Sobotka zur Corona-App: „Wir bleiben am Weg der Freiwilligkeit“

Die Diskussion rund um die verpflichtende Installation der Corona-App des Roten Kreuzes scheint vorerst vom Tisch zu sein. Am Sonntag ruderte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka mit seiner Forderung nach einer "Zwangsinstallation" wieder zurück. Derweil werden in Datenschützer-Kreisen Forderungen nach der Veröffentlichung des Programmcodes laut.
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Am Sonntag ruderte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka mit seiner Forderung nach einer „Zwangsinstallation“ der Stopp-Corona-App zuück. Derweil werden die Forderungen laut, den Quellcode der App zu veröffentlichen.

Die gestrige Forderung des Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, die Installation und Nutzung der „Stopp Corona App“ des Roten Kreuzes verpflichtend zu machen, sorgte nicht nur für Kritik in den Sozialen Medien und bei der politischen Opposition, sondern auch beim Koalitionspartner.

+++ Corona, Wirtschaft und die Innovation +++

Vizekanzler Werner Kogler und Grünen Klub-Chefin Sigrid Maurer äußerten bereits am Samstag Kritik an Sobotkas Vorstoß. Dabei handle es sich lediglich um Sobotkas Privatmeinung, so Mauer auf Twitter. Gleiche Töne waren von Kogler im Rahmen einer Pressekonferenz zu hören. Er ergänzte: „Die Privatmeinung des Nationalratspräsidenten komme mit den Grünen nicht infrage.“

Unterstützung erhielt Sobotka am Samstagabend teilweise von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Tracking sei eine wichtige Basis um in die Normalität zurückzukommen, so der Kanzler. Für die zwei Millionen Menschen, die in Österreich kein Smartphone besitzen, könnten Tracking-Devices in Form von Schlüsselanhänger zum Einsatz kommen.

In einem gemeinsamen Interview von Standard, Presse, Kurier und Apa sprach er davon, dass es langfristig einen „Dreiklang“ aus Tracking-App, Tests und Isolierung von Infizierten braucht, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Reaktion des Roten Kreuzes

Am Sonntagvormittag meldete sich das Rote Kreuz in einer Aussendung zu Wort, das sich für eine freiwillige Installation der App aussprach. „Freiwilligkeit ist ein Grundpfeiler der Rotkreuz-Bewegung. Sie ist uns aus demokratiepolitischen Gründen wichtig, aber auch, weil wir überzeugt sind, dass eine auf Freiwilligkeit basierende App, am besten geeignet ist, Corona zu stoppen“, so Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. Bisher haben laut Opriesing knapp 200.000 Menschen die App freiwillig installiert.

Bereits am Tag zuvor meldete sich Rot Kreuz Bundesrettungskommandant  Gerry Foitik via Twitter zu Wort, der sich ebenfalls für eine Freiwilligkeit aussprach und betonte, dass Menschen eine demokratische Entscheidungsfreiheit zustehen sollte.

Sobotka rudert zurück

In der ORF-Sendung Hohes Haus ruderte Nationalratspräsident Sobotka am Sonntag nun zurück. „Wir bleiben am Weg der Freiwilligkeit“, so Sobotka auf die Frage, ob eine verpflichtende Nutzung der App kommen soll. „Ich glaube, dass ein Bündel der Maßnahmen wichtig ist, um die App in die Breite zu bringen. Es ist eine Verpflichtung von uns dies in Freiwilligkeit zu tun und andere dadurch bestmöglich zu schützen.“ Sobotka zog dabei einen Vergleich zum Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes und betonte, dass er die App bereits selbst installiert hat.

Ebenfalls zu Wort meldet sich am Sonntag Innenminister Karl Nehammer im Rahmen einer Pressekonferenz. Die App sei ein wichtiger Bestandteil bei der Bekämpfung des Virus, so Nehammer. Derzeit beraten Experten darüber, wie sie „eine größtmögliche Verbreitung der App sichern.“ In Bezug auf die Freiwilligkeit äußerte sich Nehammer nicht.

Diskussion rund um Open Source

Neben der Diskussion rund um eine verpflichtende Installation der App, wird derzeit in Entwicklerkreisen gefordert, dass der Programmcode der App veröffentlicht wird. Datenschützer haben dies gefordert, damit sich Entwickler bei der Weiterentwicklung beteiligen können.

Tech und Datenschutz in der Coronakrise

Mit Big Data gegen das Coronavirus? Über Tech und Datenschutz in der Coronakrise diskutieren wir heute mit Gerry Foitik (Österreichisches Rotes Kreuz), Max Schrems, Lisa Seidl (epicenter.works), Michael Zettel (Accenture) Michael Cik (Invenium Data Insights GmbH).Während der Diskussion können Fragen via Slido (Code: brutkasten) gestellt werden.

Gepostet von DerBrutkasten am Dienstag, 31. März 2020

 

In einem Online-Roundtable des brutkasten forderte Max Schrems, dass es höchstmögliche Transparenz in Bezug auf den Quellcode brauche, damit die App in der Gesellschaft größtmögliche Akzeptanz findet. „Ich glaube, dass es absolut wichtig sein wird, den Code zu veröffentlichen, damit jeder diesen überprüfen kann“, so Schrems.

In Bezug auf den Funktionsumfang betonte Schrems, dass hinsichtlich der Automatisierung laut DSGVO noch „mehr gehen könnte“. Dabei bezog er sich auf einen automatisierten virtuellen Handshake, der in einer weiteren Version der App noch folgen soll.

