Roboter von Startups erledigen in diesem Sommer die Feldarbeit

Das AIL hat sechs Roboter ausgewählt, die im Rahmen der Robotics Challenge 2019 einen nachhaltigen Nutzen für die Landwirtschaft stiften sollen. Sie helfen zum Beispiel bei der Unkrautbekämpfung und bei der Ernte.
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Roboter Landwirtschaft
"Robotti" hilft bei Aussaat, Düngung, Unkrautregulierung und Ernte. (c) Georges Schneider
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Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

„Infolge der immer raueren Bedingungen für die Landwirtschaft – nicht zuletzt infolge des Klimawandels – sehen wir es als wichtige Dienstleistung des Lagerhaus-Verbunds, nach immer innovativeren Agrar-Lösungen zu suchen“, sagt Christoph Metzker, RWA-Bereichsleiter und Beiratsvorsitzender des Agro Innovation Labs: „Es geht darum, das bäuerliche Arbeiten moderner, effizienter und attraktiver zu gestalten. Gerade die Robotik bietet sehr interessante Einsatzgebiete gerade auch für die heimische Landwirtschaft und hat das Potential, diese zukünftig zu revolutionieren.“

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Die RWA Raiffeisen Ware Austria AG ist das Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen der Lagerhausgenossenschaften in Österreich., zu der wiederum 90 eigenständigen und regionalen Genossenschaften im Eigentum bäuerlicher Mitglieder mit mehr als 1.000 Standorten und rund 12.000 Mitarbeitern gehören. Gemeinsam mit der BayWa AG hat die RWA eine Innovationsplattform namens Agro Innovation Lab GmbH (AIL) ins Leben gerufen, mit der Innovationen für die Landwirtschaft zugänglich gemacht werden.

(c) Georges Schneider

In den vergangenen drei Jahren wurden dadurch bereits 650 Startups aus 60 Ländern beim Markteintritt unterstützt. Dieses Jahr liegt der Fokus auf einer weiteren zukunftsträchtigen Technologie: Robotik.

Robotics Challenge 2019 für Roboter in der Landwirtschaft

Im Zuge dieser Herangehensweise wurde auch die Robotics Challenge 2019“ ins Leben gerufen, bei der das AIL die besten Agrar-Roboter sucht. In einem ersten Kick-off Ende Juni wurden dabei sechs Roboter identifiziert, die von Startups entwickelt wurden, bereits funktionsfähige Prototypen entwickelt haben und das Potenzial besitzen, die Landwirtschaft nachhaltig zu verändern.

Besonders für die autonome Unkrautregulierung, sowie für die Obst- und Gemüseernte sieht man beim AIL Potenzial. Die sechs ausgewählten Finalisten aus insgesamt 34 Einreichungen sind konkret:

  • Agrointelli, Dänemark / „Robotti“: Entwicklung eines autonomen und vielseitig einsetzbaren Geräteträgers, an dem Maschinen zur Aussaat, Düngung, Unkrautregulierung und Ernte angebracht werden können. Damit bietet dieser Roboter Einsatzmöglichkeiten sowohl im Acker- als auch Gemüsebau.
  • Cerescon, Niederlande / „Sparter“: Entwicklung eines Roboters für die Ernte von weißem Spargel. Der an einem Traktor angehängte Roboter erkennt mittels Sensoren den reifen Spargel an der Oberfläche. Der Spargel wird nach Erreichen einer entsprechenden Mindestgröße vom Roboter eigenständig geerntet, wobei jeweils zwei bis drei Reihen parallel bearbeitet werden können.
  • Deepfield Robotics, Deutschland: Entwicklung von Robotern, die Unkraut in Reihenkulturen autonom regulieren. Mittels Zugriff auf 4,3 Millionen aufgenommene Bilder können die Roboter zwischen 35 verschiedenen Pflanzengattungen unterscheiden.
  • Mascor / FH Aachen, Deutschland / „Etarob“: Entwicklung eines Roboters zur selektiven Unkrautregulierung auf Grundlage von elektro-physikalischen Prinzipien, der bei jeglichen Wetterbedingungen und bei Nacht eingesetzt werden kann. Dieser kann bei Reihenkulturen bzw. im Gemüseanbau zwischen den Reihen eingesetzt werden. Weiterentwicklungen fokussieren auf eine selektive Düngung sowie speziell die Ernte von Eisbergsalat und Kartoffeln.
  • Saga Robotics, Norwegen: Entwicklung von modularen Robotern zur UV-Behandlung gegen Mehltau sowie zur autonomen Ernte von Erdbeeren. Diese eignen sich zum Einsatz in Glas- und Folienhäusern sowie in Obstgärten und Ackerflächen.
  • Tensorfield, USA / Hongkong: Entwicklung von autonomen Robotern zur thermalen Unkrautregulierung in Reihenkulturen mittels Einsatz von erhitztem Raps-Öl in Lebensmittelqualität. Entwicklung der visuellen Erkennung an Gemüsepflanzen sowie Spezialisierung auf Spinat und Römersalat.

