Startup Barometer 2016: Graz wird als Standort attraktiver

Das Grazer Ideentriebwerk, das Zentrum für Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität und Up to Eleven bringen seit 2014 mit dem Startup Barometer jährlich eine Studie heraus, für die die Grazer Community zum Standort befragt wird. Wieder gibt es in der Wahrnehmung der Befragten Verbesserungen.
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iTranslate, Sunnybag, Timeular – Das sind drei bekannte Beispiele für Top-Startups, die die Hauptstadt der Steiermark als Standort gewählt haben. Doch trotz der Vielzahl an bekannten und erfolgreichen Grazer Jungunternehmen hat sich die Stadt als Startup-Hub noch nicht einmal innerhalb Österreichs wirklich einen Namen gemacht. In internationalen Rankings und Studien scheint sie bisweilen noch gar nicht auf – zu unrecht, wie viele meinen. Und zumindest in der Wahrnehmung der Gründer wird die Stadt an der Mur von Jahr zu Jahr als Standort attraktiver. Der Grazer Startup-Barometer brachte dazu noch einige weitere spannende Ergebnisse.

+++ Das kam beim Startup Barometer 2015 heraus +++

Bewertung: Deutliche Verbesserung zu 2015

4,53 auf einer Skala von eins (sehr schlecht) bis sieben (sehr gut). So bewerteten 135 befragte Personen im Durchschnitt den Startup-Standort Graz. Vergangenes Jahr war der Wert mit 3,95 noch deutlich niedriger gelegen. „Es wird von immer mehr Menschen gesehen, dass der Standort viel Potenzial hat. Wir haben hier Industrien und Top-Unis und können immer wieder zeigen, dass gute Ideen hier tatsächlich weiter kommen“, sagt Werner Sammer. Der Co-Initiator der Studie ist sowohl für das Ideentriebwerk als auch für den Company Builder Up to Eleven tätig.

„Das Geschlechterverhältnis ist seit Jahren kontinuierlich besser geworden“

Fast ein Drittel Gründerinnen

Verbessert hat sich nicht nur die Wahrnehmung des Standorts. Mit 32 Prozent nahmen dieses Jahr auch deutlich mehr Frauen als letztes Jahr (23 Prozent) an der Studie Teil. Ob der für österreichische Verhältnisse hohe Gründerinnenanteil repräsentativ ist? Sammer ist davon überzeugt. „Das Geschlechterverhältnis ist seit Jahren kontinuierlich besser geworden und es kommen auch zu unseren Events immer mehr Gründerinnen“, sagt er. Zum Vergleich: In der Studie European Startup Monitor (ESM) wurde erst kürzlich für ganz Österreich von einem Gründerinnenanteil von sieben Prozent ausgegangen – Tendenz sinkend.

„Setzen immer wieder Zeichen“

Sammer führt das im Österreich-Vergleich deutlich ausgeglichenere Geschlechterverhältnis auch auf die Arbeit des Ideentriebwerks zurück: „Wir setzen hier immer wieder Zeichen. Das ist ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda.“ So hat das Ideentriebwerk etwa mit Verena Klampferer in seiner recht jungen Geschichte schon die zweite Präsidentin (die erste war Lisa Fassl, dazwischen war Sammer an der Vereinsspitze). In Spezialausgaben der beliebten Startup-Spritzer-Events werden erfolgreiche Founderinnen eingeladen und der Community vorgestellt.

+++ ESM: Startup-Statistik für ganz Österreich +++

(c) Ideentriebwerk Graz
(c) Ideentriebwerk Graz

Wenig Förderungen und Investitionen

Näher an den Ergebnissen der österreichweiten Studie ist Graz beim Thema Finanzierung, obgleich es auch hier erhebliche Unterschiede gibt. Fast 90 Prozent der befragten Founder nutzten in der Frühphase Eigenfinanzierung, was ungefähr dem Österreich-Wert entspricht. Doch nur etwa ein Viertel nahm Förderungen in Anspruch. Das ist im Vergleich wenig: Der ESM zeigte hier für ganz Österreich einen Wert von über 50 Prozent. Auch Investitionen von Business Angels (13 Prozent) und VCs (11 Prozent) konnten Grazer nur etwa halb so häufig aufstellen wie der Österreichische Durchschnitt.

„Wir müssen die Leute dazu bringen, größer zu denken.“

Finanzierung als größte Herausforderung in Graz

Die Summe, die in der Frühphase insgesamt aufgestellt werden konnte, lag bei 62 Prozent der Befragten unter 50.000 Euro. Ein Viertel der Befragten erreichte immerhin zwischen 50.000 und 200.000 Euro. Acht Prozent der Befragten kamen über 500.000 Euro. Die übrigen fünf Prozent lagen zwischen 200.000 und 500.000 Euro. In der Finanzierung sieht Sammer auch die größte Herausforderung am Grazer Standort: „Wir haben hier bereits ein sehr gutes Angebot für die ersten Phasen eines Startups. Aber die Anschlussfinanzierung stellt dann häufig ein Problem dar.“ Das gelte jedoch ohnehin für ganz Österreich. Sammer wünscht sich daher, dass das Business Angel-Umfeld weiter gestärkt wird: „Wir müssen die Leute dazu bringen, größer zu denken.“

„Hidden Champions“ ins Licht rücken

Größer denkt auch Sammer selber, wenn es um den Standort Graz geht. Mit dem Ideentriebwerk und Up to Eleven will er weiter daran arbeiten, dass Grazer Jungunternehmen mehr Aufmerksamkeit bekommen. „Graz ist in der Wahrnehmung in Österreich bislang auch untergegangen, weil viele unser Startups eher ‚Hidden Champions‘ sind. Wir wollen die Guten ins Licht rücken“, sagt er. Neben den Aushängeschildern wie Sunnybag wären momentan auch einige Startups mit riesigem Potenzial in der Pipeline. USound habe mit seiner Lautsprechertechnologie etwa schon jetzt vor dem Release Verträge mit Elektronik-Multis.

