WWW-Erfinder Tim Berners-Lee bei WeAreDevelopers World Congress

Nach Steve Wozniak im Jahr 2018 gelingt WeAreDevelopers für den World Congress 2020 der nächste herausstechende Speaker-Coup: World Wide Web-Erfinder Tim Berners-Lee wird im Mai in Berlin als Keynote-Speaker auftreten.
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WWW-Erfinder Tim Berners-Lee tritt am WeAreDevelopers World Congress 2020 auf
(c) Henry Thomas: WWW-Erfinder Tim Berners-Lee tritt am WeAreDevelopers World Congress 2020 auf
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Der WeAreDevelopers World Congress findet dieses Jahr zum vierten Mal statt – zum zweiten Mal in Berlin.
Die Veranstalter – das Wiener Unternehmen WeAreDevelopers – reklamieren mit dem 10.000-Besucher-Event die Position des „größten Developer-Events der Welt“ für sich.
Schon in den Vorjahren machte man mit zahlreichen namhaften Speakern auf sich aufmerksam – besonderes Highlight war der Auftritt von Apple-Co-Founder Steve Wozniak im Jahr 2018.
Dieses Jahr landet man mit World Wide Web-Erfinder Tim Berners-Lee einen weiteren herausstechenden Speaker-Coup.
Dabei werde er „über sein Erfindung sprechen und wie er sie verbessern möchte“, heißt es in einer Aussendung.
Neben Tim Berners-Lee streichen die Veranstalter CSS-Erfinder Håkon Wium Lie als besonderes Speaker-Highlight heraus.

Der WeAreDevelopers World Congress findet dieses Jahr zum vierten Mal statt – zum zweiten Mal in Berlin. Die Veranstalter – das Wiener Unternehmen WeAreDevelopers – reklamieren mit dem 10.000-Besucher-Event die Position des „größten Developer-Events der Welt“ für sich. Schon in den Vorjahren machte man mit zahlreichen namhaften Speakern auf sich aufmerksam – besonderes Highlight war der Auftritt von Apple-Co-Founder Steve Wozniak im Jahr 2018 (damals noch in Wien). Dieses Jahr landet man mit World Wide Web-Erfinder Tim Berners-Lee einen weiteren herausstechenden Speaker-Coup.

+++ Führungsspitze von WeAreDevelopers stellt sich neu auf +++

Tim Berners-Lee „blickt auf nächste, neue, unvorstellbare Zukunft“

Dieser wird am ersten von zwei Kongresstagen, konkret am 28. Mai, eine Keynote halten und an einem moderierten Gespräch teilnehmen.  Dabei werde er „über sein Erfindung sprechen und wie er sie verbessern möchte“, heißt es in einer Aussendung. Er werde seine Vision eines sicheren und offenen Webs skizzieren, „das der Menschheit wieder dient“. Die Veranstalter kommentieren: „Als Sir Tim Berners-Lee das World Wide Web erfand, sah er eine Zukunft, die sich niemand anders hätte vorstellen können und die unser Leben für immer verändern würde. Jetzt blickt er auf unsere nächste, neue, unvorstellbare Zukunft“.

CSS-Erfinder und Doom-Designer am WeAreDevelopers World Congress

Das diesjährige Motto des WeAreDevelopers World Congress ist „Create. Apply. Disrupt.“ In den zwei Tagen wird es mehr als 250 Vorträge und mehr als 80 Workshops zu den Themen Front- & Backend, Quantum Computing, Cloud, Internet-of-Things, DevOps, AI, Robotics & Mobility, Blockchain, Testing & Security geben. Neben Tim Berners-Lee streichen die Veranstalter CSS-Erfinder Håkon Wium Lie als besonderes Speaker-Highlight heraus. Weitere Größen, die einen Auftritt haben werden sind Scott Hanselman, Partner Program Manager, Microsoft, Brenda Romero, Game Designer (e.g. Wizardry, Def Jam), Jimmy Song, Instructor, Programming Blockchain, John Romero, Game Designer (e.g. Doom, Quake, Wolfenstein 3D), Jeff Atwood, Autor, Coding Horror, Alexandra Waldherr, 18-jährige Expertin für Quantum Computing und Eric Steinberger, CEO & AI Researcher, Climate Science.

