Bestseller-Autor Robert Kiyosaki gibt Tipps zum Thema Geld

Warum bereits Studenten zehn Prozent ihrer Einnahmen investieren sollten, oder was man in Sachen Geld von Spitzensportlern lernen kann. Robert Kiyosaki, Autor des millionenfach-verkauften Bestsellers "Rich Dad Poor Dad", gibt Tipps zum Thema Geld und worauf man sich künftig bei Investments einstellen sollte.
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Alexander Oberenzer (li) und Robert Kiyosaki
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„Die USA können China innerhalb von fünf Jahren in der Textilproduktion überholen. China punktet auf diesem Markt mit Manpower und billigen Arbeitskräften. In den USA werden diese Aufgaben künftig von noch günstigeren Robotern übernommen werden“ meint US-Bestseller-Autor Robert Kiyosaki.

Arbeitslosigkeit wird steigen

Alexander Oberenzer (li) und Robert Kiyosaki
Alexander Oberenzer (li) und Robert Kiyosaki

Geht es nach ihm, stehen der Welt noch weit größere Veränderungen bevor, als jene in der Textilproduktion in den USA beziehungsweise in China. Nicht nur, dass Google selbstfahrende Autos testet – in den USA werden auch Roboter entwickelt, die Operationen weit präziser als Chirurgen durchführen sollen. Das könnte allein in Österreich zehntausende Jobs kosten. „Früher versprach eine gute Ausbildung gute Jobchancen – das gilt heute nur noch bedingt“, meint Kiyosaki.


Der gebürtige Hawaiianer Robert Kiyosaki schrieb bisher 18 Bücher, von denen weltweit mehr 26 Millionen Stück verkauft wurden. Das bekannteste davon ist „Rich Dad Poor Dad“. Im Jahr 2001 schaffte er es mit drei Titeln gleichzeitig in die TOP-10-Bestsellerliste des „Wall Street Journals“.


5 Tipps rund um das Thema Geld

Der österreichische Finanzplaner und Blogautor Alexander Oberenzer hat sich mit Robert Kiyosaki über Investments und das Thema Geld unterhalten. Anhand der folgenden Tipps erklärte Kiyosaki, was es künftig bedarf, um finanziellen Erfolg zu haben.

1. In „financial education“ investieren

Kiyosaki beschreibt in seinem Buch „Cashflow Quadrant“ vier Typen von Menschen.

  • den Angestellten
  • den Selbstständigen
  • den Unternehmer
  • den Investor

Menschen müssen lernen, in der Karriereplanung unternehmerischer zu denken. Er rät beispielsweise Angestellten, sich ein zweites Standbein aufzubauen – egal, ob als FH-Lektor, beim Entwerfen eines E-Books oder mit einem Immobilien-Investment. Bildung im Bereich Finanzen sei das Um und Auf, um den Umgang mit Geld oder Investments zu verbessern.

Mehr zum Thema – Manuel Bruschi: Eine Million müssen wir schon aufstellen

2. Geld in Gewinn umwandeln

Die persönliche Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sollte sitzen. Das Ziel muss sein, dass jedes Monat ein Plus überbleibt, welches Monat für Monat in etwaige Vermögenswerte (Aktien, Immobilien, Beteiligungen, Rohstoffe, etc.) umgewandelt werden kann.

Investitionsquoten-Tabelle entwickelt:

tabelle
(c) Alexander Oberenzer

3. Scheitern ist Teil der Ausbildung

Robert Kiyosaki war als junger Mann Hubschrauberpilot in Vietnam. In der Ausbilung lernte er, im Notfall den Steuerknüppel nach vorne zu reißen, damit die Autorotation des Propellers einsetzt. In einem Schussgefecht rettete er dadurch 20 Soldaten das Leben. Menschen würden schon in der Schule darauf konditioniert, keine Fehler zu machen. Kiyosaki meint aber: „Mache Fehler und beginne früh zu investieren. Scheitern bei geringen Summen, führt zu geringem Verlust aber einer steilen Lernkurve.“

Redaktionstipps

4. Freiheit bedeutet Disziplin

Das Ziel von „finanziell intelligenten Menschen“ ist die Unabhängigkeit. Diese Freiheit bedarf allerdings einer gewissen Disziplin. Das heißt, Ausgaben konsequent niedrig zu halten und sich Luxus nur punktuell zu leisten. Den sprichwörtlichen ersten Porsche soll man sich dann leisten, wenn man diesen nicht mehr aus der Vermögenssubstanz, sondern aus den passiven Erträgen finanzieren kann.

