Deutsche Haufe Group übernimmt Mehrheit von Wiener Startup Klaiton

Das Wiener Startup Klaiton, das auf die Vermittlung von Consulting- und Coaching-Leistungen spezialisiert ist, gewinnt mit der deutschen Haufe Group einen strategischen Investor. Das Investment dürfte siebenstellig sein. Wir sprachen mit Co-Gründerin Tina Deutsch.
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Wiener Startup Klaiton und Haufe Group
(c) Haufe/Klaiton: Nikolaus Schmidt und Tina Deutsch, Gründer von KLAITON und Holger Schmenger, Geschäftsführer der Haufe Akademie
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„Es ist mühsam, aber es zahlt sich aus“, sagt Tina Deutsch, Co-Gründerin und Managing Partner beim Wiener Startup Klaiton. Sie spricht über den Auswahlprozess der Plattform, die sich auf die Vermittlung von Consulting und Coaching spezialisiert hat. BeraterInnen gehen nach der Bewerbung durch ein vierstufiges Verfahren – einen Online-Teil, ein Telefonat, ein persönliches Gespräch und die Vorlage von zwei Kunden-Referenzen. „Nur so können wir für jeden einzelnen Consultant auf der Plattform die Hand ins Feuer legen“, sagt Deutsch.

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„Optimaler Consultant“ in 48 Stunden

Rund 2000 solcher Verfahren habe man bislang durchgeführt – etwas mehr als 350 Consultants schafften es bis jetzt. Dazu kommen rund 150 Coaches. KundInnen wird eine Auswahl optimal passender Consultants bzw. Coaches innerhalb von 48 Stunden garantiert. „Der Großteil läuft dabei automatisiert über unseren selbst entwickelten Algorithmus. Das Matching wird aber nochmal durch unsere ExpertInnen geprüft, um die Qualität sicherzustellen“, erklärt die Gründerin.

Zwei verschiedene Geschäftsmodelle

Am österreichischen Markt hat sich das Ende 2014 gegründete Startup inzwischen gut etabliert. Referenzkunden im Consulting-Bereich sind etwa Borealis, UniCredit, Novomatic und L’Oréal. Während die Umsätze im BeraterInnen-Bereich über ein Provisionsmodell bei erfolgreicher Vermittlung hereinkommen, bietet Klaiton in der Coaching-Sparte eine Whitelabel-Plattform-Lösung für B2B-Kunden an, die damit die internen Coaching-Prozesse strukturieren können. „Das sind bislang fast nur große Konzerne“, sagt Deutsch und nennt die Erste Group als Referenz. Man biete inzwischen aber auch einer stärker standardisierte Lösung für mittelständische Unternehmen.

Haufe Group steigt bei Klaiton ein

Genau aus dieser Gruppe dürften in nächster Zeit sehr viele KundInnen dazukommen. Und zwar aus dem Nachbarland Deutschland. Denn Klaiton konnte die deutsche Haufe Group (konkret die Haufe Akademie) als strategischen Investor gewinnen. Das Unternehmen hat ein breites Produktportfolio im B2B-Bereich, insbesondere bei Aus- und Weiterbildungslösungen. „Haufe hat alle 30 DAX-Konzerne als Kunden. Dazu kommt aber noch eine unglaubliche Marktpräsenz im gesamten Mittelstand. Nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten DACH-Raum“, sagt Deutsch. Dieses Netzwerk könne man nun nutzen.

„Signifikant höhere“ Kapitalerhöhung

Zahlen zum Deal dürfe sie nicht nennen, sagt die Gründerin. Nur soviel: Die Haufe Group ist nun Mehrheitseigentümer. Das Investment setzt sich aus einer Kapitalerhöhung und dem Auskauf von AltinvestorInnen zusammen. Und die genannte Kapitalerhöhung sei „signifikant höher“, als die vorangegangenen Investment-Runden. 2016 hatte es eine Runde über 500.000 Euro gegeben – gegen deutlich geringere Anteile. Man kann also von einem Investment zumindest in mittlerer siebenstelliger Höhe ausgehen.