⇒ Zur offiziellen Page mit Ticket-Link

Redaktionstipps

Sabine Jungwirth

Steuern und Versicherung: Ein Plädoyer für die „Universalabgabe“

Österreichs Steuern- und Abgaben-System stellt viele Unternehmerinnen und Unternehmer vor Herausforderungen. Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, plädiert daher in ihrem Gastbeitrag für eine Universalabgabe.
/steuern-versicherung-universalabgabe/
Sabine Jungwirth Grüne Wirtschaft
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft. (c) Foto Furgler
gastkommentar

Die Coronamonate haben deutlich gemacht, was vielen schon länger klar war: Das Klischee der „reichen“ Unternehmer*innen gehört längst zur Vergangenheit. Gerade unter den Gründer*innen und den Kleinselbständigen kämpfen viele auch in Zeiten guter Konjunktur ums Überleben. Sichtbar wird dieser Umstand im alle zwei Jahre erscheinenden Einkommensbericht des Rechnungshofs: Zuletzt (2018) wurde dort festgehalten, dass das Medianeinkommen (50% liegen darunter, 50% darüber) der 346.970 ausschließlich selbständig Erwerbstätigen nur bei jährlich 11.637,00 € (Frauen 7.893 €, Männer 15.637 €) liegt. Angesichts solcher Zahlen ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Unternehmer*innen in Österreich keine Reserven für den Notfall haben und nun um ihr finanzielles und unternehmerisches Überleben kämpfen.

Die eben in Kraft getretene Senkung des Einkommensteuertarifs in der niedrigsten Stufe hat für das Segment der gering verdienenden Unternehmer*innen keine Auswirkungen, da sie unterhalb der Steuerpflicht liegen. Relevant sind jedoch viel mehr die Sozialversicherungsbeiträge.

Ich plädiere daher für eine nachhaltige und weitreichende Reform des österreichischen Abgabensystems und damit für eine Verschiebung der Steuerlasttragung. Unser erklärtes Ziel ist die Etablierung eines gerechten und zukunftsfähigen Steuersystems bei sofortiger Entlastung von EPU und KMU. Die Einführung einer „Universalabgabe“ kann das leisten.

Eine für alles – das ist die „Universalabgabe“

Die „Universalabgabe“ – in Expertenkreisen auch unter dem Begriff des „integrierten Tarifs“ bekannt – ist ein ganzheitlicher Lösungsansatz zur Erneuerung des österreichischen Steuersystems, der Einfachheit mit Transparenz und sozialer Gerechtigkeit vereint. Sie fasst Lohn- bzw. Einkommenssteuern sowie Sozialversicherungsbeiträge zu einer gemeinsamen Abgabe zusammen.

Die ersten 12.000 € des Einkommens bleiben bei voller Sozialversicherung gänzlich abgabenfrei. Für die Einkommensteile darüber würde ein stark vereinfachtes Steuertarifmodell mit deutlich einfacheren Steuersätzen gelten: Das restliche Einkommen bis zu einer Million Euro wird mit 50% besteuert. Danach kommt es zu einer progressiven Steigerung auf 60% bzw. 70%. Die Sozialversicherung wird für den Einkommensteil bis 12.000 € aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert.

Wie sich die Universalabgabe auf verschiedene Einkommen auswirkt, und wie viel mehr unterm Strich übrig bleiben würde, zeigen diese drei Beispiele:

Beispiel A)    Bruttoeinkommen: 10.000 €

Beispiel B)    Bruttoeinkommen: 20.000 €

Beispiel C)    Bruttoeinkommen: 60.000 €

Die Universalabgabe brächte eine sofortige Senkung der Steuerlast der gering- bis mittelverdienenden Selbstständigen, wie die untenstehende Grafik zeigt:

Vereinfacht ausgedrückt: Je niedriger das Einkommen, desto stärker die Entlastung durch das neue System.

Die seit Jahren diskutierte Entlastung des Faktors Arbeit würde mit unserem Modell endlich umgesetzt werden. Gleichzeitig erreichen wir auch eine deutliche Vereinfachung des Abgabensystems. Wir müssen den Unternehmer*innen mehr finanzielle Spielräume verschaffen. Wenn unterm Strich mehr überbleibt, ist es auch einfacher (in Zukunft) für schlechte Zeiten vorzubauen.

Die Grüne Wirtschaft setzt mit diesem Vorschlag einen Impuls zur radikalen Vereinfachung des Abgabensystems auf Erwerbsarbeit und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag zur Debatte über eine Steuerstrukturreform. Denn zur Gegenfinanzierung sollen Steuern auf Umweltschäden, Ressourcenverbrauch und Vermögenszuwächse herangezogen werden.

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