Megasus ist insolvent: Aus für Kunststoff-Hufeisen aus der Steiermark

Das Startup Megasus Horserunners aus Fürstenfeld (Steiermark) wollte mit seinen "Pferde-Sneakers" die Jahrtausende alte Hufeisen-Technologie ersetzen. Nun musste Insolvenz angemeldet werden.
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Megasus: Die Pferde-Sneakers
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Es war ein großes Projekt, das da von Fürstenfeld aus betrieben wurde. Mehr als 2000 Jahre lang hatte sich der Technologie-Standard bei Hufeisen nicht geändert, als Megasus Horserunners vor einigen Jahren mit seinen „Pferde-Sneakers“ auf den Plan trat. Bei PferdeliebhaberInnen stieß man mit den Kunststoff-Hufeisen, die mehrere Vorteile gegenüber dem klassischen Produkt bieten, auf enormes Interesse. Ein Promotion-Video erreichte etwa 2016 beachtliche 1,6 Millionen Views. Auf Kickstarter holte man sich rund 170.000 Euro, im Nachgang noch weiteres Kapital auf Indiegogo. Internationale Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wired und der Discovery Channel berichteten über das Produkt.

+++ Archiv: 190.000 Euro Crowdfunding-Kapital für steirische Pferde-Sneakers +++

Kein Kapital für den Rollout

„Heute teilen wir euch schweren Herzens mit, dass wir aufgeben müssen, für unsere Pferde zu kämpfen. Wir mussten Insolvenz anmelden“, ist nun auf der Website zu lesen. Ein Konkursverfahren beim Landesgericht Graz wurde heute eröffnet. Gescheitert ist Megasus an fehlendem Kapital für den Rollout, wie aus dem emotionalen Statement auf der Firmen-Page hervorgeht. Das 13-köpfige Team habe viel Zeit, Energie, Leidenschaft und Geld investiert. „Wir haben alles gegeben, um unseren Traum zu verwirklichen und das Leben unserer Pferde zu verbessern. Trotz monatelanger Investorengespräche sind die Menschen leider noch immer nicht bereit, in das Wohl der Tiere zu investieren“.

Megasus scheiterte „knapp vor dem Durchbruch“

Dabei sei man kurz davor gewesen, durchzustarten, ist man sich bei Megasus sicher: „Alles steht bereit: Die gesamte Produktions- und Logistikkette ist startklar. Wir haben in den letzten Monaten über dem Feintuning der Produkte gebrütet und für die Beseitigung der ‚Kinderkrankheiten‘ tolle Lösungen gefunden“, heißt es weiter. Man habe viel positives Feedback aus der Praxis bekommen, das den Glauben an das Produkt stetig gestärkt habe. Aufgegeben werde daher nur das unternehmen, nicht die Idee: „Wir hoffen, dass wir der Pferdewelt genug Anstoß geben konnten, auch wenn unser Weg nun zu Ende ist“.

⇒ zur Page des Startups

Stefan Mey

Die Coronakrise zeigte, wie Unternehmen die Kontrolle über ihre IT-Security verloren

Themen wie "Bring your own Device" haben während des Lockdown eine neue Dimension angenommen. Zudem reagierten viele AIs falsch. Doch es gibt auch Lichtblicke.
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(c) Adobe Stock / alex.pin

Früher war alles so einfach. Der Vorgesetzte sagte dem Mitarbeiter, was er wann und wie zu tun hat und welche Sicherheitsvorkehrungen er dabei einzuhalten hat – und der Mitarbeiter hat sich daran gehalten. Doch nun ändert sich dies, wie Expertinnen und Experten im Rahmen des virtuellen Cisco Security Roundtable am 22. September erläuterten.

Denn nun hat jeder Mensch selbst die für ihn passende Technik in der Hand, nutzt diese privat und erwartet, dass er die Tools auch im Berufsleben verwenden kann. Allerdings bedeuten mehr Tools auch mehr Kreativität – und mehr Kreativität bedeutet, dass die Mitarbeiter potenziell mehr Schaden anrichten können. Hinzu kommt, dass Sicherheit nichts mehr ist, das rein zentralisiert innerhalb des Unternehmens verläuft – sondern sich über mehrere Punkte verteilt, die sich großteils außerhalb des Unternehmens befinden.

