Höhle der Löwen: Startup bringt Nils Glagau zum Bluten

In dieser Folge der "Höhle der Löwen" ging es um eine schnelle Maus, einen Boxsack aus Kork und eine besondere Back-Creme. Zudem brachte ein Startup Nils Glagau zum Bluten, während ein anderes Kaffee und Alkohol mischte.
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(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Das Heat_it-Team zeigte sich gegenüber den Löwen "blutrünstig".
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Die ersten, die sich in die „Höhle der Löwen“ wagten – die es online auf TVNOW und immer Montags um 20.15 Uhr bei VOX zu sehen gibt – waren Gisela Hüsges-Schnabel und Sabine Kämper. Sie haben mit Back’O’Funny eine hitze- und kältebeständige Creme im Spritzbeutel entwickelt, die mitgebacken werden kann und bei der der Kern trotzdem flüssig bleibt. 25 verschiedene Sorten haben die beiden Damen im Angebot. Die drei Teigmischung des Startups können – laut den ehemaligen QVC-Mitarbeiterinnen anders als andere Fertigmischungen – nur mit einer weiteren Zutat angerührt werden: Entweder mit Wasser, Schlag oder flüssiger Butter. Das Gründerinnen-Duo bot satte 33 Prozent ihres Unternehmens für ein Investment von 33.000 Euro an.

Die Löwenzähmung

Während der Kostprobe konnte man in den Gesichtern der Löwen Begeisterung lesen. Die charmanten und mitreißenden Gründerinnen ließen es nicht sein, die Investoren mit ihren Küchlein zu füttern. Multi-Investor Carsten Maschmeyer stieg zwar begeistert aber dennoch als erster aus, da er bereits in ein Startup namens „Kuchentratsch“ investiert war. Auch Handeslprofi Ralf Dümmel war hingerissen und bot gleich die gewünschte Summe, musste sich aber für ein erhofftes „Ja“ in Geduld übern. Die Gründerinnen wollten auch den anderen Löwen eine Chance geben sich zu äußern.

Noch ein Deal-Vorschlag

Medieninvestor Georg Kofler stieg danach als selbsternannter Back-Amateur aus. Shopping-Queen Judith Williams folgte ebenfalls ohne Angebot. Konzernchef Nils Glagau indes machte den gleichen Vorschlag wie Dümmel. Was diesen wieder auf den Plan rief.

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(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Gisela van Bebber (l.) und Sabine Kämper aus Monheim präsentierten ihre Back- und Dessertcreme „Back´o´Funny“.

Der „alte“ Löwe warb für sich und seine Möglichkeiten, wie er den Gründerinnen helfen könne. Dies ließ Glagau nicht auf sich sitzen. Der Konzernchef ergriff erneut das Wort und meinte, dass b2b der strategisch falsche Weg fürs Back-Startup wäre. Er würde Back’O’Funny lieber ins Herz der Endverbraucher bringen. Es half wenig. Hüsges-Schnabel und Kemper kehrten nach der Beratung zurück und nahmen Ralf Dümmel mit an Bord. Deal für Back’O’Funny.

Vom KIT in die „Höhle der Löwen“

Lukas Liedtke, Armin Meyer, Stefan Hotz und Christof Reuter versuchten als nächste ihr Glück in der „Höhle der Löwen“. Das Quartett kennt sich seit dem Studium am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Rahmen eines Studentenwettbewerbs entstand die Idee zu heat_it. „Nach und nach haben wir festgestellt, dass es ein echtes Interesse an diesem Produkt gibt“, erklärte Liedtke. Aus diesem Grunde entschieden sich die Jungs dafür, ihre Idee weiterzuverfolgen und arbeiten seit mittlerweile zweieinhalb Jahren Vollzeit daran.

Gegen Juckreiz und Schmerz

Ihr Produkt heat_it verspricht schnelle Hilfe bei lästigen Mückenstichen. Um Juckreiz und Schmerz von Insektenstichen zu lindern, hilft es die Stelle kurz zu erhitzen. „Don’t scratch it, heat it“ lautet deswegen das Motto der Karlsruher. Das ganze funktioniert auch per App in Kombination mit einem winzigen Adapter fürs Smartphone, der etwa am Schlüsselbund angebracht und angesteckt werden kann.

