League of Legends European Championship: Erste Group wird Hauptsponsor

Die Erste Group engagiert sich im Bereich E-Sports und wird ein Hauptsponsor der League of Legends European Championship (LEC) Playoffs.
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  • Der Erfolg von E-Sports ist nach wie vor ungebrochen. Und der 2009 veröffentlichte Gratis-Spieltitel League of Legends zählt mit mehr als 100 Millionen monatlichen Spielern zur Spitze dieser Entwicklung.
  • Nun engagiert sich auch die Erste Group im Bereich des E-Sports und wird ein Hauptsponsor der League of Legends European Championship (LEC) Playoffs.
  • Die LEC-Playoffs umfassen die wichtigsten Ligaspiele in der höchsten europäischen Spielklasse des Riot Games-Titels League of Legends.
  • Die Popularität von E-Sports hat in den letzten Jahren massiv zugenommen: Die Gesamtzahl der E-Sports-Zuschauer umfasst heute über 490 Millionen Fans weltweit, davon allein über 50 Millionen in Europa.

Der Erfolg von E-Sports ist nach wie vor ungebrochen. Und der 2009 veröffentlichte Gratis-Spieltitel League of Legends zählt mit mehr als 100 Millionen monatlichen Spielern zur Spitze dieser Entwicklung. Nun engagiert sich auch die Erste Group im Bereich des E-Sports und wird ein Hauptsponsor der League of Legends European Championship (LEC) Playoffs. 

Die LEC-Playoffs umfassen die wichtigsten Ligaspiele in der höchsten europäischen Spielklasse des Riot Games-Titels League of Legends.  Die LEC-Playoffs der Sommer-Saison 2020 werden Ende August stattfinden. Sie dienen als Sprungbrett für die teilnehmenden Teams, um sich für die „Worlds“, der Weltmeisterschaft in League of Legends, zu qualifizieren. 

Erste Group kooperiert mit Riot Games

Mit Fokus auf Zentral- und Osteuropa ist die Erste Group eine der ersten großen Marken, die die wachsende Popularität des E-Sports erkannt hat. Dabei wird mit dem Spieleentwickler und E-Sports-Turnierveranstalter Riot Games zusammengearbeitet, um das Wachstum von E-Sports in den Kernmärkten der Bankengruppe zu unterstützen. „Wir wollen als Hauptsponsor der LEC dazu beitragen, das Potential von E-Sports den Menschen in unserer Region besser zugänglich zu machen“, sagt dazu Peter Bosek, CEO der Erste Bank Oesterreich.

LOL-Kooperation trotz Corona

Die Erste Group hat sich zu dieser strategischen Partnerschaft entschieden und auch die Corona-Pandemie hat nichts daran geändert. „Wir stehen zu unseren Partnern und sind überzeugt, dass E-Sports ein Megatrend ist, der immer stärker wird. Erstmals setzen wir mit unseren Tochterbanken ein so großes und strategisch wichtiges Sponsoring gemeinsam um“,  betont Martin Radjaby-Rasset, Leiter Markenstrategie und Kommunikation der Erste Group.

„Mit der Erste Group als innovativste Bankengruppe Österreichs und der CEE-Region haben wir einen großartigen Partner an Bord geholt, der gemeinsam mit uns E-Sports in der Region stärken und verankern will – nicht nur durch Werbemaßnahmen, sondern auch als starker Infrastrukturpartner“, so Alban Dechelotte, Head of Partnerships and Business Development EMEA bei Riot Games.

Siegeszug des E-Sports…

Die Popularität von E-Sports hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Rund um E-Sports haben sich professionelle Teams, Ligen, Strukturen, Medien und völlig neue Wirtschaftszweige entwickelt. Die Gesamtzahl der E-Sports-Zuschauer umfasst heute über 490 Millionen Fans weltweit (mit einer Wachstumsrate von 11,7% im Jahr 2020), davon allein über 50 Millionen in Europa.

Entgegen weit verbreiteter Missverständnisse befinden sich in der größten einzelnen Altersgruppe unter den E-Sports-Fans Menschen im Alter zwischen 21 und 35 Jahren. Diese machen 38% der Gesamtzuschauerzahl aus. Darüber hinaus sind fast 40% der Fans Frauen.

