Legal Tech Konferenz 2020 fand mit mehr als 900 Teilnehmern statt

Die inzwischen größte Legal Tech Konferenz im deutschsprachigen Raum mit mehr als 900 TeilnehmerInnen fand in Wien unter dem Motto „Failures & Success in Legal Tech“ statt. FBM Alma Zadic eröffnete die Konferenz aus dem Home Office und kündigte die Digitaloffensive der Justiz „Justiz Online“ an.
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Legal Tech
Bundesministerin Alma Zadic hielt die Eröffnungsrede | (c) Future-Law
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  • Die Future-Law Legal Tech Konferenz Wien gilt inzwischen als meinungsbildend für BranchenkennerInnen und stellt in ihrer vierten Ausgabe bereits einen Fixpunkt im Kalender vieler ExpertInnen der Rechtsbranche dar.
  • Mehr als 900 VertreterInnen aus Rechtsabteilungen, Anwaltskanzleien, Unternehmen, Startups und Legal Tech Providern versammelten sich am 11. November virtuell, um die aktuellsten News rund um das Thema Legal Tech zu diskutieren.
  • Sophie Martinetz, Gründerin und Managing Partnerin: „Legal Tech und Digitalisierung sind im Rechtsbereich angekommen, um zu bleiben.
  • Diese Legal Tech Konferenz unter Pandemiebedingungen war sogar für uns eine große Herausforderung in Bezug auf  Zeit und Ressourcen.
  • Nach der Eröffnungsrede von Bundesministerin Alma Zadic wurde dem Fachpublikum unter dem Motto „Failures und Sucesses“ ein Tag mit hochkarätig besetzten Panels und informativen Talks geboten.
  • Mehr als 80 praxisrelevante ExpertInnen gaben einen Einblick in ihre persönlichen Herausforderungen und Erfolge im Zuge der Umsetzung von Legal Tech- & Digitalisierungsprojekten.


Die Future-Law Legal Tech Konferenz Wien gilt inzwischen als meinungsbildend für BranchenkennerInnen und stellt in ihrer vierten Ausgabe bereits einen Fixpunkt im Kalender vieler ExpertInnen der Rechtsbranche dar.

Mehr als 900 VertreterInnen aus Rechtsabteilungen, Anwaltskanzleien, Unternehmen, Startups und Legal Tech Providern versammelten sich am 11. November virtuell, um die aktuellsten News rund um das Thema Legal Tech zu diskutieren.

Sophie Martinetz, Gründerin und Managing Partnerin: „Legal Tech und Digitalisierung sind im Rechtsbereich angekommen, um zu bleiben. Diese Legal Tech Konferenz unter Pandemiebedingungen war sogar für uns eine große Herausforderung in Bezug auf  Zeit und Ressourcen. Umso mehr macht es mich sehr glücklich zu sehen, dass Qualität und echter ehrlicher Austausch geschätzt wird und wir hier einen echten Mehrwert bieten, egal, ob AI oder Vertragsmanagement oder digitale Signatur – bei uns findet jede/r Antworten auf sein/ihre Legal Tech & Digitalisierungsfrage.“

Eröffnungsrede durch Bundesministerin Alma Zadic

Nach der Eröffnungsrede von Bundesministerin Alma Zadic wurde dem Fachpublikum unter dem Motto „Failures und Sucesses“ ein Tag mit hochkarätig besetzten Panels und informativen Talks geboten. Mehr als 80 praxisrelevante ExpertInnen gaben einen Einblick in ihre persönlichen Herausforderungen und Erfolge im Zuge der Umsetzung von Legal Tech- & Digitalisierungsprojekten.

Neben innovativen Legal Tech Lösungen wurden laut den Veranstaltern auch die Trends der Zukunft beleuchtet. Auch dieses Jahr gab es von BranchenkennerInnen geleitete Workshops, Raum für spannende Diskurse und Wissensaustausch.

