Gehalt-Studie: So viel verdienen Fach- und Führungskräfte in Österreich

Eine aktuelle Studie zeigt die Gehälter von Fach- und Führungskräften in Österreich. In Wien verdient man am meisten - zugleich ist die Unzufriedenheit in der Hauptstadt am größten.
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Wie viel verdienen Fach- und Führungskräfte in Österreich? Gibt es Unterschiede in den Bundesländern? Und macht sich ein abgeschlossenes Studium im Gehalt bemerkbar? Stepstone Österreich hat für seinen ersten Gehaltsreport im Frühjahr 2019 die Gehälter von rund 12.000 Fach- und Führungskräften in ganz Österreich analysiert, sowie 1200 Fach- und Führungskräfte online befragt, um entsprechende Richtwerte in der Bezahlung zu ermitteln.

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Ergebnis: Fachkräfte in Österreich verdienen im Durchschnitt 49.069 Euro pro Jahr. Führungskräfte mit Personalverantwortung kommen mit rund 57.700 Euro auf gut 8600 Euro mehr.

Gutes Gehalt für Akademiker und Corporate-Kollegen

Akademiker verdienen außerdem knapp 14.000 Euro mehr als ihre Arbeitskollegen ohne Studienabschluss: Sie bekommen jährlich ein Gehalt in Höhe von 59.489 Euro brutto. Außerdem gibt es der Studie zufolge starke Gehaltsunterschiede zwischen Mitarbeitern in Groß- und in Kleinunternehmen.

(c) Stepstone

Denn die höchsten Gehälter gibt es in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern: Mit rund 53.800 Euro verdient man hier rund zehn Prozent mehr als der Durchschnitt. Bei KMU mit 500 bis 1000 Mitarbeitern liegt das durchschnittliche Gehalt bei 50.800 Euro, bei kleinen Betrieben mit bis zu 500 Mitarbeitern kommt man nur auf ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von 46.000 Euro – gut sechs Prozent unter dem Durchschnitt.

Wiener verdienen viel – und jammern am meisten

Im Bundesländervergleich verdienen Fach- und Führungskräfte in Wien mit durchschnittlich 54.000 Euro am meisten. Die zweithöchsten Gehälter werden in Vorarlberg gezahlt (50.000 Euro), gefolgt von Oberösterreich und Salzburg (47.000 Euro). Das Schlusslicht ist Niederösterreich, wo man mit 44.985 Euro durchschnittlich rund 9000 Euro weniger verdient als im benachbarten Wien.

(c) Stepstone

Zugleich sind die Wiener und die Burgenländer zugleich diejenigen, die laut Studie mit ihrem Gehalt am unzufriedensten sind. Insgesamt haben österreichweit 42 Prozent der Befragten das Gefühl, dass sie deutlich unterbezahlt sind.

Allerdings ist Geld auch nicht alles, wie die Studie abschließend auch noch zeigt: Unter gewissen Umständen wären die Mitarbeiter auch bereit, für weniger Gehalt zu arbeiten. Die Hälfte aller Befragten in Westösterreich würde Lohneinbußen in Kauf nehmen, wenn dafür die Arbeitslast sinkt. Jeder zweite Kärntner und Steirer ist außerdem bereit, für interessantere Aufgabengebiete auf einen Teil seines Gehalts verzichten.

In Salzburg und Oberösterreich würden 39 Prozent für eine angenehmere Arbeitsatmosphäre gewisse Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland würde ein Viertel aller befragten Arbeitnehmer für weniger Geld arbeiten, wenn sie davor lange Zeit auf Jobsuche waren.

(c) Stepstone

 

die Redaktion

Urteil: Uber muss in Kalifornien in nur 10 Tagen Geschäftspraxis komplett umkrempeln

Der oberste Gerichtshof im US-Staat Kalifornien entschied nun, dass Uber und Lyft ihre Fahrer anstellen müssen. Diese reagieren mit einer Berufung und scharfen Worten.
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Gig Workers Rising: Protestaktion gegen die Arbeitsbedingungen von Uber und Lyft
(c) Gig Workers Rising: Protestaktion gegen die Arbeitsbedingungen von Uber und Lyft

Mit seinem Geschäftsmodell und/oder seiner Praxis bei der Beschäftigung der Fahrer eckte das Fahrtendienst-Unternehmen Uber schon in vielen Ländern an. In Österreich etwa tritt bald eine umgangssprachlich als „Lex Uber“ bezeichnete Novelle des Gelegenheitsverkehrsgesetzes inkraft.

