Geht doch! 6 Änderungen, die wir nach der Coronakrise beibehalten sollten

Kommentar. Die Maßnahmen im Zuge der Coronakrise treffen die Wirtschaft hart. In einigen Bereichen zeigen sie aber auch, was alles möglich ist, wenn der Druck groß genug ist. Es sind mitunter Dinge, die wir aus anderen Gründen längst umsetzen hätten sollen.
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Geht doch: 6 Änderungen, die wir nach der Coronakrise beibehalten sollten
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  • Es gibt leider einige Gründe zur Annahme, dass uns der Höhepunkt der Coronakrise sowohl auf medizinischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene erst bevorsteht.
  • Gleichzeitig haben die Maßnahmen im Zuge der Coronakrise bereits jetzt gezeigt, dass sehr vieles, was bisher nicht geklappt hat, plötzlich möglich ist, wenn der Druck groß genug ist.
  • Politik und Institutionen ziehen an einem Strang, um in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten und die wirtschaftlichen und persönlichen Folgen unmittelbar abzufedern.
  • Keine Maßnahme gegen die Klimakrise bzw. gegen die Biodiversitätskrise war bislang annähernd so effizient in Sachen Umwelt- und Naturschutz, wie die Maßnahmen im Zuge der Coronakrise.
  • Und auch Effizienz, Work-Life-Balance und ganz allgemein der Fortschritt der Digitalisierung in unternehmen und im Bildungsbereich profitieren enorm.

Es gibt leider einige Gründe zur Annahme, dass uns der Höhepunkt der Coronakrise sowohl auf medizinischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene erst bevorsteht. Wie heftig die Auswirkungen tatsächlich werden, lässt sich noch nicht abschätzen. Es ist jedenfalls viel Leid auf persönlicher Ebene zu befürchten. Und Experten und Analysten rechnen derzeit mit dem Schlimmsten für die Wirtschaft – auf nationaler und internationaler Ebene.

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Die Coronakrise zwingt uns – die Digitalisierung macht’s möglich

Gleichzeitig haben die Maßnahmen im Zuge der Coronakrise bereits jetzt gezeigt, dass sehr vieles, was bisher nicht geklappt hat, plötzlich möglich ist, wenn der Druck groß genug ist. Natürlich ist es in vielerlei Hinsicht problematisch, wenn die persönliche Bewegungsfreiheit und die Reisefreieheit eingeschränkt sind. Einiges funktioniert aber dafür effizienter, besser und/oder umweltschonender. Die Digitalisierung macht’s möglich – und wir sollten – nein, wir müssen – einiges davon nach der Coronakrise beibehalten. Dann können wir vielleicht sogar Klimakrise und Biodiversitätskrise meistern und zugleich effizienter werden und unsere Lebensqualität und vieles mehr verbessern.

6 Änderungen, die wir nach der Coronakrise beibehalten sollten

1. Schnelle und unbürokratische Politik für das Gemeinwohl

Vieles von dem, was nun angekündigt wurde, muss natürlich noch auf den Boden gebracht werden. Aber der Eindruck bis jetzt ist sehr gut: Politik und Institutionen ziehen an einem Strang, um in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten und die wirtschaftlichen und persönlichen Folgen unmittelbar abzufedern. Parteipolitik und Legislaturperioden-Denken sind derzeit weitestgehend im Hintergrund. Stattdessen wird im Rekordtempo an Lösungen gearbeitet, von denen die ganze Gesellschaft profitiert. Diese Denkweise von Politik und Institutionen wäre auch außerhalb von Krisenzeiten sehr begrüßenswert.

2. Aufatmen für Natur und Umwelt

Keine Maßnahme gegen die Klimakrise bzw. gegen die Biodiversitätskrise war bislang annähernd so effizient in Sachen Umwelt- und Naturschutz, wie die Maßnahmen im Zuge der Coronakrise. Medienberichten zufolge ist in Teilen Chinas erstmals seit Jahren wieder blauer Himmel zu sehen, was sich auch in Messungen niederschlägt, die einen drastischen und für die globalen Werte relevanten Rückgang von CO2-Emissionen und Luftverschmutzung auch in anderen Gebieten wie etwa Norditalien zeigen. Dort wurden im Hafen von Venedig nach langer Zeit wieder Delfine gesichtet, in den Kanälen der Lagunenstadt gibt es wieder Fische.