Mehr als 900 digitale Tickets wurden erstmals gelöst, da auf Grund der diesjährigen Beschränkungen durch COVID19 keine LIVE Tickets angeboten werden durften.

Fünf digitale Live-Workstreams

Fünf digitale Live-Workstreams wurden über ein innovatives digitales Streaming Konzept bereitgestellt, um alle Vorträge und Workshops wie z.B. „Justiz 2050 – radikal gedacht, ein Streitgespräch“, „Dos&Dont’s bei der Anschaffung eines Legal Tech Tools in der Rechtsabteilung“, „Artificial Intelligence & Co – Marketing Gag oder ein echter Mehrwert in der Anwaltskanzlei?“ „Home Office & digital Leadership“ aus dem Homeoffice oder dem Büro mitzuverfolgen.

„Digitale Formate sind aktuell das neue ‚Normal‘. Wir waren selber freudig überrascht, wie viele TeilnehmerInnen wir über die Grenzen Österreichs hinweg erreichen konnten. Und Konferenzen verändern sich und verändern auch die Branche – z.B. digitales Netzwerken funktioniert, wenn es richtig und intuitiv aufgesetzt ist“, so Martinetz über das digitale Format.

Legal Tech Konferenz: Die Speaker

Unter den renommierten SpeakerInnen & ExpertInnen befanden sich dieses Jahr u.a: Benjamin Weissmann (Partner EY), Stefan Artner (Partner Dorda), Gudrun Stangl (COO Schönherr), Wolfgang Pichler (Business Development – Prokurist Manz), Sabine Fehringer (Partnerin DLA Piper), Lydia Morris (Head of Legal Services Innovation UK Ministry of Justice), Susanne Mortimore (Geschäftsführerin LexisNexis), Andreas Voßkamp (Director Legal – Head of Global Legal Operations & Innovation BASF Global), Michael Enzinger (Präsident Rechtsanwaltskammer). Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für einen gelungenen Tag mit spannenden Inputs und freuen uns schon aufs nächste Mal im November 2021.


Dominik Perlaki

kauft-im.shop: NÖ-Online-Shop für wirklich regionale Produkte

Aus zwei Unternehmen entstand ein neues: kauft-im.shop aus Hollabrunn verkauft regionale niederösterreichische Produkte vom Speck bis zu E-Bike online.
/kauft-im-shop-online-shop-regionale-produkte/
riz up: kauft-im.shop-Co-Founder Andreas Spindler mit riz up-Berater Gerhard Supper
(c) riz up: kauft-im.shop-Co-Founder Andreas Spindler mit riz up-Berater Gerhard Supper

Andreas Spindler und Alexander Schmidt sind beide schon länger Unternehmer. Spindler hat mehrere Online-Shops, darunter den Pflanzenversand GartenGarten aufgebaut. Schmidt betreibt mit W4IT ein IT-Unternehmen. Vor einigen Monaten fanden die beiden zusammen und gründeten gemeinsam eine weitere Frima: kauft-im.shop.

kauft-im.shop: Unternehmer ergänzen einander

„Andreas hat mich wegen IT-Problem angerufen. Wir haben das gelöst und sind dann ins Reden gekommen. Er hatte eine Idee, regionalen Produzenten eine Plattform zu geben – also einen Online-Shop mit Produktsuche, nicht nur ein Register für bestehende Shops“, erzählt Schmidt bei einer virtuellen Betriebsbesichtigung mit NÖ-Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und riz up-Geschäftsführerin Petra Patzelt. Das habe ihn sofort überzeugt. „Wir hatten davor selbst eine sehr ähnliche aber niemanden, der die Logistik übernommen hätte. Das kann Andreas. Er übernimmt bei kauft-im.shop Geschäftsführung und Warehousing, wir übernehmen Webshop und Technik“.

