Seit über zwölf Jahren kennen sich die Gründer von has.to.be, Martin Klässner und Alexander Kirchgasser, die Tür an Tür wohnen, jetzt bereits. 2007 kamen sie zum ersten Mal mit dem Thema Elektromobilität in Kontakt. Zunächst entwickelten sie Prototypen zum Laden von Elektrofahrzeugen mit dem Hausstromanschluss. Später, als die E-Mobilität langsam begann, Fahrt aufzunehmen, stießen sie auf das Problem, dass es keine brauchbare Lösung zur Verwaltung von Ladestationen gab. Als Antwort auf dieses Problem entwickelten sie das Produkt be.ENERGISED, eine Software zum Verwalten, Überwachen und Abrechnen von Ladeinfrastruktur.

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Rundum-sorglos-Paket für die KundInnen

“Seit der Gründung im Jahr 2013 haben wir um dieses Produkt herum viele weitere Services aufgebaut. Denn wir haben bemerkt, dass viele KundInnen zusätzlich zur Software noch weitere Hilfestellungen benötigen”, erzählt Alexander Kirchgasser dem Brutkasten im Interview. Inzwischen ist das Angebot von be.ENERGISED so weit gewachsen, dass sie KundInnen, die sich entschieden haben, Ladesäulen zu errichten, beim gesamten Prozess, von der Planung, über Aufbau, Wartung, Instandhaltung und Verwaltung bis hin zur Abrechnung usw. unterstützen können.

Zu mehr als 460 Ladestationstypen kompatibel

“Wenn beispielsweise ein Stadtwerk sich dafür interessiert, Ladesäulen zu errichten, ist es erst einmal mit einer Reihe von Fragen konfrontiert: ‚Wo stellen wir die Ladesäulen auf? Welche Hardware verwenden wir? Wie viele KundInnen werden wir haben?‘ Wir haben für all diese Fragen über die Jahre die nötige Expertise aufgebaut und können unsere KundInnen zu der Lösung führen, die für sie am meisten Sinn ergibt”, erklärt Kirchgasser. Zudem biete be.ENERGISED den großen Vorteil, Hardware-neutral und damit zu mehr als 460 Ladestationstypen kompatibel zu sein.

be.ENERGISED: Service nach dem Baukastenprinzip

Kirchgasser fügt hinzu: “Unsere Dienstleistungen funktionieren dabei nach dem Baukastenprinzip. Die KundInnen können selbst entscheiden, ob sie zusätzlich Dienste wie Consulting, Abrechnungsabwicklung oder Vor-Ort-Service in Anspruch nehmen oder selbst durchführen wollen. Wir betreiben zum Beispiel auch eine eigene Hotline, bei der ExpertInnen allgemein um Rat gefragt werden können, oder wenn vor Ort an der Ladesäule etwas nicht funktioniert. In diesem Falle können wir direkt ServicetechnikerInnen entsenden, die sich sofort um das Problem kümmern.”

has.to.be in 26 Ländern aktiv

Das Late Stage Startup has.to.be hat es inzwischen auf die beachtliche Größe von 40 MitarbeiterInnen gebracht. Diese arbeiten an drei Standorten in Radstadt, Wien und München. In über 26 Ländern sei man mit dem Produkt vertreten, von Kolumbien bis Neuseeland. Dabei gewann man namhafte Kundschaft wie Daimler und Porsche. 90 Prozent der Geschäfte fänden im Ausland statt, der heimische Markt sei schwierig. “Wir haben unser Startup in Radstadt bei Salzburg gegründet. Radstadt ist weder der Nabel der Welt noch ein Hidden Silicon Valley. Das hat Vor- und Nachteile. Unsere MitarbeiterInnen sind sehr loyal, so etwas wie Fluktuation gibt es bei uns fast gar nicht. Ernüchternd war für uns hingegen, dass man sich das Vertrauen der ÖsterreicherInnen extrem hart erarbeiten muss. Es ist sehr schwer, als nicht schon lange etabliertes Unternehmen Aufträge zu bekommen”, sagt Alexander Kirchgasser.

Vom Startup zum führenden Innovationstreiber

In Zukunft möchte das Unternehmen zum führenden Anbieter bei Abrechnungen von Energietransaktionen werden. Kirchgasser erzählt: “Schon sehr bald kommen spannende Themen auf uns zu, wie Blockchain und autonomes Fahren. Wir sind momentan einer der wichtigsten Datendrehscheiben und Innovationstreiber in unserem Bereich, und das wollen wir auch bleiben.”


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