Die vielfältige und attraktive Demografie der Millionen von Fans, die E-Sports in Live-Streams und Stadien verfolgen, hat auch zu wachsendem Sponsoringinteresse internationaler Marken wie McDonald’s, BMW, Mercedes-Benz oder Louis Vuitton geführt.

…und trotzdem Akzeptanzprobleme

Dennoch müssen Gamer nach wie vor mit Akzeptanzproblemen kämpfen. Das reicht von den Eltern und ihren Anordnungen, man solle doch „etwas Vernünftiges mit seinem Leben machen“ über Nerd-Mobbing in der Schule bis zum Fakt, dass jeder einzelne Twitch-Streamer in der Anfangszeit um Anerkennung und Aufmerksamkeit kämpft.

Die Erste Group hat daher einen emotionalen Imagefilm produzieren lassen, der das #glaubandich-Motto der Erste Bank markenadäquat in den E-Sports-Bereich übersetzt. Das Video macht den Zuschauer mit den Zweiflern und Kritikern bekannt, mit denen sich E-Sports als junger Sport regelmäßig konfrontiert sieht. Außerdem werden die emotionalen Hürden veranschaulicht, mit denen sich junge E-Sports-Profis konfrontiert sehen. Gleichzeitig unterstreicht der Film den Glauben der Erste Group an E-Sports und ermutigt die junge Generation von Spielern, an sich selbst zu glauben.

Darüber hinaus wird die Erste Group ein zusätzliches Edutainment-Angebot bereitstellen, dessen Social Media-basierte Inhalte sich in erster Linie an E-Sports-Fans richten. Durch die Bereitstellung von Hintergrundinformationen soll jedoch auch die breite Öffentlichkeit mit E-Sports in Kontakt kommen.

Stefan Mey

Corona und China-Streit können Österreichs 5G-Ausbau nicht aufhalten

Im Rahmen des digitalen 5G-Summit erläuterten die CEOs der heimischen Telcos ihre aktuellen Pläne in Bezug auf 5G-Ausbau und TKG-Novelle.
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5G
(c) Adobe Stock / Tadej

Nach der Errichtung der ersten österreichischen 5G-Hotspots im Jahr 2019 dürfte 2020 das Jahr werden, in dem der neue Mobilfunkstandard durchstartet – darüber waren sich die CEOs der drei großen heimischen Telekommunikationsanbieter im Rahmen des von der Internetoffensive Österreich gemeinsam mit dem brutkasten organisierten digitalen 5G-Summit am 15 Juli einig.

Derzeit werden mit etwa 1.200 Sendestationen insgesamt 25 Prozent der Bevölkerung in Österreich mit 5G versorgt. Bis Ende 2020 werden über 2.000 5G-Sendestationen den Betrieb aufgenommen haben und über 50 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Breitbandstandard versorgt sein. Bis 2022 soll Österreich laut Plänen der Stakeholder „an die Spitze des 5G-Ausbaus in Europa kommen“, es soll eine Flächendeckung von 98 Prozent erreicht werden.

Kein 5G-Dämpfer durch Corona

Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Lockdown konnten die Entwicklung dabei nur kurzfristig bremsen, wie Marcus Grausam, CEO von A1 Telekom Austria, im Rahmen der Pressekonferenz sagt: Zwar gab es kurz Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen und in der Tätigkeit der Baufirmen, nun wurde jedoch der Normalbetrieb wieder aufgenommen.

Andreas Bierwirth, CEO von Magenta Telekom, sieht den Lockdown überdies als Zeichen dafür, wie essentiell Telekommunikationsinfrastruktur für Österreich ist: „Der durch die erste Welle der Coronakrise verursachte wirtschaftliche und teilweise gesellschaftliche Shutdown hat gezeigt, dass die Versorgung mit hochverfügbarem mobilen Breitband zu einer existenziellen Frage für Österreich geworden ist“, sagt er: „Die Verlagerung von weiten Teilen unseres Wirtschaftslebens ins Homeoffice hat uns die Möglichkeiten unserer mobilen Breitbandversorgung vor Augen geführt, die zu den besten Europas gehört.“ Wenn man aus der Krise lerne, dann müsse man auch dementsprechend in die Weiterentwicklung investieren.

