Getcards: Grazer Startup bietet Online-Marktplatz für Gutscheine an

Das steirische Startup Getcards betreibt seit Anfang 2019 einen Online-Marktplatz für Gutscheine. Seit gestern Dienstag ist nun auch eine eigene App verfügbar. Für die technologische Entwicklung des Marktplatzes hat das Startup 2018 eine sechsstellige FFG-Förderung bekommen.
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Getcards
(v.l.n.r.) Die Gründer Dominik Obermayr und Markus Weinländer | (c) getcards / collage by der brutkasten
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  • Das leidige Thema mit Gutscheinen: Über Jahre sammeln sich diese in Schubladen im eigenen Haushalt an und wenn man sie einmal während eines Shopping-Trips braucht, sind sie nicht zur Hand.
  • Das Grazer Startup Getcards rund um die beiden Gründer Markus Weinländer und Dominik Obermayr hat sich vor rund eineinhalb Jahren dieser Problematik angenommen und eine technologische Lösung entwickelt, um Gutscheine digital zu verwalten.
  • Für die technologische Entwicklung hat das Startup im Jahr 2018 eine sechsstellige Förderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG bekommen.
  • Seit dem 14. April ist auch eine App verfügbar.

Das leidige Thema mit Gutscheinen: Über Jahre sammeln sich diese in Schubladen im eigenen Haushalt an und wenn man sie einmal während eines Shopping-Trips braucht, sind sie nicht zur Hand.

Das Grazer Startup Getcards rund um die beiden Gründer Markus Weinländer und Dominik Obermayr hat sich vor rund eineinhalb Jahren dieser Problematik angenommen und eine technologische Lösung entwickelt, um Gutscheine digital zu verwalten.

+++ Coronakrise, Wirtschaft und die Innovation +++

Online-Marktplatz und FFG-Förderung

Die Lösung von Getcards umfasst nicht nur das digitale Verwalten von Gutscheinen, sondern auch einen eigenen Online-Marktplatz. Auf diesem können Nutzer ihre Gutscheine zu einem selbst definierten Preis wieder weiterkaufen. Umgekehrt können auch die Gutscheine anderer Nutzer gekauft werden. Der Marktplatz ist seit Anfang 2019 live.

Für die technologische Entwicklung hat das Startup im Jahr 2018 eine sechsstellige Förderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG bekommen. Zudem wird das Startup von der Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG unterstützt.

Getcards-App

Seit gestern Dienstag ging nun auch eine eigene App live. Sie ist für Android und iOS verfügbar. Nutzer können über die App Gutscheine abspeichern und jederzeit abrufen bzw. sie über das Smartphone einlösen. Der Gutscheinwert wird dabei automatisch über Getcards überprüft.

Wie Weinländer gegenüber dem brutkasten erläutert, können mit der digitalen Wallet derzeit Gutscheine an den Kassen von über 150 geprüften Geschäften eingelöst werden. Zu den Geschäften zählen beispielsweise Spar, H&M oder Ikea.

Gutscheine selbst erstellen

Zusätzlich wird über die App das Digitalisieren der eigenen Gutscheine ermöglicht. Das soll laut Weinländer Platz in der Geldbörse sparen und zudem einen Überblick über alle Gutscheine gewährleisten.

Über die App kann zudem auf den Online-Marktplatz zugegriffen werden. Sofern ein Nutzer den eigenen Gutschein nicht braucht, kann er diesen mit wenigen Klicks weiterverkaufen.

Das Geschäftsmodell

Bei erfolgreichen Verkauf behält sich Getcards eine Provision in der Höhe von zehn Prozent des Verkaufspreises ein. Die Provision beinhaltet zudem die Payment-Gebühren sowie eine 100-Tage-Geld-Zurück-Garantie für den Käufer, falls ein Verkäufer mal versucht zu betrügen.

Langfristig verfolgen die beiden Gründer übrigens das Ziel, Getcards von einem Gebraucht-Gutschein-Anbieter zum Anbieter von Geschenkgutscheinen aller gängigen Marken weiterzuentwickeln.