Feldarbeit im Sommer, Finale im September

Im Laufe des Sommers nehmen die Unternehmen an so genannten Challenge Weeks und Feldversuchen teil, die in Österreich, Deutschland und zum Teil an den Standorten der Teilnehmer stattfinden. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem AIL werden die Roboter intensiv geprüft, technisch angepasst und deren Marktpräsenz unterstützt, beziehungsweise in einem nächsten Schritt deren Markteinführung vorbereitet.

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Mitte September werden schließlich im Rahmen der Robotics Challenge Finals die Wettbewerbs-Gewinner verkündet. AIL-Geschäftsführer David Saad sieht jedenfalls schon jetzt viel Potenzial in der Robotik. „Die Teilnehmer der AIL Robotics Challenge zeigen deutlich, dass die Robotik in bestimmten Teilbereichen der Landwirtschaft bereits sehr weit ist“, sagt er: „Es ist Zeit, sich auch hierzulande mit dieser Entwicklung und deren Einsatzgebieten auseinanderzusetzen, um frühzeitig zu partizipieren.“ Aus diesem Grund habe man sich bewusst für die Förderung dieses Innovationsfelds entschieden und freue sich bereits auf die Ergebnisse der Challenge.“

Redaktionstipps

die Redaktion

Druckster druckt jetzt auch in Graz, Linz und Innsbruck gratis Skripten

Das Startup Druckster aus Wien ermöglicht es Studierenden, gratis Skripten und andere Lernunterlagen zu drucken. Nun expandiert der Service.
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Druckster
Mit dem Service von Druckster können Studierende gratis Skripten drucken. (c) Druckster

Webinare und andere Aspekte des E-Learning mögen gerade in Zeiten des Corona-Lockdown einen Boom erlebt haben – wer aber selber studiert hat, der weiß: Oft geht es mit einem ausgedruckten Skriptum doch am Besten. Und genau hier setzt das 2018 in Wien gegründete Startup Druckster an: Studierende können hier ihre Skripten und andere Lernunterlagen gratis drucken, finanziert wird dies durch relevante Jobangebote. Bereits zu Beginn fand die Idee großen Anklang. Am ersten Tag nach dem Launch meldeten sich schon über 1.000 Studierende an. Damals war Druckster in Wien mit zwei Abholstationen vertreten.

Druckster in Wien, Linz, Graz und Innsbruck

Seit der Gründung schreitet die Expansion voran. Mittlerweile gibt es in Wien zehn Abholstationen, die meisten nahe der Uni Wien, WU und TU. Auch österreichweit wächst das Startup. Die Testphase für Abholstationen in Linz, Graz und Innsbruck begann im Herbst 2019, nun macht der Skripten-Druckservice des nächsten Schritt.

Graz liegt dabei im Fokus: Mit knapp 60.000 Studierenden ist die Universitätsstadt ein attraktiver Wachstumsmarkt. „Besonders aufgrund der TU blicken wir gespannt nach Graz“, sagt Stefan Salcher, Co-Founder und Geschäftsführer von Druckster: „Beim Großteil unserer Unternehmenskunden stehen Studierende aus technischen Studiengängen nämlich hoch im Kurs.“

Druckster-Wachstum ohne Investoren

Dabei lief die gesamte Expansion bis jetzt ohne größeren Kapitaleinsatz: Das Unternehmen ist bisher vollständig gebootstrappt, also komplett eigenfinanziert und damit ohne Investoren an Bord. Die österreichweite Expansion läuft somit – ähnlich wie das Wachstum in Wien – primär über Mundpropaganda.

