“ Entwickler können ihre Python-Kenntnisse nutzen, um auf der Trality-Plattform Bots zu bauen. Zudem können sie ihre Strategie mit echten Marktdaten testen und auf Börsen live damit handeln. 

Trality verkauft und handelt selbst keine digitalen Währungen, die Plattform agiert rein als Cloud- Anbieter für Bots. Zudem läuft der Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen nur auf zugelassenen Börsen ab, mit denen sich die Trader verbinden können. Zu ihnen beispielsweise Binance oder Bitpanda.

Sechsstellige FFG-Förderung

Für die weitere Entwicklung der Plattform hat die Trality nun eine FFG-Förderung bekommen. Wie Moritz Putzhammer im brutkasten-Talk erläutert, beläuft sich die Summe auf einen nicht näher genannte höhere sechsstellige Summe.

Die Entwickungskosten wurden bisher über Bootstrapping finanziert. Zudem hat das Startup eine Förderung der Wiener Wirtschaftsagentur in Anspruch genommen. Laut Putzhammer ist das Startup derzeit aktiv auf der Suche nach Investoren, denn ein Teil der FFG-Förderung muss kofinanziert werden. Mithilfe der FFG-Förderung will Trality auch Machine Learning in seine Plattform integrieren.

Launch am Kryptomarkt

Der Kryptomarkt ist für Trality der erste Schritt im Zuge der langfristig geplanten Expansion in den Handel mit klassischen Wertpapieren. Im Unterschied zum Aktienhandel bietet Krypto laut Trality viele Vorteile: freier Zugang zu Börsen, geringere Trading Fees und keine Broker als Mittelsmänner.

Wie Christopher Helf, CTO von Trality, im brutkasten-Talk erläutert, sei der Sicherheitsaspekt beim Trading sehr wichtig. Dafür hat das Startup eine Reihe an Maßnahmen für den Schutz der User entwickelt. Dazu zählen etwa Qualitäts-Screening der auf dem Marktplatz angebotenen Bots, sichere Verwaltung der Handels-Algorithmen oder die Möglichkeit zur Verschlüsselung von Handels-Algorithmen.

Nach der abgeschlossenen Beta-Phase will Trality mit Herbst 2020 den Marktplatz für Trading Bots starten.


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Martin Pacher

Georg Kofler: „Profitable Geschäfte sind auch in schrumpfenden Märkten möglich“

"Die Höhle der Löwen" läuft heute um 20:15 Uhr wieder über die Bildschirme auf Vox. Im Vorfeld der vierten Sendung haben wir mit Georg Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen.
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Georg Kofler
Georg Kofler | (c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer
interview

Ende August lief die mittlerweile achte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ an. Als Löwe mit dabei ist wieder Investor und Medienunternehmer Georg Kofler.

Der gebürtige Südtiroler absolvierte Ende der 1970er Jahre das Studium der Publizistik in Wien und promovierte im Jahr 1983. Anschließend war Kofler Assistent des langjährigen ORF-Intendanten Gerd Bacher.

Ende der 1980er Jahre führte ihn sein Karriereweg vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk ins Privatfernsehen. Von 1988 bis 2000 war Kofler zunächst Geschäftsführer und später Vorstandsvorsitzender des damals neu gegründeten privaten Fernsehsenders ProSieben. In seiner damaligen Position gelang es ihm, ProSieben zu einer der größten Sendegruppen Deutschlands aufzubauen und brachte das Unternehmen 1997 schlussendlich an die Börse.

Zudem war Kofler ab 2002 Vorstandsvorsitzender des Fernsehsenders Premiere. Im Zuge eines erneuten Börsegangs konnte er einen Großteil seiner Aktien verkaufen. Mit dem frischen Kapital gründete Kofler die „Georg Kofler Gruppe“, die sich auf Beteiligungen an Industrieunternehmen spezialisierte.

