10 Fakten zu 100.000 erfolgreichen Kickstarter-Kampagnen

Die Crowdfunding-Seite Kickstarter zählt 100.000 erfolgreich "gefundete" Kampagnen. Unter anderem liegt der Gewinn von vier Grammys und eines Oscars Kickstarter-Projekten zu Fuße.
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Die Crowdfunding-Seite Kickstarter zählt 100.000 erfolgreiche Projekte. Zwischen einem Förderer und Initiator kam es sogar zur Hochzeit. Martin Debus - fotolia.com
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Anfang Februar 2016 war es so weit: Das Fotografie-Projekt „Falklands/Malvinas: One War, all Wars“ wurde die hunderttausendste erfolgreiche Kickstarter-Kampagne. In den 6 Jahren, 9 Monaten und 11 Tagen seit dem Kickstarter Launch hat sich viel getan. Projekt Nr. 100.000 als Anlass nehmend, hat sich der Brutkasten ein paar interessante Fakten zu der Crowdfunding-Seite angeschaut.

10 Hardfacts zu 100.000 Kickstarter-Projekten

  1. Anzahl erfolgreich „gefundeter“ Projekte seit dem Launch im April 2009: 100.000
  2. Anzal an unterschiedlichen Kategorien – von Architektur bis Zines: 165
  3. Zeit bis die ersten 100 Kampagnen ihr Ziel erreicht hatten: 121 Tage
  4. Zeit bis die 100 aktuellsten Kampagnen ihr Ziel erreicht hatten: 3 Tage
  5. Menschen, die diese 100.000 Projekte gelauncht haben: 86.101
  6. Menschen, die mehr als ein erfolgreiches Projekt gestartet haben: 8.539
  7. Höchste Anzahl an erfolgreichen Projekten von einer Person: 94
  8. Anteil erfolgreicher Initiatoren, die auch ein Kickstarter-Projekt von jemand anders unterstützen: 70.58 %
  9. Anzahl an repräsentierten Ländern beim „internationalsten“ Projekt: 169
  10. Anzahl an Menschen, die diese 100.000 Projekte unterstützen: 9.088.422

+++Mehr zum Thema Kickstarter: Die 7 absurdesten Kickstarter-Kampagnen+++

10 Softfacts zu 100.000  Kickstarter-Projekten

  1. Musiker, die für ihre Kampagne einen Grammy bekommen haben: 4
  2. Anteil erfolgreicher Kickstarter-Projekte bei „25 Best Inventions of the Year“ vom Time Magazine von 2013-2015: 20 %
  3. Bekannte Hochzeiten zwischen einem Initiator und einem Unterstützer: 1
  4. Kickstarter finanzierte Filme, die für einen Oscar nominiert wurden: 11
  5. Kickstarter finanzierte Filme, die einen Oscar gewonnen haben: 1 (die Doku „Inocente“)
  6. Erfolgreich finanzierte Projekte von jemand names Oscar: 16
  7. Anzahl an Wörtern beim „The Noun Project“ – einer Datenbank an Icons die jeder versteht und anwenden kann: 150.000
  8. Anzahl an 5-Stern Reviews für „Cards against Humanity“ auf Amazon: 28.986
  9. Projekte die von Shakespeare inspiriert wurden: 274
  10. Kickstarter-Videospiele, die aktuell auf „Steam“ gespielt werden können: 150

+++Mehr zum Thema Crowdfunding: Rekord – Biogena sammelt 1,3 Millionen €+++

Quelle: Kickstarter

Stefan Mey

Die Coronakrise zeigte, wie Unternehmen die Kontrolle über ihre IT-Security verloren

Themen wie "Bring your own Device" haben während des Lockdown eine neue Dimension angenommen. Zudem reagierten viele AIs falsch. Doch es gibt auch Lichtblicke.
/coronakrise-it-security/
(c) Adobe Stock / alex.pin

Früher war alles so einfach. Der Vorgesetzte sagte dem Mitarbeiter, was er wann und wie zu tun hat und welche Sicherheitsvorkehrungen er dabei einzuhalten hat – und der Mitarbeiter hat sich daran gehalten. Doch nun ändert sich dies, wie Expertinnen und Experten im Rahmen des virtuellen Cisco Security Roundtable am 22. September erläuterten.

Denn nun hat jeder Mensch selbst die für ihn passende Technik in der Hand, nutzt diese privat und erwartet, dass er die Tools auch im Berufsleben verwenden kann. Allerdings bedeuten mehr Tools auch mehr Kreativität – und mehr Kreativität bedeutet, dass die Mitarbeiter potenziell mehr Schaden anrichten können. Hinzu kommt, dass Sicherheit nichts mehr ist, das rein zentralisiert innerhalb des Unternehmens verläuft – sondern sich über mehrere Punkte verteilt, die sich großteils außerhalb des Unternehmens befinden.

