Refurbed: 2 Mio. Euro Seed-Investment u.a. von Skype-Gründer-VC

Das Wiener Marktplatz-Startup Refurbed sichert sich ein Seed-Investment über zwei Millionen Euro. Beteiligt sind unter anderem die Russische Investmentgesellschaft Inventure Partners und die Londoner Atomico des Skype-Gründers Niklas Zennström über ein neues Programm.
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Refurbed: Die Co-Founder Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl
(c) Refurbed: Die Co-Founder Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl
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Mit der russischen Inventure Partners und dem in London ansässigen Atomico Angel Program, vom VC Atomico, initiiert von Skype-Gründer Niklas Zennström, konnte sich das Wiener Startup Refurbed zwei der größten VCs Europas als Kapitalgeber sichern. Zwei Millionen Euro investierten diese nun in einer Seed-Runde gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Klaus Hofbauer, Speedinvest, Startup300 und Johannes Cech. Das Wiener Marktplatz-Startup bietet reparierte Markengeräte von Küchengeräten bis iPhones deutlich unter Neupreis an.

+++ Peter Windischhofer und Kilian Kaminski unter Forbes “30 under 30 Europe” +++

Jahresumsatz verzehnfacht

„Die 2 Millionen Euro zählen zu den größten Seed-Investments, die es in Österreich bisher gab. Das Investment hilft uns, unsere Marktposition weiter zu stärken und das Produkt weiterzuentwickeln“, sagt Co-Founder Peter Windischhofer in einem ersten Statement. Das Startup hatte nach eigenen Angaben bisher mehr als 30.000 Kunden. Der Umsatz habe sich zuletzt innerhalb eines Jahres verzehnfacht, heißt es von Refurbed. Derzeit beschäftigt man 30 Mitarbeiter.

Refurbed als Einstand für „Atomico Angel Programm“

Das aktuelle Investment war das erste aus dem neuen „Atomico Angel Programm“, das nur wenige Tage vor der Transaktion angekündigt wurde. „Die einzigartige Zusammensetzung des Gründerteams mit seinen individuellen Fähigkeiten war für uns zweifellos entscheidend, diese Investition zu tätigen“, kommentiert Suvi Haimi, Angel Investor von Atomico in einer Aussendung. Der größte Teil der Finanzierungsrunde wurde von Inventure Partners übernommen. Geschäftsführer Sergey Azatyan erklärt: „Wir glauben, dass Refurbed der führende Player für refurbed Produkte in Europa oder sogar darüber hinaus werden kann“.

Speedinvest: „Wollen Erfolgsstory wie bei Runtastic und Shpock“

Auch seitens Bestandsinvestor Speedinvest (ehem. Pioneers Ventures) zeigt man sich naturgemäß erfreut. „Refurbed ist eines der am schnellsten wachsenden Startups in Europa. Da wollen wir natürlich weiterhin dabei sein und eine Erfolgsstory wie bei Runtastic und Shpock schreiben“, kommentiert Markus Lang, Leiter des Speedinvest Pre-Seed-Programms. Über die Bewertung wurde Stillschweigen vereinbart.

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die Redaktion

Regierungsklausur: Investitionsprämie und Verlustrücktrag geplant

Im Vorfeld der heute und morgen im Bundeskanzleramt stattfindenden Regierungsklausur wurden von der Regierung bereits mehrere angedachte Maßnahmen zur Linderung der Wirtschaftskrise kommuniziert.
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Schramböck - Investitionskontrolle - investitionsprämie und verlustrücktrag - covid-startup-hilfsfonds
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck | (c) BKA

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der durch die Coronakrise hervorgerufenen Wirtschaftskrise gehen jetzt in die nächste Runde – das ist die Message, die bereits vor der heute und morgen stattfindenden Regierungsklausur im Bundeskanzleramt von der Bundesregierung vermittelt wurde. Mehrere im Rahmen des bereits seit einiger Zeit angekündigten Konjunkturpakets geplante Maßnahmen wurden bereits im Vorfeld der Klausur kommuniziert. In der gestrigen ORF-Pressestunde gab Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck auch einen ersten Einblick, was im Rahmen des Pakets für Unternehmen geplant ist. Konkret sprach sie von einer Investitionsprämie und der Möglichkeit zum Verlustrücktrag.

