Worauf Florian Gschwandtner bei „2 Minuten 2 Millionen“-Deals achtet

Im Video-Interview mit dem brutkasten gibt "2 Minuten 2 Millionen"-Investor Florian Gschwandtner einen Ausblick auf die siebte Staffel und verrät, worauf er bei Startups achtet, was ihn an der vorherigen Staffel begeisterte und worauf wir uns 2020 bei der Puls4-Show freuen können.
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Florian Gschwandtner
Florian Gschwandtner. (c) Puls4/Gerry Frank
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Im Vorfeld der siebten Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ war Runtastic-Gründer und Investor Florian Gschwandtner im Studio des brutkasten zu Gast, um auf die vergangene Staffel zurück zu blicken und einen kleinen Ausblick auf die kommende Staffel zu geben.
Gschwandtner war gemeinsam mit Martin Rohla zur sechsten Staffel das erste Mal als Investor bei der Puls4-Show mit an Bord.
Alles in der Show ist echt, betont er: Die Startups, das Geld und die Investoren.
Auch die „Streitereien zwischen den Investoren“ seien echt, ergänzt Gschwandtner: In dieser Hinsicht könne man auch in der kommenden Staffel wieder viel erwarten.
Er selbst achtet bei Startups als erstes auf das Team.

Im Vorfeld der siebten Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ war Runtastic-Gründer und Investor Florian Gschwandtner im Studio des brutkasten zu Gast, um auf die vergangene Staffel zurück zu blicken und einen kleinen Ausblick auf die kommende Staffel zu geben. Gschwandtner war gemeinsam mit Martin Rohla zur sechsten Staffel das erste Mal als Investor bei der Puls4-Show mit an Bord.

+++Alles über 2 Minuten 2 Millionen, Staffel 7+++

„Ich war sehr positiv beeindruckt, wie gut die Gründer vorbereitet sind. Wenngleich auch einige Startups gab, die wohl keine gute Vorbereitung gemacht haben“, sagt Gschwandtner rückblickend zur vergangenen Staffel: „In der Show waren sechs Investments, fünf davon sind auch etwas geworden.“ Bei dem im Nachhinein geplatzten Deal habe sich in der späteren Due Diligence-Prüfung gezeigt, dass man doch nicht zusammenarbeiten möchte. Ein positives Beispiel hingegen ist Instahelp, wo es inzwischen auch ein Folgeinvestment gegeben hat.

Florian Gschwandtner im Video-Interview

Echte Investoren, echte Startups, echtes Geld

Generell, so Gschwandtner, nehmen sich die Investoren vor, nach der Zusage des Deals auch tatsächlich zu investieren. „Rechtlich ist da alles relativ, aber ich habe da eine moralische Verpflichtung“, sagt er: „Viele Menschen glauben ja, das sei eine erfundene Show. Aber das ist echtes Geld, wir sind echte Investoren und es sind echte Kandidaten. Und das macht die Show ‚2 Minuten 2 Millionen‘ auch so wertvoll, weil hier echtes Unternehmertum stattfindet.“

+++Drei Millionen Euro für Online-Psychologieberatung Instahelp+++

Auch die „Streitereien zwischen den Investoren“ seien echt, ergänzt Gschwandtner: In dieser Hinsicht könne man auch in der kommenden Staffel wieder viel erwarten. Manchmal investiere man gemeinsam – in anderen Fällen gebe es Situationen, bei denen die Investoren in Wettbewerb miteinander stehen.

Worauf Florian Gschwandtner bei Investments schaut

Worauf achtet Florian Gschwandtner, wenn er innerhalb oder außerhalb der Puls4-Sendung in Startups investiert? „Zuerst müssen mir die Menschen gefallen“, sagt er: „Wie ernst nehmen sie das Thema? Wie gut sind sie vorbereitet? Wie gut kennen sie sich in ihrem Markt aus? Welche Zahlen weisen sie vor und wie machen sie das?“ In den ersten 30 Sekunden hat man meist eine gute Indikation – dann kann es aber freilich auch vorkommen, dass sich das Blatt noch wendet. Im Anschluss an das Team ist auch das Produkt ein wichtiger Faktor, sowie die Execution – also was bisher schon erreicht wurde.

Gschwandtner betont auch, dass Investments in Startups sich im Hochrisiko-Bereich bewegen – im Gegensatz zu etablierten Unternehmen, die fix zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Dividende ausschütten. Umgekehrt sind bei Startups auch die Gewinne höher, wenn der Plan aufgeht.