Home Office als Sicherheitsrisiko

Besonders deutlich wurde dies in den ersten Wochen des Corona-Lockdown, als von einem Tag auf den anderen auf Home Office umgestellt wurde. Im April wurden alleine mit Cisco Webex 25 Milliarden Meeting-Minuten durch 500 Millionen User abgehalten – mehr als das Dreifache vom Februar. Auch sonst war man recht flott darin, auf neue Lösungen und Software umzusteigen, um weiter arbeiten zu können.

Zugleich standen die Arbeitgeber vor einer Herausforderung in punkto Betriebsmittel. „Die Supply Chain brach zusammen und Unternehmen konnten Mitarbeitern nicht die Laptops besorgen, die sie im Home Office benötigten. Also wurden oft einfach die Privat-Laptops genutzt“, sagt Wendy Nather, Head of Advisory CISOs (Chief Information Security Officer) bei Ciscos Duo Security.

Das bringt aber neue Probleme mit sich. Denn die Mitarbeiter betonen nun, dass es sich bei den besagten Laptops nicht um Firmeneigentum handelt und somit der Arbeitgeber kein Recht hat, dort Sicherheitssoftware zu installieren und zum Beispiel die Nutzung privater – und somit eventuell schädlicher – Anwendungen zu blockieren.

False Positives in der AI

„Zugleich spielten im Frühjahr die Security-Roboter verrückt“, sagt Wolf Goehrlich, CISO Advisor bei Cisco. Denn das Trainieren einer Künsltichen Intellligenz via Machine Learning erfordert Monate – hier wiederum änderte sich die Situation von einem Tag auf den anderen. Daher gab es viele „False Positives“ – also Situationen, in denen die Security-AI eine potenzielle Bedrohung bemerkte, die aber gar keine war.

„Viele eigentlich gute Machine-Learning-Tools mussten daher suspendiert werden, damit die Mitarbeiter weiter arbeiten konnten“, sagt Goerlich. Nather verweist hier auf eine generelle Faustregel von Automatisierung über AI: Der Sinn selbiger ist, dass man sie einmal aufsetzt, so dass sie lernt und dann selbständig läuft. Nur wenn man dafür ein entsprechend langfristiges Commitment aufbringt, ist eine AI entsprechend nützlich.

Die größten Herausforderungen für CISOs

Das soll natürlich nicht heißen, dass die Lage hoffnungslos ist – nach wie vor gibt es ein Wettrüsten zwischen Cyberkriminellen und Unternehmen, für das Anbieter wie Cisco stets an besseren Lösungen arbeiten.

Doch angesprochen auf die aktuell größten Herausforderungen für CISOs betonen die Expertinnen und Experten sehr wohl, dass es sich dabei neben Dauerbrennern wie dem Verwalten des Tool-Portfolios sowie der Personalsuche und -bindung um den Bereich Remote Work handelt – inklusive des mangelnden Überblicks über die Geräte, der False Alerts und der Etablierung einer Security-Culture, in der die Mitarbeiter im Ernstfall wissen, wie sie richtig handeln.

Eine Zukunft ohne Passwörter

Abschließend gibt es jedoch auch noch einen positiven Ausblick: Es wird daran gearbeitet, für User eine passwortfreie Zukunft zu ermöglichen. Denn zwar haben die CISOs gerade andere Sorgen – also: Remote Work -, jedoch haben sich die Anbieter zur FIDO Alliance zusammen geschlossen, um neue Möglichkeiten der Authentifizierung zu ermöglichen. Nach unter anderem Google ist letztes Jahr auch Microsoft und dieses Jahr Apple der Allianz beigetreten. Sie sollen die Lösungen schrittweise in ihre Betriebssysteme integrieren.

Laut Nather ist dies möglich, weil Smartphones nun mit entsprechenden Sicherheitsfeatures ausgestattet sind. So könnte sich der User am Handy per Fingerabdruck oder Gesichtsscan identifizieren, wodurch wiederum eine Anwendung am PC freigeschaltet wird. „Dadurch ist es möglich, das Leben der Mitarbeiter sicherer und zugleich einfacher zu machen“, sagt Richard Archdeacon, Advisor CISO bei Cisco: „Und wenn man es als Security-Team schafft, den Mitarbeitern das Leben sogar zu erleichtern, dann ist das schon ein ordentliches Plus.“

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