Ordito: Kremser Startup bekämpft mit KI Lebensmittelverschwendung

Das an der FH Krems entstandene Startup Ordito wollte zunächst mit einer Bestell-App für die Gastronomie durchstarten. Über das dahinterliegende System kam man auf ein zweites, unabhängiges Geschäftsmodell, von dem der Einzelhandel in mehrerlei Hinsicht profitieren soll.
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Ordito - Kremser Accent-Startup mit Predictive Analytics gegen Lebensmittelverschwendung
(c) i2b IdeaMeetsMoney: Die Ordito-Co-Founder Maurice Beurskens und Eric Weisz
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Im Kremser Ableger des berühmten Münchner Hofbräuhaus, dem Hofbräu am Steinertor, kann man seit kurzem per Smartphone bestellen.
Mit der Lösung des Startups Ordito, das an der FH Krems entstanden ist, kann man über einen QR-Code-Scan die Speisekarte ablesen und direkt bestellen – bald soll auch das Bezahlen möglich sein.
Die Bestell-Lösung ist aber nur ein nach außen hin sichtbares Fragment dessen, was Ordito eigentlich macht.
Mit einem Predictive Analytics-System für Bedarfserhebung wendet man sich nun auch dem Lebensmittel-Einzelhandel zu.
Noch suche man aber nach einem großen Kunden im Einzelhandelsbereich, der ausreichend Daten beisteuert, um den Algorithmus zu trainieren und damit das System ins Laufen zu bringen, sagt der CEO.

Im Kremser Ableger des berühmten Münchner Hofbräuhaus, dem Hofbräu am Steinertor, kann man seit kurzem per Smartphone (ohne eigene App) bestellen. Mit der Lösung des Startups Ordito, das an der FH Krems entstanden ist, kann man über einen QR-Code-Scan die Speisekarte ablesen und direkt bestellen – bald soll auch das Bezahlen möglich sein. Das Personal soll dadurch entlastet werden. Die Bestell-Lösung des noch in Gründung befindlichen Unternehmens, das zunächst den Creative Pre-Incubator (CPI) durchlaufen hatte und derzeit im Accent Tough Tech Incubator AplusB Scale up ist, wird bereits in mehreren Lokalen in Krems und Umgebung eingesetzt. Sie ist aber nur ein nach außen hin sichtbares Fragment dessen, was Ordito eigentlich macht.

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Archiv: Ordito CEO Eric Weisz über die Bestelllösung

Interview mit Eric Weisz, CEO von Ordito, über digitale Restaurants

Im Restaurant einfach per Smartphone bestellen: Während eines Events von Accent accelerating ideas haben wir mit Eric Weisz, CEO und Cofounder von Ordito, gesprochen. #sponsored

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 13. September 2019

Gastronomie-Markt zu fragmentiert

„Smartphone-Bestelllösungen für die Gastronomie gibt es tatsächlich schon einige am Markt“, räumt Ordito-Co-Founder und CEO Eric Weisz im Gespräch mit dem brutkasten ein. Wie so oft geht es viel mehr um das System dahinter. Eigentlich will man die über die Lösung gesammelten Daten zu Bestellungen mittels Predictive Analytics zur Bedarfserhebung für die Gastro-Betriebe nutzen. Das soll zu weniger weggeworfenen Lebensmitteln führen, was Kosten spart und dem Umweltschutz dient. „Die Bestelllösung gibt aber einfach noch viel zu wenige Daten her, um unseren Algorithmus ausreichend zu trainieren“, sagt Weisz. Generell habe sich herausgestellt, dass die Gastronomie als Markt viel zu fragmentiert sei, um die Machine Learning-Lösung auf diesem Weg, wie geplant, weiterzubringen.

Ordito: Predictive Analytics für Nachhaltigkeit und gegen finanziellen Painpoint

„Wenn unsere KI aber einmal trainiert ist, sieht es anders aus“, sagt der CEO. Um das zu erreichen, wendet sich Ordito daher inzwischen, parallel zur Bestelllösung, mit einem davon unabhängigen Konzept, einem anderen Bereich zu: Dem Lebensmittel-Einzelhandel, wo man mit einer B2B-Predictive-Analytics-Lösung zur Bedarfserhebung Fuß fassen will. „Hier geht es für uns zunächst um frische Produkte. Sie machen laut einer aktuellen Studie etwa die Hälfte der abgeschriebenen – also weggeworfenen – Ware im Einzelhandel aus. Und alleine in Österreich geht es da um ein Volumen von jährlich mehreren hundert Millionen Euro“, erklärt Weisz. Weil die Margen im Einzelhandel besonders klein sind, treffe man mit dem System nicht nur die erhöhte Nachfrage in Sachen Nachhaltigkeit, sondern auch einen großen finanziellen Painpoint.

