Insolvenzrecht-Reform: Regierung plant Reset-Button für Unternehmen

Mit der nun angekündigten Insolvenzrecht-Reform soll nicht nur die Entschuldungsfrist auf drei Jahre verkürzt, sondern mit dem "präventiven Restrukturierungsverfahren" auch eine neue Option für Unternehmen in finanzieller Not geschaffen werden.
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Insolvenzrecht-Reform: Präventives Restrukturierungsverfahren als Reset-Button für Unternehmen
Insolvenzrecht-Reform: Präventives Restrukturierungsverfahren als Reset-Button für Unternehmen | (c) Adobe Stock - MemoryMan
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Wie es bei vielen größeren Reformen ist, hat die Regierung auch die nun verkündete Insolvenzrecht-Reform nicht ganz alleine erdacht. Hintergrund ist einmal mehr die Umsetzung einer EU-Richtlinie. Noch ist der in seinen Eckpunkten präsentierte Regierungsentwurf noch nicht mal in Begutachtung. Doch die zwei zentralen Änderungen sind bereits bekannt.

Insolvenzrecht-Reform: Schneller Schuldenfrei

Erstens soll die die Entschuldungsfrist auf drei Jahre verkürzt werden, womit ein schnellerer Neustart für betroffene Schuldner ermöglicht werden soll. Experten sehen die Kehrseite, dass damit auch niedrigere Quoten für die Gläubigern einhergehen. Diese Maßnahme sieht die EU-Richtlinie für Unternehmen vor. Im Regierungsentwurf ist die Verkürzung auch für Privat-Insolvenzen geplant – allerdings dort befristet auf die kommenden fünf Jahre. Das ist Medienberichten zufolge ein Kompromiss zwischen den Koalitionspartnern ÖVP, die gegen eine Verkürzung bei Privat-Insolvenzen waren und Grünen, die dies gerne dauerhaft umsetzen würden.

„Präventives Restrukturierungsverfahren“: Sanieren noch vor der Insolvenz

Der zweite Große Punkt in der Insolvenzrecht-Reform hat den etwas sperrigen Namen „präventives Restrukturierungsverfahren“. Damit soll quasi ein Reset-Button für Unternehmen in finanzieller Schieflage geschaffen werden, in Regierungsdiktion: „eine zweite Chance“. Das Verfahren soll, wie der Name andeutet, schon präventiv, also vor der tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit eingeleitet werden und so drohende Insolvenzen abfangen.

Auch hier kommt es, wie im Sanierungsverfahren, zu einer Entschuldung mit Quote. Allerdings müssen bei der neuen Option nicht alle Gläubiger eingebunden werden (jedoch muss die Mehrheit zustimmen). Gläubiger bekommen also auch hier nur einen Teil der Schulden zurück. Experten sehen vor allem darin eine Herausforderung, in diesem Fall ein Gleichgewicht zwischen den Gläubigergruppen, etwa Sozialversicherungen, Banken und Privaten, herzustellen. Andernorts fällt dagegen schon der Vergleich mit der sehr effektiven US-Sanierungsverfahren-Option „Chapter 11„.

die Redaktion

Lollipop: Kärtner Startup bringt Covid-Schnelltest zum Lutschen

Der Covid-Lutsch-Schnelltest soll ebenso genau sein, wie andere Selbsttest-Varianten, sich aber besser für Kinder eignen.
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21med: Der Lollipop Covid-Schnelltest soll sich besonders gut für Kinder eignen
(c) 21med: Der Lollipop Covid-Schnelltest soll sich besonders gut für Kinder eignen

Mit dem Test-Staberl gefühlt bis zum Hirn, oder doch der übelkeitsfördernde Rachenabstrich? Vielleicht dürfen es ja auch die (als Selbsttest verfügbaren) weniger genauen „Nasenbohrer“ oder Spucktests sein? Der Kärntner Unternehmer und ehemalige Segel-Olympionike Niko Resch war mit den hierzulande verfügbaren Covid-Schnelltests nicht zufrieden. Und das in einem Land, dessen Regierung sich rühmt „auf dem Weg zum Test-Weltmeister“ zu sein (Anm. Kritiker meinen, „Impf-Weltmeister“ wäre besser). Resch machte sich daher auf die Suche nach Alternativen und wurde in China fündig. Mit seinem nun im Jänner 2021 gegründeten Startup 21Med GmbH mit Sitz in Velden wurde er unter der Marke Lollipop nun zum Generalimporteur für neue Lutsch-Tests.

Lollipop: Überprüft und als Covid-Selbsttest Zugelassen

Dabei habe er sich natürlich zuvor, was die Qualität anbelangt, abgesichert und den Test in Deutschland und den USA prüfen lassen, erzählt Resch in einem Beitrag der Kleinen Zeitung. Lollipop habe eine Sensitivität von 95,65 Prozent relativ zu einem PCR-Test – das ist etwas Höher als bei „Nasenbohrer“ und Spucktest. Und der Test sei CE-zertifiziert und offiziell durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich zugelassen, ist auf der Page des Startups zu erfahren. Auch bei den bekannten Virus-Mutationen soll der Lutsch-Schnelltest laut Hersteller wirksam sein.

Süß schmeckt er zwar nicht, aber wie der Markenname (der offizielle Name ist: V-Chek 2019-nCoV Ag Saliva Rapid Test Card) bereits andeutet, will das Startup mit Lollipop vor allem auch Eltern ansprechen. Der Test muss 90 Sekunden gelutscht werden. Nach 15 Minuten liegt ein Ergebnis vor. So soll er als Selbsttest für Kinder besonders geeignet sein.

Der Vertrieb läuft sowohl über Apotheken als auch den eigenen Online-Shop. Die Preise sind dabei gestaffelt. Ein einzelner Test kostet 12 Euro, fünf Stück kosten 55 Euro und 20 Stück 200 Euro. Damit ordnet sich Lollipop preislich in der Mitte ein und ist teurer als der „Nasenbohrer“, aber günstiger als der Spucktest.

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22.02.2021

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