Fintech sei traditionell ein männerbesetztes Thema, sagt Michaela Rothleitner von Uniqa Ventures. Sie ist Gastgeberin und Speakerin beim bislang zweiten “Deep Dives” des Netzwerks Fintech Ladies in Wien, der am 19. September im weXelerate über die Bühne gehen wird. Das Ziel der Initiative und des Events: Die eingangs erwähnte Lage aufzubrechen. “Das Thema ist nicht neu. Aber jetzt hat die Community die nötige Reife, damit wir wirklich einen essenziellen Beitrag leisten können”, sagt Rothleitner.

+++ Fokus: FinTech +++

Schwere Ausgangslage mit Grund zu Optimismus

Internationale Statistiken zeigen (für Österreich liegen keine gesondert vor): Europa hinkt in Sachen Frauen und Fintech dem Rest der Welt hinterher. Innerhalb der EU liegt der Anteil an Frauen unter den Vorständen von Fintechs bei gerade einmal fünf Prozent. Weltweit beträgt er immer noch bescheidene acht Prozent. Anlass zu verhaltenem Optimismus gibt jedoch die Tatsache, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert hat. Das ist wohl nicht zuletzt Initiativen wie Fintech Ladies geschuldet, das 2016 in Berlin von Christine Kiefer, damals Geschäftsführerin des Fintechs Pair Finance, gegründet wurde.

Fintech Ladies: “Mit gutem Beispiel vorangehen”

Das Konzept schnell umrissen: Ein starkes Netzwerk, in dem Frauen aus der Fintech-Szene (und darüber hinaus) sich austauschen und von den Besten lernen können. Kiefer drückt es in ihrem Blog so aus: “Ich glaube, dass wir Frauen in führenden Positionen, wir Gründerinnen und Geschäftsführerinnen, vor allem eins tun können: Mit gutem Beispiel vorangehen, ein Vorbild sein, inspirieren. Uns gegenseitig helfen. Zeigen, was wir geschaffen haben. Erzählen, was die Visionen sind, an die wir glauben, und zeigen, dass wir die Welt so gestalten können, wie wir es wollen”.

Fintech Ladies Deep Dive in Wien bei Uniqa Ventures

(c) Martina Siebenhandl: Impression vom ersten Fintech Ladies Deep Dive in Wien bei Paysafecard im Mai.

Drei erfolgreiche Speakerinnen

Genau das soll auch am 19. September bei Uniqa Ventures passieren. Auftreten werden neben Michaela Rothleitner, die die Corporate VC-Perspektive einbringt, zwei erfolgreiche Gründerinnen: Diana Medanova, Gründerin des InsureTechs www.versnova.at und Stefanie Pingitzer, Gründerin und CEO des M&A-Consulting-Unternehmens LilO. Es sind also drei Speakerinnen, die auf den ersten Blick nicht direkt aus dem Fintech-Bereich kommen. Auf den zweiten Blick wird freilich klar: Fintech ist bei allen drei allgegenwärtig. So hat etwa Uniqa Ventures vor einigen Monaten gemeinsam mit Elevator Ventures und Speedinvest ein Fintech-Investment-Programm aufgesetzt.

“Fintech hat für alle Relevanz”

“Tatsächlich kommen sehr viele Frauen aus unterschiedlichsten Branchen zu den Fintech Ladies”, sagt Rothleitner. Denn der Finanzbereich berühre alle Bereiche. “Fintech hat für alle Relevanz. Es kommen etwa auch Anwältinnen und Vorstände großer Unternehmen”, sagt sie. Im Netzwerk liege dabei die Kraft. Ziel sei ein Forum der Gleichgesinnten, wo man sich vertrauensvoll austauschen könne. “Das stärkt die Persönlichkeit und es stärkt die Ideen”, sagt die Gastgeberin des Events.

Hard facts:

Wann: 19. September 2018, 19:00 Uhr

Wo: UNIQA Innovation Lab im WeXelerate, Praterstrasse 1, 1020 Wien

⇒ Ticket-Link

⇒ offizielle Page der Initiative

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Publiée par DerBrutkasten sur Jeudi 2 août 2018