„Startup Catapult“: Acht heimische Startups sichern sich ein Ticket für die Pitching Days in London

Im Rahmen eines Pre-Pitching in der britischen Botschaft in Wien konnten sich gestern am Abend acht von insgesamt zwölf heimischen Startups für das sogenannte "Startup Catapult" in London qualifizieren. Dieses wird vom AußenwirtschaftsCenter London gemeinsam mit der aws i2 Business Angels und der Jungen Wirtschaft organisiert. Die Idee dahinter ist, dass Startups die Möglichkeit bekommen, vor internationalen Investoren zu pitchen und den britischen Markt kennenzulernen. Der Brutkasten war exklusiv vor Ort und hat mit den Gründern über ihre Geschäftsideen und Erwartungen gesprochen.
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Pitching-Days-London
(c) Martin Pacher, Acht Startups konnten sich für die Pitching Days in London qualifizieren
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Die Spielregeln beim Pre-Pitching in der britischen Botschaft waren eigentlich ganz einfach: Drei Minuten hatten die Gründer Zeit, um ihr Startup vor Investoren und Vertretern der aws i2 Business Angels, Jungen Wirtschaft, AußenwirtschaftsCenter London und dem Gastgeber des Abends, dem UK Department for International Trade zu präsentieren. Anschließend konnten Investoren in einer Q&A-Session weitere drei Minuten lang Fragen stellen. Die Startups waren gefordert, in kürzester Zeit Auskünfte über ihre Geschäftsidee, Expansionsstrategie und Finanzierung zu liefern, um sich einen Platz bei den Pitching Days in London zu sichern.

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Abschließend bewertete das Publikum mit einem Online-Voting-Tool die Startups anhand von fünf unterschiedlichen Kategorien. So konnten die Investoren auf einer Skala von null bis fünf beispielsweise angeben, wie wahrscheinlich es sei, dass sie in das jeweilige Startups investieren würden.

Zwölf Startups aber nur acht Plätze

Nach den zwölf Pitches und der elektronischen Auswertung des Votings wurde es für die teilnehmenden Startups ernst. Wie in den Spielregeln zuvor festgelegt, konnten sich nämlich nur acht der zwölf Startups einen Platz für die Pitching Days in London sichern. Viktor Pasquali von der aws i2 Business Angels verkündete schlussendlich das Ergebnis: Die österreichischen Startups ArtiviveBikemap, Cargometer, DerButton, Instahelp, Newsadoo, presono und Senseforce konnten das Publikum mit ihren Geschäftsideen überzeugen und sicherten sich somit die Teilnahme bei den “Startup Catapult Pitching Days” in London.

Live vom Selection-Day für Pitching Days London in der britischen Botschaft.

Live vom Selection-Day für "Pitching Days London" in der britischen Botschaft, powered by AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, Austria Wirtschaftsservice und Junge Wirtschaft mit Viktor Pas, Rafael Rasinger, Christiane Holzinger, Bronwen V. Moore, Susanne Klepsch, Bernadette Frech und weitere.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 27. September 2018

Für die Startups, die sich nicht qualifizieren konnten, war das Pre-Pitching in der britischen Botschaft jedoch nicht umsonst. Im Anschluss des Votings konnten sie mit den zahlreich anwesenden Investoren in Kontakt treten und sich untereinander vernetzen.

Was die Startups bei den Pitching Days in London erwartet

Wie Renate Schnutt vom AußenwirtschaftsCenter London gegenüber dem Brutkasten erläutert, werden die Gründer vom 25. bis 25 November einerseits an Trainings-Sessions teilnehmen, in denen Experten exklusive Einblicke in das britische Startup-Ökosystem geben. Andererseits erhalten die Startups die Möglichkeit vor britischen und internationalen Investoren zu pitchen.

Bernadette Frech vom Grazer Health-Tech-Startup Instahelp freut sich besonders über die erfolgreiche Qualifikation für die Pitching Days in London: „Wir sind bereits in fünf europäischen Märkten aktiv und einer davon ist England, wo wir 15 Prozent unseres Umsatzes generieren. Das Vernetzen mit britischen Investoren ist uns sehr wichtig und sind dankbar, dass wir diese Möglichkeit erhalten“, so Frech. Instahelp hat eine Tool entwickelt, welches eine psychologische Online-Beratung in Echtzeit ermöglicht. Wie Frech weiters erläutert, wolle das Startup auch auf dem britischen Markt Fuß fassen.

Pitching Days Instahelp
(c) Martin Pacher, Instahelp im Gespräch mit dem Brutkasten

London zählt zu den Top 3 Startup-Hubs

Wie Bronwen V. Moore, Gastgeberin und Leiterin des UK Department for International Trade, betont, zähle London neben dem Silicon Valley und New York mittlerweile zu den drittwichtigsten Startup-Hubs weltweit. Zudem sei der britische Tech-Sektor rund 184 Milliarden Pfund wert. „Mein Team arbeitet sehr stark mit österreichischen Firmen zusammen und wir wollen ihnen beim Markteintritt in Großbritannien helfen, damit sie auch in weiterer Folge auch international wachsen können“, so Moore. Die Pitching Days in Kooperation mit dem österreichischen AußenwirtschaftsCenter London, sei nur eine von vielen Initiativen, um Gründern hinsichtlich der Umsetzung ihrer Ideen zu helfen. Neben der Vernetzung mit Investoren und Experten helfe man Startups und Unternehmen auch bei banalen Dingen, wie beispielsweise dem Finden eines passenden Büros oder der Eröffnung eines Bankkontos.

