Store Room: NÖ-Startup von Unternehmerdynastie greift Self-Storage-Markt an

Die österreichisch-deutsche Unternehmerdynastie Familie Kopf, die seit Jahrzehnten im Metallgewerbe aktiv ist, setzt mit dem Startup Store Room auf ein neues Geschäftsmodell. Dazu wurde im ersten Schritt ein 9000 Quadratmeter-Self-Storage-Standort errichtet.
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Store Room: Die Lager-Abteile können mit dem Smartphone geöffnet werden
(c) Store Room: Die Lager-Abteile können mit dem Smartphone geöffnet werden
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Dass am Self-Storage-Markt einiges zu holen ist, bewies in den vergangenen Jahren das Wiener Startup Storebox.
Ein neuer Konkurrent kommt aus Brunn am Gebirge direkt an der Südgrenze Wiens: Store Room.
Gleich zu Beginn tritt man mit dem größten Self-Storage-Lager des Landes mit 9000 Quadratmeter Fläche an.
Ein Umstand, der auf den Hintergrund der Anteilseigner Martin Kopf und Christine Marin zurückzuführen ist, die der deutsch-österreichischen Unternehmerdynastie Familie Kopf entstammen.
Mit dem Self-Storage-Angebot von Store Room schlägt man zumindest technisch in eine ähnliche Kerbe wie Storebox.
Abheben will sich Store Room von der Konkurrenz unter anderem über den direkten Zugang per Smartphone.

Dass am Self-Storage-Markt einiges zu holen ist, bewies in den vergangenen Jahren das Wiener Startup Storebox. Doch mit seinem Versprechen einer komplett digitalen Self-Storage-Lösung ist es nun nicht mehr alleine am Markt. Ein neuer Konkurrent kommt aus Brunn am Gebirge direkt an der Südgrenze Wiens: Store Room. Das Startup bietet derzeit nur einen einzigen Standort (zum Vergleich: Storebox hat alleine in Österreich 62), doch der hat es in sich.

+++ Nach Vervierfachung: Storebox nun Selfstorage-Marktführer im DACH-Raum +++

Familie Kopf: Metall-Unternehmerdynastie als Startup-Gründer

Denn mit satten 9000 Quadratmetern Lagerfläche ist es das größte Self-Storage-Lager des Landes. Ein Umstand, der auf den Hintergrund der Anteilseigner Martin Kopf (über die Hailwood Venture GmbH) und Christine Marin zurückzuführen ist. Sie entstammen beide der deutsch-österreichischen Unternehmerdynastie Familie Kopf, die über mehrere Geschäftsfelder im Metallgewerbe groß wurde. So befindet sich am Standort in Brunn am Gebirge das Betriebsgelände des Verzinker-Spezialisten Zinkpower GmbH, der der Deutschen Kopf Holding gehört. Mit einer nicht mehr anderweitig gebrauchten Lagerhalle verfolgte man bereits seit 2018 ein Storage-Konzept. Nun steht man (über die im Unternehmensgeflecht zwischengeschobene Kimba GmbH) knapp vor der Fertigstellung des neuen Komplex „K21“, wo oberhalb der Lagerflächen auch Büroflächen vermietet werden.

Auf Kibox folgt Storebox-Konkurrent Store Room

Der Storage-Ansatz passierte zunächst über das Startup Kibox (im Besitz der Store Room GmbH), das Martin Kopf mit zwei Co-Foundern startete – der brutkasten berichtete. Mit diesem bietet man eine Full-Service-Storage-Lösung inklusive Abholung und Lieferung mittels standardisierter Boxen. Mit dem Self-Storage-Angebot von Store Room schlägt man nun – wie oben angedeutet – zumindest technisch in eine ähnliche Kerbe wie Storebox. Die Anmeldung passiert (wie beim Konkurrenten) komplett digital, das Lager kann dann sofort genutzt werden. Das Lager wird sowohl sicherheitstechnisch überwacht, als auch klimatisch reguliert.

Unterschiede zur Konkurrenz

Abheben will sich Store Room von der Konkurrenz unter anderem über den direkten Zugang per Smartphone – das Zugriffsrecht kann auch einfach anderen erteilt werden. Zudem können die Lagerräume (gegen einen entsprechend höheren Preis) bereits ab der Dauer von einer Woche gebucht werden (in Gegensatz zu mindestens einem Monat bei Storebox). Eine weitere USP ist, dass man sich über die Solaranlage des „K21“ gänzlich selbst und CO2-neutral mit Strom versorgt.

