Plug and Play: „Flughäfen in Europa sind agiler als in den USA“

Am Dienstagabend fand die offizielle Eröffnung des Plug and Play Tech Centers am Flughafen Wien statt. Der brutkasten war beim Grand Opening vor Ort und hat mit Amir Amidi von Plug and Play über die Zukunft des neuen Innovations- und Co-Working-Zentrums gesprochen.
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Plug and Play
Amir Amidi war zu Gast bei der Eröffnung des Plug and Play Tech Centers am Flughafen Wien
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Die US-amerikanische Innovationsschmiede Plug and Play hat im Sommer diesen Jahres angekündigt, in der Airport City Vienna einen eigenen Startup-Hub zu eröffnen – der brutkasten berichtete.  Die Zielsetzung ist es, Startups mit Investoren und Unternehmen aus der ganzen Welt zusammen zu bringen. Der Standort am Flughafen Wien soll Plug and Play dabei als Headquarter für Mittel- und Osteuropa mit den Schwerpunkten „Smart Cities“ sowie „Travel & Hospitality“ dienen.

Am Dienstagabend war es so weit. Das Plug and Play Tech Center am Flughafen Wien eröffnete feierlich seine Türen. Im Rahmen des Grand Opening führte der brutkasten mit Amir Amidi, Managing Partner für Travel Hospitality bei Plug and Play, ein Interview über die Beweggründe, warum sich die Innovationsschmiede am Flughafen Wien angesiedelt hat.

+++ Flughafen Wien wird zum Startup-Hub +++


Warum kooperiert Plug and Play mit dem Flughafen Wien?

Plug and Play und die Flughafen Wien AG haben sich vor zirka einem Jahr getroffen. Damals hat der Flughafen Wien bereits intern mit einer eigenen Digitalisierungs- und Innovations-Roadmap gestartet. Das Unternehmen war in der Vergangenheit bereits sehr gut aufgestellt – die Marktkapitalisierung konnte um das Sechsfache erhöht werden. Zudem hat es der Flughafen Wien geschafft, seine CO2-Bilanz um 70 Prozent zu senken. Der Energieverbrauch konnte um fast 40 Prozent reduziert werden. Der Wille zur Innovation war eine gute Voraussetzung für eine Kooperation.

Welche Vorbereitungen sind der Kooperation vorangegangen?

Das Team rund um den Flughafen Wien hat im Oktober letzten Jahres das Plug and Play Headquarter im Silicon Valley besucht. Zu diesem Zeitpunkt wussten sie schon sehr genau, wie die weitere Phase der Digitalisierung am Flughafen ablaufen wird. Eines der Ziele war es, die Airport City zu einem Technologiezentrum für gesamt Mittel- und Osteuropa zu machen. Unter Anbetracht der geographischen Lage und der optimalen Anbindungen liegt dies auf der Hand.

Nach kurzen Verhandlungen haben sie unseren Travel & Hospitality Inkubator im Silicon Valley besucht. Mit diesem verfolgen wir das Ziel in Zusammenarbeit mit Startups disruptive Technologien zu entwickeln. Anschließend begannen intensive Gespräche über die Errichtung eines Plug and Play Standortes am Flughafen Wien.

In Europa arbeiten wir beispielsweise bereits mit den Flughäfen London Gatwick, Manchester, Brüssel und Stuttgart zusammen. Wir sind zuversichtlich, dass der Standort Wien sich perfekt in die Gesamtstrategie integrieren wird.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit bestehenden Plug and Play Tech Standorten an Flughäfen gemacht?

Flughäfen sind Kleinstädte. Die Betreibergesellschaften beschäftigten sich nicht nur mit dem Thema „Aviation“, sondern auch mit einer Vielzahl an anderen Themen. Dazu zählen beispielsweise „Brand & Retail“, „Mobility“, „IoT“, „Energy“ „Sustainability“. Hier sehen wir als Plug and Play großes Potential in der Zusammenarbeit mit Startups, um innovative Lösungen zu erarbeiten. Wenn man an Digitalisierungs- und Innovationsprojekte im Auftrag von Flughäfen denkt, gibt es also unendliche Möglichkeiten, die auch in anderen Bereichen zur Anwendung kommen können.