Suche nach großem Kunden – Hoffnung auf Umdasch-Preis

Mit mehreren Bäckereien sei man dazu schon in fortgeschrittenen Verhandlungen. Mehrere finanzielle Förderungen seien gesichert. Noch suche man aber nach einem großen Kunden im Einzelhandelsbereich, der ausreichend Daten beisteuert, um den Algorithmus zu trainieren und damit das System ins Laufen zu bringen, sagt der CEO. Hoffnungen setzt man dabei auch in eine mögliche Kooperation mit umdasch The Store Makers. Derzeit ist Ordito unter den fünf Finalisten des Josef Umdasch Research Prize 2020 und pitcht am 11. März beim World Summit Award (WSA) Global Congress in Wien um den Sieg und damit um die gemeinsame Umsetzung des eingereichten Projekts.

Der Forschungspreis steht dieses Jahr unter dem Motto Nachhaltigkeit, wo Ordito unter 170 Bewerbern mit seinem Konzept gegen Lebensmittelverschwendung punkten konnte. „Umdasch baut gerade sein digitales Produktportfolio für den Einzelhandel aus. Sie haben einige der größten Handelsketten Österreichs als Kunden – das wäre also ein sehr gutes Sprungbrett“, sagt Weisz. Natürlich sei man aber auch abseits davon auf Kundensuche.

Über den Einzelhandel kommt Ordito zurück zur Gastronomie

Es ist eine Suche in einem durchaus aktiven Marktumfeld. „Es gibt im Feld Bedarfsanalyse schon einige Anbieter. Auch SAP hat kürzlich ein System gelauncht. Die meisten Mitbewerber bearbeiten aber derzeit die Bereiche Elektronik und Textil. Food-Lösungen gibt es noch sehr wenige“, erklärt Weisz. Entsprechend optimistisch blickt er in die nahe Zukunft. Und er schließt den Kreis: „Wenn wir mit unserer Lösung im Einzelhandel soweit sind, können wir uns damit auch wieder verstärkt der Gastronomie zuwenden. Dort ist das Volumen der Lebensmittelverschwendung mit jährlich 175.000 Tonnen allein in Österreich ein noch größeres Problem“.


Disclaimer: Dieser Beitrag entstand in redaktioneller Unabhängigkeit mit finanzieller Unterstützung durch Accent.


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die Redaktion

Digital Days 2020 machen Wien zur „digitalen Hauptstadt der Menschen“

Am 30.9. und 1.10. werden die Digital Days der Stadt Wien online übertragen. Unter anderem gibt es News zum Kultur-Token. die Teilnahme ist kostenlos.
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Das waren die Digital Days 2019. Im Jahr 2020 wird das Event online übertragen. (c) David Bohmann
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Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung steht die Frage, wie Digitalisierung in Sachen Wirtschaft, Bildung, Ethik, Medizin und Sicherheit die Menschen unterstützt, aber auch welche Spannungsfelder sich daraus ergeben. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung halten hierzu Keynotes und laden zum Austausch ein.

„Diese Diskussion mit dem Publikum ist essenziell, um die Anliegen der Bevölkerung zu Themen der Digitalisierung ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Nur so gelingt es, dass der technische Fortschritt nicht die Menschen beherrscht, sondern deren Lebensweise verbessert“, sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Damit betont er die Bedeutung dieses Netzwerktreffens, das den Austausch unter Bevölkerung und IKT-Wirtschaft sowie Politik fördert.

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Eines der Highlights ist die Präsentation der digitalen Bildungsstrategie am Eröffnungstag, die Ende September 2020 im Gemeinderat beschlossen wird. Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky skizziert die Eckpfeiler der Initiative und diskutiert im Anschluss mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen und dem Bildungswesen.

Neuigkeiten zum Kultur-Token

Covid-19 hat außerdem das Mobilitätsverhalten der Wienerinnen und Wiener und auch das Kulturangebot derart beeinflusst, dass der Testbetrieb des Kultur-Token gestoppt werden musste. Diese Zwangspause erlaubte jedoch Optimierungen. Zurzeit arbeiten die Entwicklerinnen und Entwickler an Produktdesign, Prozessoptimierung, etwa was die „Kassen-App“ für die Abläufe seitens der Kulturinstitutionen betrifft sowie an einem zielgerichteteren „Community-Management“ für die Test-Userinnen und -User. Am 1. Oktober wird bei den Digital Days der genaue Fahrplan für die Wiederaufnahme des Piloten Kultur-Token bekanntgegeben. Denn fix ist: Der Kultur-Token kommt.

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