Künstliche Intelligenz und Machine Learning spielen auch bei kreativen Aufgaben eine immer größere Rolle – etwa beim Entwickeln von Designs. Das hat besonders für kleinere Unternehmen Vorteile, die keine eigenen Designer beschäftigen. In diese Kerbe schlägt das Grazer Startup Logoshuffle, das automatisierte Logo-Designs anbietet.

+++ Video: Was macht ein gutes Logo aus? +++

Kein Logo, kein Investorentermin

“Die Idee kam uns, als wir für einen Investorentermin dringend ein Logo brauchten”, erzählt CEO Martin Schmidt, der Logoshuffle gemeinsam mit Christoph Lalej und Martin Pölzl 2016 gründete. Nach einer Ausschreibung für das Logo passten die Entwürfe nicht und am Ende dauerte es zu lange und der Investorentermin musste verschoben werden.

Logoshuffle bietet einen Online-Generator an, der nach wenigen Angaben einige Logoentwürfe präsentiert. Die Entwürfe können angepasst werden und dann zu unterschiedlichen Paketpreisen gekauft werden. Die Preisspanne liegt zwischen 29 und 89 Euro.

Können Computer kreativ sein?

Aber kann eine Maschine überhaupt schöne Designs entwerfen? “Das war eine unserer größten Hürden”, gesteht Schmidt ein. Gemeinsam mit Designern und Entwicklern sei es gelungen, dem Computer beizubringen, was schönes und korrektes Design ausmacht. Schmidt: “Es geht dabei unter anderem darum, wie Elemente zueinander ausgerichtet werden, welche Größenverhältnisse verwendet werden oder wie der Kontrast zwischen Farben gewählt wird.”

Ziel: Marketing Automation

Die Zielgruppe sind zunächst vor allem andere Startups und Jungunternehmen. “Logos werden aber auch für Vereine, Projekte, Veranstaltungen oder beispielsweise für ein Familienwappen erstellt”, verrät Schmidt. In Zukunft soll sich aus Logoshuffle eine Marketing-Agentur mit Spezialisierung auf Automatisierung entwickeln. Neben dem Logo sollen dann auch Designs für Visitenkarten, Präsentationsmaterial und Website angeboten werden. “Die Vision ist es, den kompletten Außenauftritt eines Unternehmens zu gestalten”, so Schmidt.

Das achtköpfige Team hinter Logoshuffle kannte sich bereits vor der Gründung aus einer B2B-Softwareschmiede, die Schmidt gegründet hatte. Das Team hat laut Schmidt Erfahrung in den Bereichen Online-Marketing, Design und Webtechnologien.

Investment von Up To Eleven

Idee und Team kommen auch bei Investoren gut an: Der Grazer Company Builder Up To Eleven investierte 2017 eine sechsstellige Summe. Logoshuffle hat auch am Company-Builder-Programm von Up To Eleven teilgenommen und will sich jetzt auf Wachstum und eine nächste Finanzierungsrunde konzentrieren.

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