Kärntner Startup Tremitas startet Indiegogo-Kampagne für „Parkinson-Stift“

Rechtzeitig zum Welt-Parkinson-Tag am 11. April startet das Klagenfurter Startup Tremitas eine Crowdfundingkampagne mit 30 Tagen Laufzeit. Patienten mit Bewegungsstörungen wie Parkinson können nun das mobile Messgerät Tremipen - ein High-Tech-Stift zur Erfassung von Tremor-Messwerten - vorbestellen.
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Tremipen von Tremitas
(C) Tremitas GmbH - Tremipen soll die Datenerfassung bei Parkinson-Patienten vereinfachen.
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Parkinson ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung des Nervensystems und des Gehrins. Durch das Absterben bestimmter Nervenzellen kann der Botenstoff Dopamin nicht mehr ausreichend vom Körper produziert werden. Die Folge: Zittern, verlangsamter Bewegungsablauf und Steiffheit der Muskeln. Mit Tremipen möchte das Klagenfurter Startup Tremitas nun Menschen mit neurologischen Bewegungsstörungen die Langzeitbehandlung erleichtern.

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Mit Tremipen regelmäßige Werte für Langzeit-Diagnosen

Der 26. Präsident der USA, Theodore Roosevelt, die verstorbene Box-Legende Muhammed Ali und Schauspieler Michael J. Fox sind prominente Beispiele für Parkinson-Patienten. In Österreich war vor allem der ehemalige VP-Politiker und Außenminister Alois Mock der Öffentlichkeit bekannt. Alle vier Beispiele zeigen Menschen, die trotz der unheilbaren Krankheit ihren Alltag bewältigten oder es noch immer tun. Ein langjähriges Problem für alle, die an Parkinson oder Essentiellem Tremor leiden, bleibt dabei aber die aufwändige und teure Erfassung der Tremorstärke, die für die Diagnose und Medikamenteneinstellung von Nöten ist. Bisher geschah dies stationär und zweimal pro Jahr. Daher hat Tremitas Tremipen entwickelt, das es Patienten ermöglicht konkrete Messwerte selbst und kontinuierlich zu erfassen und diese Daten dem behandelnden Arzt zur Langzeitbeobachtung zur Verfügung zu stellen.

Erklär-Video von Tremitas:

Familie von Founder betroffen

Tremias-Founder Tibor Zajki-Zechmeister hatte bereits mit Parkinson und Essentiellem Tremor zu tun: „Da es in mehreren Generationen meiner Familie Tremor-Erkrankte gibt, beschäftige ich mich schon seit dem Studium näher mit dem Thema Optimierung des Patientenalltags. Der Arzt sieht den Patienten nur selten, deshalb ist die Selbstbeobachtung zu Hause von enormer Wichtigkeit. Diese hilft dabei, Vorhaben im Alltag besser zu bewältigen. Als Beispiel kann man besser planen, wann Ruhephasen und Massagen oder Übungen und sportliche Aktivitäten am ehesten gut tun“, sagt Zajki-Zechmeister.

30.000 Euro Funding-Ziel für Zertifizierung

Die Idee zu Tremipen kam dem Medizintechniker bereits 2011, als er sich an der FH mit Lösungsansätzen zu technischen Hilfsmittel für die Tremor-Messung auseinandersetzte. Zajki-Zechmeister beschrieb in seiner Bachelor-Arbeit seine Vorstellung des High-Tech-Stifts und wurde in das Förderprogramm des build! Gründungszentrum Kärnten aufgenommen, wo er die ersten Schritte setzte. Nun sorgt er sich um die technische Entwicklung, die Koordination klinischer Studien und Abwicklung der Zulassungsprozesse bei seinem MedTech-Startup Tremitas. Von der Crowdfunding-Kampagne erhofft er sich den finalen Schritt: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, innerhalb der Laufzeit von 30 Tagen einen Betrag von 30.000 Euro zu erreichen. Diese Summe hilft uns dabei die Zertifizierung abzuschließen und den Tremipen anbieten zu können“, so Tibor Zajki-Zechmeister.

Tremipen
(c) Tremitas GmbH – Tremitas-Founder Tibor Zaijki-Zechmeister arbeitet seit seinem Studium an Tremipen.

Mobiles Sensorsystem

Bei genauerem Hinsehen handelt es sich bei Tremipen um einen Stift, der eigentlich ein mobiles Sensorsystem ist. Es dienst der elektrischen Erfassung des Tremors und ist dazu gedacht, dass der Patient zweimal am Tag – vor und nach Einnahme der Medikation – die Stärke des Zittern misst. Die Handhabung erweist sich als einfach, da die betroffene Person den Stift nur 30 Sekunden lang in der Hand halten muss, bis der Messwert am Display erscheint. Konkret wird die Tremorstärke in Milli-G angegeben, die die Amplitude des Tremors beschreiben. Zudem wird als weitere Parameter die Frequqenz des Zitterns gemessen. In dem kleinen Beipack-Tagebuch können die Daten tabellarisch erfasst und dem behandelndem Arzt zur Verfügung gestellt werden.