Konkret: Die App öffnet sich, heat_it heizt bis auf 53 Grad auf und der Behandlungsvorgang kann starten. Um ihr Produkt auf den Markt zu bringen, brauchten die vier Gründer Unterstützung und 500.000 Euro, dafür boten sie zehn Prozent ihres Startups.

Ein mutiger Löwe

Das Besondere an dem Pitch war, dass die Gründer eine spezielle Herausforderung für die Löwen mitgebracht hatten. Eine gefangene Mücke – so der Plan – sollten einen der Investoren stechen, um danach die Wirkung von Heat_it zu demonstrieren. Glagau war der mutigste unter den TV-Juroren und gab sein Blut fürs Produkt der vier jungen Männer. Danach wurde die angeschwollene Einstichstelle gleich behandelt. Der Investor empfand das ganze Prozedere als angenehm, erklärte aber wenige Minuten später, er würde den Stich immer noch spüren.

Exodus der Löwen

Nach dieser für die Gründer überraschenden Aussage, erklärte Kofler, die Kompaktheit von heat_it wäre zwar der USP, aber vergleichbare Produkte würde es schon am Markt geben. Maschmeyer stieg darauf als erster aus. Seine Kollegin Williams fokussierte sich auf Zahlen und betonte, dass der Preis von knapp 30 Euro für Android und 40 Euro fürs iPhone zu teuer für potentielle Kunden wäre. Zudem sei die Konstruktion des Gerätes noch verbesserungswürdig. Es würde sich nicht mehr gut schließen lassen, sagte sie und ging.

Proband Glagau empfand heat_it nicht als innovativ und blieb ebenso ohne Angebot. Kofler glaubte an die Wirkung des Produkts, dachte aber, dass die Absatzchancen nicht so groß wären, wie die Gründer es sich vorstellen. Ein weiterer Löwe weg.

Die letzte Hoffnung

Das Quartett versuchte nach dieser Absagen-Serie zu argumentieren und zu retten, was zu retten war: Ein Konkurrent in ihrem Segment würde eine Million Stück im Jahr verkaufen, sagten sie. Es half nichts. Auch Dümmel stieg, vor allem aufgrund der Firmenbewertung, aus. Kein Deal für heat_it.

Die Alkohol-Diebe

Die nächsten in der „Höhle der Löwen“ waren die Köche Finn Geldermann und Jan Weigelt aus Berlin. Beide kennen sich bereits aus ihrer Jugend. Als Teenager liehen sie sich die Zutaten aus den Schränken ihrer Großeltern, womit sie ihren Kaffeeschnaps ansetzten. Bis sie schließlich erwischt wurden.

Memoiren einer Schnaps-Jugend

Es folgten ein paar Jahre in der Gastronomie, wo beiden immer wieder auffiel, dass es keine goldene Mitte zwischen einem Espresso und einem alkoholischen Shot gab. Sie erinnerten sich an ihre „wilden Jahre“ zurück und fingen wieder an, Kaffeeschnaps in ihrer WG anzusetzen.

Schnaps aus Kaffeebohnen in der „Höhle der Löwen“

Inzwischen brennen die beiden Gründer ganz offiziell und ohne drohende Großmama-Strafe. Sie wollen mit ihrem Schnaps aus Kaffeebohnen und der Kolanuss, die langlebiges Koffein enthält und für die herb abgerundete Note sorgt, den Markt erobern.

Shot mit Koffeinmenge wie Espresso

CO’PS ist ein doppelter Shot von vier Zentilitern und enthält so viel Koffein wie ein Espresso. „Er kann so getrunken werden, ist aber auch perfekt geeignet für Cocktails oder Longdrinks“, erklärte Weigelt den Löwen. Um ihre Idee als Marke groß aufzubauen, benötigten die beiden Gründer ein Investment von 100.000 Euro und boten dafür 20 Prozent Gesellschaftsanteile.

(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Finn Geldermann (l.) und Jan Weigelt brachten den Löwen mit CO´PS hochprozentigen Kaffeeschnaps mit.

