Google Austria setzt auf Influencer Kampagne für Reise Apps in Wien

Vergangene Woche lud Google Austria eine Gruppe von Social Media Influencern aus mehreren Ländern nach Wien, zu einem Google Maps und Reise-Apps-Workshop der ganz besonderen Art, ein.
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Dabei ging es um die Google-Top-Tipps für den Urlaub und Unterwegs, die aber in der täglichen Nutzung noch wenig bekannt sind. Danach begab sich die Gruppe mit insgesamt elf nationalen und internationalen Social Media Influencern mit drei Fiakern des Wiener Startups “Riding Dinner” auf eine ereignisreiche Kutschenfahrt durch die Wiener Innenstadt.

Die Online-Services von Google werden oft dazu genutzt, um weniger Zeit mit dem Planen und mehr Zeit mit dem Genießen einer Reise zu verbringen. Ideale Tools also für die von Google Austria eingeladenen Social Media Influencer, die allesamt im Bereich Travel und Lifestyle erfolgreich und reichweitenstark sind.  Trotzdem gibt es viele Funktionen, die von vielen Usern noch nicht entdeckt wurden. Dazu zählen zum Beispiel die Lineal-Funktion für Google Maps, mit der man sowohl am Notebook als auch am mobilen Gerät sehr einfach Distanzen messen kann. Praktisch für Reisende ist auch die “busyness” Zeitleiste bei Restaurants und Bars, die anzeigt, wie geschäftig ein Lokal zu einer gewissen Uhrzeit ist – und wie wahrscheinlich es ist, einen freien Tisch zu bekommen. Um diese Funktionen und Tools einem noch breiteren Publikum, vor allem durch die Social Medias, näher zu bringen, wurde eine Influencer Marketing Kampagne umgesetzt. Mit dabei waren beispielsweise Szenegrößen wie die Blogger, YouTuber und Instagram Influencer Mister Flopatrick, Fruity Sky, Greg Sideris, theviennesegirl sowie Irina und meandmango.

Üblicherweise immer ein Thema bei Reisenden sind Offline-Karten. Vor allem mobil sind Kartenausschnitte einer Stadt oder Region in beliebiger Größe mit Google Maps sehr einfach auf das Smartphone oder Tablet zu laden. Weiters wurde den Influencern die Reise App “Google Trips” näher gebracht, die wie ein mobiler Reise-Führer zahlreiche Infos und logistische Hilfe in einer Anwendung vereint. Auch die Bilder-App Google Fotos konnte die eingeladenen Influencer mit unbegrenztem Speicherplatz, der automatischen Suchfunktion und einfacher Online-Sicherung und Verfügbarkeit auf jedem Gerät überzeugen.

Ebenfalls den Influencern vorgestellt wurde die Kultur und Kunstplattform „Google Arts & Culture”. In Österreich nehmen mittlerweile 17 Institutionen daran teil. Drei davon wurden nach dem Workshop mit den Fiakern und mit passender kulinarischer Begleitung durch „Riding Dinner“ erforscht. In der 90 minütigen Rundfahrt wurden die Albertina, das Burgtheater und das Jüdische Museum Wien besucht und die Social Influencer kamen bei jedem Halt in den Genuss eines exklusiven kulturellen Einblicks durch die PR und Social Media Verantwortlichen der jeweiligen drei Häuser.

Unter dem Hashtag #googlefiaker kann man in diversen Social Media Networks, beispielsweise hier bei Instagram, Content zu diesem außergewöhnlichen Event finden.

