Happyr Health: Österreichische Gründerin gewinnt britischen „Women in Innovation“-Award

Nachdem sie bereits im letzten Oktober von der FHWien der WKW zur Alumna des Jahres gewählt wurde, gibt es nun die nächste Auszeichnung für die Happyr Health-Gründerin Nicola Filzmoser.
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(c) Pradeep Singh - Happyr Health-Gründerin Nicola Filzmoser erhielt britischen Award für ihre Arbeit mit dem Migräne-Startup Happyr Health.
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Die österreichische Gründerin des Kindermigräne-Startups Happyr Health Nicola Filzmoser hat als eine von 40 Preisträgerinnen den „Women in Innovation“-Award von „Innovate UK“ für ihre Idee erhalten. Ihr in Cambridge sitzendes Unternehmen widmet sich Kindern mit chronischen Migräneschmerzen und versucht mittels einer App bei der Bewältigung und Früherkennung von Auslösern zu helfen. Im Durchschnitt leiden zehn Prozent aller Kinder im Schulalter an Migräne, allein in Österreich seien es mehr als 100.000, wissen Filzmoser und Co-Founder Cornelius Palm. Für ihren Einsatz erhielt die junge Founderin nun in ihrem Wahl-Land die besondere Auszeichnung.

Annerkennung als Frau im Innovationsfeld

„Es ist eine Ehre, den diesjährigen Award von Innovate UK & KTN zu gewinnen. Ich bin dankbar, dass ich für meine Bemühungen bei Happyr Health als ‚Woman in Innovation‘ anerkannt wurde. Die Auszeichnung trägt wesentlich zur Entwicklung der Schmerztherapie bei, die junge Menschen tatsächlich wollen. Zusammen mit meinem Mitbegründer Cornelius Palm und unserem Team freuen wir uns auf die kommenden Monate“, sagt Filzmoser.

Unternehmerisches Wachstum von Frauen fördern

Das Programm „Women in Innovation“ ist eine Kooperation von KTN und „Innovate UK“. Dessen Ziel ist es Unternehmerinnen dabei zu unterstützen, Innovationen zu entwickeln, eine lebendige Gemeinschaft weiblicher Vorbilder zu schaffen, Wissen auszutauschen sowie das unternehmerische Wachstum von Frauen in ganz Großbritannien zu fördern.

50.000 britische Pfund Preisgeld für Happyr Health

Der Award beinhaltet ein Preisgeld von 50.000 britischen Pfund. „Wir werden das Kapital in die Entwicklung und Validierung unserer mobilen App stecken“, erklärt Filzmoser. „Zusätzlich bekomme ich als ‚Female Founder‘ und wir bei Happyr Health Unterstützung von Experten im Bereich ‚Business‘, ‚Healthcare‘ und ‚Innovation‘.“

Kampagne läuft seit fünf Jahren

Die Kampagne „Women in Innovation“ wurde am ersten Juni 2016 gestartet, um die Unterrepräsentation von Frauen im Innovationsfeld zu bekämpfen. Und um mehr Frauen mit ihren Ideen für britische Unternehmen zu gewinnen. Die dominierenden Themenfelder dabei: „Bekämpfung des Klimawandels“, die Entwicklung neuer Behandlungen und Dienstleistungen für Gesundheitspatienten, sowie „clean transport“.

Die Folgen der Initiative

In diesen knapp fünf Jahren sind es nicht nur die 40 prämierten Damen, die als Erfolg der Kampagne herhalten können. Ein weiteres Beispiel, welchen Impact so eine Initiative haben kann ist folgende Tatsache: Seit dem Start vor einer halben Dekade ist die Zahl der Frauen, die Anträge auf Zuschüsse für „Innovate UK“ stellen, um 70 Prozent gestiegen.