2014 erfolgte schlussendlich gemeinsam mit Judith Williams die Gründung der Glow Media Group, die fortan Investments aus „Die Höhle der Löwen“ betreute. 2017 sprang Kofler erstmalig für Williams für zwei Sendungen bei die Höhle der Löwen ein. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Social Chain Group. Das Unternehmen verkauft Fast-moving-Consumer-Goods (FMCG), die über soziale Medien, wie Instagram und Facebook, beworben werden. Kofler, der als ein profunder Kenner der Social-Media-Welten gilt, arbeitet dabei auch mit Influencer zusammen, um die Produkte zu vermarkten.

Der brutkasten hat im Vorfeld der vierten Sendung mit Kofler über seine Rolle als Investor und seine Investment-Strategie gesprochen. Zudem erläutert er, welchen gesellschaftlichen Mehrwert die Sendung seiner Meinung hat und warum Entrepreneurship einen neuen Stellenwert in Europa braucht.


Wie sehen Sie Ihre Rolle selbst als Löwe in der Sendung? Sind Sie eher ein Geldgeber, oder sind sie auch wirklich operativ bei den Startups involviert? 

Ich bin bei der “Die Höhle der Löwen” aus zwei Gründen. Erstens, weil ich die Sendung für ein gesellschaftlich wirklich nützliches Sendeformat halte. Wir sind mittlerweile eine große Inspirationsquelle für tausende von jungen Menschen, die sich überlegen selbstständig zu werden. 

Und zweitens bin ich Unternehmer und kein Portfolio-Manager. Insofern bin ich natürlich operativ im weiteren Sinne tätig. Allerdings müssen die Gründer die Geschäfte schon selber führen. Ich treffe mich aber mit ihnen in regelmäßigen Abständen.

Sie haben es angesprochen, die Sendung motiviert junge Leute dazu, ein Startup zu gründen. Inwieweit hat sich Ihrer Meinung nach das Bild von Entrepreneurship in Deutschland verändert?

Wir haben in Deutschland, anders als in Amerika, immer noch eine große Skepsis gegenüber dem Unternehmertum und Investoren.

Das finde ich ausgesprochen schade. Für Europa wird es überlebenswichtig, dieses Bild zu verändern. In einer wettbewerbsintensiven Welt, brauchen wir wettbewerbsfähiges Unternehmertum mit vielen innovativen Geistern, die auch den Mut haben, Risiken einzugehen.  

In welche Themen sind Sie als Investor bei „DHDL“ besonders involviert? Gibt es auch Bereiche, wo Sie sagen, da investiere ich gar nicht? 

Ich investiere in der Regel in jene Bereiche, die mich auch persönlich interessieren. Zu diesen zählen das Kommunikation- und Mediengeschäft und E-Commerce. In diesen beiden großen Welten bin ich auch als Unternehmer beheimatet. 

Und dann gibt es natürlich immer ein paar Produkte oder Dienstleistungen, die mich einfach überzeugen, die durchaus außerhalb meines angewohnten Unternehmerlebens stattfinden können. Das sind dann quasi die „freien Radikalen“, die ich mit einer besonderen Aufmerksamkeit pflege.

Was muss man denn tun, um Sie zu überzeugen, als Gründer?

Ich muss das Gefühl bekommen, dass Sie in der Lage sind, nicht nur mit drei oder vier Leuten ein kleines Startup aufzubauen. Sie müssen in der emotionalen und intellektuellen Lage sein, ein Unternehmen mit fünfzig, hundert und mehr Leuten führen zu können.

Dazu zählt auch, dass sie Strukturen aufbauen, delegieren können und schlussendlich auch andere Führungskräfte überzeugen in ihrem Unternehmen zu arbeiten, um strategisch zu wachsen. Wenn ich das Gefühl bei Ihnen habe, dann geht’s in der Regel auch schon los. 

Beim Gründen gibt es drei Komponenten, die entscheidend sind. Dazu zählen das Team, das Produkt und der Markt. Wie würden Sie diese drei Komponenten ordnen? Was ist Ihnen am wichtigsten, bevor Sie einsteigen? 