Natürlich sind die derzeitigen Isolations-Maßnahmen und Ausgangsverbote, Betriebsschließungen und Reisebeschränkungen ein Ausnahmezustand. Beibehalten ließe sich aber etwa die Abwägung, ob eine Dienstreise oder auch ein persönliches Meeting in der gleichen Stadt wirklich notwendig sind, oder sich als Video-Konferenz umsetzen lassen. Oder ob der Weg zur Arbeit täglich notwendig ist, oder Homeoffice eine gut funktionierende Alternative ist. Und es muss eine – gewiss schmerzhafte – Frage erlaubt sein: Brauchen wir wirklich alles, was nun vorübergehend abgeschaltet wurde? Schließlich läuft alles systemerhaltende auch derzeit weiter.

3. Neue Effizienz dank Coronakrise

Die Frage von Dienstreisen, persönlichen Meetings und Homeoffice sind nicht nur relevant für die Umwelt. Eine zweitägige Dienstreise durch ein paar Stunden Video-Konferenz zu ersetzen spart sehr viel Zeit und sehr viel Geld. Generell tendiert man dazu, in Telefonaten oder Video-Calls schneller zum Punkt zu kommen und weniger Zeit mit Small Talk zu verbringen, als in persönlichen Gesprächen. Auch für gewöhnliche Meetings sind sie daher oft die bessere Alternative. Es ist schließlich sehr häufig für beide Seiten die angenehmere (weil effizientere) Variante, die aber aus Höflichkeitsgründen oft nicht wahrgenommen wird. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt in diesem Zusammenhang neu zu definieren, was höflich ist.

4. Bessere Work-Life-Balance

Und wer im Homeoffice arbeitet, kann – wenn es im konkreten Fall gut funktioniert (das ist eine individuelle Frage) – zugleich effizienter sein und dennoch eine bessere Work-Life-Balance haben. Nun in der Coronakrise berichten viele davon, endlich mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, und dennoch gut mit der Arbeit voranzukommen (und eher mehr, statt weniger als sonst zu arbeiten). Gerade in Zeiten von Trends wie Employee Experience gilt es, die Erfahrungen aus der Coronakrise positiv zu nutzen und weiterzuführen.

5. Unternehmens-Digitalisierung im Eiltempo

Homeoffice ist aber nur ein Aspekt einer umfassenden Entwicklung bei vielen Unternehmen, die die Digitalisierung bislang vernachlässigt haben. Nun sind sie dazu gezwungen, blitzschnell sehr viele Vorgänge auf digital umzustellen. Plötzlich werden auch in etwas verstaubten KMU Kommunikations- und Produktivitäts-Tools eingesetzt und – das ist das wichtigste – digitale Angebote für Kunden aufgestellt. Einiges wird sich gewiss nicht bewähren – doch vieles ist gekommen um zu bleiben.

6. Digitalisierung des Bildungsbereichs

Genau das ist schließlich auch für die Digitalisierung im Bildungsbereich zu hoffen. Natürlich wäre es weder sinnvoll, noch im gesellschaftlichen Sinn wünschenswert, alles auf Home-Schooling und E-Learning umzustellen. Die Coronakrise kann aber als große Test-Phase für das Bildungssystem genutzt werden. Viele EduTech-Lösungen werden derzeit großflächig ausgerollt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, was besser funktioniert und was weniger. Und am Ende kann – wenn die richtigen Lehren daraus gezogen werden – etwas besseres als bisher dabei herauskommen.

Redaktionstipps

die Redaktion

Top of Green Tech 2021 findet am 25. März statt – Frank Thelen als Keynote Speaker

Am 25. März findet mit "Top of Green Tech" Österreichs größtes Flagship-Event für grüne Startups, Investoren und Unternehmen statt. Interessierte können sich ab sofort kostenlos anmelden. Als Keynote-Speaker wird unter anderem Frank Thelen teilnehmen.
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„Top of Green Tech 21“ ist Österreichs Flagship-Event für grüne Startups, Investoren und Unternehmen. Die Veranstaltung, die vom Green Tech Cluster organisiert und vom brutkasten als digitales Event umgesetzt wird, findet am 25. März 2021 von 15:00 bis 18:00 Uhr online statt. Beim Event wird es unter anderem inspirierende Keynotes und Panels zu aktuellen Trends und Entwicklungen in der Green Tech Branche geben.

