Internetoffensive Österreich lädt zum digitalen 5G-Summit am 15. Juli

Am 15. Juli veranstaltet die Internetoffensive Österreich mit ihren Mitgliedern A1, Drei und Magenta den ersten digitalen 5G-Summit Österreichs. Der brutkasten ist Technologie-Partner des Events.
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  • Der digitale 5G-Summit „ZUKUNFT JETZT! Mit 5G den Aufschwung schaffen.“ der Internetoffensive Österreich findet am 15. Juli von 14:15 Uhr bis 17:45 online statt.
  • Der brutkasten begleitet das Event als Technologie-, Event- und Medienpartner.
  • Die 5G-Technologie und deren Rahmenbedingungen stehen im Fokus des digitalen Summits.
  • Die Taktgeber des 5G Ökosystems besprechen die Herausforderungen beim nächsten großen Schritt in die Zukunft, ziehen Bilanz über den Status Quo und zeigen auf, wo dringend gehandelt werden muss, um 5G Champion zu werden.
  • Das Event findet komplett online statt.
  • Die Teilnahme ist kostenlos.

So schnell kann es gehen: Erst am 27. Jänner diesen Jahres wurde der IKT-Konvent veranstaltet, der unter dem Motto „Zeit, die Zukunft zu schreiben“ stand – und nun ist die Zukunft tatsächlich da. Denn gerade die Zeit des Coronavirus hat gezeigt, wie essentiell leistungsfähige Infrastruktur für die Resilienz in Krisenzeiten und den anschließenden wirtschaftlichen Aufschwung ist.

+++Während des Corona-Lockdown zeigte sich, was mit 5G alles möglich ist+++

„Als IKT-Branchenverband stärken wir zusammen den „Digital-Standort Österreich“. Wir bringen nicht nur den 5G Ausbau voran, sondern beschleunigen auch den Weg hin zu mehr virtueller Kommunikation und Interaktion“, sagt dazu Patricia Neumann, Präsidentin Internetoffensive Österreich und Generaldirektorin IBM Österreich: „Daher veranstalten wir am 15. Juli  den ersten „digitalen 5G Summit“ in Österreich. Die 5G Netztechnologie bringt den nächsten großen Schritt in die Zukunft und stärkt unsere Krisenfestigkeit. Österreich kann bei raschem Handeln 5G Champion in Europa werden und darf in diesem Wettlauf nicht den Anschluss verlieren.“

Digitaler Summit „ZUKUNFT JETZT! Mit 5G den Aufschwung schaffen.“ am 15. Juli

Der digitale 5G-Summit „ZUKUNFT JETZT! Mit 5G den Aufschwung schaffen.“ der Internetoffensive Österreich findet am 15. Juli von 14:15 Uhr bis 17:45 online statt. Der brutkasten begleitet das Event als Technologie-, Event- und Medienpartner.

Die 5G-Technologie und deren Rahmenbedingungen stehen im Fokus des digitalen Summits. Die Taktgeber des 5G Ökosystems besprechen die Herausforderungen beim nächsten großen Schritt in die Zukunft, ziehen Bilanz über den Status Quo und zeigen auf, wo dringend gehandelt werden muss, um 5G Champion zu werden.

Unter anderem wird dabei Bundesministerin Elisabeth Köstinger mit den führenden Köpfen der Telekommunikation über die digitale Infrastruktur in Österreich diskutieren. Zudem stehen viele weitere spannende Speaker auf dem Programm. Das Event findet mit gestreamten Live- und Digital-Sessions online statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

+++Anmeldung zum digitalen Summit unter diesem Link+++

Ausgewählte Highlights des digitalen 5G-Summits

Eröffnung durch:

Mag. Patricia Neumann – Präsidentin Internetoffensive Österreich und Generaldirektorin IBM Österreich

Live-Diskussion mit:

  • BM Elisabeth Köstinger – Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus – zuständig für Telekommunikation
  • Marcus Grausam – Vize-Präsident Internetoffensive Österreich und CEO A1 Telekom Austria
  • DI Jan Trionow – Vize-Präsident Internetoffensive Österreich und CEO Hutchison Drei Austria
  • Dr. Andreas Bierwirth – Vize-Präsident Internetoffensive Österreich und CEO Magenta Telekom
  • Dr. Walter Leiss – Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes

Zwei digitale Sessions mit u.a.:

  • Dr. Lukas Feiler – Partner und Leiter der Abteilung IT und IP bei Baker McKenzie
  • Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic – Vorstandsvorsitzender bei Delta Partners
  • Dr. Georg Serentschy – Managing Partner Serentschy Advisory Services
  • Dr. Klaus Steinmaurer  Geschäftsführer RTR-GmbH für Telekommunikation und Post
  • Dr. Karim Taga – Managing Partner Arthur D. Little Austria
Redaktionstipps

Nikolaus Jilch

Warum die Reichen immer reicher werden

Umverteilung von unten nach oben: Um zu verstehen, wie wir hier gelandet sind, muss man das Geldsystem durchleuchten.
/warum-die-reichen-immer-reicher-werden/
Die Reichen werden immer reicher
Es ist schon länger bekannt, warum die Reichen immer reicher werden. (c) Georg Schober / Adobe Stock / sonyachny
jungesgeld

Irgendwas stimmt nicht, oder? Die gesellschaftliche Erregung wächst, die Zahl der Proteste nimmt zu, die Populisten gewinnen überall an Boden. Jetzt auch noch Corona. Wieder Krise. Terror, Finanzkrise, Klimawandel – jetzt die Pandemie. Und über allem die Frage: Warum sind manche ultrareich und andere bitterarm? Warum wächst das Vermögen einer kleinen Schicht schneller als das aller anderen? Es gibt eine Antwort auf diese Frage, die simpel wirkt, aber gewaltige Implikationen hat. Es geht um Nähe. Um Connections zur Macht und zur Quelle des Geldes.

Was hier geschieht, wissen wir im Grunde seit dem 17. Jahrhundert. Der frühe Ökonom und Geschäftsmann Richard Cantillon hat als erster beobachtet, dass Geld nie neutral in der Wirtschaft verteilt wird – sondern zum Vorteil einiger weniger. Der von ihm beschriebene Cantillon-Effekt gehört zu den wichtigsten Konzepten der Ökonomie, das kaum je besprochen wird.

Das Geld wird nicht gleichmäßig verteilt

Frisches Geld, so Cantillon, geht zuerst an bestimmte Gruppen. An staatsnahe Firmen, Beamte, Banken und politisch begünstigte Gruppen. Sie erhalten rascher Geld und zu günstigeren Konditionen als andere Gruppen. Sie gehen damit einkaufen bevor die Preise steigen. Das geschieht erst danach, weil die Geldmenge gestiegen ist.

Seit 2008 kann man den Effekt an den Börsen beobachten. Der Großteil des billigen Geldes, das die Notenbanken zur Bekämpfung der Finanzkrise in die Märkte gepumpt haben, ist dort geblieben – in den Finanzmärkten. Das führt zu einer so genannten Asset-Inflation. Wer Aktien, Anleihen oder Edelmetalle besitzt, profitiert direkt. Auch andere Sachwerte steigen im Preis: Land, Kunst, Immobilien.

Martin findet einen Klumpen Gold

Ein simpleres Beispiel. Sagen wir, Martin lebt in einem kleinen Dorf mit 100 Einwohnern. Eines Tages geht Martin in den Wald und krabbelt in eine Höhle. Schon als Kind war er fasziniert von Höhlen und Minen. Aber diesmal macht Martin eine Entdeckung. Er findet einen Klumpen pures Gold. „Trifft sich gut“, denkt sich Martin: „Gold ist bei uns im Dorf die gängige Währung. Ich gönne mir was.“ Also geht Martin zurück ins Dorf und sofort zum Fahrradhändler. Der verkauft seine Fahrräder zum selben Preis wie gestern und vorgestern, denn die Goldmenge im kleinen Dorf ist bis dato stabil.