Kampagnenstart auf Indiegogo – Auslieferung des Tremipen ab Juli

Die vierwöchige Crowdfunding-Kampagne startete heute um 12:00 Uhr – genau am Welt-Parkinson-Tag und ermöglicht Schnellentschlossenen Tremipen reduziert vorzubestellen oder das Projekt finanziell zu unterstützen. Die Produktlieferung ist für Juli geplant. „Wir würden uns freuen, die angepeilte Summe so schnell wie möglich zu erreichen. Wir haben aber noch mehr vor“, sagt Zajki-Zechmeister. Zeitnah und bei der nächsten Stufe von 50.000 Euro Förderung ist geplant, dass die Messwerte auch via Bluetooth-Schnittstelle ausgelesen werden, sodass errechnete Parameter über das Smartphone oder eine PC-App gespreichert werden können.

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die Redaktion

Jugend Innovativ: Einreichphase für Österreichs größten Schulwettbewerb für Innovation startet

Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Projekte geht in die mittlerweile 34. Runde. Schüler und Lehrlinge im Alter von 15 bis 20 Jahren können ihre Ideen und Projekte bis zum 12. Jänner 2021 einreichen.
/jugend-innovativ-34-runde/
Jugend Innovativ
Der Startschuss zur aktuellen Runde von Jugend Innovativ fiel im Wiener Tribe.Space mit dem Startup Book Your Room, das bereits am Wettbewerb erfolgreich teilgenommen hat. | (c) martin pacher

Jugend Innovativ ist Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Ideen und Projekte und wird jährlich im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und Bildungsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice abgewickelt.

Bereits 10.000 Projekte

Der Wettbewerb blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits seit 33 Jahren werden Jugendliche dazu eingeladen, ihre Ideen einzureichen und auszuarbeiten. Bisher haben laut den Initiatoren bereits 10.000 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen.

Aus den Projekt-Teams sind zudem auch zahlreiche Unternehmensgründungen hervorgegangen, wie beispielsweise das Wiener Startup Book Your Room rund um die Gründer Clemens Walter, Paul Spitzer und Jakob Mayerhofer.

Die drei Jungunternehmer haben bereits während ihrer Zeit an der Handelsakademie in Wien Hietzing eine eigene Vermittlungsplattform für temporär ungenützte Räume entwickelt, die an Vereine und Unternehmen weiter vermietet werden. Der Start erfolge 2017 mit der Vermietung eines Turnsaals einer Partnerschule im 22. Bezirk in Wien. Mittlerweile hat Book Your Room mehrere Kooperationspartner an Bord und bietet neben Turnsälen für sportliche Aktivitäten auch Seminarräume und größere Locations für Tagungen an – der brutkasten berichtete.

34. Wettbewerbsrunde startet

Am Dienstagvormittag gab Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Bildungsminister Heinz Faßmann im Wiener Tribe.Space nun den offiziellen Startschuss für die 34. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ.

Gesucht werden die innovativsten Ideen in den Kategorien Design, Science, Engineering, Entrepreneurship sowie in der von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative gesponsorten Sonderpreis-Kategorie Sustainibility, der bereits seit 13 Jahren vergeben wird.

Anmeldungen sind bis 12. Jänner möglich

Anmeldungen zum Wettbewerb sind über ein Einreichtool ab sofort bis 12. Jänner 2021 möglich. Die Projektberichte sind bis 1. März 2021 zu erstellen und sind die Basis für die Bewertung durch Fach-Jurys. Mitmachen können Schüler und Lehrlinge im Alter von 15 bis 20 Jahren.

Für die besten Projekte gibt es Preisgelder im Gesamtwert von 33.000 Euro. Zusätzlich wird auch in dieser Runde wieder ein Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro verliehen. Das Gewinner-Team wird dabei wie bereits in der vergangenen Runde mittels Online-Voting ermittelt. Das Bundes-Finale 2021 ist für den 25.- 27. Mai geplant.

Neuerung bei Jugend Innovativ

In dieser Runde startet Jugend Innovativ mit einer Reihe an Neuerungen. So wird die Teilnahme dank einem neuem Einreichtool noch digitaler und einfacher und die Community der Projektteams und deren Projekt-Betreuer laut aws noch wichtiger als in den vergangenen Jahren.

Zudem gibt es beim sogenannten Digi-Bonus – dieser umfasst eine Unterstützung von 300 Euro für die 50 besten Digitalisierungs-Konzepte – einen weiteren Vorteil: Der Bonus wird erstmalig bereits im Jänner vergeben und kann laut aws somit ins laufende Projekt investiert werden.


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11.04.2018

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