„Sehr attraktives Termsheet“ nach wenigen Monaten

Kennengelernt habe man den nunmehrigen Investor erst vergangenen Jänner auf der Messe Learntec in Karlsruhe. Der Kontakt sei dabei über i5invest hergestellt worden, die später auch den Investment-Prozess begleiteten. „Wir haben damals über mögliche Kooperationen gesprochen und sind schnell darauf gekommen, dass seitens Haufe größeres Interesse besteht. Wir standen dabei gerade am Anfang einer Finanzierungsrunde, die wir eigentlich mit VCs geplant hatten“, erzählt Deutsch. Nach mehreren gemeinsamen Terminen in der Haufe-Zentrale in Freiburg habe man dann ein „sehr attraktives Termsheet“ erhalten. Danach habe es keine drei Monate gedauert, bis der Deal besiegelt war.

Kapital: Personal als „größter Brocken“

Das Kapital soll nun „breit über alle Geschäftsbereiche“ genutzt werden, sagt die Gründerin. „Der größte Brocken wird aber sicher Personal. Wir werden am Standort Wien kräftig ausbauen, neue Developer anstellen und damit bei unserem Matching-Algorithmus erste Schritte im AI-Bereich machen“. Investiert werde auch in die Bereiche Sales & Marketing, Data Security und Qualitätssicherung.

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Dominik Perlaki

Esoterische Dattelverkäufer bei 2 Minuten 2 Millionen

Glosse. Welches innovative Produkt gibt es denn diese Woche bei 2 Minuten 2 Millionen? Ähm, Datteln. Mit viel "Herzensfreude".
/dattelbaer/
Das Dattelbär-Gründerduo
(c) Puls 4/ Gerry Frank: Das Dattelbär-Gründerduo

2 Minuten 2 Millionen: Wöchentlich werden hier die innovativsten Erfindungen des Landes einer breiteren Masse vorgestellt und die Gründer pitchen vor laufender Kamera um Investments. Auch diese Woche werden die Zuschauer wieder vom Erfindergeist der Kandidaten in Staunen versetzt, wenn etwa Datteln präsentiert werden. Datteln? Ok, das Team des Kärntner Unternehmens Dattelbär hat die süße Frucht nicht erfunden. Aber doch wohl die innovative Vertriebsstrategie: einen so genannten „Online-Shop“. Gab’s auch schon vorher? Egal!

Daran, dass 2 Minuten 2 Millionen sich nur noch in seltenen Fällen als „Startup-Show“ qualifiziert, hat man sich ohnehin bereits gewöhnt. Ein 47 Jahre altes Busunternehmen als Kandidat war vergangene Woche schließlich auch möglich. Zumindest ist Dattelbär noch nicht einmal ein Jahr alt, ist also ein Jungunternehmen. Und zumindest ist die Website „kreativ“ getextet.

Dattelbär: „Rituale, Retreats und Mußestunden“

Dass man mit den „besten Datteln unter der Sonne“ (aus Saudi Arabien importierte Sukkari Datteln) täglich „mehr & mehr Menschen“ glücklich machen dürfe, sei „ein Geschenk des Lebens“, heißt es dort etwa. Und weiter: „Ein ganzkörperlicher WOW-Effekt beim ersten Date mit diesem herrlichen Grundnahrungsmittel ist der Beginn einer süßen Liebe … mit vielfältiger Wirksamkeit!“. Ja, die Nährstoffkombination bilde gar „die wertvollste Basis des nachhaltigen Lebensstils“.

Da fehlt eigentlich nur mehr eine Information zur Business-Seite. Voilà: „In einem zukunftsweisenden Geschäftsumfeld, welches auf interkultureller Freundschaft & Nachhaltigkeit basiert, arbeiten wir bei Dattelbär in Form von Ritualen, Retreats und Mußestunden. Ein klarer Fokus der Startphase auf die Märkte Österreich & Deutschland sowie Marktsegmente Kinder&Jugendliche, Vegan, Yoga und Sport, wird kombiniert mit einer gezielten Leuchtturmstrategie & intelligentem online-Marketing“. Und dann noch eine Angabe zur eigenen Gefühlslage dabei: „In größter Dankbarkeit für die Professionalität & Beharrlichkeit unserer Kompetenzpartner dürfen wir die Verwirklichung unserer bärenstarken Vision mit Herzensfreude erleben“.

Da kann bei 2 Minuten 2 Millionen eigentlich nichts mehr schief gehen.


Disclaimer: Der Autor dieser Glosse verspeiste während des Verfassens einige Datteln eines Mitbewerbers.

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