Deutsche Telekom hat Huawei im Boot

Diskutiert wurde in diesem Kontext auch ein tagesaktuelles Thema: Das Verbot von Technologie des chinesischen Unternehmens Huawei beim Ausbau des 5G-Netzes, welches zuletzt in Großbritannien ausgesprochen wurde. Hier meldete sich erneut Bierwirth zu Wort, da Magenta jener der drei Betreiber ist, welcher Technologie von Huawei im eigenen 5G-Netz einsetzt.

Man habe konzernweit – also innerhalb der Deutschen Telekom – die Entscheidung getroffen, Huawei nicht auszuschließen, sagt Bierwirth. Allerdings setze man auf eine Multi-Vendoren-Strategie, bei der mehrere unterschiedliche Hardware-Anbieter im Bereich des 5G-Netzes zum Zug kommen. Dadurch können sensible Bereiche geschützt werden und Antennentechnologie bei Bedarf ausgetauscht werden, so Bierwirth.

Bierwirth zeigt sich hier auch erfreut über den Ansatz der österreichischen Regierung, im Gegensatz zu jener in London nicht einzelne Anbieter zu verbieten. Dies werfe Großbritannien im 5G-Ausbau um zwei bis drei Jahre zurück. „Das ist eine gefährliche Wette in einem Land, das ohnehin stark vom Brexit betroffen ist“, so Bierwirth. Zugleich verweist er darauf, dass man für den Ausbau der nächsten Generation – also: 6G – die Entwicklung europäischer Technologie und Anbieter unterstützen solle.

5G in Österreich: Gemeinsam statt einsam

Die Konkurrenten des hart umkämpfen Telco-Marktes demonstrieren im Kontext des 5G-Ausbaus jedenfalls Einigkeit und wollen auf Kooperation setzen, um die Entwicklung rasch voranzutreiben: So soll es etwa in wirtschaftlich nicht allzu rentablen ländlichen Gegenden verstärkt möglich sein, Infrastruktur gemeinsam zu nutzen.

Jan Trionow, CEO von Drei Österreich, spricht in diesem Kontext von „5G-Turbos“, die es laut ihm zu zünden gilt, um ein besseres und effizienteres Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erwirken: „Der erste betrifft eine massive Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Telekomindustrie, Bund, Ländern und Gemeinden zur besseren Koordination des Ausbaues. Die INTERNETOFFENSIVE schlägt dazu die Errichtung einer nationalen 5G-Task-Force vor, in die die Gemeinden stark eingebunden werden sollen“, sagt er: „Zweitens kann unserer Meinung nach durch eine verstärkte anwenderorientierte Breitbandförderung seitens der Telekomunternehmen besser auf die Bedürfnisse der Gesellschaft eingegangen werden. Drittens muss eine Kooperationsplattform der 5G-Infrastruktur-Unternehmen zulässig gemacht werden, um im ländlichen Raum den Ausbau gemeinsam fördern zu können.“

Wichtig ist den CEOs dabei auch eine weitere Senkung der Mieten für Mobilfunkstandorte. Auch erwarten sich die Telcos ein stärkeres Entgegenkommen von Grundstückseigentümern wie der ÖBB, der Asfinag und den Bundesforsten beim weiteren Ausbau des Netzes.

Das neue TKG soll die Telco-Weichen stellen

Aufmerksam blicken die CEOs dabei auch auf die geplante Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), welches dem Vernehmen nach bis Ende des Jahres beschlossen werden soll.

Das derzeit in Ausarbeitung befindliche neue Telekomgesetz, „muss Voraussetzung für die 5G-Führerschaft beinhalten“, wie Grausam erläutert: „Besonders die Themen Reduktion von Frequenzgebühren, europäisch wettbewerbsfähige Standortmieten, Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und Zulassung von kooperativem Ausbau der Mobilfunkunternehmen entscheiden, ob die 5G-Strategie und damit die geschätzten Milliarden Euro Investitionen aus der Telekombranche in den 5G-Rollout ihre Wirkung entfalten können.“

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