5. „Having no plan, is planing failure“

Große Teile der Bevölkerung haben sich nie wirklich Gedanken über ihre Ziele gemacht. Aussagen wie „Es wäre schön, keine finanziellen Sorgen zu haben“ sind oft das beste denkbare Szenario. Das Problem sei laut Kiyosaki, dass es sich dabei um nette Vorsätze bzw Fanatsien handle, die nie in Erfüllung gehen werden/können. Oberenzer hat anhand der Empfehlungen von Kiyosaki eine Zielerreichungskette aufgestellt:

  1. Ziel identifizieren: „Was will ich eigentlich erreichen?“
  2. Zeitlichen Horizont definieren: „Bis wann möchte ich mein Ziel erreicht haben?“
  3. Dokumentation: Ziel samt Zeitpunkt niederschreiben
  4. Entscheidung & Commitment: „Komme was wolle, ich ziehe das durch!“
  5. Zielerreichungsplan: „Welche Teilziele muss ich bis wann umgesetzt haben, um das Gesamtziel nach Plan zu erreichen?“

„Es wäre schön, keine finanziellen Sorgen zu haben“ – ein Vorsatz, der meist nichts wird.

Die Erfolgstriade – von Leistungssportlern lernen

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Aus dem Leistungssport lassen sich drei Elemente ableiten, die jeder erfolgreichere Profisportler beherzigen muss. Jedem fehlt es früher oder später einmal an Motivation. Die Erfolgstriade soll dabei helfen, die Ziele nicht aus dem Fokus zu verlieren.

Die Trainingsgruppe hilft dem Sportler, sich täglich zu messen, zu vergleichen und lernen zu können. Anhand seines Trainingsplans sieht er, ob er auf Kurs ist. Sein Trainer holt ihn aus Motivationslöchern heraus und zeigt ihm seine blinden Flecken auf, damit er sich weiterentwickeln kann.

„Die Arbeitslosigkeit wird steigen, da die Arbeit von Robotern übernommen werden wird.“

Die Triade im „realen Leben“

Auch im realen Leben kann man sich an dieser Triade orientieren. Kiyosaki hat im Bereich „financial education“ ein Spiel namens „Cashflow“ erfunden. In Kombination damit hat er weltweit „Cashflow-Clubs“ (gibt es auch in Wien) gegründet, die als Finanz-Trainingsgruppe agieren sollen. Hier kann die eigene „finanzielle Intelligenz“ spielerisch und im Vergleich mit anderen gemessen werden. Der Trainingsplan sollte der eigene Finanzplan sein. Trainer ist im beruflichen Bereich ein Mentor oder Coach und im Finanzbereich ein guter Finanzplaner.

Mehr zum Thema: www.finanzielle-intelligenz.at – hier sind auch die Cashflow-Spiele Abende angeführt.

Alexander Oberenzer

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Stefan Mey

Kaffeetschi aus Wien startet Crowdfunding zum Tag des Kaffees

Das Kaffee-Startup Kaffeetschi hat viel erlebt in letzter Zeit. Darunter ein Investment von Ophelie Guillermand, ein holpriger Deutschland-Start und eine Expansion in das Land der Teetrinker. Am Tag des Kaffees startet außerdem ein Crowdfunding.
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Die Kaffeetschi-Founder starten ein Crowdfunding zum Tag des Kaffees am 1. Oktober
Die Kaffeetschi-Founder starten ein Crowdfunding zum Tag des Kaffees am 1. Oktober. (c) Kaffeetschi

Die jüngsten Ereignisse rund um das Wiener Cold-Bew-Startup Kaffeetschi sind – pun intended – alles andere als kalter Kaffee. Das Team rund um Gründer Amar Cavic hat eine turbulente Reise hinter sich und plant ebenso spannende kommende Wochen. Dabei geht es um mehrmalige Anläufe bis zum finalen Deutschland-Start, neue Produkte, ein Crowdfunding (welches am 1.10., dem Internationalen Tag des Kaffees, startet) und ein Investment, an dem unter anderem das französische Supermodel Ophelie Guillermand beteiligt ist.

Ophelie Guillermand investiert in Kaffeetschi

(c) Thiemo Sander/ Magazine Madame Figaro

Aber eins nach dem anderen. Im Gespräch mit dem brutkasten bestätigt Amar Cavic ein Investment in Höhe von insgesamt 450.000 Euro, an dem neben einer mit dem Team befreundeten Immobilien-Unternehmerin auch das französische Supermodel Ophelie Guillermand beteiligt ist. Auch im Fall von Ophelie Guillermand handelt es sich um die Bekannte eines Gesellschafters von Kaffeetschi. „Außerdem ist sie Fan unseres Produkts“, sagt Cavic.

