Zwei bekannte Productivity-Tools, deren Aktien in der Coronakrise abheben

Jede Krise hat ihre Gewinner, und somit auch die Coronakrise: Seitdem sich der Coronavirus in der westlichen Welt ausbreitet, sind die Aktien von Zoom und Slack stark gestiegen.
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Aktien von Zoom und Slack heben ab
(c) Adobe Stock / peshkova
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  • Es gibt zwei Unternehmen, deren Produktivitätslösungen wohl jeder aus der Startupszene kennt und deren Aktien an der Börse zuletzt Höhenflüge verzeichneten: Das Videokonferenzlösung Zoom und der die Businesschat-Software Slack.
  • Der Wert der Zoom-Aktie hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt.
  • Im Google Play Store nimmt Zoom derzeit den ersten Platz in den Charts der Productivity-Apps ein – vor Tools wie Microsoft Teams oder Skype for Business.
  • Die Slack-Aktie hat Mitte März eine ähnliche Bewegung durchgemacht wie viele andere Aktien: Es ging ordentlich bergab, und der Tiefpunkt wurde am Montag, 16. März, erreicht: Am besagten Tag verabschiedete sich die Aktie mit einem Kurs von 17,04 Dollar in den Feierabend – das war der schlechteste Wert seit dem Börsengang von Slack, ein Allzeittief. Seitdem ist der Wert aber um rund 50 Prozent gestiegen.
  • Obwohl sie ebenfalls mit Hangouts, Skype und Microsoft Teams ähnliche Lösungen im Angebot haben, konnten die Aktien von Alphabet und Microsoft keine derartigen Zuwächse verzeichnen. Sie mussten wie so viele andere Aktien auch im Lauf des Monats März ordentlich federn lassen und haben sich beide erste wieder geringfügig erholt.

In den meisten Krisen gibt es viele Verlierer und einige wenige Gewinner. Zu den letztgenannten gehören vor allem jene, die mit den richtigen Lösungen auf die Probleme der Wirtschaft und der Gesellschaft reagieren. Das ist auch in der aktuellen Coronakrise nicht anders, in der viele Mensche zu Home Office gezwungen werden, damit durch die Verringerung sozialer Kontakte die weitere Verbreitung des Virus eingedämmt wird. Hier gibt es zwei Unternehmen, deren Produktivitätslösungen wohl jeder aus der Startupszene kennt und deren Aktien an der Börse zuletzt Höhenflüge verzeichneten: Das Videokonferenzlösung Zoom und der die Businesschat-Software Slack.

Zoom: Das neue Corona-Lebensgefühl

Besonders stark ist dabei der Aktienkurs der Videoconferencing-Lösung Zoom gestiegen. Derzeit (Stand: 24. März, 16:43) notiert die Aktie bei rund 143 US-Dollar – das entspricht einem Plus von 110,57 Prozent seit Jahresanfang, das Investment der Zoom-Aktionäre hat sich seit Anfang Jänner also mehr als verdoppelt. Im nachfolgenden Aktienchart ist zu sehen, dass der Kurs vor allem seit der starken Verbreitung des Coronavirus in der westlichen Welt regelrecht durch die Decke ging. Andere Aktien hingegen haben Mitte März ordentlich Federn lassen müssen.

Zoom Aktie
(c) bankdirekt.at / Teletrader

Am Vortag war der Kurs mit 159,56 Dollar sogar noch höher gelegen: Es ist hier davon auszugehen, dass manche Investoren „Gewinnmitnahmen“ gemacht haben – sie haben also ihre Aktien verkauft und erfreuen sich nun am Cash.

+++Coronavirus: Daten und Updates+++

Zoom ist eine Videoconferencing-Lösung, bei der theoretisch hunderte Teilnehmer gleichzeitig miteinander videofonieren können. Das Geschäftsmodell läuft auf Freemium-Basis: In der kostenlosen Version ist ein Call auf die Dauer von 40 Minuten beschränkt – wer mehr will, muss bezahlen. Die Preise beginnen bei 13,99 Euro pro Monat und Moderator für kleine Teams und reichen bis zu 18,99 Euro pro Monat und Moderator für die Enterprise-Lösung. Im Google Play Store nimmt Zoom derzeit den ersten Platz in den Charts der Productivity-Apps ein – vor Tools wie Microsoft Teams oder Skype for Business.

Slack: Business-Chat in der Coronakrise

Die Slack-Aktie wiederum hat Mitte März eine ähnliche Bewegung durchgemacht wie viele andere Aktien: Es ging ordentlich bergab, und der Tiefpunkt wurde am Montag, 16. März, erreicht: Am besagten Tag verabschiedete sich die Aktie mit einem Kurs von 17,04 Dollar in den Feierabend – das war der schlechteste Wert seit dem Börsengang von Slack, ein Allzeittief.

Seitdem haben sich jedoch anscheinend die Investoren darauf besonnen, dass viele Remote-Worker nun wohl Slack nutzen, um aus dem Home Office miteinander zu kommunizieren: Nun, am 24.3. kurz vor 17 Uhr, liegt der Kurs bei rund 26 Dollar – also ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber dem Allzeitief von vor einer Woche.

Slack Aktie
(c) bankdirekt.at / Teletrader

Slack setzt auf Chatlösungen für Unternehmen – und ähnlich wie bei Zoom gibt es auch hier ein Freemium-Preismodell: In der Gratisversion hat man Zugriff auf die 10.000 letzten Nachrichten des Teams, es können bis zu zehn externe Apps wie Google Drive und Office 365 integriert werden. Wer mehr möchte, muss zahlen: Die Standardversion für kleine und mittelgroße Unternehmen gibt es ab 6,25 Euro pro User und Monat.

