5 Millionen Euro Series A für türkische Tarfin unter Beteiligung von Elevator Ventures

Elevator Ventures beteiligt sich an einer fünf Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde des türkischen Startups Tarfin.
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  • Tarfin, ein in Istanbul ansässige Anbieter von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln für Landwirte mit neuen Zahlungsbedingungen, hat Serie A-Investitionsrunde über 5 Millionen Dollar abgeschlossen.
  • Die Risikokapitalgesellschaft der Raiffeisen Bank International, Elevator Ventures, beteiligt sich an dieser Runde, die vom globalen Fintech-Fonds Quona Capital angeführt wird, zusammen mit Syngenta Ventures, dem Risikokapitalfonds von Syngenta, einem Hersteller landwirtschaftlicher Betriebsmittel, sowie den Saatgutinvestoren Collective Spark Fund und Wamda von Tarfin.
  • Tarfin wird die neuen Mittel für weitere Investitionen in seine Datenanalyse und mobile Technologie nutzen, um mehr Landwirte in der Türkei und in den angrenzenden Regionen zu erreichen.
  • Die mobile Anwendung von Tarfin bietet Landwirten eine Lösung aus einer Hand, mit der sie die Preise an den Einzelhandelsstandorten von Tarfin vergleichen und ihre Einkäufe mit der von ihnen bevorzugten Finanzierungsmethode sofort abschließen können.
  • Seit seiner Gründung hat Tarfin über 12.000 Landwirten geholfen, ihre Düngemittel, Saatgut und Chemikalien bequem während der Saison zu kaufen und nach der Ernte zu bezahlen.

Tarfin, ein in Istanbul ansässige Anbieter von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln für Landwirte mit neuen Zahlungsbedingungen, hat Serie A-Investitionsrunde über 5 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Risikokapitalgesellschaft der Raiffeisen Bank International, Elevator Ventures, beteiligt sich an dieser Runde, die vom globalen Fintech-Fonds Quona Capital angeführt wird, zusammen mit Syngenta Ventures, dem Risikokapitalfonds von Syngenta, einem Hersteller landwirtschaftlicher Betriebsmittel, sowie den Saatgutinvestoren Collective Spark Fund und Wamda von Tarfin.

Wofür Tarfin das Investment verwenden wird

Tarfin wird die neuen Mittel für weitere Investitionen in seine Datenanalyse und mobile Technologie nutzen, um mehr Landwirte in der Türkei und in den angrenzenden Regionen zu erreichen.

Der Hintergrund: Landwirte in vielen Schwellenländern haben aufgrund von Betriebskapitalbeschränkungen Schwierigkeiten beim Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln. Mit seinen firmeneigenen Risikobewertungsmodellen und seinem ausgedehnten Einzelhandelsnetz bietet Tarfin den Landwirten Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln mit erweiterten Zahlungsbedingungen.

Die mobile Anwendung von Tarfin bietet Landwirten eine Lösung aus, mit der sie die Preise an den Einzelhandelsstandorten von Tarfin vergleichen und ihre Einkäufe mit der von ihnen bevorzugten Finanzierungsmethode sofort abschließen können. Seit seiner Gründung hat Tarfin über 12.000 Landwirten geholfen, ihre Düngemittel, Saatgut und Chemikalien während der Saison zu kaufen und nach der Ernte zu bezahlen.

Corona zeigt Rolle der Landwirtschaft

„Die Pandemie hat wieder einmal die Bedeutung der Landwirtschaft gezeigt. Wir haben es uns immer zur Aufgabe gemacht, die Kontinuität der Nahrungsmittelproduktion mit neuen technologiebasierten Lösungen zu unterstützen“, sagte Mehmet Memecan, der Gründer und CEO von Tarfin: „Wir freuen uns über die Unterstützung von Weltklasse-Investoren, die unser Wachstum fördern.“