2 Minuten 2 Millionen hat „mehr Berechtigung denn je“

Hat eine Startup-Show wie „2 Minuten 2 Millionen“ nach so vielen Jahren noch immer eine Daseinsberechtigung? „Mehr denn je“, sagt Gschwandtner. Denn die Angelegenheit wird professioneller, die Founder waren laut dem Runtastic-Gründer „noch nie so gut vorbereitet wie in der siebten Staffel.“ Inzwischen challengen die Startups auch die Investoren und fragen sie, ob sie mehr zu bieten haben als nur Geld – also zum Beispiel auch Kontakte und Know-How. „Das ist bei den guten Startups auch berechtigt, denn die guten Gründer können sich auch die Investoren aussuchen“, sagt Gschwandtner. Zugleich kann es auf einen Investor freilich abschreckend wirken, wenn ein Gründer zu arrogant wirkt.

Gschwandtner verrät bezüglich der siebten Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“, dass es auch diesmal wieder Investments von seiner Seite geben werde – und auch gemeinsam mit den anderen Investoren. „Darunter sind auch einige für mich atypische Investments, die nicht technikgetrieben sind“, sagt er: Darunter seien zum Beispiel Projekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit oder einfach „ein geiles österreichischen Produkt“.

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Momcilo Nikolic

Beeple & Grimes: Netz-Künstler verkaufen Memes um Millionen US-Dollar

Memes und Kurz-Clips werden im Netz stark gehandelt und erzielen dabei hohe Preise. Der digitale Kunstmarkt scheint aus seinem Dornröschen-Schlaf erwacht und zeichnet mit seiner Pixel-Art eine neue Kunstwelt, die aber auch auf Unverständnis trifft.
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Memes, Beeple, Christie's, Art, digitale Kunst
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analyse

„Die Kunst, sie ist eine Gunst, von den Göttern gegeben – umsunst“. Dieses Songzitat der heimischen Pop-Band EAV aus dem Album „Nie wieder Kunst“ von 1994 hat 27 Jahre später eine neue und digitale Bedeutung erfahren. Heimlich aber weniger still hat sich in den letzten Monaten im Netz ein neuer Trend entwickelt, der unter der Subsummierung „digitaler Kunsthandel“ relativ gut erfassbar ist. Weniger gut verständlich – vor allem für Kritiker – ist es, dass, salopp gesagt, Memes und Videoclips für Millionen ersteigert werden und sogar das renommierte Auktionshaus Christie’s dabei mitmacht.

Token als Echtheitsnachweis für digitale Dateien

Konkret geht es Videoclips und Memes, sogenannten Non-Fungible Tokens (NFT), die kryptografisch, nicht austauschbar und damit einmalig sind. Sie können nicht repliziert oder zerstört werden und sind in einer Blockchain gespeichert. Und damit fälschungssicher. Wer NFT kauft, erhält einen Token und ein bestimmtes Objekt, das damit verknüpft ist. Digitale Kunst, Sammelkarten oder Musik, sogar der Kauf von virtuellem Land ist möglich. Es ist eine Art Echtheitsnachweis für jede digitale Datei. Ein Beispiel dafür, dass aktuell für Schlagzeilen sorgt, ist die digitale Kunst von Mike Winkelmann alias Beeple.

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Im letzten Oktober verkaufte der Netz-Artist einen zehn-Sekunden-Clip um 67.000 US-Dollar an Kunstsammler Pablo Rodriguez-Fraile. Der wiederum veräußerte das Video Ende Februar 2021 um 6.6 Millionen US-Dollar, wie Reuters berichtet. Anmerkung: NFTs können so gestaltet werden, dass sie ihren Erstellern bei jedem Besitzerwechsel eine Kryptowährungsgebühr zahlen.

CryptoKitties

Dies ist eines von vielen Beispielen der letzten Zeit, wie sich Kunst im Netz seine Position erkämpft hat. Das Jahr 2017 soll den Beginn dieses Trends darstellen, als die Comic-Katzen der kanadischen Firma Dapper Labs namens CrypotKitties debütierten und als handelbare Sammlerstücke ins Netz gingen. Jedes Bild war mit einer eindeutigen Ziffernfolge verknüpft – einem NFT in Kryptowährung -, der auf der Blockchain-Plattform von Ethereum als Eigentumsurkunde gehandelt werden konnte. Und dem Inhaber das Eigentum an einem bestimmten Kätzchen gewährte.