Store Room: Im Marketing spielt man unter anderem auf Greta Thunberg an
(c) Store Room: Im Marketing spielt man unter anderem auf Greta Thunberg an

„Haben einiges vor in den nächsten Jahren“

Preislich orientiert man sich an den Tarifen der günstigeren Standorte der Konkurrenz (diese divergieren bei Storebox je nach Lage der Standorte teils massiv). Ein 1 m²-Abteil bekommt man ab rund sieben Euro pro Woche (bei langer Laufzeit). Für ein 25 m²-Abteil sind knapp über 90 Euro pro Woche (bei langer Laufzeit) zu berappen. Bei dem einen Großlager in der Nähe Wiens soll es übrigens nicht bleiben, wie und Martin Wild von Store Room wissen lässt. „Wir haben einiges vor in den nächsten Jahren in Wien und anderen Städten“, kommentiert er knapp.

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Redaktionstipps

Momcilo Nikolic

Happyr: Warum Nicola Filzmoser gegen Migräne bei Kindern kämpft

Happyr Health-Gründerin Nicola Filzmoser hat am eigenen Leib erfahren, was Migräne bei Kindern bedeutet. Sie möchte daher gemeinsam mit Co-Founder Cornelius Palm eine neues Bewusstsein über Folgen und Umgang schaffen.
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(c) Pradeep Singh - Happyr Health-Gründerin Nicola Filzmoser bekämpft Migräne seit ihrer Kindheit.

„In Österreich leiden 11,3 Prozent der Bevölkerung an episodischer Migräne, wobei die größte Häufigkeit zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr besteht. In dieser Lebensphase sind Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen als Männer“, schreibt die Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG). Rund drei Prozent aller Kinder unter sieben Jahren leiden unter Migräne, bei 15-jährigen Mädchen steigt der Anteil auf bis zu 15 Prozent.

Aura und ihre Rolle bei Migräne

Welche Gründe das Auftreten einer Migräne hat, ist nicht geklärt, Wissenschaftler sprechen aber von einer genetische Prädisposition. Was aber klar ist: Es handelt sich nicht nur um einen starken Kopfschmerz, wie viele vermuten, sondern Migräne gibt es in verschiedensten Formen. Von den eher bekannten Symptomen, treten vor allem in Kindern auch Bauchschmerzen und Übelkeit auf. Viele, die an Migräne leiden, sind licht- und lärmempfindlich. Manche erfahren eine sogenannte „Aura“, ein Zustand, der vor der Migräne-Attacke auftritt und durch Lichtblitze, Gerüche, Taubheitsgefühl in den Gliedern, Benommenheit und Sprachstörungen definiert wird.

Der Kampf gegen eine unsichtbare Krankheit

Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit sind die Folgen eines Anfalls, zudem werden rund 40 Prozent der Kinder während eines Vorfalls von Bauchschmerzen heimgesucht. Wenn Kinder mehrmals pro Jahr an Bauchschmerzen ohne klare Ursache leiden, spricht man von einer abdominellen Migräne. Nicola Filzmoser, die gemeinsam mit Cornelius Palm das „Cambridge-based“ Migräne-Startup für Kinder Happyr Health gegründet hat, kämpft seit rund zwei Jahrzehnten gegen diese in der breiten Gesellschaft noch nicht anerkannte Krankheit.

Die Alumna des Jahres der FHWien der WKW kann sich erinnern, wie die Migräne mit dem sechsten Lebensjahr in ihre Welt trat. Es handelte sich anfangs um die abdominelle Migräne, mit unterschiedlichen Symptomen, was für Kinder nicht untypisch ist. „Heute sind es eher die bekannten Symptome: starke Kopfschmerzen, Licht- und Lärmempfindlichkeit“, sagt sie.

Schmerzmittel als Mittel dagegen

Ihre Eltern taten viel, besuchten mit ihr verschiedene Ärzte, Neurologen und griffen auch zu Akupunktur, später dann auch zu den klassischen Schmerzmitteln wie Ibuprofen: „Mit 21 nahm ich Triptane, spezielle Migräne-Medikamente“, erinnert sie sich und weiß, dass es auch für Kinder Medikamente gibt: „Viele Medikamente sind jedoch erst ab dem Jugendalter zugelassen und bringen auch nicht immer die erwünschte Erlösung von dem Schmerz.“

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(c) Pradeep Singh – Nicola Filzmoser und Cornelius Palm setzen auf Bewusstseinsbildung bei Kinder-Migräne.