Maximilian Schausberger, Geschäftsführer von Elevator Ventures, sagte: „Wir waren beeindruckt, wie leicht Landwirte über Tarfin Zugang zu Finanzmitteln erhalten. Wir sehen ein großes Marktpotenzial in anderen Ländern für die nahtlose Integration des Finanzierungsprozesses von Tarfin in den Produktionszyklus der Landwirte“.

die Redaktion

Austria Limited: Versprechen mit vielen Fragezeichen

Die angekündigte neue Gesellschaftsform Austria Limited hat nicht nur Anhänger. Die Argumente in der Diskussion sind sehr unterschiedlich gelagert.
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Austria Limited - brutkasten Roundtable
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Viele Jahre lang gab es von mehreren Playern der Startup-Szene, darunter etwa den großen Organisationen AustrianStartups, aaia und AVCO, die Forderung, eine besonders für Startups geeignete neue Gesellschaftsform zu schaffen. Diese oft als „AG Light“ bezeichnete Rechtsform sollte unter anderem deutlich weniger bürokratisch in der Handhabung sein und Anteilsübertragung und Mitarbeiterbeteiligung erheblich vereinfachen. Diesen Sommer war es soweit: Der Bundeskanzler persönlich kündigte die Schaffung der „Austria Limited“ an.

Austria Limited, oder doch GmbH-Reform? Und was dann?

Doch damit ist die Diskussion nicht beendet – im Gegenteil. Denn noch ist es ein Versprechen mit vielen Fragezeichen. Dass in Wirklichkeit noch überhaupt nichts beschlossene Sache ist, wurde spätestens klar, als Justizministerin Alma Zadić kürzlich Vertreter der Startup-Szene zu einem informellen Austausch zum Thema einlud. Dort ging es nicht nur um die unterschiedlich ausgeprägten Wünsche an die Austria Limited, sondern generell um den anstehenden Reformbedarf im Gesellschaftsrecht. Im Anschluss stellte sie Ministerin auch im brutkasten-Gespräch klar, das noch nichts fix ist und nun Experten – „mit Hochdruck“ – am Zug sind. Tatsächlich steht noch eine weitere Option im Raum: Die Adaptierung der bestehenden Kapitalgesellschaftsformen GmbH und AG.

Diese Variante wird von verschiedenen Playern aus sehr unterschiedlichen Gründen favorisiert. Ins Treffen geführt wird etwa, dass eine neue Gesellschaftsform nicht ausreichend Rechtssicherheit bieten würde, weil viele Fragen zunächst noch nicht ausjudiziert wären. Andere Reform-Befürworter glauben schlicht nicht daran, dass die Schaffung einer Austria Limited in absehbarer Zeit tatsächlich realistisch wäre. Während die einen gerne gar keine allzu großen Änderungen sehen würden, hätten die anderen gerne eine grundlegend neue Struktur, die eben auch die bestehenden Kapitalgesellschaftsformen betrifft. Andernfalls „drohe“ die Austria Limited nicht halten zu können, was sie verspricht. Sprich: Es gibt auch große Differenzen bei den inhaltlichen Wünschen zu einer möglichen Reform.

Breites Spektrum der Dikussion beim brutkasten Roundtable

Dieses sehr diverse Spektrum der Diskussion zwischen (Langzeit-)Befürwortern mit unterschiedlichen Vorstellungen sowie konservativen und progressiven Kritikern will der brutkasten in einem Roundtable zur Austria Limited am 28. Oktober um 18:30 abbilden. Dabei sollen mögliche Lösungswege und Kompromisse für die Startup-Szene herausgearbeitet werden.

Es diskutieren Michael Umfahrer, Präsident der Österreichischen Notariatskammer, Keyvan Rastegar, Gründer der Wiener Wirtschaftskanzlei RPCK Rastegar Panchal, Sonja Bydlinski, Leiterin der Abteilung für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht im Justizministerium, Philip Vondrak, Co-Founder und Partner bei Grama Schwaighofer Vondrak Rechtsanwälte und Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia.

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21.09.2020

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