Wiener Startup snorefree möchte mit App gegen Schnarchen ankämpfen

Das Anti-Schnarch-Startup snorefree konnte bei "2 Minuten 2 Millionen" keinen Investor überzeugen. Gegenüber dem brutkasten erläutert der Gründer Sigismund Gänger, warum das für sein Startup keine Tragödie ist und wie der Launch der Anti-Schnarch-App am Tag der Ausstrahlung erfolgte.
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snorefree, 2 minuten 2millionen
(c) Gerry Frank - Sigismund Gänger, Dario Lindes und Florian Schneider möchten wieder Ruhe ins Schlafzimmer bringen.
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Für die Founder von snorefree, Sigismund Gänger und den Logopäden Dario Lindes, war zu Beginn die Tech-Szene ziemliches „Neuland“. Sie haben auf ihrem Weg bis zum Launch mehrere Versionen der Health-App entwickeln müssen, zeigen sich jetzt aber bereit den Markt zu erobern.

+++ ausführlicher Nachbericht zur aktuellen „2 Minuten 2 Millionen“ Sendung +++

Die Idee reifte eineinhalb Jahre. Solange hatte Gänger gebraucht das „Anti-Schnarch-Workout“ seinem Co-Founder Lindes in einer digitalen Variante schmackhaft zu machen. Es gelang und das Duo wurde schließlich durch Business Angel und McShark-Gründer Florian Schneider komplettiert. Kurz danach hat sich das Startup – mit den ersten zahlenden Usern im Rücken – auf die Suche nach passenden Investoren begeben.

aws-Garantie für 260.000 Euro-Kredit

Dass sich weder Wunsch-Investor Florian Gschwandtner noch ein anderes Jury-Mitglied bei „2 Minuten 2 Millionen“ bei snorefree beteiligen wollten, traf das Startup weniger hart, als man annehmen möchte. „Da wir in der zweiten Hälfte des letzten Jahres eine aws-Garantie für einen Gründer-Kredit in Höhe von 260.000 Euro bekommen haben, waren wir bei den Aufzeichnungen nicht akut auf Investoren-Suche. Und weil die App zum Zeitpunkt der TV-Aufnahmen auch noch nicht im Store war, sind wir nicht mit der Erwartung auf ein Investment in die Show gegangen. Natürlich hätten wir uns gefreut Florian Gschwandtner mit an Bord zu holen, aber es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Sein Feedback war für uns sehr wertvoll, denn mit diesem haben wir an unserem Business-Plan geschraubt und die App überarbeitet“, sagt Gänger.

snorefree mit Gamification-Elementen

Die App bietet aktuell 32 verschiedene Übungen aus denen durch einen Algorithmus ein dem User individuell angepasstes 10- bis 15-minütiges Workout zusammengestellt wird. Zudem sind neue Features geplant, darunter ein Gamification-Element, eine Snore-Challenge und ein Schlafrecorder,

Zusätzlich sollen Nutzer bald auf Statistiken zurückgreifen und einen Schlafphasen-Wecker nutzen können, der laut Gänger mithilfe eines Beschleunigungssensors im Gerät, die Bewegungen im Schlaf aufzeichnet. Mithilfe dieser Daten soll die App den perfekten Moment zum Wecken finden.

Am Morgen können die Nutzer dann nicht nur die Statistik der vergangenen Nacht analysieren, sondern werden nach Wunsch auch sanft geweckt. Übrigens soll snorefree laut den Gründern in über 25 Sprachen erhältlich sein.

Rollout nach Deutschland, GB und USA

Vorerst wird es snorefree nur in Österreich geben. Gänger erläutert die nächsten Schritte des geplanten Rollouts: „Sobald die Android-App am selben Stand ist wie die iOS App, was wir in den nächsten Wochen erwarten , werden wir in Deutschland, gefolgt von den anglo-amerikanischen Ländern ausrollen. Aber davor werden wir definitiv noch auf die Suche nach Investoren gehen“


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Redaktionstipps

Stefan Mey

brutkasten-Umfrage in der Community: Stimmungs-Minus an allen Fronten

Das Community-Stimmungsbarometer des brutkasten in Kooperation mit TeamEcho und starting-up zeigt, wie die aktuelle Situation auf die Stimmung drückt. Sorgen gibt es um das politische Umfeld, aber auch in Bezug auf die eigene Personalsituation.
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(c) vegefox.com / der brutkasten / starting-up / TeamEcho
exklusiv