Home Office als Sicherheitsrisiko

Besonders deutlich wurde dies in den ersten Wochen des Corona-Lockdown, als von einem Tag auf den anderen auf Home Office umgestellt wurde. Im April wurden alleine mit Cisco Webex 25 Milliarden Meeting-Minuten durch 500 Millionen User abgehalten – mehr als das Dreifache vom Februar. Auch sonst war man recht flott darin, auf neue Lösungen und Software umzusteigen, um weiter arbeiten zu können.

Zugleich standen die Arbeitgeber vor einer Herausforderung in punkto Betriebsmittel. „Die Supply Chain brach zusammen und Unternehmen konnten Mitarbeitern nicht die Laptops besorgen, die sie im Home Office benötigten. Also wurden oft einfach die Privat-Laptops genutzt“, sagt Wendy Nather, Head of Advisory CISOs (Chief Information Security Officer) bei Ciscos Duo Security.

Das bringt aber neue Probleme mit sich. Denn die Mitarbeiter betonen nun, dass es sich bei den besagten Laptops nicht um Firmeneigentum handelt und somit der Arbeitgeber kein Recht hat, dort Sicherheitssoftware zu installieren und zum Beispiel die Nutzung privater – und somit eventuell schädlicher – Anwendungen zu blockieren.

False Positives in der AI

„Zugleich spielten im Frühjahr die Security-Roboter verrückt“, sagt Wolf Goehrlich, CISO Advisor bei Cisco. Denn das Trainieren einer Künsltichen Intellligenz via Machine Learning erfordert Monate – hier wiederum änderte sich die Situation von einem Tag auf den anderen. Daher gab es viele „False Positives“ – also Situationen, in denen die Security-AI eine potenzielle Bedrohung bemerkte, die aber gar keine war.

„Viele eigentlich gute Machine-Learning-Tools mussten daher suspendiert werden, damit die Mitarbeiter weiter arbeiten konnten“, sagt Goerlich. Nather verweist hier auf eine generelle Faustregel von Automatisierung über AI: Der Sinn selbiger ist, dass man sie einmal aufsetzt, so dass sie lernt und dann selbständig läuft. Nur wenn man dafür ein entsprechend langfristiges Commitment aufbringt, ist eine AI entsprechend nützlich.

Die größten Herausforderungen für CISOs

Das soll natürlich nicht heißen, dass die Lage hoffnungslos ist – nach wie vor gibt es ein Wettrüsten zwischen Cyberkriminellen und Unternehmen, für das Anbieter wie Cisco stets an besseren Lösungen arbeiten.

Doch angesprochen auf die aktuell größten Herausforderungen für CISOs betonen die Expertinnen und Experten sehr wohl, dass es sich dabei neben Dauerbrennern wie dem Verwalten des Tool-Portfolios sowie der Personalsuche und -bindung um den Bereich Remote Work handelt – inklusive des mangelnden Überblicks über die Geräte, der False Alerts und der Etablierung einer Security-Culture, in der die Mitarbeiter im Ernstfall wissen, wie sie richtig handeln.

Eine Zukunft ohne Passwörter

Abschließend gibt es jedoch auch noch einen positiven Ausblick: Es wird daran gearbeitet, für User eine passwortfreie Zukunft zu ermöglichen. Denn zwar haben die CISOs gerade andere Sorgen – also: Remote Work -, jedoch haben sich die Anbieter zur FIDO Alliance zusammen geschlossen, um neue Möglichkeiten der Authentifizierung zu ermöglichen. Nach unter anderem Google ist letztes Jahr auch Microsoft und dieses Jahr Apple der Allianz beigetreten. Sie sollen die Lösungen schrittweise in ihre Betriebssysteme integrieren.

Laut Nather ist dies möglich, weil Smartphones nun mit entsprechenden Sicherheitsfeatures ausgestattet sind. So könnte sich der User am Handy per Fingerabdruck oder Gesichtsscan identifizieren, wodurch wiederum eine Anwendung am PC freigeschaltet wird. „Dadurch ist es möglich, das Leben der Mitarbeiter sicherer und zugleich einfacher zu machen“, sagt Richard Archdeacon, Advisor CISO bei Cisco: „Und wenn man es als Security-Team schafft, den Mitarbeitern das Leben sogar zu erleichtern, dann ist das schon ein ordentliches Plus.“

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