Schramböck: „Coronavirus hat uns in digitale Zukunft gebeamt“

Im brutkasten-Talk erklärt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, dass es ihr besonders wichtig ist, Startups sehr schnell und unkompliziert zu helfen und wie der Digitalisierungs-Boost durch Corona genutzt werden soll, um Österreich in eine noch bessere Zukunft zu führen.
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Ministerin Margarete Schramböck
Ministerin Margarete Schramböck. (c) der brutkasten
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  • Es ist eine beachtliche Statistik, die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im brutkasten-Talk präsentiert.
  • In kürzester Zeit wurden im Rahmen des Covid-Startup-Hilfsfonds, bei dem private Investments verdoppelt werden, bislang 37 Investments mit insgesamt rund acht Millionen Euro bezuschusst, die auch bereits ausgezahlt wurden.
  • 47 Anträge mit einem Volumen von insgesamt rund zehn Millionen Euro sind bislang insgesamt beim mit der Hilfsmaßnahme betrauten aws eingegangen.
  • „Wir haben der Branche gut zugehört und ein Instrument geschaffen, das sehr einfach handzuhaben ist“, sagt die Ministerin.
  • Und sie betont: „Mein Team ist sehr stark dran, dass das rasch geht“.
  • Zudem sprach die Ministerin über einen neuen Bonus für die Lehrlingsausbildung und ihre neue Sektionschefin für Digitalisierung.

Es ist eine beachtliche Statistik, die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im brutkasten-Talk präsentiert. In kürzester Zeit wurden im Rahmen des Covid-Startup-Hilfsfonds, bei dem private Investments verdoppelt werden, bislang 37 Investments mit insgesamt rund acht Millionen Euro bezuschusst, die auch bereits ausgezahlt wurden. 47 Anträge mit einem Volumen von insgesamt rund zehn Millionen Euro sind bislang insgesamt beim mit der Hilfsmaßnahme betrauten aws eingegangen. „Wir haben der Branche gut zugehört und ein Instrument geschaffen, das sehr einfach handzuhaben ist“, sagt die Ministerin. Und sie betont: „Mein Team ist sehr stark dran, dass das rasch geht“.

+++ Corona, Innovation und Wirtschaft +++

Margarete Schramböck im aktuellen brutkasten-Talk:

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Talk mit aktuellen Zahlen zum Covid-19 Startup Fonds

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Talk mit aktuellen Zahlen zum Covid-19 Startup Fonds, über die Hintergründe des beschlossenen Sonderbonus für die Lehrlingsausbildung und die Aufgabenbereiche und Schwerpunkte der neuen Sektionschefin für die Digitalisierung in ihrem Ministerium.

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 3. Juni 2020

Covid-Startup-Hilfsfonds: Auch viele GreenTech-Einreichungen

Sie habe sich auch selbst die verschiedenen Einreichungen angeschaut und dabei festgestellt, dass 19 Anträge aus dem Bereich „Software und Telekommunikation“, je vier aus den Bereichen „Life Science“ und „Energie“, neun aus dem Bereich „B2B / sonstige Dienstleistungen“ und elf aus dem Bereich „B2C / sonstige Dienstleistungen“ eingegangen sind, erzählt Schramböck, „wir haben also eine große Bandbreite“. Das EduTech-Startup Schoolfox könne sie explizit nennen, es gebe „aber auch ganz viele andere, etwa aus dem GreenTech-Bereich“.

Schramböck: „Wollen Startups so unter die Arme greifen, dass sie stärker aus der Krise hervorgehen“

Im Durchschnitt habe die Bezuschussung bislang 220.000 Euro betragen. Es sei aber auch ein Millioneninvestment unter den den Einreichungen gewesen (Anm. es wird mit maximal 800.000 Euro gefördert). „Wir wollen gerade in dieser Phase den Startups so unter die Arme greifen, dass sie vielleicht sogar stärker aus der Krise hervorgehen“, sagt die Ministerin. Und die insgesamt 150 Millionen Euro für Startup-Maßnahmen, darunter 50 Millionen für den Covid-Startup-Hilfsfonds kommen on-top zu den regulären Fördermöglichkeiten hinzu, die weiterlaufen, wie Schramböck betont: „Das ist Extra-Geld, das wir für die Startups in der Covid-Krise zusätzlich zu Verfügung stellen“. Auflockern könne man die Kriterien leider nicht weiter – „das bleibt jetzt auch so“, meint Schramböck, „wir sind hier soweit gegangen, wie wir dürfen, innerhalb der EU-Richtlinien“.