+++ Spezialseite: Corona & die Wirtschaft +++

Investitionsprämie: 7 Prozent für alle, weitere 7 Prozent in bestimmten Bereichen

Die Investitionsprämie soll von der Unternehmensgröße unabhängig sein und jenen Firmen gewährt werden, die sich „in den nächsten sechs Monaten zu Investitionen bekennen“. Dabei dürfte es eine Basisprämie von sieben Prozent für alle betrieblichen Investitionen und darauf aufbauend eine weitere Prämie in Höhe von sieben Prozent bei Investitionen etwa in Digitalisierung, Life Science oder Gesundheitswesen geben. Die insgesamt möglichen 14 Prozent scheinen aber noch nicht in Stein gemeißelt zu sein: „Ideal wäre eine Investitionsprämie von 20 Prozent“, meint Schramböck.

Verlustrücktrag: Steuern aus den Vorjahren zurückholen

Mit dem geplanten Verlustrücktrag sollen sich Unternehmen Steuern aus den beiden Vorjahren zurückholen können. Demnach sollen Verluste aus diesem Jahr steuerlich mit Einnahmen aus 2018 und 2019 gegengerechnet werden können. Zu den Details äußerte sich die Ministerin noch nicht. Weitere – nicht Unternehmens-bezogene – geplante Konjunktur-Maßnahmen, die nun bei der Regierungsklausur besprochen werden sollen, sind etwa eine mit 1. Jänner rückwirkende Senkung des Eingangssteuersatzes von 25 auf 20 Prozent sowie eine Einmalzahlung für Arbeitslose über 450 Euro mit eigenem „Familienbonus“ über einmalig 360 Euro pro Kind.

Applaus von der Wirtschaftskammer, Kritik von den NEOS

Applaus für die Investitionsprämie und Verlustrücktrag gibt es von der Wirtschaftskammer (WKÖ), die eigene Forderungen umgesetzt sieht. WKÖ-Präsident Harald Mahrer schreibt in einer Aussendung: „Die Investitionsprämie bringt uns ein weiteres Stück vorwärts. Unternehmen aller Größen sind durch die Corona-Krise massiv unter Druck geraten. Die Unterstützung bei Investitionen wirkt unmittelbar für das Unternehmen, erzeugt aber auch Nachfrage am angespannten Markt und schafft Arbeitsplätze. Eine verstärkte Investitionstätigkeit ist der sicherste, nachhaltigste Weg aus der Krise“.

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kann in einer Aussendung den bisher von der Regierung gesetzten Maßnahmen und der Investitionsprämie nichts abgewinnen: „Schramböck hat heute einmal mehr gezeigt, dass sie das Hauptproblem immer noch nicht verstanden hat. Es ist die fehlende Liquidität, die den Unternehmen das Genick bricht“. Die Krise habe „das Eigenkapital in den Betrieben aufgefressen“, bei vielen reiche es oft nicht einmal mehr, um an einen Hilfskredit zu kommen. „Steuerstundungen und Kredite verschaffen den Unternehmerinnen und Unternehmern nur vorübergehend etwas Luft, jedoch nicht die so dringend notwendige Liquidität – aufgeschobene Steuern und Kredite müssen schließlich bald einmal auch zurückgezahlt werden“, so Schellhorn. „Und wie soll man Geld investieren, um in den Genuss einer Investitionsprämie zu kommen, wenn man kein Geld mehr hat? Betriebe brauchen Eigenkapital, wir müssen den Konsum ankurbeln, die Lohnnebenkosten senken, die Gewerbeordnung liberalisieren – kurzum: Wir müssen alles tun, um Unternehmerinnen und Unternehmern die Arbeit zu erleichtern“.

⇒ Margarete Schramböck in der ORF-Pressestunde

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