+++ Jetzt kostenlos Ticket sichern +++

Frank Thelen als Keynote Speaker

Als Keynote-Speaker konnten die Initiatoren unter anderem den ehemaligen DHDL-Investor Frank Thelen gewinnen. Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Freigeist Capital investiert Thelen in zukunftsträchtige Tech-Startups. Viele der Startups aus Thelens Portfolio orientieren sich am Nachhaltikteitsgedanken. Kraftblock will mit seinem Hochtemperaturspeicher beispielsweise die Industrie dekarbonisieren oder Hart Hyperloop eine emissionsneutrale Alternative zu Mittelstreckenflügen anbieten.

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Lessons learned von erfolgreichen Startups

Zudem werden erfolgreiche GreenTech-Startups ihre Learnings mit den Teilnehmern teilen. Mit dabei sind unter anderem Mario Weißensteiner von  homee, Alec Essati von SLOC und Janice Goodenough von HYDROGRID. Erst im Herbst 2020 konnte sich Goodenough mit ihrem Energy-IoT-Startup, das eine Steuerungssoftware für Wasserkraftwerke entwickelte, ein Millioneninvestment sichern.

Acceleratoren, Inkubatoren & Investoren

Neben Startups sind unter anderem Acceleratoren und Inkubatoren vertreten. Startup-Gründer können sich darüber informieren, wie eine tiefergehende Zusammenarbeit funktioniert und welche Unterstützung die Acceleratoren und Inkubatoren anbieten. Mit dabei sind unter Thomas Wiedner von Next Incubator, Franz Zöchbauer von Verbund X Accelerator und Carla Erber von Klimate KIC.

Darüber hinaus wird auch eine „Ask me anything“ Session mit Investoren stattfinden. In den Sessions haben die Teilnehmer die Gelegenheit den Investoren Fragen rund um das Thema Finanzierung zu stellen. In der Session werden Markus Kainz von Prime Crowd, Andreas Schwarzenbrunner von  Speedinvest und Berthold Karlic von Venionaire Capital teilnehmen.

Startups im Rampenlicht

Neben der Keynote und den Panels wird es zudem eine eigene Expo-Area geben, in denen Startups ihre innovativen Produkten präsentieren. In diesem virtuellen Ausstellungsbereich besteht die Möglichkeit mit den Startups zu chatten und sich zu vernetzen. Die Expo-Area ist das ganze Event über geöffnet.

+++ Du willst dein Startup kostenlos in der Expo-Area präsentieren? Dann melde dich bis spätestens 18. März +++

Das Programm im Detail

15:00 | Welcome und Präsentation Climate Tech Landscape mit Rainhard Fuchs, Co-Founder und CPO, Glacier 

15:10 Keynote-Video mit Frank Thelen, Founder & CEO, Freigeist Capital

10xDNA – Das Mindset der Zukunft ist Frank Thelens neuestes Buch.  „Die Digitalisierung war erst der Anfang. Jetzt startet die größte Revolution der Menschheitsgeschichte.“ Aus diesem Kontext heraus erklärt Frank Thelen verständlich die neuen Technologien und zeigt mit konkreten Beispielen, wie sich unser Leben verändern wird. Er will die Angst vor Neuem nehmen und stattdessen zielführend mit dem 10xDNA Mindset auf die Zukunft vorbereiten.

          Q&A mit Niklas HebbornPartner @ Freigeist Capital

15:40 Startup-Panel

Lass dich von den Startup-Stories motivieren, von den Erfolgsgeschichten und Lessons learned auf dem Weg der Startups und ihren persönlichen Tipps inspierieren. 

16:10 Zeit für Interaktion, Expo und Networking

16:20 Panel mit Acceleratoren

Erfahre wie die Acceleratoren funktionieren, was sie für dein Startup bieten und wie die gemeinsame Entwicklung erfolgreich umgesetzt wird.

16:40 Ask me anything mit Investoren

In dieser Session hast du die Gelegenheit Top-Investoren zu Fragen, was du schon immer über eine erfolgreiche Finanzierung wissen wolltest.

17:05 Wrap-up & Closing

17:10 Networking


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