Lumos Ultra: Fahradhelm sammelt über 1,8 Millionen Euro auf Kickstarter

Lumos hat mit dem Lumos Ultra einen smarten Fahradhelm entwickelt, der auf Kickstarter das Fundingziel von rund 50.000 Euro in vier Minuten erreicht hat. Nun steht das Startup bei etwas mehr als 1,8 Millionen Euro und über 17.000 Unterstützern. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 20. Juli.
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Lumos Ultra, Helm, Radhelm, Fahrradhelm, Kickstarter
(c) Lumos/FB - Der smarte Helm Lumos Ultra konnte sein Fundingziel auf Kickstarter weit übertreffen.
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  • Rund fünf Millionen Österreicher nutzen dem VCÖ nach, einer gemeinnützige Organisation für eine bessere Verkehrswelt, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel.
  • Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden.
  • Global befinden sich geschätzt Laut dem „International Bicycle Fund“ werden jährlich 130 Millionen Fahrräder verkauft.
  • Zahlen, die sich im Crowdfunding für den smarten Fahrradhelm Lumos Ultra widerspiegeln.
  • Die Kickstarter-Kampagne läuft seit Ende Mai und hat das ursprüngliche Ziel von rund 50.000 Euro zu generieren in vier Minuten geschafft.
  • Nun steht man bei mehr als 1,8 Millionen Euro.
  • Die Akkulaufzeit des Lumos Ultra beträgt zehn Stunden bei einem Gewicht von 380 Gramm.

Rund fünf Millionen Österreicher nutzen laut VCÖ, einer gemeinnützigen Organisation „für ökologisch verträgliche, sozial gerechte und ökonomisch effiziente Mobilität“, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel. Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag im Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden. Global werden laut dem „International Bicycle Fund“ jährlich 130 Millionen Fahrräder verkauft. Es sind Zahlen, die sich auch in einer Crowdfunding-Kampagne für den smarten Fahrradhelm Lumos Ultra widerspiegeln.

Lumos Ultra: Über 50.000 Euro in vier Minuten

Das Hongkonger Startup hat mit seinem Produkt einen intelligentem Fahrradhelm mit Vorder-, Rück- und Bremslicht, sowie Blinker geschaffen. Insgesamt 48 LEDs sind in den Helm integriert und sollen so für mehr Sichtbarkeit sorgen. Die Kickstarter-Kampagne läuft seit Ende Mai und hatte ursprüngliche Ziel, rund 50.000 Euro zu generieren. Diese Hürde wurde jedoch innerhalb von vier Minuten erreicht und die Kampagne steht jetzt bei etwas mehr als 1,8 Millionen Euro und 17.200 Supportern.

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Konkret hat der Helm auf der Vorderseite eine LED-Leuchte, hinten sind es zwei rote LED-Module, die als Blinkzeichen genutzt werden können. Die Blinkfunktion kann auch per App oder Apple Watch aktiviert werden. Die Akkulaufzeit des Lumos Ultra beträgt zehn Stunden bei einem Gewicht von 380 Gramm.

Oprahs Liebling

„Wir sehen eine Welt, in der jeder Radfahrer Zugang zu Sicherheits-Equipment hat, das ihn so sichtbar wie möglich macht. Ultra ist dazu der Schlüssel“, sagt Eu-wen Ding, CEO und Mitgründer von Lumos. Interessierte können sich den Lumos Ultra, der unter anderem den „Oprah’s Favorite Things 2018-Award“, den „Red Dot Design Award 2017“ und auch den „German Design Council’s Bicycle Brand Contest 2017“ gewonnen hat, noch bis zum 20 Juli via Kickstarter vorbestellen. Ausgeliefert werden soll ab November 2020.


⇒ Zum Startup

⇒ Kickstarter-Kampagne

Redaktionstipps

Momcilo Nikolic

Aqua Alpina-GF Arnold zu Einweg-Plastik-Flaschen: „Sind zu brav in der Kommunikation“

Aqua Alpina, ein Unternehmen für Wasserspender und Trinkwasserlösungen, kämpft seit geraumer Zeit gegen die Einweg-Plastikflasche. Geschäftsführer Georg Arnold erzählt von seiner nachhaltigen Strategie und erklärt, warum wir bei diesem Thema einmal weniger "brav" sein müssen.
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(c) Aqua Alpina - Aqua Alpina Geschäftsführer Georg Arnold drängt dazu im Kampf gegen Einweg-Plastikflaschen den Tonfall zu ändern.

Aqua Alpina produziert mehrere Produkte, die sich rund ums Trinkwasser drehen. Die „Premium Armaturen“ des Unternehmens sind direkt als Wasserhahn am Waschbecken angebracht und filtern das Leitungswasser. Damit lässt sich per Knopfdruck gekühltes Sodawasser und auch kochend heißes Wasser aus der Leitung entnehmen.

Wasser sichtbarer machen

Zusätzlich bietet Aqua Alpina noch die Wasserbar „Soda Mini“ an, eine Art Kaffeemaschine für Wasser, die dem Unternehmen nach das Thema Wasser sichtbar und präsent macht. Und Menschen zu mehr „Wassertrinken“ anregen soll.

