Androsch investiert 3 Mio. Euro in Grazer Lebensverlängerungs-Startup

Der Industrielle und ehemalige Finanzminister (SPÖ) Hannes Androsch investiert drei Millionen Euro in das Grazer BioTech-Startup Longevity Labs. Dieses hat als Uni-Spinoff der Karl-Franzens-Universität Graz ein Nahrungsergänzungsmittel auf Basis des Wirkstoffs Spermidin entwickelt.
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Hannes Androsch investiert 3 Millionen Euro in Grazer Startup Longevity Labs
(c) Robin Consult: Hannes Androsch
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Geht es nach dem Grazer Startup Longevity Labs, ist der Wirkstoff Spermidin eine Art Wundermittel. Die Konzentration der im menschlichen Körper natürlich vorkommenden Substanz verringert sich im Laufe des Lebens. Sie sei aber der Schlüssel, um die „Zellalterung“ des Körpers zu verlangsamen und altersbedingte Erkrankungen zu verhindern, heißt es vom Startup. Und eine Langzeitstudie aus Südtirol zeige: „Ein höherer Spermidinkonsum der Studienteilnehmer über einen langen Zeitraum (20 Jahre) korrelierte mit einer reduzierten Sterblichkeit und einer um fünf Jahre längeren Lebenserwartung“.

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Weizenkeime statt Sperma

In besonders hoher Konzentration kommt der Wirkstoff – der Name lässt darauf schließen – in Samenflüssigkeit vor. Longevity Labs extrahiert ihn für sein Nahrungsergänzungsmittel jedoch aus Weizenkeimen – Samenspender werden also nicht gesucht. Hinter der Entwicklung des Produkts Spermidinelife steht eine Arbeitsgruppe des Molekularbiologen Frank Madeo an der Karl-Franzens-Universität Graz, die dazu mehrere Studien durchgeführt hatte. Geführt wird das Startup von Herbert Pock und Gerald Sitte, die es im Science Park Graz entwickelt und gestartet haben.

Hannes Androsch investiert 3 Millionen Euro in Grazer startup Longevity Labs
(c) Robin Consult (vlnr.): Herbert Pock, Frank Madeo, Hannes Androsch und Gerald Sitte

Hannes Androsch: „Alt werden und gesund sterben“

Als Investor fand sich nun der 81-jährige Industrielle und ehemalige Finanzminister (SPÖ) Hannes Androsch. Mit einer Kapitalspritze von drei Millionen Euro wird er zum Mehrheitseigentümer (51 Prozent). „Demenz, Alzheimer, Parkinson – wenn man das mildern, verhindern oder verzögern kann, dann wäre das ein gewaltiger Gewinn an Lebensqualität – in der Lebensspanne und Gesundheitsspanne einander möglichst nah kommen“, kommentiert der Industrielle in einer Aussendung. Die Lebenserwartungen sei zwar in den vergangenen 100 Jahren dramatisch gestiegen. Die „Gesundheitsspanne“ habe aber nicht im gleichen Ausmaß zugenommen. „Salopp gesagt, das Produkt hilft dabei, alt zu werden und gesund zu sterben“, sagt Androsch. Er selbst sei bereits Kunde. „Ich nehme das Produkt seit drei Monaten. Wie es bei mir wirkt, sage ich Ihnen bei meinem 90 Geburtstag“.

Longevity Labs: Genehmigung als „Novel-Food“

„Sowohl die EFSA (Anm.: European Food and Safety Authority) als auch die AGES haben Spermidinelife als Novel-Food genehmigt, und es wurde in einer klinischen Studie von unabhängigen Medizinern und Wissenschaftlern auf die Wirksamkeit und Sicherheit evaluiert“, erklärt Longevity Labs-Co-Founder Gerald Sitte. Im Vertrieb setze man derzeit auf einen Mix aus Online und Offline-Angeboten. Aktuell ist das Produkt in elf europäischen Ländern online erhältlich und in ersten ausgewählten Apotheken in Österreich und Deutschland. Anfragen aus Nord- und Südamerika sowie Russland und Asien, insbesondere China und Indien lägen vor. Für den Herbst dieses Jahres sei die Zulassung durch die U. S. Food and Drug Administration (FDA) geplant.

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die Redaktion

Bugbattle: FFG-Förderung für Vorarlberger Bug Reporting-Startup

Das Vorarlberger Startup Bugbattle bietet, nach eigenen Angaben, das erste In-App Bug Reporting-Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa.
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Das Bugbattle-Team (c) Belinda Zoppoth-Pölshofer
Das Bugbattle-Team (c) Belinda Zoppoth-Pölshofer

Im Schnitt etwa 70 Prozent ihrer Arbeitszeit, würden manche Entwickler in das Adressieren von Softwarefehlern stecken, sagt Lukas Böhler, Gründer des Vorarlberger Startups Bugbattle, „wir haben ein Tool geschaffen, welches den Prozess rund um das Melden eines Fehlers revolutioniert und somit jedem Entwickler viel Zeit und Nerven spart“. Es sei das erste In-App Bug Reporting Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa, heißt es vom Startup. Und mit dessen Hilfe könnten Programmierer Bugs bis zu 50 Mal schneller beheben als auf dem herkömmlichen Weg, so das Versprechen.

Bug Reporting durch Smartphone Schütteln

Konkret können Software-Fehler mit dem Tool durch das Schütteln des Smartphones oder einen simplen Klick gemeldet werden. Auf einem automatisch erstellten Screenshot kann der Fehler markiert, beschrieben und dann an den Entwickler geschickt werden. Bugbattle lässt sich dabei in Projektmanagement-Tools wie Jira oder Trello integrieren. Dort erstellt das Tool pro Fehler automatisch ein Ticket und liefert dazu Infos wie Session-Daten, Console Logs und Schritte zur Reproduktion des Fehlers mit.

Als einziges Tool seiner Art sei Bugbattle zudem DSGVO-konform, heißt es vom Startup. Sensible Daten werden vom Tool automatisch unleserlich gemacht. Auch benötige das Tool keine zusätzlichen Berechtigungen auf Smartphones.

FFG-Zuschuss für Bugbattle

Zur Weiterentwicklung holte sich das Startup nun auch eine Förderung durch die FFG, deren Höhe nicht bekanntgegeben wurde. Der Zuschuss habe die Arbeit „extrem beflügelt, meint Gründer Böhler: „Die Förderung hat es uns erlaubt, unter noch mehr Volldampf aus Bugbattle ein noch anspruchsvolleres Tool zu machen“. Nun sehe man sich – auch international – nach Investoren um.

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15.05.2019

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(c) Robin Consult: Hannes Androsch

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