Das trifft sich auch insofern gut, weil Kaffetschi für kommendes Jahr eine Expansion nach Frankreich plant. Und in ihrem Heimatland hat Ophelie Guillermand einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad als in Österreich. Zwar gibt es gewisse Einschränkungen bezüglich der Möglichkeiten, wie Kaffeetschi das Model in das eigene Marketing integrieren kann, da Ophelie Guillermand bei einer Modelagentur unter Vertrag steht – doch an PR-Aktionen, Events und Social Media-Aktionen von Kaffeetschi kann sie sich beteiligen.

Deutschland, Land der Dosen

Überhaupt: Mit Restriktionen hat das Kaffeetschi-Team inzwischen ausreichend Erfahrungen gemacht. Nämlich bei der Expansion nach Deutschland. Denn im Gegensatz zum Kaffeetschi-System arbeiten in Deutschland nur wenige Retailer mit Einwegflaschen, die meisten setzen auf Mehrwegflaschen oder auf Dosen. Und jetzt wird die Geschichte ein wenig technisch.

Cavic testete, ob die Kaffeetschi-Flaschen von den Pfandflaschen-Rücknahme-Scannern der Supermärkte überhaupt erkannt werden – und stellte leider fest, dass dem nicht so ist. Dies könnte man zwar einprogrammieren lassen. „Das kostet aber eine halbe Million Euro“, sagt Cavic. Also doch lieber nicht. Plan B: Andere Flaschen auswählen, die den Scannner-Test der Supermärkte bestehen. Doch auch hier gab es Probleme, es kam zu Engpässen in der Produktion, die Bestellung der Kaffeetschi-Flaschen wurde immer weiter nach hinten gereiht.

Anfang 2020 fiel schließlich die Entscheidung: Kaffeetschi kommt in die Dose. Denn diese ist in Deutschland akzeptiert und die Verwendung gut geregelt, durch den Dosenpfand ist die Recycling-Quote recht hoch. In Österreich soll Kaffetschi dann neben der Flasche ebenfalls in der Dose verfügbar sein. Der Marktstart in Deutschland soll, so wie in Frankreich, im kommenden Jahr erfolgen.

Engländer trinken Tee? Das ist ein Klischee.

Somit ist Kaffeetschi ab 2021 neben dem Heimatmarkt Österreich auch in Frankreich, Deutschland und Großbritannien verfügbar, wo Kaffetschi im Corona-Jahr 2020 den Marktstart wagte. Moment mal… Großbritannien? Wo nicht Kaffee, sondern Tee das Nationalgetränk ist?

„Im Vereinigten Königreich ist der Konsum von Eiskaffee im Jahresvergleich um 25 Prozent gewachsen, sie haben Österreich mittlerweile überholt“, sagt Cavic: „Die Kategorie explodiert dort förmlich, da wollten wir mitmischen.“

Derzeit ist Kaffeetschi in 30 bis 40 Läden innerhalb des Vereinigten Königreichs erhältlich, davon die meisten in London – eine Stadt, in der knapp neun Millionen Menschen leben, also mehr als in ganz Österreich. Treiber des Eiskaffee-Booms dürften derzeit vor allem die Londoner Hipster sein, nächstes Jahr will Cavic das Thema aber auch im Mainstream positionieren.

Crowdfunding am Tag des Kaffees

Doch bevor das passiert, sollten wir abschließend nochmal über das Thema Dosen sprechen. Denn um selbige zu produzieren, hat das Kaffeetschi-Team ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Start ist am 1. Oktober, zum Internationalen Tag des Kaffees. „Wir brauchen eine gewisse Mindestbestellmenge, um die erste Charge zu produzieren“, sagt Cavic. Das Crowdfunding dient somit unter anderem auch dem Vorverkauf der ersten Produkte. Außerdem gibt es einige nette Giveaways für Kaffeeliebhaber zu ergattern – wie etwa ein Probetag in einer Kaffeerösterei.

Das Projekt kann bei Startnext unter diesem Link unterstützt werden. Einen erfrischenden Einblick in das Projekt bietet schließlich das nachfolgende Video, welches die Kampagne, das Produkt und das Team näher beleuchtet.

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