Nach der Kostprobe attestierte Familien-Unternehmerin Dagmar Wöhrl dem Getränk einen „1A“-Geschmack, während Glagau meinte, er hätte einen stärkeren Kaffee-Nachgeschmack gespürt. Williams hingegen jammerte ein wenig wegen eines leichten Brennens im Hals herum.

Zwei Absagen

Bisher hatten die Gründer seit Bestehen ihres Startups 500.000 Euro Umsatz gemacht. Kofler stieg dennoch als erster Löwe aus, er würde nicht in Alkohol investieren. Williams fand schlussendlich gefallen am Getränk, nannte es neben Limoncello den leckersten Likör, den sie bisher gekostet hatte. Sie könne aber nicht helfen.

Der Prophet in der Höhle

Nach dieser Absage prophezeite Kofler eine Angebotflut. Er behielt Recht. Wöhrl erklärte, sie wisse genau, welche Vertriebswege das Startup brauche und bot die gewünschte Summe. Dümmel dagegen meinte, CO’PS gehöre in den LEH. Er könne dabei helfen und forderte 25,1 Prozent Beteiligung für die 100.000 Euro.

CO’PS ein neuer Jägermeister?

Nils Glagau warb mit seiner Spirituosen-Erfahrung für sich und merkte an, dass CO’PS eine Art „Jägermeister“ werden könnte. Seine Strategie wäre es, aus dem Likör ein Szeneprodukt zu machen. Neben der angestrebten Listung im Handel. Auch er wollte für die 100.000 Euro 20 Prozent Anteile haben.

Working Capital

Nach kurzer Beratung sagten die Gründer, sie würden gerne die Marke aufbauen, bräuchten aber langfristig mehr Kapital. Nach einem dreifachen „Ja“ zu „working capital“ nahmen sie Glagau in die CO’PS-Familie auf. Deal.

Die Box-Queen

Als nächste in der „Höhle der Löwen“ kämpfte Lena Ahmadi Khouki um 50.000 Euro für 20 Prozent ihrer Firmenanteile. Seit ihrem 15. Lebensjahr boxt die Gründerin und betreibt seit 2008 ein Box- und Fitnessstudio in Dortmund. „Ich wollte ein Box-Training erschaffen, das jeder kann – egal, welches Fitness-Level er oder sie mitbringt“, erklärte sie. „Das Herzstück eines solchen Studios sind die Boxsäcke. Und bei mir hängen gleich fünf davon. Alle im Dauereinsatz.“

Der Sack aus Kork

„Die Säcke sind nicht nur schwer zu reinigen, auch müssten sie alle drei Monate ausgetauscht werden, weil sie sich abnutzen“, so die Founderin. „Das ist nicht nur teuer, sondern auch alles andere als nachhaltig.“ Mit Khou Khii hat sie deshalb einen Trainings-Boxsack aus 100 Prozent nachhaltigem, wasserfesten und langlebigem Kork entwickelt. Die Oberfläche aus diesem Material sei extrem weich und solle ein gelenkschonendes sowie schmerzfreies Training ermöglichen, auch ohne Handschuhe. Die zweifache Mutter wollte ihre Produktion erweitern und suchte einen Investor für ihr Unternehmen.

(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Lena Ahmadi Khouki will mit „Khou Khii“ Boxsäcke aus Kork in Fitnessstudios, Wellness-Bereichen und Hotels etablieren.

Nach dem Pitch durften die Löwen selbst die Fäuste an den Säcken, die es in drei Varianten gibt, anlegen. Während Kofler und Glagau die wasserfesten und dadurch leicht zu reinigenden Boxsäcke malträtierten, klopfte und streichelte Williams die Vorführobjekte der Gründerin bloß. Und fand gefallen am Gefühl.

Skalierung?