Beeple nicht allein

Beeple ist bei weitem nicht der einzige Künstler, der von dem Kunstwandel profitiert. Grimes etwa verkaufte ihre zehnteilige digitale Kunst um knapp sechs Millionen Euro. Chris Torres hat seine Nyan Cat vor zehn Jahren erstellt und sie Mitte Februar um über 482.000 US-Dollar (300.000 ETH) an einen Sammler gebracht.

Nyan Cat wurde um rund 482.000 US-Dollar verkauft

Heute ist laut nonfungible.com der Handel mit NFTs bei einem Wert von über 250 Millionen US-Dollar angelangt. Das stellt eine Steigerung um rund 300 Prozent zum Vorjahr dar. Weitere Plattformen, auf denen große Summen an Kryptowährung und anderen Zahlungsmitteln ausgebeben werden, um Token zu erstehen: Rarible, OpenSea, CryptoPunks und Nifty Gateway, das von den Kryptowährungs- und Bitcoin-Investor-Zwillingen Tyler und Cameron Winkelvoss unterstützt wird.

Die Kritik an der Meme-Kunst

Das große Unverständnis, das vorrangig bei Kritikern der Sache auftritt, ist, die vorherrschende Lust das Original eines Meme oder eines Kurz-Clips zu besitzen. Memes und Animationen können per Screenshots oder Download auch kostenlos abgespeichert werden, Video-Clips und Renderings geistern frei im Netz herum und können ebenso heruntergeladen werden, so die wortgewordene Kritik.

Mona Lisa an die Wand?

Wer allerdings schon einmal im Louvre war, so das Gegenargument, und ein Foto von der Mona Lisa geknipst hat, kann es sich ausdrucken und als Poster daheim hängen haben. Das Original jedoch besitze er nicht.

Kunstkauf = Angeberrecht-Erwerb?

Und wenn die NY-Times die Frage stellt, warum eine gewisse Art von „Angeberrechten“, die Kunstsammler beim Kauf von Kunst in der analogen Welt in Wirklichkeit erstehen, so die These, nun im digitalen Raum etwas Irrsinniges sein soll, dann weisen sie damit zugleich auf ein neues Ökosystem hin, das durch Technologie getrieben wird. Anders Petterson, Autor des „The Hiscox Online Art Trade Report„, wortwörtlich im US-Blatt: „Millennials sind mit dieser Art von Technologie vertraut. Es besteht das Potenzial, ein völlig neues Ökosystem außerhalb der traditionellen Kunstwelt zu eröffnen.“

Memes und digitale Kunst als Ergänzung

Laut Federica Beretta, Galeriedirektorin der in London ansässigen Opera Gallery, die im Wire zitiert wird, sieht den Aufstieg der digitalen Kunst und Memes vor allem der Pandemie geschuldet und erklärt sich den Trend folgendermaßen: „Die digitale Welt bietet Künstlern, Sammlern, Museen und Galerien außergewöhnliche Möglichkeiten und könnte auch als fantastische Ergänzung zur traditionellen Kunst angesehen werden. Ich glaube nicht, dass Kunst in Zukunft nur noch digital wird.“.

NFT ermöglicht Wert-Zuordnung

Ein weiteres Pro-Argument, dass dem besseren Verständnis der Netz-Vorgänge dienen soll, liefert auch Noah Davis, Spezialist für Nachkriegs- und zeitgenössische Kunst bei Christie’s im „the Wire“-Gespräch. „Als Mechanismus ermöglichen NFTs die Zuordnung von Wert zur digitalen Kunst, was die Tür zu einem Meer von Möglichkeiten für ein Medium öffnet, das von physischen Einschränkungen nicht gezügelt wird.“

Christie’s: Beeple-Collage noch erstehbar

Ob ein Ende der Pandemie und die Öffnung von Museen und Galerien den Pixel-Hype bremsen können, wird sich weisen. Da aber der einhellige Ton erst den Beginn dieses Marktes preist, ist damit nicht und eher mit dem Gegenteil zu rechnen. Wobei gesagt werden muss, dass sich auch viele Fragen, wann diese Blase zu platzen droht.

Wer dennoch plötzliches Interesse an digitaler Kunst verspürt: Das Auktionshaus Christie’s verkauft derzeit seine erste digitale Krypto-Kunst, von Beeple. Es zeigt eine Collage aus 5000 Fotos. Derzeit liegen die Gebote bei 3,25 Millionen US-Dollar. Die Auktion läuft noch bis 11. März 2021. Für andere, die sich entweder selbst als Netz-Artisten versuchen wollen oder vielleicht noch Startup-Kapital benötigen. Hier ein Meme-Generator.

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