Quantics: Wiener AI-Startup erhält sechsstellige Preseed-Förderung

Das AI-Startup Quantics hat sich auf die Erstellung von automatischen Absatz- und Nachfrageprognosen im Retail und Manufacturing-Bereich spezialisiert. Und darf sich über eine sechsstellige Förderung durch das awsPreseed-Programm freuen.
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(c) Quantics - Das noch junge Quantics-Team darf sich mit seiner KI-gestützten Prognose-Lösung über eine sechsstellige Förderung freuen.
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Drei der Quantics-Gründer, Christof Bitschnau, Vladyslav Vasylevskyy und Johannes Matt haben vor ihrem aktuellen Projekt bei einem globalen SaaS Unternehmen gearbeitet, das „Supply Chain“-Lösungen im B2B-Bereich anbietet. Resul Akay hingegen ist assoziierter Forscher der Universität Wien an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Statistik. Er ist der Kopf hinter den Algorithmen und hat jahrelange Erfahrung in den Feldern „Predictive Modeling“, „Time Series Analysis“ und „Machine Learning„.

Quantics ermöglicht Absatz- und Nachfrageprognosen

Gemeinsam hat das Quartett eine innovative KI-gestützte Lösung entwickelt, die präzise, automatisierte und schnelle Absatz- und Nachfrageprognosen ermöglicht, damit auch Business-User ohne „Data Science“ Know-how von genauen Prognose-Ergebnissen profitieren können.

KI lernt aus der Gegenwart und Vergangenheit

Die Künstliche Intelligenz von Quantics lernt aus der Gegenwart und der Vergangenheit, analysiert Nachfrage- und Absatzmuster, bezieht interne sowie externe Einflussfaktoren in die Prognoseberechnung mit ein und soll sich der jeweiligen Situation eines Unternehmens anpassen können.

Automatische Anpassung der Quantics-KI

Ein Unterschied zu anderen Lösungen liegt darin, dass die „Quantics-KI“ kleinste Veränderungen automatisch erkennt, um initial ausgewählte Modelle zu optimieren und die Prognosegenauigkeit beizubehalten, beziehungsweise noch weiter zu verbessern. Mit dem Ziel eine optimale quantitative Basis für wichtige Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette zu schaffen, um Umsätze zu steigern, sowie Kosten und Zeit zu sparen – trotz eines volatilen Marktumfelds.

Ziel: schnelle und automatisierte Entscheidungsfindung für Kunden

„Unsere Vision ist es, Unternehmen eine schnelle und automatisierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen, indem wir Business Usern eine smarte KI zur Seite stellen, die laufend besser wird und sich dynamisch an die unternehmensspezifische Situation anpasst“, erklärt Vasylevskyy.

Nutzung über Benutzeroberfläche oder API

Die SaaS-Lösung des Startups kann entweder über die Benutzeroberfläche oder über Schnittstellen (API) im Hintergrund genutzt werden. „So können wir gewährleisten, dass die Mitarbeiter unserer Kunden nicht auf ein neues System umgeschult werden müssen, wenn dies nicht gewünscht ist“, so Vasylevskyy weiter. „Für die Implementierung der Lösung bzw. die Durchführung eines ‚Proof-of-Concept‘ erheben wir einmalige Gebühren, die allerdings deutlich geringer ausfallen als bei anderen Demand & Sales Planning Anbietern.“

Neben den Implementierungskosten erhebt Quantics eine monatliche Nutzungsgebühr, die auf die Unternehmensgröße, den Nutzungsumfang und das Optimierungspotenzial des Kunden abgestimmt ist und als Fixpreis verrechnet wird.

ROI von Faktor 10 für Kunden als Vorhaben

„Das Ziel ist es, unseren Kunden einen ROI von mindestens ‚Faktor 10‘ bieten zu können, weshalb wir den Preis kundenindividuell anpassen. Dabei enthält die fixe monatliche Nutzungsgebühr, Kosten für den Betrieb, die Wartung, Support und innovative Upgrades, an denen wir kontinuierlich arbeiten“, so der Gründer weiter.

Quantics-Zielmarkt

Der Zielmarkt von Quantics hat Retail und den Manufacturing-Bereich im Visier. „Wir haben die Lösung bewusst generisch aufgebaut, sodass unterschiedliche Einsatzbereiche und Branchen möglich sind. Dadurch, dass die Quantics KI für jeden Kunden und jedes einzelne Produkt, sowie für jeden Standort die passenden Prognosemodelle auswählt und kombiniert, ist es vollkommen egal, ob der Kunde Kleidung, Lebensmittel oder andere Waren verkauft. Die KI ist hier sehr flexibel“, fährt Vasylevskyy in seiner Erklärung fort und kommt auf die USPs seines Startups zu sprechen.

Über 50 verschiedene Methoden

Quantics habe eine signifikant besserer Prognosegenauigkeit als die Konkurrenz. Mehr als 50 Methoden von innovativen Verfahren zur Prognose von Absätzen, Nachfragemengen und Beständen, gehören zum Skill-Set des Unternehmens.

„Je nachdem welche Daten vorhanden sind, werden die Modelle so ausgewählt bzw. kombiniert, dass die bestmögliche Prognosegenauigkeit für die Inputdaten gewährleistet werden kann. Wir arbeiten kontinuierlich daran weitere innovative Verfahren zu entwickeln und in unseren Pool aufzunehmen, speziell Modelle, die sich auf die Prognose von sehr schwer prognostizierbaren Nachfragemustern konzentrieren. Wie es typischerweise bei langsam drehenden Produkten oder bei Batchlieferungen der Fall ist“, sagt Vasylevskyy.