Dümmel, der mit den Klitschkos befreundet ist, stimmte Khouki zu, dass Boxen ein viel intensiverer Sport wäre, als üblich angenommen. Er erfuhr, dass in ihrem Studio bisher 270 Kunden mit Bandagen an den Händen trainieren, weswegen ihre Säcke im Vergleich zu anderen Kampfsportstudios regelmäßig gereinigt werden müssten. Auf die Frage, wie sie sich dann eine Skalierung vorstelle, gab die Founderin zu, dass ihr Produkt nicht für klassische Box-Studios gedacht wäre, sondern sie sich eher im Wellness- und SPA-Bereich bzw. in Fitnessstudios, sowie Hotels sehen würde. Oder im privaten Haushalt. Bisher wurden seit 2016 18 Stück der Säcke verkauft.

„Kein Geschäft“

Kofler nannte die Boxsäcke ästhetisch und ähnlich einem Einrichtungsgegenstand. Aber ein Geschäft sehe er nicht darin. Williams fand das Ganze wunderbar, haderte aber mit dem teuren Preis, ab 899 Euro aufwärts. Auch sie ging. Glagau glaubte an die Gründerin, jedoch nicht an die Idee.

Ein Kampf ohne Erfolg

Nach der dritten Absage verabschiedete sich auch Dagmar Wöhrl, die meinte, sie könne nicht nur in eine Gründerin investieren, die sie „Klasse finde“, das Investment müsse sich auch einmal lohnen. Daran zweifelte sie. Am Ende sagte Ralf Dümmel, die Gründerin habe alles richtig gemacht, allerdings wäre der Plan die Boxsäcke in den b2c-Bereich zu bringen sehr schwer. Die sympathische Dortmunderin kämpfte, muss aber das Studio ohne Löwen verlassen.

E-Sport mit Millionen Euro an Preisgeldern

Die letzten in der „Höhle der Löwen“ waren Patrick Schmalzried und sein jüngerer Bruder Dominik. Beide kommen aus dem E-Sport, einem Bereich, der immer mehr zu einem seriösen Sport wird und ganze Stadien füllt. Mit Gewinnsummen von über 2,5 Millionen Euro. „Ich spiele seit über 20 Jahren Computer und war in meiner Schulzeit extrem unzufrieden mit den PC-Mäusen“, erinnert sich Patrick, der sogar Nationalspieler für das Echtzeit-Strategiespiel „StarCraft“ war.

Ein Zaunkönig in der „Höhle der Löwen“

Um das zu ändern hat Patrick gemeinsam mit seinem Bruder Dominik die „leichteste Computer-Maus der Welt“ entwickelt: Den Zaunkönig M1K. Durch den Einsatz von Carbon und spezielle Mikroschalter lasse sich die nur 23 Gramm schwere Maus, laut Gründern, so präzise wie ein Skalpell bedienen. Zum Vergleich: Jede herkömmliche Maus wiegt im Durchschnitt fünfmal so viel.

In der Garage der Eltern

Ihre eigens entwickelte Software soll die niedrigsten Reaktionszeiten von allen Computer-Mäusen am Markt ermöglichen. Noch wird sie in der elterlichen Garage produziert, doch das soll sich nun ändern. Mit einem strategischen Partner und 100.000 Euro wollen die beiden Diplom-Betriebswirte ihre Marke groß machen und die Herstellungskosten senken. Dafür boten sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Der unsichere Weltmeister

Nach dem Pitch lobte Wöhrl das Design der Maus, während Dümmel wissen wollte, ob Deutschland im E-Sport gut sei. Dies bejahten die Gründer, erzählten von ihren Erfolgen und ließen Rosberg den Vergleich zu einer „klobigen“ Maus selbst erleben. Es gebe einen deutlichen kompetitiven Vorteil, meinten die Founder, während der Löwe jedoch das Gefühl hatte, dass sich ihre Maus, die beinahe ohne Gewicht daherkommt, wenig kompakt anfühle. Es wirke mit dem Zaunkönig in der Hand unsicher.

„Der Markt denkt um“

Dies argumentierten die Gründer aber weg, indem sie erklärten, dass der Markt sich in einem Umdenken befände. Man könne mit ihrer Maus leichter und schneller die Finger bewegen, was etwa Spielern sehr wichtig sei. Andere Mäuse würden sich laute Test-Gamern, die sie beauftragt haben, wie Ziegelsteine anfühlen. Auch im Vergleich zur Konkurrenz wäre die Zaunkönig-Klickrate pro Minute viel besser, so die Schmalzrieds.