Sabine Jungwirth

Steuern und Versicherung: Ein Plädoyer für die „Universalabgabe“

Österreichs Steuern- und Abgaben-System stellt viele Unternehmerinnen und Unternehmer vor Herausforderungen. Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, plädiert daher in ihrem Gastbeitrag für eine Universalabgabe.
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Sabine Jungwirth Grüne Wirtschaft
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft. (c) Foto Furgler
gastkommentar

Die Coronamonate haben deutlich gemacht, was vielen schon länger klar war: Das Klischee der „reichen“ Unternehmer*innen gehört längst zur Vergangenheit. Gerade unter den Gründer*innen und den Kleinselbständigen kämpfen viele auch in Zeiten guter Konjunktur ums Überleben. Sichtbar wird dieser Umstand im alle zwei Jahre erscheinenden Einkommensbericht des Rechnungshofs: Zuletzt (2018) wurde dort festgehalten, dass das Medianeinkommen (50% liegen darunter, 50% darüber) der 346.970 ausschließlich selbständig Erwerbstätigen nur bei jährlich 11.637,00 € (Frauen 7.893 €, Männer 15.637 €) liegt. Angesichts solcher Zahlen ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Unternehmer*innen in Österreich keine Reserven für den Notfall haben und nun um ihr finanzielles und unternehmerisches Überleben kämpfen.

Die eben in Kraft getretene Senkung des Einkommensteuertarifs in der niedrigsten Stufe hat für das Segment der gering verdienenden Unternehmer*innen keine Auswirkungen, da sie unterhalb der Steuerpflicht liegen. Relevant sind jedoch viel mehr die Sozialversicherungsbeiträge.

Ich plädiere daher für eine nachhaltige und weitreichende Reform des österreichischen Abgabensystems und damit für eine Verschiebung der Steuerlasttragung. Unser erklärtes Ziel ist die Etablierung eines gerechten und zukunftsfähigen Steuersystems bei sofortiger Entlastung von EPU und KMU. Die Einführung einer „Universalabgabe“ kann das leisten.

Eine für alles – das ist die „Universalabgabe“

Die „Universalabgabe“ – in Expertenkreisen auch unter dem Begriff des „integrierten Tarifs“ bekannt – ist ein ganzheitlicher Lösungsansatz zur Erneuerung des österreichischen Steuersystems, der Einfachheit mit Transparenz und sozialer Gerechtigkeit vereint. Sie fasst Lohn- bzw. Einkommenssteuern sowie Sozialversicherungsbeiträge zu einer gemeinsamen Abgabe zusammen.

Die ersten 12.000 € des Einkommens bleiben bei voller Sozialversicherung gänzlich abgabenfrei. Für die Einkommensteile darüber würde ein stark vereinfachtes Steuertarifmodell mit deutlich einfacheren Steuersätzen gelten: Das restliche Einkommen bis zu einer Million Euro wird mit 50% besteuert. Danach kommt es zu einer progressiven Steigerung auf 60% bzw. 70%. Die Sozialversicherung wird für den Einkommensteil bis 12.000 € aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert.

Wie sich die Universalabgabe auf verschiedene Einkommen auswirkt, und wie viel mehr unterm Strich übrig bleiben würde, zeigen diese drei Beispiele:

Beispiel A)    Bruttoeinkommen: 10.000 €

Beispiel B)    Bruttoeinkommen: 20.000 €

Beispiel C)    Bruttoeinkommen: 60.000 €

Die Universalabgabe brächte eine sofortige Senkung der Steuerlast der gering- bis mittelverdienenden Selbstständigen, wie die untenstehende Grafik zeigt:

Vereinfacht ausgedrückt: Je niedriger das Einkommen, desto stärker die Entlastung durch das neue System.

Die seit Jahren diskutierte Entlastung des Faktors Arbeit würde mit unserem Modell endlich umgesetzt werden. Gleichzeitig erreichen wir auch eine deutliche Vereinfachung des Abgabensystems. Wir müssen den Unternehmer*innen mehr finanzielle Spielräume verschaffen. Wenn unterm Strich mehr überbleibt, ist es auch einfacher (in Zukunft) für schlechte Zeiten vorzubauen.

Die Grüne Wirtschaft setzt mit diesem Vorschlag einen Impuls zur radikalen Vereinfachung des Abgabensystems auf Erwerbsarbeit und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag zur Debatte über eine Steuerstrukturreform. Denn zur Gegenfinanzierung sollen Steuern auf Umweltschäden, Ressourcenverbrauch und Vermögenszuwächse herangezogen werden.

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