Am 12. Juli fand in Wien die primeCrowd Select Night Vol. 9 statt. Passend zum Thema “The New Deal. Wie Startups den digitalen Handel revolutionieren” kooperierte primeCrowd mit dem Handelsverband. Händler, Startups, Investoren, Business Angels, und sonstige Interessierte waren eingeladen. Man tauschte sich über aktuelle Retail-Trends, Innovationen und Herausforderungen wie DSGVO, Geoblocking und ePrivacy aus.

Handelsunternehmen kooperieren immer häufiger mit Startups

Die Digitalisierung macht vor keiner Branche Halt. Auch der Handel stehe vor großen Transformationen, so der Geschäftsführer des Handelsverbands, Rainer Will. “Aktuell gibt es eine ganze Reihe technologischer Innovationen, die das Potential haben, den Handel fundamental zu verändern. Sei es Künstliche Intelligenz, Big Data, das Internet der Dinge, die Blockchain oder auch der globale Siegeszug von Plattformen wie Amazon oder Alibaba. Viele österreichische Handelsunternehmen arbeiten daher bereits erfolgreich mit Startups zusammen. Andere gehen sogar noch weiter und haben eigene Accelerator-Programme gestartet.”

primeCrowd Select Night Vol. 9  mit hochkarätigem Panel

So eröffnete er die Podiumsdiskussion, und bat die vier Diskussionsteilnehmer auf die Bühne: Johannes Cech, Business Angel und ehemaliger Gesellschafter bei Geizhals.at, Eustachius Kreimer, Head of IT & Business Development bei Blue Tomato, Andreas Pinterits, Head of Product, Strategy & Business Development bei Post eCommerce GmbH/Shöpping.at sowie Markus Kainz, Founder & CEO von primeCrowd. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Startups einen wichtigen Beitrag zum Innovationsprozess im Handel leisten können. Denn hier könnten Startups gegenüber etablierten Unternehmen ihre Stärken ausspielen: “Sie brauchen keine Rücksicht auf historisch gewachsene IT-Systeme und Datensilos zu nehmen. Das erleichtert die Verknüpfung sämtlicher Kanäle und die Schaffung einer einheitlichen Datenbasis enorm”, erklärte Eustachius Kreimer. Als größte Herausforderung beim Thema Omnichannel-Handel wurde das Thema Lagerstand und Verfügbarkeitsprüfung genannt: “Die Verfügbarkeit ist die größte Herausforderung im Omnichannel-Handel. Viele schaffen es nicht, den Lagerbestand ihrer Shops in Echtzeit darzustellen”, so Johannes Cech.

“Größe zählt nicht als Argument”

Markus Kainz fügte hinzu, dass heimische Innovation jedoch auch stärker gefördert werden müsse: “In Österreich heißt es immer, wir sind so klein und müssen ins Ausland. Aber Israel ist auch nicht größer und hat eine extrem innovative Startup-Szene. Größe zählt also nicht als Argument. Es braucht einfach die richtigen Anreize, auch für Investoren. Beispielsweise einen Steuerfreibetrag für Risikokapitalgeber.”

Pitches von zwei Wiener Startups

Zum Abschluss das Abends pitchten schließlich zwei Wiener Startups. Alexander Roth von iDwell stellte seine CRM-Software vor, die die Kommunikation zwischen Eigentümern, Mietern und Hausverwaltung optimieren und Arbeitsprozesse automatieren soll. Stefan Strohmer und Patrick Schubert präsentierten Orderlion: “Sämtliche gastronomischen Bestellprozesse werden in nur einer Plattform zentral verwaltet und abgewickelt. Dabei gibt es keine Einschränkungen bezüglich Lieferantenanzahl, und auch Lieferanten die noch nicht Teil des Orderlion Netzwerks sind, können bei Bedarf hinzugefügt werden.”


⇒ Zur Page von primeCrowd
⇒ Zur Website vom Handelsverbund