Accenture Österreich Chef Michael Zettel erläuterte im Online-Roundtable, dass es von Anfang an angedacht gewesen war, den Programmcode offen zulegen. Accenture hat die Applikation im Auftrag des Roten Kreuzes entwickelt. Für die Offenlegung brauche es aber noch eine gewisse „Vorbereitungszeit“. „Transparenz war uns von Beginn an wichtig und die Offenlegung des Open-Source-Code ist eine der Maßnahmen, die wir in Absprache mit unserem Auftraggeber angedacht haben“, so Zettel.

Brutkasten-Nachlese zur Debatte rund um Datenschutz in Zeiten der Coronakrise


die Redaktion

Founder Institute aus dem Silicon Valley startet in Österreich

Einige bekannte Namen der heimischen Startup-Szene haben sich als potenzielle Mentoren des Founder Institute Austria gemeldet.
/founder-institute/
(c) Founder Institute

Das Founder Institute (FI.co), ein Frühphasen Startup Gründungsprogramm aus den USA, hat heute den Launch seines neuesten Ablegers in Österreich bekannt gegeben. Das vom Silicon Valley aus geleitete Founder Institut hat mit seiner Präsenz in über 200 Städten ein entsprechendes globales Netzwerk und bietet Foundern ein strukturiertes Programm, das sie bis zur Gründung einer Firma und der ersten Investitionsrunde begleitet. Das Founder Institute Austria Virtual 2021 Pre-seed Accelerator Programm wird am 26. Jänner 2021 starten.

Anmeldung für die Online-Kurse

Alle Einzelpersonen oder Teams, die eine Tech-Firma gründen wollen, können sich zum „Austria Virtual 2021 Founder Institute“ unter http://fi.co/apply/vienna bewerben. Wegen der Pandemie wird das Programm des Founder Instituts in Österreich komplett online abgehalten.

Das Austria Virtual 2021 Founder Institute wird außerdem eine Reihe an Online Startup Events für die breite Öffentlichkeit anbieten, in denen Teilnehmer erste Einblicke in den Gründungsprozess und das Programm selbst erhalten können. Die Liste der Events ist hier einsehbar: http://fi.co/events/vienna.

Manager und Mentoren des Founder Instituts

Das Founder Institute in Österreich wird von Benedikt Glatzl, Manuel Zwittag und Mariya Konstantinova geleitet. Darüber hinaus haben diverse Startup Investoren, Gründer und
Manager ihr Interesse daran bekundet, als Mentoren am Programm teilzunehmen.

● Alexander Rapatz: Co-Founder & Managing Partner, Black Manta Capital Partners
● Alexander Schmid: Co-Founder & CEO, courseticket GmbH
● Alexis Eremia: Managing Partner, Freims.cc
● Arnim Wahls: Co-Founder & CEO, Firstbird
● Benjamin Ruschin: Co-Founder & MD, WeAreDevelopers
● Bernhard Holzer: CEO & Chief Editor, Woods – Startup PR

● Bianca Gfrei: Co-Founder, Rootine
● Christian Pauls: CEO, Extrafrei GmbH
● Christoph Bitzner: Co-Founder, TheVentury
● Daniel Horak: Chief Sales Officer, Zero21
● Dejan Stojanovic: Founder, The Failure Talks
● Eugen Prosquill: Founder & CEO, WARDA NETWORK GmbH
● Filip Jakubowski Drzewiecki: CTO & Co-Founder , Oaze.io
● Filip Stanev: Co-Founder, Saga
● Franz Salzmann: Founder & CEO, Oaze.io
● Fredrik Debong: Founder & Chief Science Officer, hi.health
● Hanno Lippitsch: Founder & CEO, Eversports
● Jan Pannenbäcker: Co-Founder & CEO, Schrott24
● Johannes Berger: Co-Founder & CEO, Mimo
● Kim Balle: Co-Founder & CEO, Global Startup Awards
● Kristina Tauchmannova: COO, Impact Leaders Club
● Laurenz Simbruner: Partner, PUSH Ventures (PV)
● Maria Bichl: Head Of Business Development , OYO
● Markus Kainz: Founder & CEO, primeCROWD
● Martin Behrens: Co-Founder & CEO, Presono
● Michael Kunz: CEO & Co-Founder, Everbill
● Milan Zahradnik: Founder & CEO, Propster
● Nina Poxleitner: Founder & Managing Partner, More than one perspective
● Patrick Dainese: Founder & CEO, Marktguru
● Peter Buchroithner: Co-Founder & CEO, Susta Sustainable Merchandise
● Petra Dobrocka: Co-Founder & CCO, Byrd
● Philipp Sonnleitner: Founder & CEO, Mikme
● Philipp Stangl: Co-Founder & CEO, Rebel Meat
● Sander Van De Rijdt: CEO & Co-Founder, PlanRadar
● Sher Khan: Industry Leader, Google
● Stefan Fleig: Co-Founder & CEO, Tableconnect
● Tanja Sternbauer: Managing Partner, Startup Live
● Thomas Schranz: Founder & CEO, Lemmings
● Thomas Kriebernegg: Co-Founder & CEO, App Radar
● Tobias Hann: CEO, MOSTLY AI
● Tymon Wiedemair: Co-Founder, Ulmon

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