Und Spindler hat – wie oben angedeutet – bereits einiges an Erfahrung in dem Bereich: „Ich habe mir vor drei Jahren das vielleicht schwerste Produkt im Online-Shop-Business ausgesucht: lebende Pflanzen“, erzählt er. Über einen anderen Shop vertreibe er Obst und Gemüse. „Wenn du das verschicken kannst, kannst du alles verschicken“, sagt der Gründer.

Alle Produkte im eigenen Warenhaus

Mit kauft-im.shop werden momentan noch ausschließlich Produkte vertrieben, die mindestens sechs Monate lang haltbar sind und aus den zwei Bezirken stammen, in denen das Startup aktiv ist. Das liegt auch am System, das die Unternehmer gewählt haben. „Es wäre bei so einem Shop ja nicht sinnvoll, wenn ein Kunde zehn Produkte bestellt und dann fünf Packerl bekommt, weil so viele Produzenten involviert sind. Daher ist unser Zugang: Wir übernehmen Warehousing, Artikellistung und Content Management. Wir nehmen die Ware auf Kommissionsbasis in unsere Lager. Die Produzenten werden monatlich ausbezahlt“, so Spindler. Auf diese Weise würden etwa auch alle Artikellistings im gleichen Design erstellt, was professioneller und für Endkunden deutlich übersichtlicher sei.

In Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn gestartet, betreibt man mittlerweile ein zweites Warenhaus in Gars am Kamp im Bezirk Horn, wo es auch eine Abholstation gibt. „Wir borden täglich neue Lieferanten an. Momentan strecken wir unsere Arme in dieser Hinsicht auch noch weit aus“, sagt Spindler. So fahre etwa jeden Mittwoch ein Lieferbus des Unternehmens aus, der waren einsammelt. „Wie müssen Relevanz bekommen – das machst du nur mit Warendruck“, sagt der Gründer. In Zahlen bedeutet das: momentan sind 450 Produkte aus Hollabrunn und Horn mit Foto und Beschreibung online. Weitere 450 von 80 Anbietern sind bereits in Bearbeitung und sollen in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Noch im Dezember erhoffe man sich eine weitere Verdopplung.

Vom Speck bis zum E-Bike

Dabei bietet kauft-im.shop völlig unterschiedliche Produkte an – von Lebensmitteln über Kunsthandwerk zu Konzerttickets. „Wir haben sogar E-Bikes von einer Manufaktur aus dem Bezirk im Angebot – die allerdings nicht auf Kommission“, erzählt Alexander Schmidt. „Und wie können etwas, das Amazon und Co nicht können: Man kann bei uns Weinflaschen und Konzertticket im selben Warenkorb bestellen. Die Anbieter der Tickets können dann auch mit einer App etwa deren Gültigkeit checken, oder Anbieter von Gutschein-Zehnerblöcken diese abhaken“.

Geliefert wird nach ganz Österreich. Wachsen will man aber vorerst sehr regional. „Man kann im Webshop nicht nur nach Produkten sondern nach Regionen und Lieferanten suchen. Das ist uns sehr wichtig“. Das behutsame Wachstum betrifft vor allem die Anbieter-Seite. „Die nächste Vision ist, schrittweise auf ganz Niederösterreich auszudehnen und dann auch über Österreich hinaus zu liefern“, erklärt Andreas Spindler. Um den Prinzipien treu zu bleiben und kurze Anlieferzeiten für die Produzenten zu gewährleisten, brauche es pro Bezirk ein Warenhaus und Belegschaft. Großes Interesse bestehe etwa schon in Korneuburg. Ein weiterer Bezirk pro Quartal wäre ein mögliches Ziel, er wolle aber nichts versprechen, sagt der Gründer.

Sehr geholfen habe in der Entwicklung bisher riz up. „Beim riz up tut man alles, was in der aktuellen Lage möglich ist“, erzählt Spindler. So habe es neben einer Pressekonferenz etwa einen Video-Dreh und umfassende Beratung zu Fördermöglichkeiten gegeben.

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