Filzmoser gibt einen großen Einblick in ihre Expertise und eröffnet dabei ein weiteres Feld, dessen sich viele bei Kindern und Migräne nicht bewusst sind oder zu wenig beachten: soziale Hürden, auf die das Kind aufgrund der Migräne stößt.

Zu wenig Recherche bei Migräne und Folgen

In dieser Hinsicht gebe es noch zu wenig Recherche, so die Gründerin, die Migräne bei Kindern als „die unsichtbare Krankheit“ bezeichnet. Sie ruft dazu auf, dass man die Problematik dahinter langsam beginnen müsse zu verstehen.

„Hass auf den eigenen Körper“

„Es handelt sich nicht nur um ein körperliches Problem, sondern da spielen Emotionen mit rein und Soziales“, sagt sie. Filzmoser erwähnt Angststörungen und den „Hass auf den eigenen Körper“; berichtet aus ihrer Erinnerung von einem geplanten Schulausflug, wo anfangs die Vorfreude überwog, dann jedoch Angst je näher die Abreise kam. Gestillt von der Sorge um mögliche Schmerz-Episoden, ohne den Beistand der Eltern.

Mögliche Auslöser

Einfacher erklärt: Probleme der Konzentration, Stress- und Prüfungssituationen, eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und allgemein große Veränderungen sind mögliche Trigger für anfällige und auf Migräne sensible Kinder. Da braucht es einen bestimmten Zugang, wie Filzmoser erklärt – und sie gibt einen Einblick in ihre Handhabe.

Migräne-Symptome in den Griff bekommen

„Es geht darum, Stress und den Umgang mit Symptomen in den Griff zu bekommen“, so die Gründerin, „Im Vergleich zu früher weiß ich heute, dass mein Verhalten das Problem ist. Man muss rechtzeitig Pausen machen und sich trotz Anzeichen nicht denken, das schaffe ich jetzt noch. Ähnlich verhält es sich bei Kindern, wo zum Beispiel Tests und Aufgaben sie daran hindern, Erholungsphasen einzulegen, wenn nötig.“

Routine wichtig

Filzmoser kennt Studien, die bescheinigen, dass Kinder perfektionistisch agieren und Angststörungen und Depressionen die Folge sein können. „Die emotionale Komponente ist hier sehr wichtig“, sagt sie und rät zu einer geordneten Routine: regelmäßiges Frühstücken zwecks Glukosespiegel, Snacks bereithalten, wenn benötigt, ein ordentlicher Schlafrhythmus. „Es ist wichtig Kindern den Umgang mit Migräne beizubringen.“

Der „Seelenpartner“

All ihre Befassung mit dem Thema aus persönlicher Betroffenheit führte Filzmoser dazu ihren Co-Founder Cornelius Palm kennenzulernen, der fünf Jahre an abdominalen Schmerzen und auch an sozialen Implikationen litt.

Sie tauschten sich aus und entschieden, etwas in einem Bereich zu starten, wo sie einen positiven „Impact“ auslösen konnten. Und so entstand Happyr Health.

AR-Avatar bei Happyr Health

Die Software des Startups arbeitet mit Techniken aus dem Bereich Storytelling und Gamification, wodurch Kinder motiviert werden, sich mit ihrer Migräne und ihrem emotionalen Wohlbefinden zu beschäftigen. Die Inhalte wurden von Psychologen und Migräne-Experten mitentwickelt. Aus den Berichten der Kinder, sowie über ein allgemeines Dashboard kann die App einzelne Migräneauslöser kategorisieren und verstehen.

(c) Happyr Ltd – Für Filzmoser spielt die emotionale Komponente bei Migräne eine große Rolle.

Finanziert haben sich die beiden Gründer durch Crowdfunding, bei dem über 10.000 britische Pfund (knapp über 11.000 Euro) zusammenkamen, über diverse Teilnahmen an Competitions und gewonnene Awards. Im Frühjahr möchte das Unternehmen in eine nächste Finanzierungsrunde gehen. Ein privater Investor ist noch nicht an Board, wie Filzmoser verrät.

Prototyp in Arbeit

Die Gründerin und ihr Partner arbeiten zudem an einem Prototypen mit einem Migräne-Tracker, und – das sei der Unterschied zu anderen Trackern – emotionalem Wohlbefinden als Thema. „Wir wollen gerade dafür ein Bewusstsein schaffen“, sagt sie.

Tester gesucht

Der erste Teil der App ist da und wird mit ausgewählten Familien und Ärzten getestet. Die Testphase soll bis ins nächste Jahr laufen; im Frühjahr soll die „native App“ gelauncht werden. Interessierte Testpersonen könnten sich noch beim Startup melden.

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