Loyalty-Startup „hello again“ erhält siebenstellige FFG-Förderung

Das Paschinger Startup "hello again" hat sich auf digitale Kundenbindung- und Analyse spezialisiert. "hello again" startet nun mit der FH Hagenberg ein Forschungsprojekt im Bereich der Datenanalyse, das mit einem siebenstelligen Betrag von der FFG gefördert wird.
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hello again
(c) hello again: Das Forschungsprojekt-Team (FH Hagenberg, FFG und hello again)
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Programme zur Kundenbindung im Handel oder der Systemgastronomie sind nichts Neues. Große Player, wie REWE oder McDonalds, betreiben diese schon seit mehreren Jahren, um Kaufentscheidungen zu analysieren und Kunden an ihre Produkte zu binden. Bei kleineren und mittleren Unternehmen sind derartige Programme allerdings noch nicht so weit verbreitet – was meist auf die hohen Entwicklungskosten oder Teilnahmegebühren bereits bestehender Programme zurückzuführen ist.

+++ FFG und aws: „Der Förderdschungel wird oftmals herbeigeredet“ +++

Genau hier möchte das oberösterreichische Startup „hello again“ ansetzen: Das Startup verfolgt laut eigenen Angaben das Ziel, eine erschwingliche Alternative zu Angeboten, wie Payback oder dem Jö-Bonusclub, speziell für KMU anzubieten.

Wie das Unternehmen nun bekannt gegeben hat, startet „hello again“ gemeinsam mit der FH Hagenberg ein Forschungsprojekt im Bereich der Datenanalyse, um die Kundenbindung künftig noch effizienter zu gestalten. Das Projekt wird dabei mit einem nicht näher genannten siebenstelligen Betrag von der FFG gefördert.

Projekt von „hello again“ und FH Hagenberg

Wie Franz Tretter, Gründer und CEO, erläutert, sollen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz Nachrichten künftig zielgerichtet und individuell auf den Nutzer übermittelt werden können. Als möglichen Anwendungsfall führt er das Essverhalten von Kunden in der Gastronomie an: „Mit unserer Technologie können wir Personen erkennen, die regelmäßig Mittagsmenüs essen. Sie erhalten dann automatisch jeden Montag den Menüplan für kommende Woche direkt auf ihr Handy. Auch können wir das Kundenverhalten identifizieren. Weist ein Kunde ein vegetarisches Essverhalten auf, bekommt dieser keine Informationen über Fleischangebote, sondern nur Produkte gezielt zu seinen Essgewohnheiten.“ Zudem sollen über die Technologie Besucherintervalle erkannt werden können.

Wettbewerbsfähigkeit der KMU stärken

Elisabeth Gruber von der FFG erklärt, dass durch die siebenstellige Förderung gezielt anwendungsorientierte Forschung unterstützt wird. Zudem hebt sie die Vorteile für potentielle Kunden von „hello again“ hervor: „So wird ein Kundenbindungsprogramm geschaffen, welches im Segment KMU und EPU den Kunden ein Tool offeriert, das ihre Wettbewerbsfähigkeit auf lange Sicht steigert sowie sichert.“

Derzeit verfügt „hello again“ über 200 Kunden in fünf unterschiedlichen Ländern. Da das Kundenbindungsprogramm nicht branchengebunden ist, würde dies Vorteile in Bezug auf die Skalierbarkeit mit sich bringen. Als potentielle Zielgruppe nennt das Startup 22 Millionen KMU im europäischen Raum.

die Redaktion

Vollpension wird Halbpension – und bietet Kaffee und Kuchen zum Stundentarif

Das Generationencafe Vollpension in der Schleifmühlgasse stellt das Geschäftsmodell um. Ab nun gibt es Kaffee und Kuchen im Stundentakt.
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Die Vollpension in der Schleifmühlgasse, Wien.
Die Vollpension in der Schleifmühlgasse, Wien. (c) Mark Glassner

Nur noch halb so viele Gäste im Lokal bei gleichbleibenden Kosten, diese Rechnung geht sich nicht aus, wie die Gründer der Vollpension am Dienstag mitteilten. Daher stellen Julia Krenmayr, Moriz Piffl und David Haller ihr Geschäftsmodell um und beginnen nun mit der „Beta-Testphase“ ihrer „Halbpension“, bei der die Gäste nun zum Stundentarif bewirtet werden.

Eine Stunde Halbpension kostet nun 9,90 Euro (8,40 Euro zum Sozialtarif) und beinhaltet Kaffee, Tee und Hauslimos so viel man will, sowie ein Stück Kuchen in der ersten Stunde und ein Schnittlauchbrot in der zweiten Stunde. Ein „normaler“ Vollpension-Besuch ist in dieser Zeit nicht möglich, wie es auf der Website heißt.

Die Kosten der Vollpension

„Durch die Einschränkungen bei den Sitzplätzen, vor allem aber auch wegen der allerorts ausbleibenden Gäste mussten wir kreativ werden. Das Stundenmodell der Halbpension machen wir jetzt bis Mitte Juni in einem Beta-Test, danach entscheiden wir, ob unsere Innovation Früchte trägt“, erklärt Moriz Piffl, Gründer des Generationencafes.

Im Kontext der Geschäftsmodell-Präsentation haben die Gründer auch auf einem Flipchart präsentiert, wie ihre Kostenstruktur tatsächlich aussieht.

Keine Kurzarbeit für Corona-Risikogruppe

Während der Vollpension-Standort in die Halbpension übergeht, bleibt der kurz vor dem Lockdown eröffnete zweite Standort in der Johannesgasse vorübergehend geschlossen. „Unsere Omis und Opis freuten sich mindestens genauso auf die Wiedereröffnung. Da sie aber immer noch zur Risikogruppe gehören, unterstützen sie uns derzeit ‚nur‘ backend in unserem zweiten, noch geschlossenen Standort,“ erklärt Julia Krenmayr die aktuelle Situation. „Die Hälfte der Belegschaft ist bereits in Pension und kann nicht zur Kurzarbeit angemeldet werden, dass sie noch nicht im Lokal arbeiten können, erschwert den Generationendialog,“ ergänzt Hallernäher.

Die Buchung eines Platzes in der Halbpension ist auf der Website möglich.

Video: Das neue Halbpension-Geschäftsmodell

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