Brillante Ideen gesucht

„Innovate UK ist die nationale Innovationsagentur Großbritanniens. Wir fördern Produktivität und Wirtschaftswachstum durch Unterstützung neuer Ideen. Und haben die ‚Women in Innovation‘-Kampagne gestartet, um mehr Frauen mit brillanten Ideen zu finden. Wir möchten ihnen leichteren Zugang zu Beratung, Finanzierung und Expertise verschaffen“, sagt Emily Nott, „Head of Equality, Diversity und Inclusion Programmes“ bei Innovate UK.

Neben der Unterstützung von Frauen als Gründerinnen geht es vor allem auch um ein weiteres Problem, dass in vielen Bereichen der Startup- und Tech-Szene noch immer immanent ist, wie auch Filzmoser weiß.

Happyr Health-Gründerin: Lücke im Feld schließen

„Es ist ersichtlich, dass es eine Lücke gibt, was ‚female leadership“ im Bereich Innovations-Technologie betrifft“, mahnt die Happyr Health-Gründerin, die sich aber für die Zukunft optimistisch zeigt. „Mit solchen Awards und UN-Initiativen mit dem Motto „internationalwomensday2021 – Women in leadership: Achieving an equal future in a COVID-19 world“, werden wir auch diese Lücke bald schließen.“

die Redaktion

Werksta.tt: Mit Künstlicher Intelligenz gegen Backwarenverschwendung

Justus Lauten hat mit Werksta.tt eine App entwickelt, die mithilfe von KI Verkaufsprognosen erstellt und so eine Überproduktion und damit die Verschwendung von Lebensmitteln beenden möchte.
/werksta-tt-mit-kuenstlicher-intelligenz-gegen-backwarenverschwendung/
Werksta.tt, KI, Justus, Bäckerei, Überproduktion, Lebensmittelverschwendung
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Justus Laufen aus Köln hat mit Werksta.tt eine KI-App zur Vermeidung von Überproduktion entwickelt.

In Deutschland landen jährlich allein 1,7 Millionen Tonnen Backwaren im Müll. Die WWF schätzt, dass jedes Jahr 77.000 Euro an Warenwert pro Bäckereifiliale weggeschmissen werden. In Österreich sind es jährlich im Schnitt 43 Kilo un­verdorbene Lebens­mittel sowie Speise­reste, die in den Mistkübel wandern. Den größten Anteil machen auch hier Brot- und Backwaren aus, gefolgt von Obst und Gemüse. Gegen dieses Problem möchte Justus Lauten aus Aachen etwas tun. Der Informatiker hat eine Software entwickelt, die unnötige Lebensmittelverschwendung reduzieren soll. Der Name: Werksta.tt.

Mit Werksta.tt-KI zu Verkaufsprognosen

„Das Thema Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und auch ich habe mir persönlich die Frage gestellt, was ich eigentlich machen kann“, sagt der Entwickler. Seine Werksta.tt ist eine App, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz eine Verkaufsprognose erstellt. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wie etwa Wetter, Schulferien oder Feiertage, soll so eine Überproduktion verringert werden und der Umsatz steigen.

Ans Kassensystem angeschlossen

Das Programm des Unternehmens wird an das Kassensystem angeschlossen und merkt sich die Verkaufszahlen jedes einzelnen Produkts. Die Prognosen werden dann automatisch in das Warenwirtschaftssystem exportiert. Werksta.tt lernt, welche Faktoren den Absatz wie beeinflussen und kann laut Gründer so genaue Verkaufsprognosen – bis zu sieben Tage im Voraus – erstellen. Dazu kombiniert die KI die Verkaufszahlen der letzten Jahre mit Wetterfaktoren, Feiertagen und anderen öffentlichen Daten. Je länger man das System einsetze, so der Gründer, desto genauere und zuverlässigere Prognosen liefere es.

Der Kölner ist mit seiner Werksta.tt-App am Montag Abend zu Gast in der „Höhle der Löwen“ und versucht einen der Juroren von seiner Idee zur Lebensmittelrettung zu überzeugen. Weiters mit dabei: Sause, Bierkruste, Pinky und lucky loop.

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