Dynamisches Forecasting als USP

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal findet man bei Quantics unter dem Begriff „Hierarchische Absatzprognosen“. Während viele Unternehmen einen Top-down oder Bottom-up Planungszugang haben, ermögliche das KI-Startup ein dynamisches und hierarchisches Forecasting, indem alle Ebenen prognostiziert und automatisch konsolidiert werden. Dieser Zugang sorge für genauere Prognosen und sei mit erheblich weniger Aufwand über die Bühne zu bringen, als andere Lösungen am Markt, so die Gründer.

Zu weiteren Vorteilen und Abgrenzung zur Konkurrenz gehören „kontinuierliche und automatisierte Anpassung“, sowie maßgeschneiderte Lösungen, die individuell auf die Ziele, die Situation und Herausforderungen des Unternehmens angepasst sind.

Stockerl bei der European Retail Start-up Night

Das Unternehmen besteht offiziell seit Herbst 2020 und konnte sich nach einem langen „Screening“-Prozess eine sechsstellige Förderung durch das awsPreseed Programm sichern. Daneben wurde Quantics auch in das „startport Accelerator Programm“ aufgenommen und konnte den zweiten Platz bei der „European Retail Startup Night“ ergattern. Für 2021 stehen weitere große Pläne an.

Finanzierungsrunde für 2021 geplant

„Um möglichst vielen Unternehmen mit unserer KI unter die Arme zu greifen, damit diese schneller, agiler und kostengünstiger planen können, haben wir uns vorgenommen, in den kommenden Jahren Kapital am Markt aufzunehmen“, sagt Vasylevskyy. „Um weitere innovative Modelle und Funktionen in unsere Lösung einfließen zu lassen und unseren Kunden eine noch bessere Lösung für die Planung bereitzustellen. Eine erste Finanzierungsrunde ist für 2021 geplant.“

die Redaktion

Eröffnung 2027 geplant: Erstes Weltraumhotel nimmt Form an

Die Voyager Station der Orbital Assembly Corporation soll 400 Personen - nicht nur Weltraumtouristen - Platz bieten. Erbaut werden soll sie in nur einem Jahr. Der Name wurde nach ersten Entwürfen 2019 nochmal geändert.
/voyager-station/
Orbital Assembly Corporation: So soll die Voyager Station aussehen
(c) Orbital Assembly Corporation: So soll die Voyager Station aussehen

Während derzeit selbst ein Urlaub ins Nachbarland nicht mit den geltenden Regeln vereinbar ist, kann man den Blick schon deutlich weiter in die Ferne schweifen lassen und einen Urlaub im ersten Weltraumhotel reservieren. Die Voyager Station soll bereits 2027 eröffnen. Und das, obwohl die dahinter stehende Orbital Assembly Corporation mit dem Bau erst 2026 beginnen will.

Nazi-Vergangenheit: Aus „von Braun Station“ wird doch lieber „Voyager Station“

Schon 2019 waren Pläne für das Hotel präsentiert worden – damals unter dem Namen „von Braun Station“. Benannt werden sollte es also nach dem Raketenwissenschaftler Wernherr von Braun, der erheblichen Anteil am US-Weltraumprogramm, u.a. der Mondlandung hatte. Allerdings war der Deutsche, bevor er nach dem 2. Weltkrieg in den Dienst der USA übertrat, auch federführend im Raketenprogramm von Hitler-Deutschland und war selbst NSDAP- und sogar SS-Mitglied. Dieser Umstand hatte zu Diskussionen geführt, die nun in die Umbenennung des Projekts mündeten.

Riesiges Rad mit künstlicher Schwerkraft

Der Grund, warum von Braun Namensgeber werden sollte, ist die Konstruktion der Voyager Station, die direkt auf Entwürfe des Wissenschaftlers aus 1952 zurückgreift (die später auch im Film 2001-Odysee im Weltraum aufgegriffen wurden). Sie ist als „Rad“ konzipiert, das sich um seine eigene Achse dreht und so künstlich Schwerkraft erzeugt.

An den Rändern sollen Weltraumtouristen, aber etwa auch Wissenschaftler, also physikalische Bedingungen vorfinden, die jenen am Mond ähneln – die Schwerkraft beträgt ein Sechstel von jener auf der Erde. Dort soll es, ganz wie etwa auf einem Kreuzfahrtschiff, Luxuszimmer (mit relativ normalen Betten und Duschen) und Bars geben. Man wolle dabei ein Stückchen Erde ins All bringen, sagt Chef-Architekt Tim Alatorre gegenüber CNN. (Wie auf einem Kreuzfahrtschiff soll es übrigens auch 44 „Rettungsboote“ geben, die selbstständig auf der Erde landen können).

Erklär-Video zur Voyager Station

Zugleich wolle man aber natürlich auch Weltraum-spezifische Angebote machen. Ausgenutzt soll dabei abermals die Physik der Voyager Station werden. Je näher man dem Zentrum des Rads kommt, desto geringer wird die Schwerkraft, bis direkt in der Mitte komplette Schwerelosigkeit herrscht. Man kann also je nach Lage auf einer der Achsen besonders hoch hüpfen, besonders schwere Dinge heben oder überhaupt schweben.

Preis eines Kreuzfahrt-Tickets als Ziel

400 Personen soll das Weltraumhotel auf insgesamt 11.600 Quadratmetern letztlich Platz bieten. Als Partner für Aufbau und Transport ist SpaceX im Gespräch, eine offizielle Kooperation gibt es aber noch nicht. (Unverbindliche) Reservierungen werden auf der Page bereits angenommen, ein Zimmerpreis ist aber noch nicht veröffentlicht worden. Der wird Anfangs wohl noch sehr hoch liegen. Von der Orbital Assembly Corporation heißt es, man hoffe irgendwann einen Preis „wie für eine Kreuzfahrt oder einen Trip nach Disneyland“ anbieten zu können.

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