Zu früh dran?

Williams stieg als erste aus, denn sie fühlte keine Passion für den Gaming-Bereich. Für Rosberg war „alles“ etwas zu früh. In dem Stadium des Startups müsse er sich als potentieller Investor zurückziehen. Während es ihm Wöhrl gleich machte, berieten sich Maschmeyer und Dümmel leise hinter der Bühne.

Geschwindigkeit ist gleich Triumph

Beide glaubten daran, dass die Gamer vor den TV-Geräten alle wüssten, dass Geschwindigkeit Gewinnen bedeute. Das Potential wäre riesig. Allerdings müsse der Produktionspreis und der VK von über 200 Euro deutlich gesenkt werden. Dem stimmten die Gründer zu.

Realismus der Gründer

Maschmeyer lobte den Realismus der Founder und bot gemeinsam mit seinem Kollegen 100.000 Euro plus ausreichendes „Working Capital“ für 30 Prozent. Den Gründern waren die geforderten Anteile jedoch zu viel und sie riefen für die genannte Summe 25 Prozent Beteiligung aus. Es zeigte sich, dass Verhandlungen mit TV-Investoren ab und an Sinn ergeben. Deal für Zaunkönig.

die Redaktion

Startup Salzburg: mySebastian gewinnt Jurypreis nach Teilnahme bei Factory-Programm

Zum Abschluss der Startup Salzburg Factory, dem neunmonatigen Entwicklungsprogramm des Netzwerkinkubators, präsentierten am Mittwoch die sieben teilnehmenden Gründerteams ihre Geschäftsideen im Rahmen der Investors Lounge.
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Vocationeers-Gründer Werner Korb und Entwicklungsleiter Philipp Gernerth Mautner Markhof
Vocationeers-Gründer Werner Korb und Entwicklungsleiter Philipp Gernerth Mautner Markhof freuen sich über den Gewinn des Jurypreises für mySebastian. | Foto: wildbild
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Neun Monate lang unterstützte Startup Salzburg sieben Jungunternehmen im Rahmen des Factory-Entwicklungsprogramms, ihre Geschäftsideen zur Marktreife zu bringen. Am Mittwoch hatten die teilnehmenden Startups nun die Möglichkeit, sich zum Abschluss bei der online abgehaltenen Investors Lounge vor einer Jury und einem Fachpublikum zu präsentieren.

Die Geschäftsfelder der Teilnehmer waren breit gefächert: edelzweig erstellt Urnen aus Holz von eigenen Bäumen. farmlifes ist ein Online-Netzwerk für die Landwirtschaft. Die Ketofabrik produziert Schokoriegel für die ketogene Ernährung. SWAIG stellt ein erwärmbare Faszienrolle her. Viabirds ist ein das Lungauer Online-Kaufhaus mit Selbstabholung. XR Synergies nutzt Virtual Reality für Aufklärungsgespräche im Krankenhaus. Vocationeers ist ebenfalls im medizinischen Bereich tätig und arbeitet an der Webplattform MySebastian.

Alle Startups hatten drei Minuten für ihren Pitch – weitere drei Minuten standen der Fachjury für Nachfragen zur Verfügung. Diese bestand aus Carina Margreiter, der Leiterin von aws i2 Business Angels, Kambis Kohansal Vajargah, dem Head of Start-up-Services der WKÖ, und Markus Kainz, dem Geschäftsführer des Start-up-Investment-Unternehmens primeCROWD.

mySebastian mit „gutem Use-Case und klarer Zielgruppe“

Als Sieger der Jury-Wertung gingen die Vocationeers mit ihrem Produkt mySebastian hervor. Dabei handelt es sich um eine Onlineplattform für Kliniken und Chirurgen, die hilft, eigenes Wissen mit der Community oder Nachwuchsärzten auf einfache Weise zu teilen.