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Dominik Perlaki

Refurbed verdreifacht 2020 Außen-Umsatz auf mehr als 100 Mio. Euro

Das Wiener Marktplatz-Startup Refurbed legte nun ein paar Zahlen für das laufende Jahr vor. Auch das Team wurde seit Beginn der Coronakrise deutlich vergrößert.
/refurbed-zahlen-2020/
Refurbed: Die Co-Founder Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl
(c) Refurbed: Die Co-Founder Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl

Eigentlich hätte man den heutigen Pressetermin natürlich lieber physisch veranstaltet, um das neue 1800 Quadratmeter-Büro am Austria Campus im zweiten Wiener Bezirk herzuzeigen, sagt Refurbed-Gründer Peter Windischhofer. Stattdessen gibt es per Zoom ein kurzes Video mit Eindrücken des neuen Hauptstandorts. Und das große repräsentative Büro allein deutet bereits an: Dem 2017 gegründeten Wiener Startup, das einen Marktplatz für „refurbishte“, also rundum-reparierte, Produkte betreibt, ist es auch im Corona-Jahr 2020 nicht schlecht ergangen.

Vor der Krise gestecktes Jahres-Ziel übertroffen

Das Geheimnis, so Windischhofer: „Die Produkte sind bei uns sowohl günstiger, als auch nachhaltiger. Üblicherweise ist nachhaltiger auch teurer, wie bei Bio-Produkten, oder mit einem Komfortverzicht verbunden, wie beim Verzicht aufs Fliegen“. Doch der Gründer betont: „Auch für Refurbed hatte 2020 viele Höhen und Tiefen. Bei unserer Finanzierungsrunde im März (Anm. ca. 16 Mio Euro) hatten wir Glück mit dem Timing und haben gerade noch am letzten Tag vor dem Lockdown beim Notar unterschrieben. Das gab uns zwar die Gewissheit, dass wir gut gut durch Krise kommen werden, aber Unsicherheiten gab es natürlich trotzdem“.

Nun, gegen Ende des Jahres, ist aber klar: Das schon vor der Krise gesteckte Ziel, 100 Millionen Euro Außen-Umsatz, wird übertroffen. Man erreiche hier etwa eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr, wo rund 40 Millionen Euro erzielt wurden, so der Gründer. Das sei auch dem Kapital aus der Investmentrunde geschuldet: Man habe stark in die Marke investiert und diese deutlich bekannter gemacht.

Schnelles Wachstum statt Profitabilität

Nach den Kernmärkten Deutschland und Österreich habe man zunächst nach Italien und Polen expandiert und sei seit kurzem in insgesamt 13 Märkten in Europa aktiv. Deutschland sei dabei der mit Abstand stärkste Markt. Bislang komme man auf insgesamt rund 300.000 Kunden – zu 90 Prozent B2C – im B2B-Bereich vorwiegend KMU. Wie viele Produkte man bislang verkauft hat, will Windischhofer nicht sagen, verrät dann aber doch: „Mit jedem Produkt, das wir verkaufen, pflanzen wir auch einen Baum. Bislang haben wir mehr als 400.000 Bäume gepflanzt“. Dies sei etwa über Projekte in Haiti und Nepal passiert, nach verheernden Waldbränden dieses Jahr aber etwa auch in Australien und Kalifornien.

Profitabel sei man bei all dem aber noch nicht. „Das ist auch nicht das Ziel. Die Firma soll so schnell wie möglich so groß wie möglich werden. Wir wissen aber, dass der Kern des Geschäftsmodells sehr profitabel ist“, so Windischhofer.

