Parler: Rechter Twitter-Klon wird in massivem Aufstieg gestoppt

In den vergangenen Monaten wurde die 2018 gestartete Plattform Parler vor allem in den USA zum Sammelbecken für Rechtsradikale und "Querdenker". Doch die Tech-Giganten spielen nicht mit.
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Der Twitter-Klon Parler zieht vor allem Rechtsradikale und
Der Twitter-Klon Parler zieht vor allem Rechtsradikale und "Querdenker" an
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Das Grundprinzip des 2018 im US-Staat Nevada gestarteten sozialen Netzwerks Parler passt ganz in die heutige Zeit, in der man auch zu eigentlich harten Fakten eine andere Meinung haben kann: Es gilt uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Kein Wunder also, dass die Twitter nachempfundene Plattform („Parleys“ sind auf 1000 Zeichen begrenzt, Antworten werden „Echos“ genannt) schnell zum Sammelbecken nicht nur für Rechtsradikale, sondern auch für allerhand Verschwörungstheoretiker, „Querdenker“ und dergleichen wurde. Auffällig ist auch die Nutzung des Netzwerks durch zahlreiche (Ex-)Vertraute von US-Präsident Donald Trump und etwa auch den rechtsextremen österreichischen Identitären-Führer Martin Sellner.

Trump-Anhänger wechselten auf Parler

Einen ersten starken Push der User-Zahlen bekam Parler vergangenes Jahr, als die großen sozialen Netzwerke mit „Fact-Checking“ begannen und bei der Genehmigung von Inhalten mit Augenmerk auf die Verbreitung von Fake News restriktiver wurden. Auch beim rechtsterroristischen Angriff auf das US-Kapitol spielte das Netzwerk eine entscheidende Rolle in der Kommunikation. Als in Folge die Social Media-Accounts des US-Präsidenten, der die Angreifer angestachelt und motiviert hatte, gesperrt wurden, wechselte eine noch größere Zahl an Trump-treuen Nutzern von anderen sozialen Medien auf Parler. So gab es etwa vergangenen Freitag rund 210.000 Installationen allein über den Apple App Store.

Screenshot: Parler ist offline
Screenshot: Parler ist offline

Die endgültige Aufspaltung der politischen Blasen auf verschiedene Plattformen schien damit im Werden. Doch die US-Tech-Giganten machten dem rechten Twitter-Klon einen Strich durch die Rechnung – nicht zuletzt weil dort zu einem Sturm auf die Inauguration von Joe Biden als US-Präsident aufgerufen wurde. Nachdem am Wochenende zunächst schon Google den Download über den Play Store gesperrt hatte, zog auch Apple schnell nach. Den (wohl vorübergehenden) KO-Schlag setzte es dann von Amazon Web Services (AWS). Der Anbieter sperrte Parler mit Verweis auf Unvereinbarkeit mit den Unternehmensgrundsätzen die Cloud-Dienste. Derzeit ist das Netzwerk offline (siehe oben), was wohl eine Zeit lang so bleiben wird.

die Redaktion

IPO-Vorbereitung: N26 holt ehemaligen Zalando- & ProsiebenSat.1-CFO

Mit Jan Kemper holt die Challenger-Bank N26 einen der profiliertesten CFOs des deutschsprachigen Raums ins Team. Das FinTech will damit den Weg zum Börsengang ebnen.
/jan-kemper-n26-cfo/
Jan Kemper wird N26-CFO
(c) N26: Jan Kemper

Zuerst baute er als CFO Zalando mit auf und begleitete dessen Börsengang 2014. Dann war er Group CFO von ProsiebenSat.1 Media. Für Aufsehen sorgte er 2019, als er zum Reise-Startup Omio wechselte. Nun verlässt Jan Kemper das von der Krise gebeutelte Unternehmen, das eigentlich schon mit dem IPO geliebäugelt hatte, und wird CFO bei N26, wie heute bekanntgegeben wurde. Er werde seine Position in der zweiten Jahreshälfte 2021 antreten.

Jan Kemper: IPO-Erfahrung für N26

Bislang hatte beim Berliner FinTech-Scaleup Co-Founder Maximilian Tayenthal diese Position inne. Dieser wird nun Co-CEO. In einer Aussendung heißt es dazu: „Als CFO von N26 wird Jan Kemper an N26 Co-Founder Maximilian Tayenthal berichten, der die Rolle des Co-CEO neben CEO Valentin Stalf übernimmt. Die bisherigen Verantwortungsbereiche der beiden Gründer bleiben dabei aber unverändert“. Diese Formulierung, die impliziert, dass Tayenthal weiterhin als de facto CFO tätig ist, lässt freilich eine Mutmaßung zu: Jan Kemper könnte für einen ganz bestimmten Zweck geholt worden sein: Die Vorbereitung eines Börsengangs, wie schon bei Zalando erfolgreich absolviert und bei Omio vor der Krise eigentlich geplant.

Genau auf das deutet – relativ wenig subtil – auch ein Statement von Tayenthal in der offiziellen Aussendung hin: „Ich freue mich sehr, mit Jan einen weiteren erfahrenen Top-Manager in der N26 Familie begrüßen zu können. Seine Erfahrungen in der Skalierung von Startups zu börsennotierten Unternehmen, sind für unsere zukünftigen Plänen von großer Bedeutung“. Jan Kemper selbst kommentiert: „Es ist ein großartiger Zeitpunkt ein Teil von N26 zu werden. Als einer der  dynamischsten und erfolgreichsten Disruptoren der Finanzbranche, haben wir die Möglichkeit, Banking für Millionen von Menschen zu verbessern. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team die Wachstumspläne von N26 voranzutreiben“.

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