⇒ Hier geht’s zur offiziellen Website


Methode

Die Studie entstand in einer Kooperation des Ideentriebwerk Graz mit dem Zentrum für Entrepreneurship und angewandte BWL der Karl-Franzens-Universität und dem Company Builder Up to Eleven. 135 Personen wurden online befragt. Knapp mehr als die Hälfte davon waren Founder, ein weiteres Drittel Gründungs-Interessierte, ein Viertel Startup-Berater. Daneben waren Startup-Mitarbeiter und Investoren beteiligt. Mehr als die Hälfte der Befragten war zwischen 26 und 35 Jahre alt.

die Redaktion

Salamantex und A1 Payment rollen Bitcoin-Bezahlung in ganz Österreich aus

Nach einem Testlauf kann man dank Salamantex und A1 Payment nun in ganz Österreich mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen bezahlen - vorausgesetzt, der Händler hat das Feature aktiviert.
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(c) A1 / Salamantex

Österreich ist traditionell ein Land mit hoher Affinität zum Bargeld – allerdings hat das Coronavirus in den vergangenen Monaten zu einem Umdenken geführt, und die Menschen zahlen zunehmend kontaktlos. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren, diese jedoch nicht im Geschäft für einen Einkauf ausgeben können. Diese Themen adressieren nun das Startup Salamantex und A1 Payment gemeinsam: Nach einem mehrmonatigen Test rollen sie nun in ganz Österreich eine Payment-Lösung aus, mit der jedermann im Geschäft mit Kryptowährungen bezahlen kann.

Salamantex und A1 ermöglichen Bezhalen mit Bitcoin

Demnach kann man derzeit bereits bei mehr als 2.500 Akzeptanzstellen, die A1 Payment nutzen, in Bitcoin und anderen Kryptowährungen bezahlen  – vorausgesetzt, der Händler hat die Funktion aktiviert. Händler können damit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Dash statt Bargeld oder Kreditkarte akzeptieren, erhalten den Betrag aber unkompliziert und wie gewohnt in Euro ausbezahlt. Die Akzeptanz dieser digitalen Währungen ist somit für Händler genau so einfach und sicher wie die Kreditkartenbezahlung.

+++Digitalisierung von KMU: News und Hintergründe+++

Damit steht nun neben Bank- und Kreditkarten eine weitere bargeldlose Bezahlalternative zur Verfügung, die sich an den Bedürfnissen einer digitalen Generation orientiert, wie es in einer Presseaussendung der beiden Unternehmen heißt.

„Unser Ziel ist es, dass das Bezahlen mit digitalen Währungen an der Kasse genauso einfach und selbstverständlich wird, wie wir das mit Kreditkarte seit Jahrzehnten gewohnt sind“, sagt Markus Pejacsevich, COO Salamantex: „Den Händlern erschließt die Akzeptanz von Kryptowährungen neue kaufkräftige Kundengruppen und sie können sich in ihrer Branche als Vorreiter positionieren.“

Bitcoin-Zahlung in A1-Shops getestet

Bewährt hat sich das System bei einem mehrmonatigen Testlauf in ausgewählten A1 Shops. Der brutkasten hatte den Testlauf kurz nach dessen Start in einem der A1-Shops begutachtet und dies in einem Video dokumentiert.

Wie Händler die Bitcoin-Zahlung nutzen

Händler können die neue Bezahlmethode ab sofort bei A1 Payment bestellen und aktuell ohne Aktivierungskosten testen. Bestellungen werden innerhalb einer Woche aktiviert und anschließend mit neuen, krypto-fähigen Terminals ausgeliefert.

„Mit der Integration der Lösung von Salamantex können wir unser Angebot nun um die Bezahlmöglichkeit mit Kryptowährungen ergänzen. Sicherheit und Verlässlichkeit waren bei der Auswahl unseres Partners sowie bei der Integration unsere oberste Prämisse,“ sagt dazu auch Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing.

Salamantex-Ausbau nicht nur in Österreich

Betont wird dabei auch, dass die von Salamantex entwickelte Crypto Payment Service Software keine Insellösung ist. Partnerschaften mit A1 sowie Ingenico oder Concardis ermöglichen einen breiten Roll-out des Krypto-Bezahlservices nicht nur in Österreich sondern auch in benachbarten Ländern, heißt es abschließend: Erst vor wenigen Monaten stellte Ingenico bei der Euro Shop Messe in Deutschland das erste Kassenterminal mit integrierter Krypto-Bezahlsoftware von Salamantex vor. Weitere Kooperationen mit Zahlungsdiensteanbietern sind bereits geplant.

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