Tabakfabrik Linz wird um 104 Meter-Hochhaus erweitert

160 Millionen Euro aus öffentlichen und privaten Geldern sollen in den "NeuBau3" am Areal der Tabakfabrik Linz fließen. 2025 soll das neue zweithöchste Gebäude der Stadt bezugsfertig sein.
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(c) Zechner & Zechner: Konzept "NeuBau3" in der Tabakfabrik Linz - geplante Sicht aus dem Innenhof
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37,200 m² Nutzfläche soll der „NeuBau3“ am Areal der Tabakfabrik Linz nach Fertigstellung 2025 bieten. Damit vergrößert sich die Gesamtnutzfläche des Gebäudekomplexes auf rund 100.000 m². Dazu kommen 720 neue Tiefgaragen-Stellplätze. Das Konzept für das 104 Meter-Hochhaus – es wird nach dem Mariendom zum zweitgrößten Gebäude der Stadt – liefert das Wiener Architekturbüro Zechner & Zechner. Es setzte sich nach einer Ausschreibung mit einstimmiger Entscheidung als Sieger-Projekt durch.

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Kufsteiner Bodner Gruppe als Haupt-Financier

160 Millionen Euro soll der „NeuBau3“ insgesamt kosten. Haupt-Financier ist das Immobilienunternehmen Bodner Gruppe aus Kufstein. Wie das Budget sich genau zusammensetzt, wurde bislang aber nicht bekanntgegeben. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz, kommentiert jedoch, das Projekt stelle „wichtige Weichen für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlicher und privater Finanzierung“.

3000 Arbeitsplätze

Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz, gibt bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die geplante Nutzung: „Mit seiner großen Funktionsvielfalt und Flexibilität kombiniert der NeuBau3 Nutzungen, die bisher in der Tabakfabrik nicht möglich waren, wie etwa einen Hotelbetrieb und zeitgenössisches Wohnen“. Insgesamt soll durch den Neubau das Angebot im gesamten Komplex auf 3000 Arbeitsplätze anwachsen, sagt Müller.

Wohnungen, Hotel und Schule in der Tabakfabrik Linz

„Der NeuBau3 bildet all jene Funktionen ab, die am restlichen Gelände der Tabakfabrik Linz aus technischen Gründen nicht erfüllt werden können. Die Flächen für Wohnungen, Schulklassenräume, größere Handelsbetriebe, ein Hotel und eine Tiefgarage benötigen moderne Ausstattungsstandards, die in den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden nicht umsetzbar wären oder unverhältnismäßig hohe Umbaukosten verursachen würden“, ergänzt Markus Eidenberger, kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz.

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Redaktionstipps

die Redaktion

Eyyes: Kremser Autonomes Fahren-Startup schlägt Tesla bei Performance

Das Kremser Startup Eyyes (ehemals AVI-Systems) hat eine Sensorik-Technologie für autonomes Fahren entwickelt, welche die gleiche Rechenleistung wie namhafte US-Konkurrenz bieten soll, dabei aber 90 Prozent weniger Energie verbraucht.
/eyyes-autonomes-fahren-krems-schlaegt-tesla/
Eyyes, AVI Systems, Tesla, Google, Krems, Abbiege-Assistent,
(c) Eyyes - Das Kremser Unternehmen Eyyes spart mit seiner Sensorik-Technologie 90 Prozent Energie im Vergleich zu Tesla.

Fortschreitende Digitalisierung, der Trend hin zu Elektrifizierung und Vernetzung sowie die wachsende Faszination für Autonomes Fahren beschäftigen die Automobilindustrie schon seit einiger Zeit. Fahrassistenzsysteme, Automatisierungs- und IT-Lösungen rücken vor diesem Hintergrund immer mehr in den Fokus. Neue Player wie Tesla oder Google schaffen sich an, den Markt zu beherrschen und setzen die „alte Autoindustrie“ massiv unter Druck. Die Software-Entwickler von Eyyes aus Krems wollen die europäische Automobilindustrie dabei unterstützen, diesen Rückstand wieder wettzumachen.

