Österreich auf Platz 3 der „Emerging Startup Hubs“ – kein Grund zum Feiern

In der Studie "The Rise Of The (Global) Rest" des US-Consulting-Unternehmens CB belegt Österreich den dritten Platz der "Emerging Startup Hubs". Ein Nachweis für die positive Entwicklung? Primär zeigt die Studie auf, wo Österreich im internationalen Vergleich eigentlich (noch) steht.
/oesterreich-auf-platz-3-der-emerging-startup-hubs-kein-grund-zum-feiern/

Zusammenfassung aus

Zusammenfassung ein

(c) fotolia.com - anela47
kommentar
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Platz 3 der „Emerging Startup Hubs“ – Wien hat sich diesen Titel im Städte-Ranking, Österreich im Länder-Ranking in einer Studie des US-Consulting-Unternehmens CB geholt. Damit wäre bewiesen: Es geht hierzulande bergauf. Oder? Eine genauere Betrachtung der Studie – sie heißt bezeichnenderweise „The Rise Of The (Global) Rest“ – zeigt zwei Dinge, die bei aller aufkommenden Freude zu beachten sind. Erstens handelt es sich um ein Ranking, bei dem ausschließlich der Anteil am weltweit investierten Venture Capital-Volumen gereiht wird. Und es ist eine Rangfolge der Zwerge. Genauer gesagt jener mehr als 50 Länder, die weltweit am unteren Ende der VC-Investitionen stehen und zusammen auf nur fünf Prozent der globalen Investments kommen. Zweitens werden nicht nur Investitionen in Startups gezählt, sondern auch B-, C- und D-Runden. Ein Ausreißer kann da schnell das Ranking durcheinanderwirbeln. Und genau das ist im Fall von Österreich passiert.

+++ 100 Mio Euro in 5 Jahren: Vorarlberger Russmedia startet Investitionsoffensive +++

Hinter Indonesien und Polen…

Mit 0,25 Prozent Anteil am globalen VC-Volumen steht Österreich im CB-Ranking auf Platz 3 hinter Indonesien (0,46 Prozent) und Polen (0,31 Prozent). Wien liegt im Städte-Ranking mit 0,17 Prozent hinter Jakarta (0,35 Prozent) und Dubai (0,18 Prozent) ebenfalls auf Platz drei. Und nun ein paar Vergleiche. Deutschland liegt mit drei Prozent beim zwölffachen des österreichischen Anteils, Großbritannien liegt mit sechs Prozent beim 24-fachen Anteil. Und die USA kommen auf 58 Prozent des globalen VC-Volumens (also das 232-fache des österreichischen Anteils). Nun, die sind eben eine Kategorie für sich.

„Österreich am Weg zum Gründerland Nummer 1? Wir müssen ja nur noch ein paar Ligen aufsteigen.“

Vom dritten Platz in der Regionalliga zum Champions League-Triumph?

Das Österreich in diesem Ranking den dritten Platz belegt ist also nicht gerade ein Grund zum Feiern. Klar, für den Fußballverein in der Regionalliga, der am Ende der Saison am dritten Platz landet, mag auch das ein schöner Erfolg sein. Die Spieler dieses Vereins wissen dennoch: Mit den Vereinen in der Bundesliga oder gar in der Champions League können sie es nicht aufnehmen. Die spielen eben sprichwörtlich „in einer anderen Liga“. In diesem Zusammenhang wirkt die immer wieder kommunizierte politische Zielsetzung dann eher lächerlich: Österreich am Weg zum Gründerland Nummer 1? Wir müssen ja nur noch ein paar Ligen aufsteigen. Zugegeben: Bei diesem Ziel zählen auch andere Dinge als das VC-Volumen. Aber jeder weiß: Wichtig ist dieses trotzdem.

Ein Haken namens Tricentis

Nun kann man natürlich argumentieren, dass Österreich klein ist (das machen wir ja gerne). Mit einem Zehntel der deutschen Bevölkerung auf ein Zwölftel des deutschen VC-Volumens zu kommen ist ja nun nicht so tragisch, oder? Stimmt, das Verhältnis ist in Ordnung. Die Sache hat nur leider einen Haken. Und dieser Haken heißt Tricentis. Das zehn Jahre alte Wiener Unternehmen (also kein Startup) hat Anfang des Jahres in einer B-Runde 165 Millionen US-Dollar aufgestellt – von einem US-VC-Fonds. Insgesamt werden in der Studie für Österreich 176 Millionen US-Dollar Investment bislang in diesem Jahr angegeben. Abgesehen von Tricentis, das sein Geld nicht von österreichischen Investoren bekam, konnten 2017 bis jetzt also noch 11 Millionen Dollar aufgestellt werden. Das ist dann im internationalen Vergleich doch recht bescheiden. 2016 waren es übrigens insgesamt 45 Millionen. 2015 gab es ähnliche Ausreißer wie Tricentis, etwa 120 Millionen Dollar für Nabriva Therapeutics (damals neun Jahre alt) in einer B-Runde – gesamt kam Österreich da auf 247 Millionen Dollar.