Department for International Trade
(c) Martin Pacher, Bronwen V. Moore vom Department for International Trade

Pitching-Days als Erfolgsformat

Viktor Pasquali von der aws i2 Business Angles erläutert, dass die Pitching-Days seit mittlerweile vier Jahren existieren und unter anderem in New York, Tel Aviv und Zürich stattgefunden haben. Gegenüber dem Brutkasten betont er, dass die teilnehmenden Startups bei den Pitchings Days im Ausland sehr viel Wissen mitnehmen würden und oftmals auch neue Kunden lukrieren können. Ähnlich sieht dies auch Christiane Holzinger von der Jungen Wirtschaft. „Aus den letzten Veranstaltungen haben wir gesehen, dass Startups sehr viel Know-how mitnehmen. Die Erfahrung zeigt zudem, dass bis jetzt viele Investments getätigt wurden und Startups zudem mediale Aufmerksamkeit erhalten. Die Ergebnisse sind phänomenal“, so Holzinger.

⇒ Zur Page des Startup Catapult London

Dominik Perlaki

Blue Luluuu: Calm/Storm „investiert“ in Wiener Pinky Gloves-Satire-Projekt

Das vergangene Woche gestartete Projekt sammelt via Gofundme Spenden für Menstruationsartikel für ein Caritas-Projekt.
/blue-luluuu-calm-storm-investiert-in-wiener-pinky-gloves-satire-projekt/
Die Blue Luluuu-Initiatorinnen Lea Hierzenberger, Sophie Maier und Denise Dorn sowie Calm/Storm-Mitgründer Lucanus Polagnoli
Die Blue Luluuu-Initiatorinnen Lea Hierzenberger, Sophie Maier und Denise Dorn sowie Calm/Storm-Mitgründer Lucanus Polagnoli

Das deutsche Startup Pinky Gloves, das mit seinem Auftritt in der deutschen TV-Show Die Höhle der Löwen eine Welle der Empörung ausgelöst hat, hat inzwischen aufgehört. Weiter läuft hingegen das Satire-Projekt Blue Luluuu, mit dem die drei Wienerinnen Sophie Maier, Lea Hierzenberger und Denise Dorn die „Menstruationshandschuhe“ auf die Schaufel nehmen. Pinky Gloves stilisiere das Natürlichste der Welt zu etwas Unhygienischem, kritisieren die Initiatorinnen. „Menstruierende Personen haben sowieso schon einen enormen Kostenbeitrag für Hygieneprodukte zu tragen“, so Maier.

Via Instagram bewerben die drei „die Blue-Luluuu-Pinkelflasche zur diskreten, hygienischen und geruchsfreien Entsorgung des männlichen Urins“ und erreichten damit in kurzer Zeit deutlich mehr Follower, als das deutsche Startup. „Wir haben gelernt, dass eine humorvolle Aufbereitung ernster Themen entwaffnend ist und ein großes Publikum auch breitenwirksam mit feministischen Punkten erreicht werden kann“, erklärt Hierzenberger.

Blue Luluuu: Spenden-Kampagne als „Beitrag zur Lösung eines realen Problems“

Inzwischen sammeln die Initiatorinnen über eine Gofundme-Kampagne gegen sogenannte Menstruationsarmut Geld für ein Caritas-Projekt, über das Menstruationsartikel für obdachlose und armutsgefährdete menstruierende Personen finanziert werden. „Nachdem unsere Reichweite derart stark gewachsen ist und die Resonanz äußerst positiv ausfiel, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Lösung eines realen Problems zu leisten“, so Dorn.

Die Kampagne läuft noch bis Sonntag (25.4.). Derzeit steht sie bei knapp unter 4000 Euro. Der Wiener Frühphasen-Investor Calm/Storm Ventures kündigte nun an, am Ende die eingenommenen Spenden um zehn Prozent der erreichten Summe erhöhen zu werden. Zehn Prozent sei der Anteil, den man als Pre-Seed Fund auch durchschnittlich in „reale“ Produkte und Startups investiere, heißt es von den Betreibern. Der Fonds hat sich auf Investments im Digital Health & Wellbeing Sektor fokussiert, insbesondere auf Investments rund um Tabu-Themen wie Infertilität und mentalen Krankheiten, aber auch chronische Verstopfung oder Lustlosigkeit.

Polagnoli: „Investments in Startups sind kein Hobby“

Founding Partner Lucanus Polagnoli sieht in Blue Luluuu mehr als ein Kurzzeit-Projekt: „Als Super Early Stage Investor suchen wir nach herausragenden Teams, die wesentliche Probleme lösen wollen. Mit Sophie, Denise und Lea haben wir wohl den Jackpot gefunden: Herausragende Kreativität gepaart mit Operational Excellence und Schnelligkeit in der Umsetzung“.

Polagnoli übt nicht nur Kritik an Pinky Gloves selbst, sondern vor allem auch am Investment durch TV-Investor Ralf Dümmel. „Investments in Startups sind kein Hobby, das man nebenher machen sollte. Als Investor sollte man nicht nur die Venture Capital Industrie kennen, sondern auch den Markt und die Community, wo die Startups agieren und natürlich gewohnt sein im Umgang mit Gründern. Digital Health, insbesonderen, Femtech ist eine riesige aber schwierige Industrie, in die man nicht einfach so nebenher ‚mit-investieren‘ kann“, so der Calm/Storm-Mitgründer.

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