Monkee: Tiroler FinTech-Startup will Jungfamilien beim Sparen helfen

Startup-Portrait. Das Tiroler Startup Monkee möchte Sparen per App einfacher machen. Im Gespräch mit dem brutkasten sprachen die Gründer Martin Granig und Christian Schneider über ihre Motivation und den finanziellen Aspekt bei der ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheit.
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Monkee, FinTech, Sparen, Martin Granig, Christian Schneider, Jean-Yves Bitterlich
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Monkee wurde von Martin Granig, Christian Schneider und Jean-Yves Bitterlich Ende März 2018 mit einem Ziel gegründet: Menschen dabei zu helfen, finanziell „gesünder“ zu leben. „Wir kombinieren in unserer App Behavioral-Design, Gamification und Machine Learning, um dabei zu unterstützen, mehr Geld für die Zukunft zu sparen. Obwohl unser Produkt von jedem benutzt werden kann und soll, haben wir uns entschieden, in einem ersten Schritt vor allem jungen Familien zu helfen“ erklärt Granig. „Sie sind es vor allem, die sich mit höheren Kosten durch die Kindererziehung und gleichzeitig oft geringerem Einkommen wegen Karenz oder Teilzeitarbeit herumplagen müssen.“

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„Finanzielle Gesundheit bleibt ein Tabu“

Das Gründerteam des FinTech-Startups ist davon überzeugt, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit erfordert, das physische, mentale und finanzielle Wohlergehen in Balance zu bringen. „Denn eine schlechte finanzielle Situation wirkt sich negativ auf alle anderen Lebensbereiche aus. Wir achten auf einen gesunden Körper, vermehrt auch auf mentales Wohlbefinden – aber die finanzielle Gesundheit bleibt ein Tabu“, sagt Granig. Er führt Studien ins Feld, die zeigen, dass gerade finanzielle Sorgen den Menschen physisch und mental besonders belasten.

Monkee sieht sich, nach eigenen Worten, als ein logischer nächster Schritt des generellen Gesundheitstrends. „Wir möchten nach der physischen (etwa Runtastic oder Fitness Tracker) und mentalen (Headspace oder Calm) Hilfe nun einen Beitrag zur Verbesserung der finanziellen Gesundheit liefern“, sagt Granig.

Keine Rücklagen aber One-Click-Shopping

Ein besonderes Problem der heutigen Zeit sei es, so der Gründer weiter, dass rund ein Viertel der Österreicher keinerlei finanzielle Rücklagen hätten und sich kaum die Reparatur der Waschmaschine leisten könnten. „Demgegenüber ist Geldausgeben so einfach wie nie. Zahlreiche Innovationen in diesem Bereich, wie personalisierte Werbung und One-Click-Shopping verführen uns zu unkontrolliertem Konsum. Wir sind es gewohnt, Konsumgüter sofort zu bekommen, auch wenn wir sie vielleicht gar nicht brauchen oder uns im Moment gar nicht leisten können“, warnt der Gründer.

Mit vier Elementen gegen „instant-gratification“

Um Menschen dazu zu motivieren, dem Drang nach instant-gratification zu widerstehen und mehr Geld für die Zukunft zu sparen, hat das Monkee-Team in der App vier Elemente miteinander vereint. Erstens: Der Nutzer ist befähigt, konkrete Ziele selbst zu definieren. Hier unterstützt Monkee durch Vorschläge, die Ziele von „ähnlichen“ Usern aufzeigen.

Beim zweiten Element von Monkee, das beim Rücklagen-Bilden helfen soll, handelt es sich um ein Interface, mit dem auch Kleinbeträge im Alltag mit zwei Klicks gespart werden können. „Es muss in der App nur einmal das bestehende Konto (Anm.: von jeder Bank möglich) angebunden werden. Jeder Sparbeitrag wir anschließend bei unserer Partnerbank sicher für den Nutzer verwahrt“, erklärt Schneider.

Monkee: Ein Finanzcoach, der zum Sparen aufruft

Element Nummer 3, der Finanzcoach, soll helfen, Gewohnheiten zu formen, um kontinuierlich für die gesetzten Ziele zu sparen. Dabei bricht die App längerfristige Ziele auf Wochen-Ziele herunter und versucht durch Erinnerungen, Feedback zum Sparerfolg oder „Call-to-Actions“ bei der Erreichung dieser kleineren Ziele zu unterstützen. Der Algorithmus lerne zudem mit der Zeit wann und wie der Nutzer erreicht werden müsse, um die Wahrscheinlichkeit für einen Sparbetrag zu erhöhen.

Family & Friends einladen

Der letzte und vierte Punkt des Element-Pakets zur Spar-Motivation lautet Social Saving. Hier können mit Monkee Familienmitglieder oder Freunde dazu eingeladen werden einzelne Sparziele mit kleinen Beiträgen zu unterstützen. Oder gemeinsam für ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk zusammenzulegen.