AIESEC, uniforce und WU Career Center als Partner

Kooperationen mit einigen Studentenorganisationen (unter anderem mit AIESEC und uniforce) helfen darüber hinaus, die Zielgruppe zu erreichen.Ebenso besteht eine Kooperation mit dem WU Career Center. So wird einerseits direkt im Bibliotheksgebäude der WU Wien ein Druckstandort betrieben und andererseits auch der Kontakt zu relevanten Unternehmenskunden gestärkt.

Post als Partner – auch im Corona-Lockdown

Außerdem zählen große Unternehmen wie die Österreichische Post zu den strategischen Partnern von Druckster. „Ob im Vertrieb, in der Bereitstellung unserer Services oder beim Thema Wachstum – in all diesen Punkten ist es uns wichtig, Synergien zu nutzen. Da die Postfilialen zum Beispiel auch während des Lockdowns verfügbar waren, konnten wir in 5 Filialen österreichweit Studierende durchgehend mit Lernunterlagen versorgen. Und auch die rasche Skalierung unseres Versandservices war so möglich“, berichtet Stefan Salcher.

Mehre Millionen Skripten-Seiten gedruckt

Die Zahl der pro Monat ausgedruckten Unterlagen hat sich zwischen Anfang 2019 und Anfang 2020 somit mehr als vervierfacht. Mittlerweile laufen pro Semester mehrere Millionen Seiten über Druckster – und das CO2-neutral, wie das Unternehmen betont. Dann kam die Corona-Krise, die für Druckster vor allem schnelle Innovationen notwendig machte, um sicherzustellen, dass die Lernunterlagen weiter die Studierenden erreichten. So führte Druckster bereits im März kontaktlose Abholstationen ein, der österreichweite Versandservice für ausgedruckte Unterlagen folgte wenige Tage später.

Mit gedruckten Skripten gegen „Screen Fatigue“

Gerade in Zeiten von Distance-Learning ist es dem jungen Unternehmen wichtig, Studierenden den Zugang zu physischen Lernunterlagen zu ermöglichen. „Das Phänomen Screen Fatigue ist für viele Studierende durch die Corona Krise noch verstärkt worden. Mehrere Stunden täglich vor dem Bildschirm zu verbringen, hat nicht nur auf die Aufmerksamkeit negative Auswirkungen. Gerade deshalb ist es uns wichtig, eine haptische und effektivere Alternative zu bieten“, betont Stefan Salcher.

Employer Branding von pwc, Strabag und tpa

Seitens der B2B Kunden ist auch Bewegung zu beobachten. Der Website des Startups ist zu entnehmen, dass namhafte Unternehmen, wie pwc, Strabag oder tpa bereits die Dienste des jungen Startups in Anspruch nehmen.

Laut Stefan Salcher liegt der Fokus der Werbepartner zunehmend auf Employer Branding. Druckster biete für Unternehmen eine Möglichkeit, die Zielgruppe der Studierenden zu erreichen. Gleichzeitig präferieren Studierende die in den Unterlagen platzieren Karrieremöglichkeiten gegenüber klassischer Werbung, heißt es seitens Druckster mit Verweis auf eine unter den eigenen Usern durchgeführten Umfrage: Laut dieser wünschen sich 41 Prozent sogar noch mehr Informationen über Karrieremöglichkeiten in den Skripten.

Druckster plant internationale Expansion

Und wie geht es jetzt weiter? „Der Fokus liegt derweil auf der Akquise neuer Werbepartner“, sagt Stefan Salcher. Langfristig fasse man aber auch eine internationale Expansion ins Auge: „Teststandorte in Frankreich und Serbien versorgen bereits unsere ersten internationalen Beta-User mit kostenlosen Lernunterlagen.“

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