Eyyes: Konkurrenz aus Krems

Das auf intelligente Objekterkennung, Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning spezialisierte Unternehmen Eyyes (vormals AVI Systems) nahm diesen Umstand der Überlegenheit von US-Unternehmen in dem Bereich zum Anlass und verglich – die von Tesla angegebene – Leistung ihrer Rechner für KI mit der eigenen Technologie. Das Ergebnis: Teslas größte Konkurrenz im Bereich Deep Learning und Chiparchitektur scheint nicht aus dem Silicon Valley zu kommen, sondern aus Krems an der Donau.

Verglichen wurden dabei die Daten des Tesla Full Self-Driving (FSD)-Computers mit der von Eyyes entwickelten Deep Learning KI-Box. Diese Technologie kann in Echtzeit Bilder eines Full-HD-Kamerasensors mit geringen zwei bis sechs Watt Leistungsverbrauch verarbeiten, was einer Einsparung im Energieverlust gegenüber dem TESLA FSD von rund 90 Prozent entspricht.

Nationale und europäische Forschungsförderung

Möglich wird dieser durch die optimierte Art der Rechenleistung und Datenverarbeitung des Unternehmens, die in langjähriger Entwicklungsarbeit mit Unterstützung durch nationale und europäische Forschungsförderung in Deutschland und Österreich entstanden ist.

Ein Zehntel des Energieverbrauchs

Für eine Integration in ein „autonomes“ Fahrzeug ist eine Umsetzung auf ASICs (applikationsspezifische Chips) vorgesehen. Die nachweisbaren Leistungsdaten der
aktuellen Implementation des „Generic Neuro Chip“ (GNC) auf frei programmierbaren Chips, sind mindestens jene Werte, wie sie der TESLA-FSD bietet, allerdings mit lediglich einem Zehntel des Energieverbrauchs.

Eyyes: „Auch andere Sensoriken integrierbar“

Auch andere Sensoriken wie LiDAR, RADAR und Ultraschall lassen sich in die Applikation integrieren. Damit ist der „Generic Neuro Chip“ beziehungsweise seine FPGA-Implementation laut Unternehmen als generische Verarbeitungseinheit für autonomes Fahren universell einsetzbar.

„Im Straßenverkehr und hier vor allem beim autonomen Fahren, steht die eigene Sicherheit und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer an oberster Stelle. Millionen von Daten müssen im Bruchteil einer Sekunde erfasst und ausgewertet werden. Mit unserem Deep-Learning Accelerator-Tool-Set bieten wir eine innovative Komplettlösung für Bildverarbeitung an, die ganz ohne Open-Source-Komponenten auskommt, maximale Performance bei minimalem Energieverbrauch vereint und so die Voraussetzung für höchste Sicherheitsstandards schafft“, sagt Johannes Traxler, Gründer und Geschäftsführer von Eyyes.

Intelligentes Abbiegeassistenzsystem „CarEye Safety Angle“ für LKWs

Aktuell kommt eine der prominentesten Anwendungen der Eyyes-Technologie beim intelligenten Abbiegeassistenzsystem „CarEye Safety Angle“ für LKW zum Einsatz.

Eyyes-Tech erkennt und klassifiziert bewegliche Objekte in Echtzeit

„Hightech-Kamera-Monitor-Systeme, verknüpft mit KI- und Deep-Learning-Technologie, erkennen nicht nur bewegliche Objekte, wie zum Beispiel andere Fahrzeuge, Radfahrer oder Fußgänger, sondern klassifizieren und analysieren diese und deren weiteren Bewegungsverlauf in Echtzeit“, erklärt Wolfgang Domann, für Marketing und Vertrieb zuständiger Geschäftsführer von Eyyes, und fügt hinzu: „Wir bieten Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Chipherstellern mit unserer bahnbrechenden Technologie schon heute die Möglichkeit, hochleistungsfähige KI bei gleichzeitig sehr geringem Stromverbrauch zu ihrem Vorteil in allen Fahrzeugen zu nutzen.“

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