„Durch 165 Millionen Dollar von einem amerikanischen VC für ein einzelnes Nicht-Startup schummelt sich das Land auf das Podest der VC-Zwerge.“

Hoffen auf den Aufstieg in die nächste Liga

Fazit: Die Studie ist alles andere als ein Grund zum Feiern. Denn sie zeigt eigentlich: Die Lage der Anschlussfinanzierung ist in Österreich ist nach wie vor mies. Durch 165 Millionen Dollar von einem amerikanischen VC für ein einzelnes Nicht-Startup schummelt sich das Land auf das Podest der VC-Zwerge. Gibt es kommendes Jahr keine solche B-Runde, rutscht Österreich wieder aus der relativen in die totale Bedeutungslosigkeit. Aber lassen wir den Pessimismus beiseite: Es gibt einige Jungunternehmen, die sich in den kommenden Jahren für große B-Runden anbieten und so könnte es sogar mit dem Aufstieg in die nächste Liga etwas werden. Schön wäre es dann noch, wenn die Investments nicht zum überwiegenden Großteil aus dem Ausland kämen. Milliardäre hätten wir hier prinzipiell genug.

+++ IST CUBE: Neuer 5 Mio Euro-Investmentfonds für Tech-Startups +++

die Redaktion

Startup Executive Academy: Alles, was man als Early-Stage-Startup wissen muss

In der dreimonatigen, internationalen Startup Executive Academy von Silicon Castles lernen Early-Stage-Startups, wie sie ihr Business vorantreiben.
/startup-executive-academy/
Startup Executive Academy
Zuvor fand die Startup Executive Academy offline statt, nun wird sie online durchgeführt. (c) Silicon Castles
sponsored

Die Startup Executive Academy (SEA) ist ein internationales, drei-monatiges Go-to-Market Programm für Führungskräfte und GründerInnen von Early-Stage Technologie-Startups, das jährlich seit 2017 stattfindet. Dieses Jahr wird die SEA20 Online erstmals online durchgeführt. Organisiert wird die SEA20 Online von Silicon Castles, einem Strategic Business Accelerator aus Salzburg.

Ziel der SEA ist es, dich als Teilnehmer/In mit neuen Fähigkeiten und Wissen auszustatten, das dich bereit macht, dein Startup auf ein neues Level zu bringen. Die Inhalte, vermittelt durch eine hochkarätige Faculty aus Wirtschaft und der akademischen Welt, sind stark praxisorientiert und optimal auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Startups abgestimmt. Geleitet wird die SEA Faculty von Prof. Baba Shiv von der Stanford Graduate School of Business und Andreas Spechtler, dem CEO von Silicon Castles.

Stage 1 – Oktober

Woche 1-2: Online Business Challenge Assessment

Während eines Video-Calls mit dir und deinen Mitarbeiter/innen wird das Silicon Castles Team und ein SEA Faculty Mitglied die aktuellen Herausforderung(en) deines Startups identifizieren. Darauf aufbauend  bekommt ihr Empfehlungen dazu, welche Themen ihr intern diskutieren und vorbereiten solltet, um optimal von der Teilnahme bei der SEA20 Online zu profitieren.

Woche 3: Triff deine SEA20 Online Gruppe

Basierend auf den Ergebnissen des Online Business Challenge Assessment wirst du einer Gruppe von Startups zugeteilt. Die Gruppenmitglieder unterstützen sich gegenseitig im Lernprozess und bei den Vorbereitungen für die Live Online Sessions.

Stage 2 – November

(c) Silicon Castles

Woche 4: SEA20 Online – Business Model & Strategy I & Storytelling

An jedem Montag der kommenden vier Wochen bekommst du nun Zugang zu Videos und anderen Unterlagen und Übungen, mit denen du dich auf die Live Online Sessions am darauffolgenden Samstagnachmittag vorbereiten kannst. Zwischen den Live Online Sessions hast du die Möglichkeit, dir individuelles Feedback von ausgewählten SEA Faculty Mitgliedern in privaten 1:1 Video-Calls einzuholen.

Prof. Baba Shiv beginnt die erste Woche dieser Stage 2 mit dem Business Model Canvas (BMC), einem erprobten, visuellen Werkzeug, das dir beim Entwickeln und Verfeinern deiner Geschäftsstrategie hilft. In den Vorbereitungsvideos wird Baba die einzelnen Teile des Canvas beleuchten, die übrige Woche nutzt du, um eigenständig dein BMC zu erstellen oder upzudaten. Während der zwei Live Online Sessions zu Business Model & Strategy werden die Herausforderungen, die du möglicherweise beim Erstellen des BMC hattest, sowie der optimale Einsatz des Canvas als Werkzeug, beleuchtet.

Die zweite Session der Woche wird von Marketing-Expertin Catherine Ogilvie unterrichtet. Catherine ist Gründungsmitglied von Napster und ehemalige Marketing-Führungskraft in großen Firmen wie Dolby. Sie wird dich beim Erstellen eins überzeugenden und authentischen Messagings leiten, die das Grundgerüst für deine interne und externe Kommunikationsstrategie bildet. Als Vorbereitung für die Session wirst du dein eigenes Marketing Canvas mithilfe der Videos gestalten.