Im Corona-Sommer 2020 haben wir gemeinsam mit dem Startup TeamEcho aus Linz und unserem deutschen Schwestermedium starting-up beschlossen, dass wir mit einem groß angelegten Projekt die Stimmung der Community in diesen herausfordernden Zeiten einfangen wollen. Dazu gehören unter anderem Q&As mit namhaften Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Community – erschienen sind hier schon Beiträge mit dem VC Venionaire und dem Corporate-VC Elevator Ventures und aaia-Geschäftsführerin Laura Egg. Kern des Projekts ist aber eine langfristige Studie, bei der in regelmäßigen Abständen per Newsletter ein Fragebogen an die Community verschickt wird. Die erste Umfrage wurde im September durchgeführt (zu den Ergebnissen des ersten Community-Stimmungsbarometers), nun liegen die Ergebnisse der zweiten Runde vor – und diese zeigen ein Stimmungsminus in allen Kategorien.

Heatmap: Die Stimmung fällt in allen Bereichen

Insgesamt fiel die Stimmung in Österreich auf 59 von 100 möglichen Punkten (zuvor waren es 61 Punkte). Die Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen sank von 56 auf 55 Punkte, die Zufriedenheit mit dem Team von 74 auf 73 Punkte und die Stimmung in punkto Finanzen gar von 53 auf 49 Punkte.

Der Vollständigkeit halber muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Umfrage in der Woche durchgeführt wurde, bevor die Regierung strengere Regeln zur Vermeidung eines zweiten Corona-Lockdowns verkündet hatte. Dies dürfte vor allem bei Startups aus der Gastro-, Tourismus- und Eventbranche weiter auf die Stimmung gedrückt haben.

Schlechtere Stimmung in Deutschland

Anzumerken ist an dieser Stelle aber auch: Die Stimmung ist in der österreichischen Community noch besser als jene, die unser Schwestermedium starting-up in Deutschland erhoben hat. Deutschland kommt insgesamt nur auf einen Wert von 57 (Österreich: 59). Und auch in fast allen anderen Kategorien sind die österreichischen Startups optimistischer als die deutschen – mit Ausnahme des Teams (75, bzw. 73 Punkte).

Ein ähnliches Bild hatte sich übrigens auch bei der vorherigen Umfrage im Spätsommer gezeigt: Auch hier waren die Österreicher allgemein optimistischer als die Deutschen, außer bei der Zufriedenheit mit dem eigenen Team. Weiter auseinander gegangen ist allerdings die Kluft in Bezug auf die Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen.

Founder und CEOs: Sorgen um Liquidität und Fundraising

Blickt man nun detailliert auf die Founder und CEOs, so wird deutlich, dass es hier in zwei Bereichen das stärkste Minus im Vergleich zum Spätsommer gibt: Die eigene Liquidität (minus 9 Punkte) und die Zuversicht, bei einem Fundraising auch das erwünscht Investment zu erhalten (minus 6 Punkte). In der offenen Beantwortung dieser Frage führen die Founder und CEOs auch an, dass sie auf der Suche nach Investoren sind – und dass Corona die Lage nicht einfacher macht.


Auch die nächste Runde der Umfrage werden wir wieder per Newsletter durchführen. Anmeldung zum Newsletter unter diesem Link.


Auch schreiben die Founder, dass die Umsatzeinbrüche bei Kunden teils zu Einbrüchen im eigenen Business geführt haben. Den Startup-Hilfsfonds haben Viele nicht ausnutzen können und hoffen daher auf eine Fortsetzung. Ein anderer schreibt wiederum: „Die Finanzierung ist wichtig und eine Herausforderung. Aber es liegt an uns, Finanzierungs-Alternativen zu entwickeln … Geht nicht, gibt es nicht. Gute Projekte finden immer das nötige Kapital.“