Monkee und Partner im Kampf für finanzielle Gesundheit

Die Basis-Version der App ist kostenlos. „Auf längere Sicht wird es aber eine Premium-Version geben, die Zugang zu zusätzlichen Services von Monkee ermöglicht“ so Granig. Mit dem anfänglich eigenfinanzierten Startup hat er nach dem Launch der Version 1.0 weitere Ziele. „Wir wollen kontinuierlich unsere Services in Kooperation mit Partnern erweitern, die alle auf dieselbe Vision der ‚Erhöhung der finanziellen Gesundheit‘ abzielen“ sagt er.

Launch im Juni – Anmeldung auf Homepage jetzt möglich

Die erste Version der App wurde zwar durch Ersparnisse der Gründer finanziert, aber mittlerweile ist man nicht mehr allein: „Die weiteren Schritte erfolgen mit Unterstützung – dazu freuen wir uns schon bald mehr Details bekanntgeben zu können“, erklären die Founder. „Wir befinden uns aktuell in der erweiterten Beta-Test-Phase. Interessierte können sich jedoch bereits jetzt auf unserer Homepage anmelden, um als eine der Ersten Zugang zu dieser neuen Spar-Experience zu bekommen“. Die App wird voraussichtlich Mitte Juni im App-Store für alle downloadbar sein.


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Redaktionstipps

Martin Pacher

Paddies: NÖ Snack-Startup expandiert nach Deutschland – bereits in 130 Supermärkten gelistet

Das niederösterreichische Startup Selectum mit Sitz in Wolkersdorf bei Wien hat 2019 mit der Produktion eines neuartigen Knabbergebäcks namens "Paddies" gestartet. Nun erfolgt die Expansion nach Deutschland, wofür das Startup Investoren sucht.
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Paddies
Aktuell produziert Selectum 100.000 Packungen pro Monat | (c) Robert Gartner

Seit Feber letzten Jahres ist Paddies, ein gebackener Snackpolster mit Dip gefüllt, im österreichischen Einzelhandel gelistet. Die Herstellung des proteinreichen Knabbergebäcks, das aus Reis- und Kichererbsenmehl besteht, erfolgt in Wolkersdorf durch das niederösterreichische Food-Startup Selectum.

Das Unternehmen rund um die Gründer Camilo Wolff und Heidrun Weiss verfügt über Produktionskapazitäten von rund 560.000 Packungen pro Monat und bereitete letztes Jahr seine Expansion nach Deutschland vor – der brutkasten berichtete.

Erste LKW-Ladung nach Deutschland

Vergangene Woche war es nun so weit und die Expansion nach Deutschland nahm wortwörtlich an Fahrt auf. „Letzten Freitag haben wir unseren ersten komplett vollbeladenen LKW nach Deutschland geschickt und das war der erste von vielen, die noch kommen werden“, so Wolff, der nicht nur gelernter „Production Engineer“ ist, sondern auch über dreizehn Jahre Erfahrung in der Lebensmittelindustrie verfügt.

Den Schritt nach Deutschland schaffte das aufstrebende Food-Startup aus Niederösterreich über das Food Innovation Camp von REWE Süd. Wie Wolff gegenüber dem brutkasten erläutert, sind die Knabbersnacks aktuell in insgesamt 130 Supermärkten in Deutschland gelistet. Zudem führt das Team derzeit auch Gespräche mit weitere Partnern. „Momentan sind wir beispielsweise in Gesprächen mit Edeka, um unser Produkt in Deutschland noch weiter auszurollen“, so Wolff.

Mittlerweile sind auch Aufträge aus den Niederlanden und Ungarn eingelangt, wobei der Knabbersnack auch als White-Label-Produkt im B2B-Bereich angeboten wird. „Für Kunden in anderen Ländern bieten wir unsere Produkte unter deren Marke und Namen an“, so Wolff.

Camilo Wolff mit seinem Team | (c) Selectum LinkedIn / Robert Gartner

100.000 Packungen „Paddies“ pro Monat

Aktuell produziert das Startup in einem Einschichtbetrieb rund 100.000 Packungen pro Monat. Die Auslastung der Kapazitäten ist laut Wolff jedoch noch nicht erreicht. „Prinzipiell verfügen wir über Produktionskapazitäten für einen Dreischichtbetrieb und die besagten 560.000 Packungen pro Monat“, so Wolff. Aktuell arbeiten fünf Personen in der Produktion und drei Personen im Sales und Marketing.

Neben dem Vertrieb im klassischen Einzelhandel setzt das Startup unter anderem auch auf Online-Lieferdienste, wie Gurkerl.at, die aktuell in Österreich am Vormarsch sind.

Auf Investorensuche und internationale Auszeichnung

Für 2021 ist die Erweiterung des Produktsortimentes, um eine weitere Sorte geplant. Zudem befindet sich das Startup aktuell auf Investorensuche. „Für den Markeintritt in Deutschland sind wir noch immer auf der Suche nach einem passenden Investor, da wir in Zuge dessen einiges in Marketing investieren werden müssen“, so Wolff.

Erste Erfolge in Deutschland konnte Selectum jedenfalls schon für sich verbuchen. So belegte das Unternehmen im Rahmen der ISM Süßwarenmesse in Köln – sie zählt zu den weltweitführenden Fachmessen in diesem Segment – den zweiten Platz.


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