Neue Plattform bringt MedTech- und BioTech-Startups an die Wiener Börse

In ein paar Wochen wird in Österreich die Plattform Aescuvest starten, die das Crowdinvesting in Startups und KMU aus den Sektoren MedTech, Biotech und Digital Health ermöglicht. Außerdem gibt es Unterstützung für ein Listing im ‚direct market plus‘ der Börse Wien.
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Seit Ende 2018 gibt es die europaweite Plattform aescuvest, welche Crowdfunding in Startups und KMU aus den Sektoren MedTech, Biotech und Digital Health ermöglicht. Mit der in Deutschland aktiven Plattform aescuvest.de wird dabei klassisches Crowdinvesting ermöglicht, wie man es von anderen Plattformen dieser Art kennt. Ende August wird die Plattform auch in Österreich ergänzen – allerdings wird das Crowdinvesting um die Möglichkeit erweitert, ein Listing an der Börse Wien durchzuführen.

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Denn seit 1. Juli ist aescuvest Direct Funding Partner der Wiener Börse. Somit kann die Plattform diverse KMU und Startups dabei unterstützen, ein Listing im „direct market plus“ durchzuführen – also eben in jenem Teilsegment der Wiener Börse, in dem auch zum Beispiel startup300 gelistet ist. In den ‚direct market plus‘ sind Aktien (einschließlich durch Zertifikate vertretene Aktien) aufgenommen, die zum Handel in den Vienna MTF einbezogen sind, und deren Emittenten sich vertraglich zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten.

Die Unternehmen bekommen dann eine ISIN wie jedes andere börsennotierte Unternehmen und können über herkömmliche Broker gehandelt werden. Das erste Projekt in diesem Programm wird Ende August vorgestellt. Ergänzend dazu ist es auch möglich, als Privater, Institutioneller oder Business Angel in die Startups und KMU zu investieren. Hier wird das Prozedere ähnlich wie bei anderen Plattformen ablaufen.

Weniger Crowdinvesting in Startups

Das Crowdinvesting in Startups allgemein hat in den vergangenen Monaten laut einer Studie von CrowdCircus stark nachgelassen. Der Großteil des Crowdinvesting-Marktes entfällt derzeit auf Immobilien, indes schrumpfte im ersten Halbjahr 2019 das Finanzierungsvolumen von Nicht-Immobilien-Projekten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018  von circa 4,6 Millionen Euro auf rund 3,3 Millionen Euro.

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Zugleich wächst die Bedeutung von HealthTech: Immer mehr Investoren entdecken das Thema für sich – darunter auch Corporates aus der Gesundheitsbranche, die in diversen Formen Kooperationen mit Startups und KMU anstreben.

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Laut Patrick Pfeffer, Bioinformatiker, Gründer und Geschäftsführer von aescuvest, ist sein Projekt „die erste europäische Crowdfunding-Plattform, die sich auf den innovativen und nachhaltig wachsenden Gesundheitsmarkt spezialisiert hat“. Dabei haben dem Gründer zufolge die privaten und institutionellen Investoren die Möglichkeit, „in diesen wachsenden Wirtschaftszweig mit überdurchschnittlichen Renditenchancen zu investieren“.

Zugleich muss an dieser Stelle jedoch erwähnt werden, dass gerade im BioTech- und MedTech-Segment meist lange Entwicklungszeiten nötig sind, bevor sich der hohe F&E-Aufwand in operativen Umsatz verwandeln lässt.

Europäisches Projekt für BioTech und MedTech

Die Plattform aescuvest ist Partner des Netzwerks EIT Health, das von der EU unterstützt wird. Laut Eigendefinition fördert EIT Health „gezielt bedarfsorientierte und zukunftsweisende Projekte durch Know-how-Transfer und Vernetzung von Innovatoren mit Kostenträgern, öffentlichen Institutionen, Universitäten und Investoren.“ Wichtig ist den Initiatoren die grenzüberschreitende europäische Zusammenarbeit, der Launch der Plattform im Jahr 2018 wird als gutes Beispiel dafür gesehen.