„Die Entscheidung war sehr schwierig, dennoch haben wir uns für die Vocationeers entschieden, weil sie einen guten Use-Case mit einer klaren Zielgruppe vorweisen können. Wenn das Startup am Markt reüssieren kann, dann ist es ein Gewinn für die Medizin, von dem wir alle etwas haben“, sagt Carina Margreiter stellvertretend für die Jury. Für die frischgebackenen Sieger stehen nun gleich die nächsten Schritte an: „Wir werden mySebastian nach der Betaphase am kommenden Montag auf dem Markt einführen und dürfen die Software gleich danach beim deutschen Chirurgenkongress vor rund 5.000 Ärzten präsentieren“, sagt Werner Korb von den Vocationeers.

Als Preis erhält das Team eine Einladung von Startup Salzburg zur Silicon Castles Startup Executive Academy (SEA). „Die SEA ist eine mehrtägige Kaderschmiede für europäische Tech-Entrepreneurs auf Schloß Urstein, bei der die Teilnehmer wertvolle Go-To-Market-Strategien von internationalen Experten erhalten“, erläutert Silicon-Castles-Gründer Andreas Spechtler.

Publikumspreise an SWAIG, Ketofabrik und farmlifes

Die Publikumspreise wiederum gingen an SWAIG mit der erwärmbaren Faszienrolle, an den Schokoriegelhersteller Ketofabrik und an farmlifes, das Agrar-Online-Netzwerk. Alle drei Gewinner der Publikumswertung werden sich auf der Hauptbühne beim im Juni stattfindenden Business- und Innovationsfestival salz21 im Messezentrum Salzburg präsentieren können. Im Rahmen des Festivals wird heuer auch der Startup Salzburg Demo Day stattfinden, bei dem unter anderem Startups aus Österreich und Bayern ihre innovativen Ideen einem breiten Publikum präsentieren können.

Factory-Programm begleitete Jungunternehmen über neun Monate

In den neun Monaten, die das Factory-Programm andauerte, wurden die teilnehmenden Startups von etablierten Unternehmerinnen und Unternehmern unterstützt. Das half den Startups – doch auch die Mentorinnen und Mentoren profitierten, wie etwa Conny Hörl, Investorin und Betreiberin einer Fitnessstudiokette, sagt: „Man kriegt als Mentorin sehr viel zurück, wenn man junge Unternehmen in ihrer Entwicklung begleitet. Es ist ein Geben und Nehmen, das ich jedem Unternehmer empfehlen kann, denn man bekommt viel Innovation und Inspiration von den Startups.“

Bei der Online-Übertragung der Investors Lounge (v. l.): Lorenz Maschke, vom Startup-Salzburg-Service-Point der WKS und Leiter der Factory, Keynote-Speaker Leonhard Schitter, Generaldirektor Salzburg AG, und Natasa Deutinger, Leiterin FHStartup Center. | Foto: wildbild

„Im Rahmen der Startup Salzburg Factory hat sich auch die Begleitung durch Mentoring aus der etablierten Wirtschaft als echte Erfolgsstory erwiesen“, sagt Lorenz Maschke vom Startup-Salzburg-Service-Point der Wirtschaftskammer Salzburg und Leiter der Factory. „Wir freuen uns sehr, dass sich immer mehr innovative Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren und mit den Startups arbeiten. Daraus sind schon viele Kooperationen entstanden und wir werden in diese Richtung intensiv weiter arbeiten“.

Ein positive Resümee zieht auch Natasa Deutinger, Leiterin des FH Startup Center, die gemeinsam mit Maschke durch den Event führte: „Es gibt mittlerweile ein gutes Netzwerk der Salzburger Startups, die sich gegenseitig unterstützen. Das und ein individuelles Coaching durch die Partnerorganisationen bilden wichtige Eckpunkte unseres Netzwerkinkubators.“.

Startup Salzburg ist der Netzwerkinkubator für innovative Gründerinnen und Gründer in Salzburg. Die Träger sind das Land Salzburg, das ITG – Innovationsservice für Salzburg, die Wirtschaftskammer Salzburg, die Fachhochschule Salzburg und die Universität Salzburg. Die Leistungen werden an vier Service-Points (ITG, Wirtschaftskammer Salzburg, FH und Uni) angeboten. Das Netzwerk versteht sich als Schnittstelle in das Startup-Ökosystem und agiert neutral als Lotse, Vereinfacher und Vernetzer für innovative Gründerinnen und Gründer.

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