Von neuem Bonus für Lehrlinge profitieren auch Startups

Eine neue Maßnahme, von der alle Unternehmen und somit auch Startup profitieren können, ist ein Bonus für die Lehrlingsausbildung. Dabei handelt es sich um eine Unterstützung von 2000 Euro für Lehrlinge im ersten Lehrjahr. „Wenn ein Lehrling im September beginnt, werden damit die Kosten in diesem Jahr übernommen“, erklärt Schramböck. Konkret muss der Lehrlingsvertrag zwischen 16. März und 31. Oktober 2020 unterzeichnet worden sein bzw. werden, der Lehrling muss zudem innerhalb dieses Jahrs die Lehre beginnen. Wenn man einen Lehrling aus der „überbetrieblichen Lehrlingsausbildung“ aufnimmt, dauert die Frist sogar bis 31. März 2021. 1000 Euro werden dabei sofort ausgezahlt, weiterer 1000 nach einer dreimonatigen Probefrist. „Wer einen Lehrling nicht behält, muss den ersten Tausender zurückzahlen. Ist eh klar, wir wollen keinen Missbrauch“, sagt die Ministerin. Sie gibt auch einen Ausblick: Man wolle auch wieder weitere neue Lehrberufe schaffen.

Neue Sektionschefin: „Maria Ulmer ist eine ganz tolle Frau“

Zur neuen Sektionschefin für Digitalisierung im Wirtschaftsministerium sagt Schramböck: „Maria Ulmer ist eine ganz tolle Frau, die den Job sehr gut machen wird“. Sie soll als Frau auch „ein Rolemodel sein, dass in Österreich diese Möglichkeiten bestehen“. Ihre Schwerpunkte werden in den Bereichen Digitalisierung der Verwaltung, digitale Kommunikation und weitere Hilfe für Betriebe im Bereich Digitalisierung liegen.

Schramböck: „Es haben mir Jahre lang Leute gesagt: ‚das geht nicht'“

Auf die Frage, ob man einige nun gesetzte Digitalisierungsschritte im öffentlichen Bereich auch nach Coronakrise beibehalten werde, sagt die Ministerin: „Absolut! Es haben mir Jahre lang in unterschiedlichen Positionen Leute gesagt: ‚das geht nicht‘ und jetzt hat uns der Coronavirus in diese digitale Zukunft gebeamt“. Bund Länder und Gemeinden seien nun bereit dazu, weitere Schritte zu setzen. „Da fließt vieles davon hinein, was wir jetzt gemeinsam erlebt haben“

⇒ Zur Page des Ministeriums

Redaktionstipps

die Redaktion

5 Millionen Euro Series A für türkische Tarfin unter Beteiligung von Elevator Ventures

Elevator Ventures beteiligt sich an einer fünf Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde des türkischen Startups Tarfin.
/tarfin-elevator-ventures/
(c) Adobe Stock / Bilal

Tarfin, ein in Istanbul ansässige Anbieter von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln für Landwirte mit neuen Zahlungsbedingungen, hat Serie A-Investitionsrunde über 5 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Risikokapitalgesellschaft der Raiffeisen Bank International, Elevator Ventures, beteiligt sich an dieser Runde, die vom globalen Fintech-Fonds Quona Capital angeführt wird, zusammen mit Syngenta Ventures, dem Risikokapitalfonds von Syngenta, einem Hersteller landwirtschaftlicher Betriebsmittel, sowie den Saatgutinvestoren Collective Spark Fund und Wamda von Tarfin.

Wofür Tarfin das Investment verwenden wird

Tarfin wird die neuen Mittel für weitere Investitionen in seine Datenanalyse und mobile Technologie nutzen, um mehr Landwirte in der Türkei und in den angrenzenden Regionen zu erreichen.

Der Hintergrund: Landwirte in vielen Schwellenländern haben aufgrund von Betriebskapitalbeschränkungen Schwierigkeiten beim Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln. Mit seinen firmeneigenen Risikobewertungsmodellen und seinem ausgedehnten Einzelhandelsnetz bietet Tarfin den Landwirten Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln mit erweiterten Zahlungsbedingungen.

Die mobile Anwendung von Tarfin bietet Landwirten eine Lösung aus, mit der sie die Preise an den Einzelhandelsstandorten von Tarfin vergleichen und ihre Einkäufe mit der von ihnen bevorzugten Finanzierungsmethode sofort abschließen können. Seit seiner Gründung hat Tarfin über 12.000 Landwirten geholfen, ihre Düngemittel, Saatgut und Chemikalien während der Saison zu kaufen und nach der Ernte zu bezahlen.

Corona zeigt Rolle der Landwirtschaft

„Die Pandemie hat wieder einmal die Bedeutung der Landwirtschaft gezeigt. Wir haben es uns immer zur Aufgabe gemacht, die Kontinuität der Nahrungsmittelproduktion mit neuen technologiebasierten Lösungen zu unterstützen“, sagte Mehmet Memecan, der Gründer und CEO von Tarfin: „Wir freuen uns über die Unterstützung von Weltklasse-Investoren, die unser Wachstum fördern.“

Maximilian Schausberger, Geschäftsführer von Elevator Ventures, sagte: „Wir waren beeindruckt, wie leicht Landwirte über Tarfin Zugang zu Finanzmitteln erhalten. Wir sehen ein großes Marktpotenzial in anderen Ländern für die nahtlose Integration des Finanzierungsprozesses von Tarfin in den Produktionszyklus der Landwirte“.

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