Als erstes kommt immer das Team. Schließlich kann man ja nur auf Menschen setzen! Es gibt ja keine anonymen Unternehmen, sondern es stehen immer Menschen dahinter. 

Das zweite ist dann natürlich das Produkt und das Geschäftsmodell. Es muss möglich sein, halbwegs realistisch abschätzen zu können, dass man damit in drei bis fünf Jahren einen profitablen Umsatz in der Größenordnung von mehr als zehn Millionen erwirtschaften kann.

Man muss natürlich sehen: Wo steht der Wettbewerb? Haben wir es mit einem insgesamt wachsenden oder mit einem schrumpfenden Markt zu tun? Man kann auch in einem schrumpfenden Markt profitable Geschäfte machen, wenn das Produkt stimmt und wenn man findige Unternehmer als Partner hat. 

Was ist ihr persönlicher USP als Investor?

Ich entscheide schnell, das unterscheidet mich zum Beispiel von vielen komplexeren Firmen. Entscheidungsfreude, Konsequenz, Zuverlässigkeit und ein außergewöhnlich großes Netzwerk im Medien- und Kommunikationsbereich, das ist mein USP. Außerdem bin ich fast immer gut gelaunt und ein ziemlich angenehmer und konstruktiver Gesellschafter. Und niemals vergessen: Der Humor! 

Wie beurteilen Sie den Einstieg von Nico Rosberg? Wie ist Ihre Zusammenarbeit?

Nico Rosberg ist für uns eine große Bereicherung, er ist gleich auf Augenhöhe eingestiegen, hat ein paar Schrammen abbekommen, sich dann aber sehr proaktiv entwickelt!

Er hat das Tempo und das Wettbewerbsdenken hier positiv beeinflusst. Er ist ein lockerer und sympathischer Typ. Es ist wichtig, dass in so einer Löwen-Community auch ein positiver Spirit herrscht, in zweierlei Hinsicht! 

Auf der einen Seite mag man sich, auf der anderen Seite muss man sich respektieren. Das heißt, so wie unter Sportlern oder Wettbewerbs-Menschen üblich, mal gewinnt man, mal verliert man. Ganz wichtig: Man muss auch anderen was gönnen können.

Ich weiß, Sie dürfen nicht viel über die neue Sendung sagen. Aber Corona ist ja ein großes Thema. Welchen Effekt hat das für die Aufzeichnung gehabt, eventuell auch für Deals? 

Naja, also für die Zuschauer gibt es einen sichtbaren Effekt. Vor Corona stehen wir auf nach dem Deal und umarmen die Gründer, während Corona ist das natürlich nicht gegangen. 

Ansonsten würde ich sagen, dass diese Entschleunigung für alle zu einer stärkeren Fokussierung beigetragen hat. Wir haben es stärker wertgeschätzt, dass die Produktion überhaupt stattfinden konnte und ich denke, dass wir dadurch vielleicht unbewusst fokussierter waren. Das kommt vielleicht in einer intensiveren Auseinandersetzung in der Sendung zum Ausdruck. 

Hat Corona auch auf Ihr Portfolio und die vorangegangen DHDL-Deals einen Effekt gehabt? Haben Sie Anschlussfinanzierungen tätigen müssen? 

Ja, natürlich hat die Krise einen Effekt auf mein Portfolio gehabt. Besonders getroffen hat es Unternehmen, die stark von Events abhängig sind. Zu ihnen zählt beispielsweise ArtNight, einer meiner ersten DHDL-Deals. Aber auch sie waren sehr innovativ und haben schnell digitale Events angeboten. Die Coronakrise hatte für all meine Beteiligungen einen Effekt, meist aber einen guten, da ich stark im Social-Media- und  E-Commerce-Bereich unterwegs bin – zwei Bereiche, die durch Corona sogar noch gewachsen sind.


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Die Entwickungskosten wurden bisher über Bootstrapping finanziert.
Zudem hat das Startup eine Förderung der Wiener Wirtschaftsagentur in Anspruch genommen.
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