Zudem liefert das Unternehmen an Kunden, wie etwa REWE und ÖBB, 19-Liter Mehrweg-Flaschen. Dabei handelt es sich um ein nachhaltiges Mehrweg-Wassersystem, bei dem die Flaschen gereinigt und bis zu 80 Mal wieder befüllt werden. In Wien wird bei der Auslieferung vollständig elektrisch geliefert.

„Zu wenig e-Modelle“

„Aktuell haben wir ein Liefer- und Service-Fahrzeug von MAN – vor allem für das Stadtgebiet Wien – und zusätzlich sechs weitere Firmenfahrzeuge. Alle zu 100 Prozent elektrisch. Eine Ladestation haben wir am Firmengelände im 23. Bezirk. Und einen einen Ökostrom-Vertrag“, erzählt Geschäftsführer Georg Arnold. „Es war allerdings nicht einfach das Fahrzeug von MAN zu erhalten – die Hersteller bieten noch nicht genügend Modelle an. Sobald mehr e-Fahrzeuge verfügbar sind, stellen wir unseren Fuhrpark komplett um – das wird in den nächsten Jahren stufenweise geschehen.

Arnold gibt zu, dass Sodastream der Vorreiter in Sachen Wasserspender war, betont aber, dass Aqua Alpina seiner Ansicht nach die derzeit beste „Convenience-Stufe“ habe, da das Unternehmen „die Geräte installiert, wartet, die Kohlensäure bringt, anschließt und Hygiene garantiert“.

„Keine Plastikflaschen mehr kaufen“

„Damit hat man Zuhause oder im Job auf Knopfdruck gekühltes Sodawasser. Da braucht man kein Mineralwasser mehr kaufen, schon gar nicht in Plastikflaschen. Und es stehen, wenn man sich umsieht, in diversen Unternehmen derzeit leider Unmengen von Wegwerf-Plastikflaschen herum“, sagt Arnold, der überdies auch harte Worte zum Thema PET-Recycling übrig hat.

„Ein dumm-Verkaufen von Konsumenten“

„Ich bin vor allem gegen Plastik-Einwegflaschen. Wasser sollte grundsätzlich nicht in Einweg-PET konsumiert werden. Das sehe ich genauso, wie das US-Dosenwasser-Unternehmen Liquid Death. Die Recycling-Strategie ‚100 Prozent PET-Cycling‘ ist eine Umgehung eines echten Nachhaltigkeitskonzepts. Eigentlich handelt es sich um ein ‚für-dumm-Verkaufen‘ von Konsumenten“, sagt er.

Recycling-Quote zu niedrig

Arnold führt weiters aus: „Die Recycling-Quote ist viel zu niedrig. Die meisten Flaschen landen im Restmüll. Man braucht nur in einen Mülleimer an Autobahnraststätten, Freibädern oder Ähnlichem zu schauen. Besser wäre es, erst gar keine Einwegplastikflaschen auf den Markt zu bringen. Entweder Mehrweg mit Pfand, Waschprozess und Wiederverwendung oder einfach das Leitungswasser nehmen – zuhause kühlen oder Sodawasser daraus machen – und mit einer stylischen wiederbefüllbaren Flasche unterwegs sein. ‚Death to plastic‘ von Liquid Death finde ich einen starken Spruch. Man muss provozieren, um wirklich etwas zu verändern.“

Aqua Alpina GF: „PET-Flasche wie Billigfleisch“

Arnold selbst merkt, dass es beim Kauf von Wasser in Einweg-PET-Flaschen noch keinen Rückgang gibt und vergleicht das mit Billigfleisch. „Die Preise sind durch die Mengen und Massenproduktion sehr niedrig und die Überzeugung, dass wir Plastikverpackung einfach verhindern müssen, ist zwar medial präsent, bei den Nutzern aber noch nicht wirklich angekommen“, sagt er.

„Das Wort Nachhaltigkeit ist zu brav“

Die aggressive und provokante Kommunikationsstrategie von Liquid Death findet er richtig: „Das kann mehr Menschen aufwecken. Wir sind auch noch zu brav in der Kommunikation. Das Wort ‚Nachhaltigkeit‘ ist zu brav. Wir müssen wohl auch klarer werden, wie etwa: ‚jede Plastikflasche, die weggeworfen wird, zerstört unseren Planeten ein Stück weiter‘.“

Plan 2: Sinnlosigkeit aufzeigen

Eine andere Variante die Köpfe der Kunden zu erreichen, um ihre Trinkwasser-Gewohnheiten zu verändern, ist laut Arnold bereits lange Teil der Firmenkultur von Aqua Alpina. „Wir haben bereits damit begonnen vorzurechnen, dass man mit Wasser aus Sodawasserspendern Geld und Plastikflaschen einspart. Dann macht es einfach keinen Sinn mehr, sich die 1,5-LITER-Sixpacks aus Plastik vom Discounter heim zu schleppen. Selber sprudeln ist günstiger und nachhaltiger.“

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