Bei der aktuellen Ausgabe des i²c Networking Friday geht es um ein vor allem für die Startup-Szene brisantes Thema: Eine wachsende Zahl von Universitäten in aller Welt setzt auf Angebote zur gezielten Förderung von Unternehmensgründungen durch Studierende, Absolventen und Wissenschaftler. Angesichts der großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung neuer, oftmals digitaler Geschäftsmodelle sind solche Maßnahmen als sinnvolle Ergänzung zu fachwissenschaftlichen Studiengängen unstrittig. Manche Protagonisten der Startup‐Szene, aber auch Vertreter von Hochschulen sind allerdings der Ansicht, dass solche flankierenden Aktivitäten nicht ausreichen, um den Herausforderungen der digitalen Transformation wirksam zu begegnen.

+++ Archiv: Live vom Networking Friday 2017 +++

Die Forderung nach der “Entrepreneurial University”

Sie fordern nicht weniger als eine Neuausrichtung von Universitäten. Entsprechende Forderungen gehen zunehmend mit dem Schlagwort “Entrepreneurial University” einher. Auch wenn der Begriff nicht einheitlich verwendet wird, so ist mit ihm zumeist das zentrale Anliegen verbunden Universitäten zu den Keimzellen für die Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle und darauf aufbauender Unternehmensgründungen zu machen. Um dies zu erreichen, wird mitunter vorgeschlagen Wertesystem, Kultur und auch fachwissenschaftliche Lehrinhalte auf dieses Ziel auszurichten.

Erfrischend oder befremdlich?

Andere Vorschläge sind weniger radikal und sehen die “Entrepreneurial University” durchaus in Übereinstimmung mit traditionellen Vorstellungen von Forschung und Lehre. In jedem Fall wird aber gefordert, dass dem Thema Unternehmensgründung in der Universität eine zentrale Bedeutung beigemessen wird. Oft werden Forderungen nach einer “Entrepreneural University” in der spezifischen Rhetorik vorgetragen, die sich in der Startup‐Szene etabliert hat – was manche als erfrischend ansehen mögen, andere als eher befremdlich.

“Entrepreneurial University” – Ja oder Nein?

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Universitäten die Entwicklung hin zu einer “Entrepreneurial University” vorantreiben sollten – und was genau darunter zu verstehen ist – oder ob es eher angeraten ist, weiter die Bedeutung wissenschaftlicher, mitunter auch “zweckfreier” Erkenntnis als zentrales Merkmal der Universität zu pflegen, was gewiss nicht ausschließt, die Unterstützung für Unternehmensgründer weiter auszubauen. Es liegt auf der Hand, dass die Ansichten hier auseinandergehen. Gleichzeitig erscheint es unstrittig, dass es sich um eine Frage handelt, der sich Universitäten stellen müssen. Deshalb ist der i²c Networking Friday 2018 diesem Thema gewidmet.

Rede von Digitalisierungsministerin Schramböck

Die Teilnehmer eines hochkarätig besetzten Podiums werden die Idee der “Entrepreneurial University” kritisch und konstruktiv aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Darüber hinaus werden auch die Gäste – dies ist mittlerweile eine bewährte Tradition des i²c Networking Friday – Gelegenheit haben, ihre Sicht auf das Thema einzubringen. Als Special Guest wird Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck eine Rede halten. Neben Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion wird die STARTacademy Pitch Challenge das Programm abrunden. (PA/red)

+++ Wirtschaftsministerin Schramböck zu Startups, Blockchain und AI +++


i²c Networking Friday – Hard Facts

Wann: Freitag, 16. Februar 2018, ab 9:00 Uhr

Wo: TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien

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