Welche Potentiale sehen Sie bei europäischen Flughäfen in Sachen Digitalisierung?

Flughäfen in Europa sind für uns besonders interessant, weil viele von ihnen privatisiert wurden. Private Flughäfen sind in der Regel agiler, als staatliche Flughäfen – insbesondere was Innovationsprojekte angeht. In Nordamerika sind die meisten Flughäfen in staatlicher Hand. Das führt dazu, dass Digitalisierung- und Innovationsprogramme sowie Kooperationen mit diesen Flughäfen nicht so leicht umzusetzen sind. In Europa kann Plug and Play daher viel schneller agieren.

Welche Rolle werden österreichische Startups am Plug and Play Standort am Flughafen Wien spielen?

Das lokale Ökosystem ist für uns sehr wichtig. Wir fokussieren uns darauf, die besten Startups nach Wien zu bringen, um Lösungen für unsere Corporate-Partner zu erarbeiten. Woher die Startups kommen, ist für uns allerdings nachrangig. Wir interessieren uns mehr dafür, welche Probleme sie lösen wollen. Sofern österreichische Startups die Kriterien erfüllen, freuen wir uns auf die Zusammenarbeit.


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Martin Pacher

100-Prozent-Garantien für Klein- und Kleinstunternehmen sollen möglich werden

Ab nächster Woche soll der österreichische Staat für Klein- und Kleinstunternehmen 100-Prozent-Garantien bei Betriebsmittelkrediten übernehmen können. Das hat Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heute Mittwoch in einer Pressekonferenz angekündigt.
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KMU
(c) BKA / Wenzel

Ab nächster Woche soll der österreichische Staat für Klein- und Kleinstunternehmen 100-Prozent-Garantien bei Betriebsmittelkrediten übernehmen können. Das hat Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in einer Pressekonferenz am Mittwoch ankündigt.

+++ Corona, Wirtschaft und die Innovation +++

EU-Regelung gelockert

Bislang waren lediglich Garantien in der Höhe von 80 Prozent möglich. Schuld daran waren die sogenannten UiS-Kriterien (Unternehmen in Schwierigkeiten) der Europäischen Union. Unter diese Kategorie fallen all jene Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihrer Eigenkapitalmittel aufgebraucht haben. In Österreich zählt laut Schramböck jedes fünfte Unternehmen zu dieser Kategorie.

Antragstellung über aws

Bis Mitte nächster Woche sollen Klein- und Kleinstunternehmen, die unter diese UiS-Kriterien fallen, um 100-Prozent-Garantien bei der aws ansuchen können, so Schramböck. Im Moment arbeiten sich die zuständigen Stellen in die Richtlinien ein.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die weniger als 50 Mitarbeiter haben und deren Jahresumsatz nicht mehr als zehn Millionen Euro übersteigt. Die Garantien werden für Betriebsmittelkredite in der Höhe von maximal 200.000 Euro gewährt.

Im Zuge der Coronakrise hätte sich laut Schramböck  gezeigt, dass die 80-Prozent-Garantien für Unternehmen nicht ausreichend sind. „Eine 80-Prozent-Garantie, die wir bis jetzt geben dürfen, nützt nichts. Für die restlichen 20 Prozent wollen die Banken in der Regel eine sehr hohe Besicherung“, so Schramböck.

Investitionskontrollgesetzes im Nationalrat

Zudem verwies Schramböck darauf, dass nächste Woche das Investitionskontrollgesetz im Nationalrat beschlossen werden soll. Das Gesetz sieht bei Direktinvestitionen aus Drittstatten in „besonders sensiblen Bereichen“ eine Absenkung der Prüfeintrittsschwelle von derzeit 25 auf 10 Prozent der Stimmrechtsanteile vor. In der Startup-Community stößt das Gesetz auf Kritik, da es VC-Investoren aus Drittstaaten abschrecken könnte – der brutkasten berichtete.


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Redaktionstipps

Videoarchiv: Diskussion zum „Startup-Hilfspaket“ und „Investitionskontrollgesetz“

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