Aber Martin legt einen frischen Klumpen hin. Glücklich fährt er mit dem Fahrrad davon. Der Händler nimmt das frische Geld und bringt es auf die Bank. Die verteilt es als Kredit an ihre Kunden. Die Geldmenge ist gestiegen, als Martin den Goldklumpen gefunden hat. Aber erst nachdem er ihn ausgegeben hatte, ist das frische Geld in den Wirtschaftskreislauf des Dorfes gelangt. In den kommenden Tagen werden die Preise überall steigen. Beim Wirt, am Markt und auch beim Fahrradhändler. Aber Martin kann es egal sein, er hat sein Fahrrad – und konnte seinen Wohlstand erhöhen. Absolut – und relativ zu den anderen Bewohnern des Ortes.

Vor 50 Jahren legt Richard Nixon den Turbo ein

Das ist der Cantillon-Effekt. Er gilt immer, aber je stärker das Geldsystem auf die Vergrößerung der Geldmenge angewiesen ist, desto stärker ist er. Im August 1971 hat US-Präsident Richard Nixon die Goldbindung des Dollars aufgehoben und damit dem ganzen internationalen Währungssystem den Anker entzogen. Das ist fast 50 Jahre her. Das war die große Deregulierung. Was folgte, waren weitere Schritte, die der Ausweitung der Geldmenge dienlich waren.

Keine Frage: Die Zeit seit 1971 hat große Dinge gebracht und gewaltigen Fortschritt. Aber der Preis war hoch. In jeder Krise braucht es immer höhere Geldmengen, um Wachstum zu erzeugen. Das erhöht die Vermögenskonzentration und sorgt für neuen Unmut und sogar Unruhen.

Die Welt ist heute massiv überschuldet

Auch dieser Trend dürfte weiter an Fahrt gewinnen. Warum? Weil die extreme Corona-Reaktion von Staaten und Notenbanken den Cantillon-Effekt nur noch weiter anfeuert. Manche Politiker wissen das und setzten auf Direktzahlungen, um die Masse zu befriedigen. Auch viele Superreiche haben längst begriffen, was passiert – und versuchen durch wohltätige Stiftungen zu helfen.

Die Welt ist überschuldet. Das ist die Kehrseite des Geldsystems, das wir 1971 eingeführt haben. In jeder Krise wird es immer mehr Geld brauchen, um wieder Wachstum zu erreichen. Dieses Wachstum wird immer weniger überzeugend ausfallen. Ironischerweise reagieren viele dann mit Kritik an Wirtschaftswachstum per se. Sie sehen nicht, dass nicht Wachstum das Problem ist, sondern die schuldenbasierte Inflation des Geldsystems, die hinter dem Wachstum steht.

Ist die Lösung das Problem oder das Problem die Lösung?

Wie das ausgeht? Das ist die große Frage. Es gibt im Grunde vier Optionen:

a) Austerität, also Einsparungen

b) Staatsbankrotte oder Schuldenrestrukturierung

c) Notenbanken drucken immer mehr Geld

d) Staatlich durchgesetzte Transfers von oben nach unten

Variante a) und b) sind zu schmerzhaft, weshalb Regierungen sich auch historisch immer für d) bzw. vor allem c) entschieden haben. Inflation ist nicht nur die Krankheit – sondern aus der Sicht von Politik und Notenbanken auch die Therapie. Steigende Steuern und staatliche Vermögensumverteilung werden vielerorts dazugehören – sind aber keinesfalls eine Lösung des Problems, sondern maximal ein Pflaster.

Wohin die gewählte Therapie führt? Am Ende steht wohl eine Währungsreform. Aber wie die aussieht und was danach kommt, ist unklar. Der Cantillon-Effekt wird bis dahin weiter werken. Und in jeder Krise werden die Summen aus den Notenbanken immer absurder wirken. Bis das Wachstum exponentiell wird. Und seit Corona wissen wir: Das ist selten eine gute Nachricht.


Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information und geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von derbrutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.


Über den Autor

Niko Jilch ist Wirtschaftsjournalist, Speaker und Moderator. Nach acht Jahren bei der „Presse“ ging er Ende 2019 zum Thinktank „Agenda Austria“, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Bereiche „Geldanlage und digitale Währungen“ abdeckt, sowie digitale Formate aufbaut, etwa einen neuen Podcast. Twitter: @jilnik

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