„Crowdfunding stoppt immer wieder an den Landesgrenzen“, sagt Jan-Philipp Beck, CEO von EIT Health: „Die Zusammenarbeit mit aescuvest.eu ermöglicht es uns hier, Startups ein einzigartiges Angebot zu bieten, mit dem wir uns von anderen Accelerator-Programmen klar unterscheiden.“ Der Fokus der Plattform auf Projekte aus dem Gesundheitssektor in Kombination mit dem Zugang von EIT Health zu diversen Unternehmen biete den Anlegern „nachhaltige und spannende Investitionsmöglichkeiten,“ sagt er weiters.

Redaktionstipps

die Redaktion

WorkHero: Firstbird verschafft Arbeitslosen Unterstützung von Ex-Kollegen

Mit WorkHero launcht das Wiener HR-Startup Firstbird heute einen neuen Dienst. Damit können sich Arbeitssuchende Referenzen von ihren Ex-Kollegen einholen.
/workhero-firstbird/
Die Firstbird-Founder Daniel Winter (CTO), Matthias Wolf (COO) und Arnim Wahls (CEO) - WorkHero
(c) Firstbird: Die Gründer Daniel Winter (CTO), Matthias Wolf (COO) und Arnim Wahls (CEO)
hr

„Ein Lebenslauf lässt oft viele Leistungen und Erfolge im Verborgenen. Mit WorkHero können Arbeitssuchende durch vertrauenswürdige Empfehlungen zeigen, was wirklich in ihnen steckt“, sagt Arnim Wahls, CEO von Firstbird. Das Wiener HR-Startup hat sein neues Service WorkHero heute gelauncht. Damit können Arbeitssuchende Referenzen von ehemaligen Kollegen einholen. Insbesondere Arbeitssuchende aus den von der Krise stark betroffenen Branchen Tourismus, Gastronomie, Handel, Bau und Produktion sollen davon profitieren, heißt es vom Startup.

+++ Mehr zum Thema HR +++

WorkHero: Für Arbeitssuchende und krisengeschüttelte Unternehmen

Über WorkHero können sich Arbeitssuchende ein Profil erstellen, ihre Arbeitserfahrung hinterlegen und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Kunden oder Vorgesetzte um Empfehlungsschreiben bitten. „Diese wertvollen Empfehlungen erhöhen das Vertrauen bei zukünftigen Arbeitgebern und führen zu schnelleren Einstellungsentscheidungen“, hofft man bei Firstbird. Zudem werde das Service auch Unternehmen angeboten, die aufgrund der Coronakrise Entlassungen durchführen müssten, heißt es vom Startup. Diese könnten dadurch ihre ehemaligen Mitarbeiter aktiv bei der Neuorientierung unterstützen. WorkHero ist kostenlos und wurde parallel auf drei Kontinenten gelauncht. In den Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz den USA und Australien werde das Service von lokalen Partnern wie Stellenbörsen und Branchenverbänden unterstützt, heißt es von Firstbird.

Ergänzung zum Firstbird-Modell

Mit dem neuen Service adaptiert das Wiener Startup sein seit einigen Jahren praktiziertes Modell. Über dieses können sich Mitarbeiter Prämien sichern, wenn sie neue Mitarbeiter anwerben bzw. Job-Angebote in ihrem Umfeld promoten. Die Idee dahinter: Einerseits soll HR-Abteilungen durch das „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter“-Prinzip das Finden geeigneter Fachkräfte deutlich erleichtert werden. Andererseits sollen die Mitarbeiter selber sich dadurch stärker wertgeschätzt und „empowered“ fühlen. Unternehmen wie McDonalds, Deloitte und die Deutsche Telekom zählen zu den Referenzkunden.

⇒ Zur Page des Startups

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