Am schlechtesten sind die Founder und CEOs aber gestimmt, wenn es um die politischen Rahmenbedingungen (40, minus 4 Punkte) und die Aussicht auf Förderungen (45, minus vier Punkte) geht. Hier bezeichnet ein Founder/CEO die Förder- und Bankenlandschaft als „Dschungel“ und schreibt wörtlich: „Warum lassen sich Förderungen nicht einheitlich und zentral regeln? So vergibt jeder Förderträger (EU, Bund, Länder, Kommunen und sonstige Institutionen) eigene Förderungen. Förderungen sind gut, ersetzen aber keine solide Bankenfinanzierung. Die Zentralbanken fluten den Markt mit billigem Geld, dies sorgt – aufgrund von Basel – aber nicht zu einer einfacheren Bankenfinanzierung von Startups. Auch ersetzt das Zentralbankgeld nicht die fehlende Private Equity-Kultur in Österreich und Kontinental-Europa.“

Der gleiche Founder weist in der Frage nach den Rahmenbedingungen auch auf die ausufernde Bürokratie und ein zu kompliziertes Rechtkonstrukt hin: „Einfache Regeln und moderne Gesetze (ohne tausende Ausnahmen von der Ausnahmeregel) helfen mehr als ein unverständliches und unüberschaubares Rechtskonstrukt,“ schreibt die Person.

Am stärksten gestiegen wiederum ist die Wahrnehmung des Teamspirits im eigenen Startup: Ein Plus von 9 Punkten und 89 Punkte insgesamt – das kratzt bereits am möglichen Höchstwert. „Ein Startup ist eine Gruppe von Menschen mit einer gemeinsamen Vision. Teamspirit ist zentral“, schreibt hier ein Founder bei der offenen Beantwortung der Frage. Andere Themen sind wie üblich der Fachkräftemangel – und zwar auch während der Wirtschaftskrise! – sowie der für Founder und CEOs allgegenwärtige Stress.

C-Level: Sorgen um das Personal

Beim C-Level rangieren die politischen Rahmenbedingungen (47, minus 9 Punkte) und die Zufriedenheit mit dem Startup-Ökosystem (50, minus 6 Punkte) auf den untersten Plätzen der Optimismus-Bandbreite. In der offenen Beantwortung merkt eine Person hier an, dass nach wie vor ein adäquater Zugang zum Kapitalmarkt, beziehungsweise zu Eigenkapital fehlt.

Das stärkste Minus (13 Punkte weniger) gibt es wiederum in Hinblick auf die Personalsituation. Hier merkt eine Person an, dass neben Funding und Umsatz auch die Mitarbeitermotivation eine Herausforderung darstellt. Zugleich sieht man auch in dieser Gruppe den Teamspirit als wichtigsten Treiber, am optimistischsten ist man aber allgemein in punkto wirtschaftlichster Zuversicht – dieser Wert ist im Vergleich zum Spätsommer sogar noch gestiegen.

Middle Management: Das Stimmungstief

Was sich sowohl im Spätsommer als auch im Herbst zeigt: Die schlechteste Stimmung insgesamt (Gesamtwert für Middle Management: 52) gibt es im Middle Management: Sie drücken den Gesamtwert nach unten, während CEOs, Founder und C-Level hier auf 60 Punkte kommen.

Die schlechtesten Werte gibt es hier in punkto politische Rahmenbedingungen (43, plus 6 Punkte) und Startup-Ökosystem (47, minus 10 Punkte). „Fehlender gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „chaotisches Handeln der Bundesregierung“ sind hier zwei Punkte, die eine Person kritisch anmerkt.

Ein großes Minus gab es in dieser Gruppe bei der Personalsituation: Dieser Wert sank um 10 Punkte auf 50 Punkte. Den Teamspirit sieht man zwar auch im Middle Management als stärkste Kraft, allerdings ist auch dieser Wert um 6 Punkte auf 67 Punkte gesunken.

Redaktioneller Hinweis: Danke für Eure zahlreichen Antworten und Gedankenanstöße! Aufgrund des gewaltigen Feedbacks bei der offenen Frage konnten wir hier nur einen Bruchteil der Antworten, beziehungsweise aggregierte Aussagen wiedergeben. Wir lassen die restliche Antworten aber in die Schwerpunktsetzung unserer redaktionellen Arbeit einfließen. Außerdem freuen wir uns, wenn Ihr auch an der nächsten Befragung wieder teilnehmt. Für den Newsletter könnt Ihr euch unter diesem Link anmelden.

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