Refurbed-Team im Corona-Jahr auf mehr als 100 Personen ausgebaut

Das Wachstum in diesem Jahr drücke sich auch in noch weiteren Zahlen aus, sagt Co-Founder Kilian Kaminski: „Wir versuchen stetig, unser Händlernetzwerk weiter auszubauen und haben mittlerweile mehr als 100 zertifizierte Partner. Das Aufbereiten der Geräte passiert bei denen extrem professionell. Es herrscht eher Laboratmosphäre, nicht so wie in einem Reparatur-Shop am Hauptbahnhof“. Denn bei der Auswahl der Partner sei man sehr selektiv und nehme bei weitem nicht jeden, der will. Ganze 40 Schritte von der Überprüfung der Software über den Austausch von einzelnen Komponenten bis zum neu Aufsetzen, seien in dem Prozess zu beachten.

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Deutlich gewachsen ist im Corona-Jahr auch das Team. „Wir haben aktuell bereits mehr als 100 Mitarbeiter. Wir wollten die Chance nutzen, qualifizierte Leute zu bekommen, die vielleicht wegen Corona ihren Job verloren haben, und ihnen neue Perspektiven zu geben“, so Kaminski. Nun habe man Mitarbeiter mit 17 Nationalitäten. Mehr als die Hälfte der Belegschaft seien Frauen. „Diversität ist uns extrem wichtig. Wir sind darauf besonders stolz“, erklärt der Gründer.

Arbeit am Produkt: „Trade-In“ als nächster großer Meilenstein

Natürlich soll auch das Produkt weiterentwickelt werden. Bereits dieses Jahr führte das Startup mit „Refurbed Easy“ ein Mietmodell ein. „Damit kann man etwa für 20 Euro im Monat einen Laptop mieten. Das haben wir zu Beginn der Krise schnell umgesetzt und es wurde etwa für Homeschooling sehr gut angenommen“, erklärt Peter Windischhofer.

Das wichtigste Thema des kommenden Jahres, werde der Bereich „Trade-In“, an dem man intensiv arbeite. „Kunden können dann ihre gebrauchten Produkte über uns an Händler verkaufen. Wie bauen dazu eine eigene Plattform, die für Kunden möglichst einfach sein soll. Dadurch wird der Kreislauf bei uns geschlossen“, erklärt der Gründer. Wenn ein Produkt nicht mehr reparierbar sei und daher nicht verkauft werden könne, gebe es die Möglichkeit dieses zu spenden und recyclen zu lassen. „In jedem Handy steckt ein Restwert an Rohstoffen“, sagt Windischhofer. In dem Bereich kooperiere man etwa mit der Jane Goodall Foundation und unterstütze Projekte im Kongo. Im Laufe des kommenden Jahrs wolle man das neue Service launchen.

Schon diese Woche gibt es eine kurzfristige Aktion: Zum die gesamte Woche dauernden „Green Friday“ werden pro verkauftem Produkt zwei Bäume gepflanzt. Daneben läuft noch bis Weihnachten eine weitere Baumpflanz-Aktion – der brutkasten berichtete.

Refurbed-Gründer: „Wollen das ‚gute Amazon‘ werden“

Aktuell seien Smartphones und Laptops noch klar die Bestseller, doch auch in Sachen Produktkategorien baue man deutlich aus, erklärt Kilian Kaminski: „Wir wollen das ‚gute Amazon‘ für Refurbished-Produkte werden“. Schon im Sommer hat man E-Bikes ins Sortiment aufgenommen, nun auch E-Scooter. Als nächstes würden Haushaltsgeräte folgen. Windischhofer ergänzt: „Unser erstes großes Ziel war es, in den ersten fünf Jahren eine Million Produkte zu verkaufen. Das hat uns am Anfang niemand geglaubt und nun sind wir auf einem sehr guten Weg, es zu schaffen. Deswegen haben wir ein neues Ziel: Wir wollen, dass es künftig in jedem europäischen Haushalt zumindest ein Refurbished-Produkt gibt“.

Die brutkasten KMU-Roadshow 2020 geht auch heuer als digitale Eventreihe in die zweite Runde. Unser Leitthema: KMU – Unternehmerische Zukunft gestalten.

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