Woche 5: SEA20 Online – Business Model & Strategy II & Value Proposition

Nach dem zweiten Teil von Business Model & Strategy geht es mit der Value Proposition Session von Prof. Baba Shiv weiter. In dieser Session wirst du ein Verständnis für die Mechanismen des instinktiven Gehirns bekommen, das einen großen Teil der menschlichen Entscheidungen und Handlungen beeinflusst, die nicht nur automatisch, sondern häufig unbewusst ablaufen. Du wirst lernen, wie du diese Information nutzen kannst, um Lösungen zu entdecken und zu gestalten, die das instinktive Gehirn ansprechen, um dann Value Propositions für diese instinktiven Lösungen zu erstellen.

Woche 6: SEA20 Online – Pricing, Sales & Negotiation

In Woche 6 wird Maciej Kraus, VC und ehemaliger PWC Global Pricing Head, der bereits an über 100 globalen Preisgestaltungsprojekten beteiligt war, dich zuerst mit den verschiedenen Preisgestaltungstrategien und Taktiken vertraut machen. Dazu zählen Preisbildung in umkämpften Märkten, Nachfrageschätzung, Preisdiskriminierung, und Preisgestaltung innovativer Produkte. Als Vorbereitung auf die Session wirst du dein eigenes Pricing Canvas erstellen.

Das Thema Sales wird gemeinsam von Andreas Spechtler, CEO von Silicon Castles und ehemaliger Präsident von Dolby International, und Mahesh Sundaram, CCO von Authentic Vision und ehemaliger VP Worldwide Sales und Customer Support von Immersion Corporation, vorgestellt. Zusammen haben die beiden über 500 Deals in allen Ecken der Welt erfolgreich abgeschlossen und werden die Erfahrungen, die sie dabei gesammelt haben, teilen, sowie weitverbreitete Irrglauben und Best Practices im Technologievertrieb aufklären.

Um erfolgreich zu verkaufen ist Verhandlungsgeschick gefragt. Dafür ist Christian Dreyer der Experte. Er ist Ex-McKinsey Berater und Unternehmer mit über 30 Jahren Erfahrung. Was braucht es um ein/e gute/r Verhandler/in zu sein? Wie treibe ich meine eigenen Interessen voran, ohne mein Gegenüber zu befremden? Wie reagiere ich, wenn mein Gegenüber auf einmal nicht mehr fair spielt?

(c) Silicon Castles

Woche 7: SEA20 Online – Investors

In der letzten Woche der Stage 2 geht es zuerst um Investoren – ein höchst relevantes, aber auch gefürchtetes Thema für viele Startups. Pascal Levensohn, Senior Managing Director von Dolby Family Ventures und ein wahrer Silicon Valley Veteran, wird dir die verschiedenen Arten von Investoren näherbringen, und erklären, wie und wann man sie anspricht.

Am 29. November, dem letzten Tag der Stage 2, findet der SEA CIRCLE Tag statt. Der SEA CIRCLE ist das Alumninetzwerk der Academy und umfasst 40+ Startups. An diesem Tag finden sich alle ehemaligen und aktuellen SEA Teilnehmer virtuell zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, wie jede/r mit der Covid-Krise umgegangen ist. Anschließend hast du bei einem Live Pitch Commentary die Möglichkeit, in den Kopf eines VCs einzutauchen und damit deinen eigenen Pitch zu verbessern. Nach einer Keynote von Prof. Baba Shiv endet der Tag mit einer offenen Q&A Session mit allen SEA Faculty Mitgliedern.

Stage 3 – Dezember & 2021

Woche 8-9: Online Faculty Mentoring

So, du hast viel gelernt während der SEA20 Online und brennst darauf, das alles umzusetzen und damit dein Startup auf das nächste Level zu bringen! Veränderungen zu implementieren kann unglaublich lohnend sein, aber ist meistens auch mit einigen Hürden verbunden. Ausgewählte SEA Faculty Mitglieder und das Silicon Castles Team werden dir bei diesem Prozess zur Seite stehen und dich während eines Mentoring Calls beraten.

Jänner 2021 und darüber hinaus: SEA CIRCLE Sessions

Ab Jänner 2021 wird sich der SEA CIRCLE und die SEA Faculty einmal im Monat zu einer online SEA CIRLE Session treffen, bei der neue Startup-Themen im Fokus stehen – erweitere deinen Wissensstand und deine Fähigkeiten und hole dir Rat und Feedback von der SEA Faculty!

Interessiert? Anmelden für die SEA20 Online kann man sich bis Ende August. Mehr Infos zum Programm, der Faculty und den Kosten findest du auf hier. Bei weiteren Fragen schicke einfach eine E-Mail an [email protected]

Redaktionstipps
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.
Möchtest du in Zukunft mehr von diesen Artikeln lesen?

Dann melde dich für unseren Newsletter an!

Leselisten zum Schmökern

Neueste Nachrichten

Summary Modus

Österreich auf Platz 3 der „Emerging Startup Hubs“ – kein Grund zum Feiern

Es gibt neue Nachrichten

Auch interessant