Spezialisierung oder Diversifizierung?

A propos Office und Drive: Obwohl sie ebenfalls mit Hangouts, Skype und Microsoft Teams ähnliche Lösungen im Angebot haben, konnten die Aktien von Alphabet und Microsoft keine derartigen Zuwächse verzeichnen. Sie mussten so wie viele andere Aktien auch im Lauf des Monats März ordentlich federn lassen und haben sich beide erste wieder geringfügig erholt.

Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass die beiden US-Konzerne nicht bloß  auf die Home Office-Lösungen setzen, sondern sich mit einem extrem breiten Produktportfolio präsentieren. Dadurch können sie zwar vom aktuellen Teleworking-Boom nicht so gut profitieren wie die beiden Spezialisten – in ruhigeren Zeiten können sie aber dafür mit manchen Geschäfstbereichen ausgleichen, wenn es in anderen nicht so gut läuft.

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die Redaktion

Rekord bei Patenten aus Österreich: Diese Bundesländer stechen heraus

2019 brachte einen Rekord bei Patenten aus Österreich. In der Coronakrise gab es aber vor allem im Bereich Marken einen deutlichen Rückgang.
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2019: Patent-Rekord in Österreich
(c) Österreichisches Patentamt/APA-Fotoservice/Reither: Patentamtspräsidentin Mariana Karepova

11.731 – weltweit kamen so viele Patentanmeldungen 2019 aus Österreich. Das bedeutet einen neuen Rekord. Bei den Anmeldungen direkt am Österreichischen Patentamt gelang so einer zwar nicht, aber Patentamtspräsidentin Mariana Karepova gibt sich zufrieden: „Im Österreichischen Patentamt hatten wir um sechs Prozent mehr Markenanmeldungen und eine stärkere Nachfrage nach Patent-Dienstleistungen als im Vorjahr. Unsere IP Academy hat fast 2000 Newcomern beigebracht, wie man geistiges Eigentum schützt“. Vergangenes Jahr habe man es zudem noch rechtzeitig vor der Krise geschafft, zu 100 Prozent digital verfügbar zu sein. „Das hat uns sehr geholfen, unser Angebot auch während des Lockdowns im vollen Umfang am Laufen zu halten“, so Karepova.

Patent-Anmeldungen: Lockdown wirkte sich vor allem auf Marken aus

Dennoch habe der Lockdown „Spuren hinterlassen“, meint die Patentamtspräsidentin: „Am stärksten haben die Markenanmeldungen reagiert: Sie sind im April und Mai gleich um 30 Prozent zurückgegangen. Kein Wunder, denn ein neues Logo kann nur schwer am Markt positioniert werden, wenn die Rollbalken der Geschäfte unten sind“.

+++ Coronavirus: Alle News, Daten und Hintergründe +++

Bei den Patenten seien vor allem private Einzelerfinderinnen und -Erfinder betroffen gewesen, die wohl aus Kostengründen mit dem Anmelden gezögert hätten, mutmaßt Karepova, „die Patentanmeldungen der Unternehmen sind bisher stabil geblieben: Erfindungen, die schon vor der Krise in der Pipeline waren, wurden zum Patent angemeldet. Wie sich die Wirtschaftskrise weiterhin auf Forschung, Entwicklung und Patente auswirkt, bleibt noch abzuwarten“.

Diese Bundesländer haben die meisten Erfinder

Deutliche Unterschiede gab es im Jahr 2019 (direkt am Patentamt) sowohl bei Erfindungen als auch bei Marken zwischen den Bundesländern. Bei ersteren führt ausgesprochen deutlich Oberösterreich mit 642 Erfindungsanmeldungen vor der Steiermark (463) und Wien (436). Die Statistik täuscht jedoch ein wenig. Denn die größte Anzahl an Erfindungen pro Kopf gibt es in Vorarlberg, das insgesamt auf 189 Erfindungen kommt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2724 Erfindungen beim Österreichischen Patentamt angemeldet. Deutlich anders ist das Bundesländer-Ranking bei Marken-Anmeldungen. Von insgesamt 6261 beim Patentamt angemeldeten Marken kamen mit 1852 mit großem Abstand die meisten aus Wien, gefolgt von Niederösterreich (866) und Oberösterreich (748).

AVL mit 169 Erfindungen Unternehmens-Spitzenreiter

Auch stechen statistisch einzelne Unternehmen heraus. Österreichischer Rankingführer ist zum wiederholten Male AVL (Steiermark) mit 169 zum Patent/Gebrauchsmuster angemeldeten Erfindungen, gefolgt von Julius Blum (Vorarlberg) und Engel (Oberösterreich). Bei AVL stehen Technologien zur CO2-Reduktion im Verkehrsbereich im Fokus. „Zur Erreichung der Klimaziele hat AVL in den letzten drei Jahren nahezu 100 Erstanmeldungen allein mit Schwerpunkt Wasserstoff und Brennstoffzellen eingereicht“, so Helmut List, CEO AVL. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler kommentiert in diesem Zusammenhang: „Gerade die vielen Patentanmeldungen aus dem Bereich Klimaschutz zeigen: In diesem Feld gehören wir europaweit zu den Besten. Das ist wichtig, denn Innovation und Erfindungen werden im Kampf gegen die Klimakrise eine wichtige Rolle spielen“.

⇒ Der gesamte Jahresbericht des Patentamts

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07.08.2020

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