Unter massivem Druck stehen das Unternehmen und sein dort größter Konkurrent Lyft nun sogar in der Heimat Kalifornien. Denn auch im Valley ist man mit den Arbeitsverhältnissen der Fahrer nicht einverstanden. Bereits seit einiger Zeit ist man dort bemüht, gegen die den Unternehmen vorgeworfene „Scheinselbstständigkeit“ vorzugehen und stellte dazu auch ein Gesetz auf die Beine – der brutkasten berichtete schon vor ca. einem Jahr.

10 Tage für „signifikante Änderung der Geschäftspraxis“

Einige Umgehungsversuche, Berufungen und Instanzen später stellte nun das Oberste Gericht Kaliforniens in einem Urteil klar, dass Uber und Lyft sich tatsächlich an das Gesetz zu halten haben und daher wirklich ihre Fahrer anstellen müssen. „Dem Gericht ist klar, dass die Umsetzung des Urteils kostenintensiv sein wird“, schreibt Richter Ethan Schulman in seiner Erklärung unter anderem. Es stehe außer Frage, dass die Unternehmen ihre Geschäftspraxis nun signifikant ändern müssen. Und Uber und Lyft haben nun gerade einmal zehn Tage Zeit, dies zu tun.

Uber und Lyft argumentieren mit Wunsch der Fahrer

Entsprechend scharf im Tonfall reagieren die beiden Unternehmen in Statements gegenüber dem Magazin TechCrunch. Man werde jedenfalls über eine „immediate emergency appeal“ berufen, heißt es von Uber: „Die überwiegende Mehrheit der Fahrer möchte unabhängig arbeiten, und wir haben bereits erhebliche Änderungen an unserer App vorgenommen, um sicherzustellen, dass dies nach kalifornischem Recht auch weiterhin möglich ist“, so ein Sprecher. „Wenn über drei Millionen Kalifornier ohne Arbeit sind, sollten sich unsere gewählten Repräsentanten darauf konzentrieren, Arbeit zu schaffen, und nicht versuchen, während einer wirtschaftlichen Depression eine ganze Branche stillzulegen“.

Ähnlich argumentiert man bei Lyft gegenüber TechCrunch: „Die Fahrer wollen keine Angestellten sein! Wir werden sofort gegen dieses Urteil Berufung einlegen und weiter für ihre Unabhängigkeit kämpfen. Letztendlich glauben wir, dass diese Frage von den kalifornischen Wählern entschieden wird und dass sie sich auf die Seite der Fahrer stellen werden“.

Fahrer-Organisation: „Gericht hat sich auf die Seite der Arbeiter und nicht der Unternehmen gestellt“

Doch dass die Stimmung unter den Fahrern tatsächlich so klar auf Seiten der beiden Unternehmen liegt, darf bezweifelt werden. Seit Jahren kämpfte etwa die Organisation „Gig Workers Rising“, die maßgeblich von Uber-Fahrern bestimmt wird, genau für die nun im Urteil bestätigten Rechte für Fahrer. Edan Alva von der Organisation, der selbst Uber-Fahrer ist, kommentiert gegenüber TechCrunch: „Gerade wegen der Furchtlosigkeit der Arbeitnehmer konnte der Generalstaatsanwalt argumentieren, dass die Misshandlungen, denen wir ausgesetzt sind, so schwerwiegend sind, dass die Gerechtigkeit nicht länger warten kann. Heute hat sich das Gericht auf die Seite der Arbeiter und nicht der Unternehmen gestellt. Tausende von falsch eingestuften Gig-Arbeitern werden die Löhne, Leistungen, Schutzmaßnahmen und den Arbeitnehmerstatus erhalten, die ihnen gesetzlich zustehen. Es ist überdeutlich, dass sich Uber und Lyft jetzt an das Gesetz halten müssen“.

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